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Johannes

© elcappuccino - last update: Sept 2003

Das Johannes Evangelium

Eine kommentierte Darstellung

Sektion
Einleitung
Johannes Evangelium Kapitel 1 bis 3
Johannes Evangelium Kapitel 4 bis 5
Johannes Evangelium Kapitel 6 bis 8

Johannes Evangelium Kapitel 8 bis 9
Johannes Evangelium Kapitel 10 bis 11
Johannes Evangelium spezielle Themen
 


 

Die Speisung, Berg undSee           

          zum Inhalt


6 1 Darnach ging Jesus ans jenseitige Ufer des Sees von Tiberias

Wir haben also eine neue Wanderstation. Wir bemerken: Die Anlage der historischen Wirkung bei Johannes ist nicht konform mit den Synoptikern. Die Stationen bei Johannes seien dargestellt:

  • Taufe bei Bethabara (vermutlich auf halber Strecke des Jordan Flusses gelegen)
  • am dritten Tag nach Kana, eine Tagesreise von Bethabara
  • Nach Kapernaum
  • Nach Jerusalem zum Passa Tempelreinigung
  • wieder an den Jordan bei Salim oder nahe davon
  • Nach Sichem zum Jakobsbrunnen
  • Nach Kana, ein Beamter von Kapernaum
  • nach Jerusalem zum Wochenfest
  • an den See Tiberias
All dies innerhalb von zwei Monaten

2 Es folgte ihm aber viel Volk nach,
weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat.
3 Jesus jedoch ging auf den Berg hinauf,
und dort setzte er sich mit seinen Jüngern.
4 es war aber das Passa nahe, das Fest der Juden.

Diese Angabe nun stürzt uns in Verwirrung. Danach machen wir einen Sprung von fast einem Jahr. Dies zwingt uns, die Heilung am Teich Bethesda zu überdenken, denn wir könnten in diesem Fest ebenso auch den Versöhnungstag sehen. Zu drei Festen mussten Juden zu Jerusalem erscheinen.
... Darnach ging Jesus... ist aber eine Einleitung, die chronische Kontinuität bezeichnet. Das würde heissen, dass das ganze 5. Kapitel zeitlich nahe der folgenden Szene stehen würde. Wir haben aber kein Fest vorliegen nahe vor dem Passa der Juden.
Im siebten Kapitel wird bereit von Jesu Rede am Laubhüttenfest gesprochen. Wir haben hier also innerhalb kürzester Zeit anderthalb Jahre behandelt. Irgend etwas ist mit diesem Passah out of order, weshalb wir es eher als etwas anderes betrachten.

Habe wir es mit chronischer Folge zu tun, oder mit einer inhaltlichen Logik. Wofür steht das Passa? Es steht für den Auszug aus Ägypten. Die Speisung gemahnt aber an zwei Dinge: Das Manna in der Wüste, und Josef als der Kornverwalter in Ägypten.

Es gibt das kleine Passah, das einen Monat nach dem Passah gefeiert wird. Es liegt also zeitlich im Termin des ersten Mannah. damit wäre zwar ein Termin in unserer Abfolge gefunden, aber es gilt doch: dieses kleine Passah liegt vor dem Wochenfest. Unsere Schwierigkeit wird nicht gelöst im streng chronologisch biographischen Sinne.

2Mo 16,1 Darnach zog die ganze Gemeinde der Kinder Israel von Elim weg in die Wüste Sin, die zwischen Elim und Sinai liegt, am fünfzehnten Tag des zweiten Monats, nachdem sie aus Ägypten gezogen waren.
2Mo 16,4 Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen; dann soll das Volk hinausgehen und täglich sammeln, was es bedarf, damit ich erfahre, ob es in meinem Gesetze wandeln wird oder nicht.

... Jesus aber ging auf den Berg... ein grosses Symbol, erinnert es doch an Mose, der das Gesetz niederschrieb.

Gleichfalls sonderbar: die Zürcherbibel ist undeutlich bei 6.1 (TR) meta tauta aphlyen o ihsouv peran thv yalasshv thv galilaiav thv tiberiadov und sollte heissen "Nach allem ging Jesus über das Galiläische Meer, von Tiberias" Gemeint ans andere Ufer, dass er es ganz überquerte.

Gibt uns hier der Evangelist einen Stationshinweis, vor welchem Hintergrund sich nun das Kommende abspielt? Dann sagt er: Schilfmeer Sinai, Manna, und bezeichnet die Kulisse. Ebenfalls ...Es folgte ihm aber viel Volk nach... bezeichnend das Volk, das Mose begleitete.

5 Als nun Jesus die Augen erhob
und sah, dass viel Volk zu ihm kam,
sagte er zu Philippus:
Wo sollten wir Brot kaufen, dass diese essen können?
6 das sagte er aber, um ihn auf die Probe zu stellen;
er wusste nämlich selbst, was er tun wollte.

Johannes ist expliziter indem er Jesus die Frage an Philippus Levi stellt. Ist es eine Frage zum Gesetz?

7 Philippus antwortete ihm:
Für zweihundert Denare Brot reicht für sie nicht hin,
damit jeder [auch nur] ein wenig bekommt.

Eigentlich eine seltsame Antwort des Philippus, da es nicht die Antwort auf die Frage ist. Man vergleiche dies auch mit Markus. Aber dies ist offenbar ein Test, welcher hier im Vers 6.6 ausgesprochen wird. Rechnen und Zählen ist typisch Levitisch. Man beachte dazu etwa die Steuerrechnung im Zusammenhang mit den Erstgeburten.

Mt 15,29 Und Jesus zog weiter und kam an das galiläische Meer; und er stieg auf den Berg und setzte sich daselbst., 30 Und es kamen zu ihm große Volksmengen, die hatten Lahme, Blinde, Stumme, Krüppel und viele andere bei sich; und sie legten sie zu seinen Füßen, und er heilte sie, 31 also daß sich die Menge verwunderte, als sie sah, daß Stumme redeten, Krüppel gesund wurden, Lahme wandelten und Blinde sehend wurden; und sie priesen den Gott Israels. 32 Da rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach: Mich jammert das Volk; denn sie verharren nun schon drei Tage bei mir und haben nichts zu essen; und ich will sie nicht nüchtern entlassen, damit sie nicht auf dem Wege erliegen.

Mk 6,37 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Gebet ihr ihnen zu essen! Und sie sprachen zu ihm: Sollen wir hingehen und für zweihundert Denare Brot kaufen und ihnen zu essen geben? 38 Er aber sprach zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Gehet hin und sehet! Und als sie es erkundigt hatten, sprachen sie: Fünf, und zwei Fische.

Es ist Johannes Eigenart, speziell von Gerstenbroten zu sprechen, und wie die Rechnerei einhergeht, erinnert auch der Spruch in der Offenbarung: das ist ein Test
Ist damit des Philippus Antwort erklärt, so diese mehr als typisch levitisch sein sollte?

8 einer von seinen Jüngern,
Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm:
9 Es ist ein Knabe hier,
der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische;
aber was ist das unter so viele?

Es gibt zwei Speisungen, einmal der 5000, das andere mal der 4000. Aber Johannes berichtet nur von einer Speisung, wie Lukas, und wie Lukas hat er die Frage: für wen halten mich die Leute, anschliessend. Lukas hat mit Markus das Sitzen in Gruppen gemeinsam, Johannes hingegen teilt allein mit Markus: Brot für 200 ^Dinare kaufen, wohingegen alle einig sind, dass man Brot kaufen wollte.
Typisch bei Johannes: ein Test, Geld, eine Versnummer, 5 Brote, 2 Fische, etwa 5000, 12 Körbe

Es stellt sich die grundsätzliche Frage: sollten die Synoptiker gelesen werden, um die Stelle auszulegen? Oder will Johannes nicht eine durchaus eigenständige Geschichte erzählen? Im Gleichnis der Jünger haben wir gesehen, wie ratsam es ist, den Evangelisten nicht in andere Schemen zu pressen, und jene anzunehmen, die er selbst entwirft.
Dies ist ein Test. Auch sollten 200 Denare auftauchen: Hüten wir uns vor dem Sauerteig des Philippus.
Johannes hat vielleicht Markus vorliegen, als er diese etwas ironische Warnung durchgibt. Was aber bleibt übrig von dem Gleichnis der Speisung, wenn es so betrachtet wird? Dass Johannes hier nur auf die Speisung der 5000 eingeht, teilt er mit dem Lukas-Evangelium. Der Vergleich innerhalb der Evangelien macht dies also schwierig , klar einzuordnen. Als Verkürzung kann es nicht gelten, da Johannes ja die Dialoge präzisiert (Philippus, Andreas).
Philippus und Andreas sind aus Bethsaida, das am Nordende des Sees Genezareth liegt, unweit wohl der Anhöhe am Westufer des Sees, der hier als Berg bezeichnet wird. Es werden angesprochen und sprechen zwei, die am ehesten wussten, wo Brot zu kaufen war.

10 Jesus sprach: Heisset die Leute sich lagern!
Es war aber viel Gras an dem Orte.
Da lagerten sich die Männer, an Zahl etwa fünftausend.
11 Jesus nahm nun die Brote, sprach das Dankgebet darüber
und teilte sie unter die aus, welche sich gelagert hatten,
ebenso auch von den Fischen, so viel sie wollten.
12 Als sie aber satt geworden waren,
sagte er zu seinen Jüngern:
Sammelt die übriggebliebenen Brocken,
damit nichts verlorengeht!
13 Da sammelten sie und füllten zwölf Körbe
mit Brocken von den fünf Gerstenbroten;
die denen übriggeblieben waren, welche gegessen hatten.

 

Offb 6,6 Und ich hörte eine Stimme inmitten der vier lebendigen Wesen, die sprach: Ein Maß Weizen für einen Denar, und drei Maß Gerste für einen Denar; und das Öl und den Wein schädige nicht!

Die Brotmehrung in den Evangelien

Mt 16,3 und am Morgen: Heute kommt ein Ungewitter; denn der Himmel ist rot und trübe. Ihr Heuchler, das Aussehen des Himmels versteht ihr zu beurteilen, die Zeichen der Zeit aber nicht!
Mt 16,9 Versteht ihr noch nicht, und denkt ihr nicht an die fünf Brote für die Fünftausend, und wie viele Körbe ihr da aufhobet? 10 Auch nicht an die sieben Brote für die Viertausend, und wie viele Körbchen ihr da aufhobet? 11 Warum versteht ihr denn nicht, daß ich nicht vom Brot gesprochen habe, sondern daß ihr euch hüten solltet vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer?

Mk 8,17 Und als es Jesus merkte, sprach er zu ihnen: Was machet ihr euch Gedanken darüber, daß ihr kein Brot habt? Verstehet ihr noch nicht und begreifet ihr noch nicht? Habt ihr noch euer verhärtetes Herz? 18 Habt Augen und sehet nicht, Ohren und höret nicht? Und denket ihr nicht daran, 19 als ich die fünf Brote brach für die Fünftausend, wieviel Körbe voll Brocken ihr aufgehoben habt? Sie sprachen zu ihm: Zwölf!
20 Und als ich die sieben für die Viertausend brach, wieviel Körbe voll Brocken habt ihr aufgehoben? Sie sprachen: Sieben! 21 Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr denn noch so unverständig?

Ich habe jetzt probeweise auf die Versnummer geschielt, wie bei der Hochzeit. Da ist kein überzeugender Bezug. Aber was erzählt uns Johannes hier? Warum ergibt er sich in eine Erzählung, welche anders als die Hochzeit keine Erhellung hat? Folgt man Matthäus, so hat man den Eindruck, es mit einem Zeitgleichnis zu tun zu haben. Nichts dergleichen hier.

Johannes erinnert an das Manna in der Wüste, und an den Brotgeber Josef. Aber da ist kein wirklich überzeugender Bezug. Zweimal kamen die Brüder zu Josef Brot zu kaufen. Aber nur eine Brotmehrung wird uns Johannes erzählen.

Fünf Brote, zwei Fische. Jakob kam zu Josef nach Ägypten als zwei Jahre der Hungersnot vorbei waren und noch fünf bevorstanden.
Oder ein anderer Bezug: die fünf Brote: die fünf mosaischen Bücher: 5844 und drei Verse***, unterteilbar in zwölf Perioden (in vier abrahamische und in drei Sothisperioden).
*** orthodoxe Variante: und zwei Verse.

Wovon war im Kapitel 5 die Rede?
Eine Kernfrage war, was ist ein Prophet wie Mose. Hier sehen wir einen Menschen, der ein Brotwunder vollbringt, als wäre es das Manna vom Himmel.

Der Synoptiker Rätsel Lösung?

Menschen Brote Körbe Fische
4000 7 7 einige
5000 5 12 2
6000 3 17
7000 1 22
7/22 = Pi (annähernd)
7 Schöpfungstage, 22 Buchstaben.
Die 22 Buchstaben in drei Gruppen aufgeteilt:
3 Mütter ams
7 doppelte bgdkprt
12 einfache hwzxjylnoeuq

Saduzzäer (nicht Zadokitten) glaubten an die lange Chronologie der LXX, frühe Chronisten datierten Jesu um 5500 A.M.
Pharisäer gaben eine Jahreszahl um 3800 heraus (3761 = 1 A.D.). Durch den Einfluss des MT Textes passten auch christliche Christen das Jahr Christi an. So Ussher 4004 A.D.

14 Als nun die Leute das Zeichen sahen, das er tat,
sagten sie:
Dies ist in Wahrheit der Prophet, der in die Welt kommen soll.
15 Da nun Jesus merkte, dass sie kommen
und ihn gewaltsam wegführen wollten,
um ihn zum König zu machen,
zog er sich wiederum auf den Berg zurück, er allein.

Es ist gewiss das Zeichen des Manna, das dem Leser als Zeichen eines Propheten wie Mose erscheinen soll. Aber Johannes ist doch seltsam ...um ihn zum König zu machen... fasst doch Johannes gleich alle Spekulationen zusammen. Jesus aber entzieht sich auf den Berg. Und dieser Berg scheint wie ein Refugium zu sein, obwohl es doch von der Einleitung her nicht also erscheint. Der Sinneindruck erscheint wie von einem Gegensatz: Berg und Ebene, wie doch das Manna in der Ebene fiel.

Im Kasten rechts noch eine Szene aus den Begebenheiten Elisas, der ein Ölwunder vollbringt, einer reichen Frau einen Sohn verkündigt, der dann stirbt, und auch mit dem ominösen Stab nicht zu Leben kommt, also Elisa selbst ihm Leben einhauchen muss, sodann die giftigen Gurken im Topf und dann diese kleine Speisung. Wir bemerken darin: Gerstenbrot.

Liegt im Gerstenbrot das Spezielle bei Johannes, dass er sagt: das Passah der Juden war nahe, da ja die Gerstenernte vor der Weizenernte lag. Die Erstlingsbroten waren Gerstenbrote. Die Gerste gilt auch als der Armenweizen, da er etwa die Hälfte vom Weizen kostete.

16 Als es aber Abend wurde,
gingen seine Jünger an den See hinab,
17 stiegen in ein Schiff
und wollten ans jenseitige Ufer des Sees
nach Kapernaum fahren.
Und es war schon finster geworden,
und Jesus war noch nicht zu ihnen gekommen.

Wie Mose beim zweiten mal auf den Berg ging und sich die Israeliten fragten, was aus jenem geworden sei, so gehen die Jünger ohne ihn davon.

18 Und der See geriet in starke Bewegung,
weil ein heftiger Wind wehte.
19 Als sie nun etwa 25 oder 30 Stadien gefahren waren,
sehen sie Jesus auf dem See wandeln
und nahe ans Schiff kommen;
und sie fürchteten sich.
20 Er aber sagte zu ihnen:
Ich bin's fürchtet euch nicht!
21 Sie wollten ihn nun ins Schiff nehmen,
und alsbald kam das Schiff an das Land, wohin sie fuhren.

Lk 9,18 Und es begab sich, als er in der Einsamkeit betete und die Jünger bei ihm waren, fragte er sie und sprach: Für wen halten mich die Leute? 19 Sie antworteten und sprachen: Für Johannes den Täufer; andere für Elia; andere aber [sagen], einer der alten Propheten sei auferstanden. 20 Da sprach er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Da antwortete Petrus und sprach: Für den Gesalbten Gottes! 21 Er aber gebot ihnen ernstlich, solches niemand zu sagen,

Elisa
2Kö 4,42 Aber ein Mann von Baal-Schalischa kam und brachte dem Manne Gottes Erstlingsbrote, zwanzig Gerstenbrote und zerriebene Körner in seinem Sack. Er aber sprach: Gib es dem Volk, daß sie essen! 43 Sein Diener sprach: Wie kann ich das hundert Männern vorsetzen? Er aber sprach: Gib es dem Volk, daß sie essen! Denn also spricht der HERR: Man wird essen, und es wird übrigbleiben! 44 Und er legte es ihnen vor, und sie aßen; und es blieb noch übrig, nach dem Worte des HERRN.

Die Synoptiker verwenden Szenen im Schiff häufig: Jesu predigt vom Schiff aus, legt einen Sturm, und fährt über das Meer. Johannes geht aber damit sparsam um. Wir finden vom Schiff nur in diesem 6. Kapitel die Rede und im 21.Kapitel beim Fischzug.
Dies ist auch das Kapitel, das stark an die Synoptiker (Lukas am nächsten) angelehnt ist, wo wir doch bisher eher eigene Erzählintentionen erfuhren. Der Leser wird bemerken, dass hier zwar Assoziationen vorliegen, aber keine eindeutige Station innerhalb eines alttestamentlichen Gleichnissen. Irgend etwas ist sonderbar verwirrend, dass uns auf die Gleichnisrede vom Brot vorbereitet.

Die Folgende Gleichnisrede wieder wird uns mehr Anhaltspunkte geben. Was wäre aber folgende Gleichnisrede ohne das Brotwunder der Mehrung, das doch stark an die Synopse angelegt ist?

Es sind hier Zeichen gegeben: Sie wollten ihn zum König machen, weil sie ein Zeichen sahen. Aber Jesus entzieht sich und geht einen anderen Weg. Er lässt seine Jünger alleine abfahren, nicht ohne ihr Schicksal, die Turbulenzen infolge des Brotwunders voraus zu ahnen.

Dies ist ein Test: und es scheint, ob Jesu nicht nur Philippus testen wollte, sondern gleichsam ganz Israel. Denn als Mose nicht vom Berg kam, da machte Aaron das goldene Kalb.

Warum glaubte Israel dem Wort? Um des Ansichtigen wegen? Warum werden diese wieder kommen? Weil sie das Brot der Mehrung satt gemacht hatte?

Die Gerste hat Verwendung in einem speziellen Eifersuchts Opfer (siehe Kasten). Dieser Erwähnung folgt die Beschreibung des Fluchwassers. Dem Gerstenmehl ist das Symbol des Übereifers, oder der Ungeduld zu eigen. In Ägypten etwa wird die Gerste zerschlagen, der Weizen aber noch nicht.
Liegt im Aspekt der Ungeduld der Grund, dass Johannes die Brotmehrung also um die Spezifikation Gerstenbrote ergänzt.? Der Aspekt der Ungeduld aber ist auch im Goldenen Kalb gegeben, und aus diesem goldenen Kalb hatte Mose einen Trunk bereitet, der dem Fluchwasser der Eifersucht nicht nachsteht.

Gerste

2Mo 9,31Es waren aber der Flachs und die Gerste zerschlagen; denn die Gerste hatte Ähren und der Flachs Knospen getrieben. 32 Aber der Weizen und der Spelt waren nicht zerschlagen; denn die kommen später.

4Mo 5,14 und es käme über ihn ein Geist der Eifersucht, daß er um sein Weib eiferte, weil sie unrein geworden ist - oder wenn der Eifersuchtsgeist über ihn käme, daß er um sein Weib eiferte, ob sie schon nicht unrein geworden ist - 15 so soll der Mann sein Weib zum Priester führen und um ihretwillen ein Opfer für sie bringen, ein Zehntel Epha Gerstenmehl; er soll aber kein Öl darauf gießen, noch Weihrauch darauf tun; denn es ist ein Eiferopfer und ein Gedächtnisopfer, das die Schuld ins Gedächtnis ruft. 16 Und der Priester soll sie herzuführen und vor den HERRN stellen. 17 Und der Priester soll heiliges Wasser nehmen in ein irdenes Geschirr und Staub vom Boden der Wohnung in das Wasser tun, ...
Es folgt die Beschreibung des Fluchwassers
5Mo 9,21 Doch eure Sünde, das Kalb, das ihr gemacht hattet, nahm ich und verbrannte es mit Feuer und zerschlug es und zermalmte es, bis es Staub war, und warf den Staub in den Bach, der vom Berge fließt.
2Mo 32,20 Und er nahm das Kalb, das sie gemacht hatten, und verbrannte es mit Feuer und zermalmte es zu Pulver und stäubte es auf das Wasser und gab es den Kindern Israel zu trinken.

Es ist speziell Matthäus, der die Brotmehrung als Zeichen der Zeit behandelt. Wie dies aber zu verstehen sei, ist nicht klar zu erschliessen. Der Baum der Erkenntnis aber setzt wieder zwei wichtige Elemente in Zusammenhang für eben dieses Jahr 29 nach Christus (3789 nach Schöpfung gemäss hebräischer Jahreszählung). Josef sucht im Auftrag seines Vaters seine Brüder, und wird verkauft werden, und Mose erfährt auf dem Berg Aarons goldenes Kalb. Ganz rechts haben wir die Rückkehr der Kundschafter, wobei die Mehrzahl Kaleb überstimmte und Angst vor den Anwohnern verbreitete. Diese Referenz zum BdE, wie wenig sie hier eigentlich auf der Hand liegt, wird uns im kommenden Rest des Kapitels interessieren. Denn es geht um die Frage, welches Brot wir wollen, und was uns der Evangelist hier zu denken geben will.
 

16. Er antwortete: Ich suche meine Brüder; lieber, sage mir an, wo sie hüten. 8. Sie sind schnell von dem Wege getreten, den ich ihnen geboten habe. Sie haben ihnen ein gegossen Kalb gemacht und haben's angebetet und ihm geopfert und gesagt: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägyptenland geführet haben. 47. von dreißig Jahren und drüber bis ins fünfzigste, aller, die eingingen zu schaffen, ein jeglicher sein Amt, und zu tragen die Last in der Hütte des Stifts, 31. Aber die Männer, die mit ihm waren hinaufgezogen, sprachen: Wir vermögen nicht hinaufzuziehen gegen das Volk, denn sie sind uns zu stark
1100/1100 911/2444 186/3788 502/4104
17. Der Mann sprach: Sie sind von dannen gezogen; denn ich hörte, daß sie sagten: Lasset uns gen Dothan gehen. Da folgte Joseph seinen Brüdern nach und fand sie zu Dothan. 9. Und den HErr sprach zu Mose: Ich sehe, daß es ein halsstarrig Volk ist. 48. war achttausend fünfhundert undachtzig, 32. und machten dem Lande, das sie erkundet hatten, ein bös Geschrei unter den Kindern Israel und sprachen: Das Land, dadurch wir gegangen sind zu erkunden, frisset seine Einwohner; und alles Volk, das wir drinnen sahen, sind Leute von großer Länge.
1101/1101 912/2445 187/3789 503/4105


Dies ist ein Test. An zwei Menschen speziell wurde er gerichtet: Andreas Ruben, und Philippus Levi. Der Theoretiker Levi ist uns vertraut. Nicht aber die Rolle Rubens, der die Liebeswurzeln (oder Äpfel) fand und mit kabbalistischen Nummern ebenfalls eng verbandelt ist.

Ein weiterer Ausschnitt stellt Achans Diebstahl In Beziehung zu Josefs Landerwerb in Ägypten. In der Mitte soll Aaron auf den Berg gehen, um zu sterben. Achans Diebstahl war verantwortlich dafür, dass Israel die Völker im gelobten Land nicht vertreiben konnten.
 

22. Ausgenommen der Priester Feld, das kaufte er nicht; denn es war von Pharao für die Priester verordnet, daß sie sich nähren sollten von dem Benannten, das er ihnen gegeben hatte; darum durften sie ihr Feld nicht verkaufen. 14. Aber die Webebrust und die Hebeschulter sollst du und deine Söhne und deine Töchter mit dir essen an reiner Stätte; denn solch Recht ist dir und deinen Kindern gegeben an den Dankopfern der Kinder Israel. 24. Laß sich Aaron sammeln zu seinem Volk; denn er soll nicht in das Land kommen, das ich den Kindern Israel gegeben habe, darum daß ihr meinem Munde ungehorsam gewesen seid bei dem Haderwasser. 2. Und Mose rief dem ganzen Israel und sprach zu ihnen: Ihr habt gesehen alles, was der HErr getan hat in Ägypten vor euren Augen dem Pharao mit allen seinen Knechten und seinem ganzen Lande, 21. Ich sah unter dem Raube einen köstlichen babylonischen Mantel und zweihundert Sekel Silbers und eine güldene Zunge, fünfzig Sekel wert am Gewichte; des gelüstete mich und nahm es. Und siehe, es ist verscharret in die Erde in meiner Hütte, und das Silber drunter.
1443/1443 246/2989 731/4333 786/5677 146/5993
23. Da sprach Joseph zu dem Volk: Siehe, ich habe heute gekauft euch und euer Feld dem Pharao; siehe, da habt ihr Samen und besäet das Feld. 15. Denn die Hebeschulter und die Webebrust zu den Opfern des Fettes werden gebracht, daß sie zur Webe gewebet werden vor dem HErrn: darum ist's dein und deiner Kinder zum ewigen Recht, wie der HErr geboten hat. 25. Nimm aber Aaron und seinen Sohn Eleasar und führe sie auf Hor am Gebirge. 3. die großen Versuchungen, die deine Augen gesehen haben, daß es große Zeichen und Wunder waren. 22. Da sandte Josua Boten hin, die liefen zur Hütte; und siehe, es war verscharret in seiner Hütte, und das Silber drunter.
1444/1444 247/2990 732/4334 787/5678 147/5994


Die Brotmehrung wird uns zu der Frage führen: was ist das Brot, das Wort. Was ist mit dem sichtbaren Brot los, was ist mit dem sichtbaren geschrieben Wort los?

Wir sind lange auf das Jüngergleichnis nicht eingegangen. Dieses führt uns zu Jakobs Wanderstationen, und über die Bemerkung ...den guten Wein hast du aufbehalten... fragten wir nach Josef Jesus in diesem Gleichnis. Es läge ein Logik darin, würde Johannes diese Wanderstationen nicht abbrechen, sondern sie weiterführen.
Im Brotgeber finden wir gewiss auch Josef wieder, aber noch nicht als der anekannte unter seinen Brüdern, sondern der angefeindete. Die Jünger verlassen ihn, und er kommt im Schrecken zu ihnen auf das Schiff.
Wenn wir hier eine Station aufgreifen wollen, so fragt sich, welche Stationen in den Kapiteln 4 und 5 vorliegen. Der Diskurs mit den Pharisäern erinnerte an Jakobs Herdenbildung. Aber der Bezug ist nicht stark genug, um eine glechnisartige Nacherzählung zu finden.
Vielmehr scheint es, der Evangelist zwinge uns, die verschiedenste Stränge des AT gleichzeitig abzuschmecken, Themen zu vergleichen, um darin vielleicht Muster zu finden?
 

Rede über das Brot des Lebens

zum Inhalt


6 22 Am folgenden Tage sah das Volk,
das am jenseitigen Ufer des Sees stand,
dass kein andres Schiff dort gewesen war als nur das eine
und dass Jesus nicht mit seinen Jüngern in das Schiff gestiegen war,
sondern dass seine Jünger allein abgefahren waren.
23 Aber es kamen Schiffe aus Tiberias nahe an den Ort,
wo sie das Brot gegessen hatten,
nachdem der Herr das Dankgebet darüber gesprochen.
24 Wie nun das Volk sah, dass Jesus nicht dort war noch seine Jünger,
stiegen sie selbst in die Schiffe und fuhren nach Kapernaum und suchten Jesus.

am jenseitige Ufer... auf der Westseite, sie sahen nur die Jünger einsteigen, dies meldeten sie an die aus Tiberias..

25 Und als sie ihm am jenseitige Ufer des Sees fanden,
sagten sie zu ihm:
Rabbi, wann bist du hierher gekommen?

Die etwas umständliche Darstellung dient dazu, wie die Leute erkannten, dass etwas aussergewöhnliches geschehen war. Jesus geht aber gar nicht darauf ein.

26 Jesus antwortete ihnen und sprach:
wahrlich, wahrlich, ich sage euch:
Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen,
sondern weil ihr von den Broten gegessen habt,
und satt geworden seid.
27 Mühet euch nicht um die Speise, die vergeht,
sondern um die Speise, die ins ewige Leben bleibt,
welche der Sohn des Menschen euch geben wird;
denn diesen hat Gott, der Vater beglaubigt.

Die geistige Nahrung anstelle eines materiellen Brotes, ob aus Gerste oder Weizen, ist die Speise sie im Menschen bleibt. Das Wissen, die Erfahrung bleibt im Menschen. Wo soll man nach diesem Wissen, der Erfahrung forschen? Die frage erinnert doch an die Aussage: 539 Ihr durchforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben; und diese sind es [doch], die von mir zeugen. Spricht also Jesu vom Wissen, wenn er das Brot nennt? Es klingt hier vielleicht penetrant, aber eine gewisse Spannung bleibt doch immer offen, solange Jesu Zeichen aus der Torah nimmt.

28 Sie sagten nun zu ihm:
was sollen wir tun, damit wir die Werke Gottes wirken?
29 Jesus antwortete und sprach zu ihnen:
Darin besteht das Werk Gottes,
dass ihr an den glaubt, den jener gesandt hat.
30 Da sagten sie zu ihm:
Was tust du für ein Zeichen,
damit wir sehen und dir glauben?
Was wirkst du?
31 Unsere Väter haben in der Wüste das Manna gegessen,
wie geschrieben steht:
"Brot aus dem Himmel gab er ihnen zu essen"

In Erinnerung daran: Psalm 78 mit einem eigentümlichen Kommentar.
Waren jene, die da fragten, nicht Zeuge der Brotmehrung? Was ist des Zeichens Mangel, dass sie es genauer wissen wollen? ...vom Himmel... Ist es der Zweifel am Zeichen, dass es genau sei, wie es im Buche steht? Hat nicht Jesu schon gesagt, dass das irdische Brot satt macht? Könnte die Frage ein anderes Schriftzeichen fordern, nicht ein Brotzeichen sondern einen 'Schriftbeweis'?

32 Da sprach Jesu zu ihnen:
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch:
Nicht Mose hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben,
sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot aus dem Himmel.

Wenn sie also von ihm das Brot vom Himmel forderten, damit er einen Propheten wie Mose darstelle, so stellt hier Jesu die Sache klar. Mose bat darum, aber wirkte nicht. Nun sagt Jesu aber: ...mein Vater gibt... als nicht abgeschlossene Handlung, und ...das wahre Brot... was zum vorherigen wieder empörend klingt. War denn das Manna der Bibel nicht das wahre Brot?

2Mo 16,4 Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen; dann soll das Volk hinausgehen und täglich sammeln, was es bedarf, damit ich erfahre, ob es in meinem Gesetze wandeln wird oder nicht. 5 Am sechsten Tage aber sollen sie zubereiten, was sie eingebracht haben, und zwar doppelt so viel als sie täglich sammeln. 6 Da sprachen Mose und Aaron zu allen Kindern Israel: Am Abend sollt ihr erfahren, daß euch der HERR aus Ägypten geführt hat, 7 und am Morgen werdet ihr des HERRN Herrlichkeit sehen, denn er hat euer Murren wider den HERRN gehört. Aber was sind wir, daß ihr wider uns murret? 8 Weiter sprach Mose: Der HERR wird euch am Abend Fleisch zu essen geben und am Morgen Brot die Fülle; denn er, der HERR, hat euer Murren gehört, womit ihr wider ihn gemurrt habt. Denn was sind wir? Euer Murren ist nicht wider uns, sondern wider den HERRN!

2Mo 16,13 Als es nun Abend war, kamen Wachteln herauf und bedeckten das Lager, und am Morgen lag der Tau um das Lager her.

4Mo 11,31 Da fuhr ein Wind aus von dem HERRN und brachte Wachteln vom Meere her und streute sie über das Lager, eine Tagereise weit hier und eine Tagereise weit dort, um das Lager her, bei zwei Ellen hoch über der Erde.

33 Denn das wahre Brot ist das (jener),
welches (welcher) aus dem Himmel herabkommt,
und der Welt Leben gibt.

jener... welcher... im griechischen Text mögliche Lesart.
Das Brot des Lebens. Jesu baut einen Gegensatz auf, und dies sollte uns an den Gegensatz von Oben, von Unten erinnern, ebenso wie den Baum des Lebens, den Baum der Erkenntnis.

34 Sie sagten nun zu ihm:
Herr, gib uns allezeit dieses Brot!

Dies Bitte erinnert an das Vater unser: unser täglich Brot... Aber wie doch das Brot hier erbeten ist, erscheint es als ein Brot, das ja doch wieder hungrig macht, ähnlich dem Wasser des Jakobsbrunnens.

35 Jesus sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens,
wer zu mir kommt, wird nicht hungern,
und wer an mich glaubt, wird nimmermehr dürsten.

Jesu ist nicht ein Prophet. Er ist selbst das Brot. Mose brachte ein Brot das hungrig liess. Jesu bringt also eine Botschaft, die in Konkurrent zum "Brot" Mose ist, der Torah.

36 Aber ich habe euch gesagt, dass ihr mich gesehen habt,
und doch nicht glaubt.

37 Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen,
und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstossen;
38 Denn ich bin aus dem Himmel herabgekommen
nicht damit ich meinen Willen tue,
sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.

39 Das aber ist der Wille dessen der mich gesandt hat;
dass ich von allem, was er mir gegeben hat, nichts verliere
sondern es auferwecke am jüngsten Tage.
40 Denn das ist der Wille meines Vaters,
dass jener, der den Sohn sieht und an ihn glaubt,
ewiges Leben habe;
und ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tag.

Man denke an das Brot, an das Manna. Die Menschen assen es und starben. Jesu aber spricht anders. Er spricht vom Leben nach dem Tode, von Auferweckung. Die Idee der Auferweckung war in Israel geteilt. Sie wurde von den Saduzzäern eher abgelehnt, von den Pharisäern eher angenommen. Spricht also hier ein Pharisäer?

Wie viele Ideen stecken hinter Gesagtem? Der Tod, der körperliche Tod, der jüngste Tag als das Ende des irdischen Lebens. Dieses aufzuwecken spricht Jesu hier einerseits. Jesu ist also nicht ein König, der das Volk Israel stark mache. Er widerspricht hier einer nationalen messianischen Hoffnung. Mehr noch aber kontrastiert er das Manna der Wüste. Nur Hesekiel erwähnt eine Totenauferstehung. Ansonsten kennt die Torah keine Worte zum Leben nach dem irdischen Tode.
... auf dass du lange lebest... scheint das Maximum zu sein.

Aber Tod meint doch auch spirituell, wie doch Adam als Menschentyp mit der Schlangentorah verstarb, Staub zu Staub. Der Jüngste Tag als Tag des Gerichts über die Schlange? Dann stellt sich die Frage: wer wird auferweckt zu neuem spirituellem Leben, nach der Zerstörung Israels, Jerusalems, der Torah?

Das Manna zum Leben kontrastiert das Manna zum Tode in der Wüste und hat beide Aspekte. Dazu ein Beispiel aus dem Baum der Erkenntnis.

Hier ist zwar nicht vom Manna die Rede, aber von der Auslegung der Schaubrote auf dem Tisch im Heiligtum. Zu zwei Reihen nehme man sie, je sechs.
Wir zählen die Spalte A und B zusammen: 560 + 2106 = 2666 ; zwei gereihte Sechse.
 

11. Da rief ihm der Engel des HErrn vom Himmel und sprach: Abraham, Abraham! Er antwortete: Hie bin ich. 30. Wird man aber ein Geld auf ihn legen, so soll er geben, sein Leben zu lösen, was man ihm auflegt. 5. Und sollst Semmelmehl nehmen und davon zwölf Kuchen backen; zwo Zehnten soll ein Kuchen haben.
12. Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts! Denn nun weiß ich, daß du GOtt fürchtest und hast deines einigen Sohnes nicht verschonet um meinetwillen. 31. Desselbigengleichen soll man mit ihm handeln, wenn er Sohn oder Tochter stößet. 6. Und sollst sie legen je sechs auf eine Schicht auf den feinen Tisch vor dem HErrn.
560 / 560 573 / 2106 707 / 3450
13. Da hub Abraham seine Augen auf und sah einen Widder hinter ihm in der Hecke mit seinen Hörnern hangen; und ging hin und nahm den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes Statt. 32. Stößet er aber einen Knecht oder Magd, so soll er ihrem Herrn dreißig silberne Sekel geben, und den Ochsen soll man steinigen. 7. Und sollst auf dieselben legen reinen Weihrauch, daß es seien Denkbrote zum Feuer dem HErrn.


Die Auswahl der ersten zwei Spalten für einen ergänzenden Code wird in der Torah mehrfach verwendet, in Bezug auf die Schlange: ihr werdet keinesfalls sterben... , und Josefs Zauberbecher. es handelt sich hier also sehr wahrscheinlich nicht um Zufall.
Die Jahreszahl 2106 steht gleichzeitig für die Geburt Jakobs und Isaaks in der masoretischen Agenda (auch 2108 möglich, abhängig davon, wie man die Sintflut behandelt).
 

Die Juden murrten über ihn

zum Inhalt


41 Die Juden murrten nun über ihn, weil er gesagt hatte:
Ich bin das Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist,
42 und sagten: Ist das nicht Jesus, der Sohn Josephs,
dessen Vater und Mutter wir kennen?
Wie kann er jetzt sagen:
Ich bin aus dem Himmel herabgekommen?

Wie kann einer, dessen Herkunft man kennt, sagen, er sei anders als von dieser Welt gezeugt?

43 Jesus antwortete und sprach zu ihnen:
Murret nicht untereinander!
44 Niemand kann zu mir kommen,
es ziehe ihn denn der Vater, der mich gesandt hat;
und ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tag,
45 In den Propheten steht geschrieben:
"Und alle werden von Gott gelehrt sein"
Jeder, der vom Vater her gelernt und gehört hat,
kommt zu mir.

....Niemand kann zu mir... kann hier bedeuten: nicht das Zeugnis der weltlichen Abkunft (seiner Eltern... oder falls man die Stammbäume mit einbezieht, seiner legitimen Abkunft nach Lukas oder Mathäus) ist der Schlüssel.
Zum Zitat: siehe Kasten rechts.
Wie ist das gemeint? Wird hier wieder die Torah als Kern der Lehre angesprochen? Jeder wird von Gott gelernt sein. Es war ein Faktum, dass die gängige Vorstellung die Gelehrtenschaft in Stufen aufteilte. Es gab aus der Torah die Ungebildeten bis zu den Richtern. Jesaja denkt hier an einen Bund unter dem Gesetz, und dies steht gewiss nicht im Widerspruch zu der pharisäischen Auffassung. Ein Widerspruch kann nur darin gesehen werden, wenn es heisst ...alle deine Kinder... Denn in der Torah gibt es doch Dinge, die nicht jeder wissen sollte oder durfte. Hier mag man einwenden, dass alle deine Kinder eben exklusiv aufgefasst werden kann.
Der Jesaja-Text hat Gesetz und Lehre zum Thema, mit dem versprechen, dass alle Anfeindung dagegen nichts fruchten werde. (Heute im Kontext der Archäologischen Ergebnisse, ist dieses Ansinnen wahrlich ein Wunschdenken).
worauf zielt also der Johannitische Jesus ab, der so vielen, die ihn Annahmen das Recht gab, Kinder Gottes zu heissen, derweil er hier familiär nationale herkunft und dergleichen entwertet? Liegt dem nicht eine Auslegung zu Grunde, die eben Jesajas Text nicht wie intendiert auslegt, sondern ihn geradezu konträr und damit als Ärgernis auffasst?

... und alle... erinnert aber auch an das Manna, wie jeder gerade sammelte, was er bedurfte.

46 Nicht, als ob irgend jemand den Vater gesehen hätte,
sondern nur der, welcher von Gott her ist,
der hat den Vater gesehen
47 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch:
Wer glaubt hat ewiges Leben.
48 Ich bin das Brot des Lebens.
49 Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen,
und sind gestorben,
50 dies [dagegen] ist das Brot,
das aus dem Himmel herabkommt,
damit man davon isst und nicht stirbt.
51 Ich bin das lebendige Brot,
das aus dem Himmel herabgekommen ist.
Wenn jemand von diesem Brot isst,
wird er in Ewigkeit leben.

Nicht dass jemand..... man vergleiche dies mit: niemand hat Gott je gesehen Joh.1.18. Hier ist kein Spielraum.
Jesus macht nochmals den Unterschied klar. Das Manna der Wüste war ein Brot zum Tode. Dies bezeichnet auch das geforderte Zeichen, welches er ablehnt.
Aber mehr noch, personalisiert er sich als das Brot, und dies wird nun immer mehr einen Konflikt herauf beschwören, weil er die Hörer im Labyrinth ihrer Gebote festhält, zwischen geboten und Erwartungen.

Aber das Brot, das ich geben werde,
ist zugleich mein Fleisch.
das ich geben werde für das Leben der Welt.
52 Die Juden stritten nun untereinander und sagten:
Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben?

53 Da sprach Jesus zu ihnen:
wahrlich, wahrlich, ich sage euch:
Wenn ihr nicht das Fleisch des Sohnes des Menschen esst
und sein Blut trinkt,
habt ihr kein Leben in euch.

Mt 13,55 Ist dieser nicht des Zimmermanns Sohn? Heißt nicht seine Mutter Maria und seine Brüder Jakobus und Joses und Simon und Judas?

Alle von Gott gelehrt......

Jes 54,10 Denn die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht der HERR, dein Erbarmer. 11 Du Elende, Sturmbewegte, Ungetröstete! Siehe, ich will deine Steine in Bleiglanz legen und dich gründen mit Saphiren. 12 Ich will deine Zinnen von Rubinen machen und deine Pforten von Karfunkeln und alle deine Grenzen von köstlichen Steinen. 13 Und alle deine Kinder werden vom HERRN gelehrt und groß wird der Friede deiner Kinder sein. 14 In Gerechtigkeit wirst du erbaut werden, fern von Bedrückung, daß du dich nicht zu fürchten brauchst, und ohne Gefahr, denn sie wird nicht zu dir nahen. 15 Siehe, sie mögen sich wohl zusammenrotten; aber es kommt nicht von mir. Wer sich aber wider dich rottet, der wird an dir zu Fall kommen. 16 Siehe, ich habe den Schmied gemacht, der das Kohlenfeuer anbläst und eine Waffe hervorbringt nach seinem Handwerk; aber ich habe auch den Zerstörer gemacht, der sie vernichten wird; 17 keiner Waffe, die wider dich geschmiedet ist, wird es gelingen; und alle Zungen, die sich wider dich vor Gericht erheben, wirst du Lügen strafen. Das ist das Erbteil der Knechte des HERRN und ihre Gerechtigkeit, die ihnen von mir zuteil wird, spricht der HERR.

Ein Bund nicht wie in der Wüste...

Jer 31,31 Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen werde; 32 nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern schloß an dem Tage, da ich sie bei der Hand ergriff, um sie aus dem Lande Ägypten auszuführen; denn sie haben meinen Bund gebrochen, und ich hatte sie mir doch angetraut, spricht der HERR. 33 Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel nach jenen Tagen schließen will, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und es in ihren Sinn schreiben und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein; 34 und es wird niemand mehr seinen Nächsten oder seinen Bruder lehren und sagen: «Erkenne den HERRN!» denn sie sollen mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nicht mehr gedenken!


Es war den Juden strikt verboten, Blut zu essen. Anstatt das Gleichnis im Geistigen sanft zu besprechen, bespricht Jesu die vor dem schärfsten Gegensatz, dass ihm Empörung garantiert ist. Denn würden sie ihn geistig sehen, müssten sie den Menschen vor ihnen leugnen, um das Gleichnis zu erkennen. Aber der Evangelist will uns auf etwas vorbereiten. Indem er das Brot des Lebens mit einer Tat kontrastiert, die Blutschuld bedeutet, und den Tod verdiente. Es klaffen damit Leben und Tod aufeinander, und wir werden sehen, wieso.

54 Wer mein Fleisch isst, und mein Blut trinkt,
hat ewiges Leben,
und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.
55 Denn mein Fleisch ist wahre Speise
und mein Blut ist wahrer Trank

Nochmals in Vergleich zum Manna: Sie starben, und zum Wasser in der Wüste: Mose starb und durfte nicht ins gelobte Land. Dies ist die Syntax, die Johannes vorstellt. Das Volk begehrte Brot und Wasser in der Wüste, hier aber muss Jesu das Volk überreden.

56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt,
bleibt in mir und ich in ihm.

Wesenseins durch die Einnahme. Wo steht dies. Dies ist der Vers Joh. 6.56 und erinnert an eine Schlüsselzahl der Kabbala.

1Mo 9,6 Wer Menschenblut vergießt, des Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen nach seinem Bild gemacht.
3Mo 7,26 Ihr sollt auch kein Blut essen in allen euren Wohnungen, weder von Geflügel noch vom Vieh; 27 jede Seele, die irgendwelches Blut ißt, soll ausgerottet werden aus ihrem Volk!

57 Wie mich der lebendige Vater gesandt hat
und ich lebe weil der Vater lebt,
wird auch der, welcher mich isst, leben,
weil ich lebe.

Moment: die Schlüsselzahl 656 entstammt dem Baum der Erkenntnis und dieser ist der Tod. Will uns Jesu sagen: Er lebt dennoch, obwohl er ass? Ein mehrfaches Ärgernis, verstösst er doch nicht nur gegen das Gebot, kein Blut zu essen, er provoziert auch das esoterische Verbot der Kabbala.
Letzter Vers hat die in 6.56 angedeutete Wesensgleichheit nochmals betont. Was für ein Wissen gibt uns Jesu da, das sein Fleisch sei, derweil doch immer auch der Bezug zum Manna des Todes in der Wüste dasteht? Will Johannes zwischen den Zeilen sagen: Das Manna der Wüste zum Tode war ein anderes Symbol für den Baum der Erkenntnis? Das Haderwasser, mit dem Schlangenstab herbeigerufen ein Symbol für den geistigen Tod?
Noch können wir nicht sagen, dass dies eindeutig hier angegeben sei, denn der Vers 56 sticht hier nicht unbedingt heraus. Er wird aber noch bestätigt werden durch einen späteren Vers, Joh 6.66 Kein Kapitel im Evangelium ist so lange, dass es einen solchen Code erlaubte.

Es folgt ein Ausschnitt aus dem Baum der Erkenntnis.
Im BdE. sind die Spalten B C D jeweils durch ein Versintervall von 1344 = 2000 - 656 Versen getrennt.
Dieser Abschnitt spricht von Brot und Wasser, von unreinen Tieren (ergo unreinem Essen), vom Gott, der nicht rettet, von feurigen Schlangen und vom Tod Adams, wie aber auch vom Ebenbild des Sohnes Seth.
Damit sind viele Themen des Evangeliums hier symbolisch vertreten.
Nicht zuletzt haben wir in dieser Anordnung die absolute Versnummer 1656 vertreten, welche ja gleich der Jahreszahl der Sintflut darstellt. In Spalte A und B haben wir die Versnummern 110 Genesis und 123 Levitikus. Beide erinnern an die Alter Josefs und Aarons. Beide sind stark mit der Kabbala des BdE. verbunden, Aaron durch die Mitte und die 666, Josef durch den Zauberkelch und Ägyptens Steuer Fünftem mit dem fünften Teil von 666, der 133
 

3. Und Adam war hundertunddreißig Jahre alt und zeugete einen Sohn. der seinem Bilde ähnlich war, und hieß ihn Seth; 22. Mose aber kam wieder zu dem HErrn und sprach: HErr, warum tust du so übel an diesem Volk? Warum hast du mich hergesandt? 4. Was aber wiederkäuet und hat Klauen und spaltet sie doch nicht, als das Kamel, das ist euch unrein, und sollt es nicht essen. 5. und redete wider GOtt und wider Mose: Warum hast du uns aus Ägypten geführet, daß wir sterben in der Wüste? Denn es ist kein Brot noch Wasser hie, und unsere Seele ekelt über dieser losen Speise. 12. Macht's aber der Hausherr des Tages los, wenn er's höret, so gilt's nicht, was aus seinen Lippen gegangen ist, das es gelobet oder sich verbunden hat über seine Seele; denn der Hausherr hat's los gemacht; und der HErr wird ihm gnädig sein.
4. und lebte danach achthundert Jahre und zeugete Söhne und Töchter; 23. Denn seit dem, daß ich hinein bin gegangen zu Pharao, mit ihm zu reden in deinem Namen, hat er das Volk noch härter geplagt; und du hast dein Volk nicht errettet. 5. Die Kaninchen wiederkäuen wohl, aber sie spalten die Klauen nicht; darum sind sie unrein. 6. Da sandte der HErr feurige Schlangen unter das Volk; die bissen das Volk, daß ein groß Volk in Israel starb. 13. Und alle Gelübde und Eide, zu verbinden, den Leib zu kasteien, mag der Hausherr kräftigen oder schwächen, also:
110 / 110 123 / 1656 257 / 3000 742 / 4344 1058 / 4660
5. daß sein ganzes Alter ward neunhundertunddreißig Jahre, und starb. 6.1. Der HErr sprach zu Mose: Nun sollst du sehen, was ich Pharao tun werde; denn durch eine starke Hand muß er sie lassen ziehen, er muß sie noch durch eine starke Hand aus seinem Lande von sich treiben. 6. Der Hase wiederkäuet auch, aber er spaltet die Klauen nicht; darum ist er euch unrein. 7. Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben gesündiget, daß wir wider den HErrn und wider dich geredet haben. Bitte den HErrn, daß er die Schlangen von uns nehme! Mose bat für das Volk. 14. Wenn er dazu schweiget von einem Tage zum andern, so bekräftiget er alle seine Gelübde und Verbündnisse, die es auf ihm hat, darum daß er geschwiegen hat des Tages, da er's hörete.


Mit dem Ausschnitt sein nicht gesagt: Das Evangelium führe zur Rekonstruktion des BdE. Aber die Rede hier erinnert doch an diese Kernstelle innerhalb des BdE? (Ich spreche von einigen Kernstellen im BdE. und würde nie sage, dass jede Anordnung willentlich komponiert ist. Dafür gibt es zu viele Regelzwänge)
Gehen wir aber weiter im Text.

58 Das ist das Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist,
nicht wie die Väter es gegessen haben
und [hernach doch] gestorben sind.
Wer dieses Brot isst, wird in Ewigkeit leben.
59 Dies sprach er,
als er in der Synagoge in Kapernaum lehrte.

Dies ist Angesichts dem BdE. ein grosser behaupteter Gegensatz. Man kann es materiell verstehen: Dem Gesetz, kein Blut zu essen, zuwider zu handeln. Aber der vorgestellte Ausschnitt aus dem BdE. gibt doch dem Manna einen anderen Gehalt, einen intellektuellen. Wie doch der BdE. für den Tod des Glaubens steht, so ist das Manna ein Symbol dessen. Der starke Bezug der Rede zu diesem Ausschnitt gibt dem Manna diese intellektuelle Note. Entsprechend spricht auch Jesu nicht vom wahren Manna in diesem Sinne.
Schon im Nikodemus Dialog haben wir den Gegensatz: von Oben, von Unten. Wie Mose die Schlange in der Wüste erhöhte, und gegen diese Schlange muss der Sohn des Menschen erhöht werden. Entsprechend gilt auch hier, gegen die Speise zum geistigen Tode muss das wahre Brot kommen.

Der primäre Sinn darf also nicht darin liegen, dass Johannes und hin zum BdE als dieses wahre Manna führen will, sondern dass er den Gegensatz des BdE. zu diesem verschärft.
... in der Synagoge... ist ein abschliessender Satz. Er ist doch bedeutend, da doch hier ein Übergang stattgefunden haben, zu vom Zeichen der Brotmehrung hin zu einer intellektuellen Besprechung. Die Synagoge bezeichnet immer den gelehrten Hintergrund.

60 Viele nun von seinen Jüngern, die es hörten, sagten:
Diese Rede ist hart, wer kann sie anhören?

Ja das mag dem Leser auch so gehen, wenn er meine Besprechung dieses Teils hört. Denn es ist die Härte hier, dass die Anspielung auf den Tod permanent durchscheint, und überfordert.

61 Da aber Jesu bei sich selbst wusste,
dass seine Jünger darüber murrten,
sprach er zu ihnen:
Das bereitet euch Anstoss?
62 Wenn ihr nun erst den Sohn des Menschen
dorthin werdet auffahren sehen,
wo er zuvor war - ?

Eigentlich ein merkwürdiges Gleichnis in diesem Zusammenhang, war doch das Ärgernis durch das Gebot gegeben, kein Blut zu essen. Wie aber nun diese Wendung? Wo gibt es ein Gleichnis in verkehrtem Sinne in der Bibel? Vielleicht dies: Die Rotte Korah wollte sich das Amt anmassen und die Erde öffnete sich, und sie fuhren lebendig hinunter. Allgemein auch: Staub zu Staub... wäre also der aufstieg ein Zeichen für das wahre Manna?

63 Der Geist ist es, der lebendig macht,
das Fleisch hilft nichts;
die Worte die ich zu euch geredet habe,
sind Geist und sind Leben.

Einfache Deutung: Indem Jesu die Jünger in paradoxen Gleichnissen anspricht, bewegt er ihren eigenen Geist, d.h. ihr eigenes Denken. Kein Leben, keine Freiheit ohne ein befreites Denken.

64 Aber es sind etliche unter euch, die nicht glauben.
Jesus wusste nämlich von Anfang an,
wer die waren, die nicht glauben,
und wer der war, der ihn verraten würde.
65 Und er sprach:
Deshalb habe ich euch gesagt,
dass niemand zu mir kommen kann,
es sei ihm denn vom Vater aus gegeben.


Es ist also Anlass zu Unglauben gegeben, das heisst Begriffsststutzigkeit, aber noch mehr Ungehorsam. Wer den Hintergrund erkennt, kann ablehnen, aber er kann noch mehr: er kann verraten. Denn sollte Jesu den BdE nicht gelehrt, sondern seine Lehre gegen den BdE vertreten haben, dann ist für beides gründlich Anlass gegeben, zu Ungehorsam und zu zu Verrat.

Es folgt nun ein wichtiger Vers: Johannes 6.66

66 Von da an zogen sich viele seiner Jünger zurück
und wandelten nicht mehr mit ihm.

Die Rede hat also Ergebnis, und wir dürfen hier lesen: Darum, gemeint: wegen dem Code 6.66 Aus diesem Grunde. Jesu Rede war ein Bruch, ein Gegenentwurf, indem er nicht nur ein Licht auf das Manna der Wüste, sondern auf Mose, auf die heiligen Dinge und am Schluss hier auch auf die Kennzahlen der Kabbala wirft.

Schlachterversion:
Joh 6,66 Aus diesem Anlaß traten viele seiner Jünger zurück und wandelten nicht mehr mit ihm.

Kein Kapitel im Johannes-Evangelium ist so lange, dass es eine Versnummer 66 erlaubt, wie ausgerechnet dieses sechste Kapitel. Dies spricht für den Code.

67 Jesus sprach nun zu den Zwölfen:
Wollt etwa auch ihr hinweggehen?

... den Zwölfen... Vollständigkeit, bisher hat Johannes noch nichts über die Vollzahl der Jünger gesagt, und er spricht in diesem zwiespältigen Moment davon.

68 Simon Petrus antwortete ihm:
Herr zu wem sollten wir gehen?
Du hast Worte ewigen Lebens,
69 und wir haben geglaubt und erkannt,
dass du der Heilige Gottes bist.

70 Jesus antwortete ihnen:
Habe nicht ich euch zwölf erwählt?
unter euch ist einer ein Teufel.

Simon Petrus, der Bekenner, wie doch der flinke Simeon. Die Scheidung, im Sechsten Kapitel eigentlich ausgesprochen, darin, dass ihn Jünger verliessen, führt aber auch zur Vollzahl. Dies unterstreicht, dass dieses Sechste Kapitel den Unterschied materiell markiert. Wir haben uns hier auf Zahlen eingelassen, auf Codes. Dies geschieht nun aber auch in der Vollzahl: der Zwölf.

Schlachterversion:
Joh 6,69 Und wir haben geglaubt und erkannt, daß du der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes bist!

Petrus spricht: du hast.... Wollen wir uns dies merken, und diese Worte zur Rechenschaft ziehen.

Jesus markiert hier einen Unterschied. Sollte er sich nicht auch auf das Aaronitische beziehen, den gesalbten, der von Oben gesalbt ist? Von Oben, nach Oben und das hört Petrus gern, darum bekennt er. Ihm schmeckt diese Speise. Schlachter ist explizit: der Christus. Es wäre an dieser Stelle logisch, wenn vom Gesalbten die Rede wäre. Petrus sagt: du bist der Gesalbte (Aaron) Gottes

Wie antwortet Jesu: Ich habe euch erwählt und... unter euch ist einer ein Teufel.

71 Er meinte aber Judas,
Den Sohn des Simon Ischarioth,
denn dieser sollte ihn verraten, einer von den Zwölfen.

Judas = Dan
Wer immer als nächster Jünger hier namentlich auftritt, der wird die Rolle Dans haben. So haben wir ermittelt.

Um des Jüngergleichnisses Willen werden wir Judas als Verräter annehmen. Aber es ist doch merkwürdig, da doch Petrus im weiteren immer wieder im Umfeld von Judas Verrat auftauchten wird. Liegt in Petrus etwa ein Unglaube verborgen?

Die Nähe zu Simon Petrus wird im Johannes Evangelium auch anders deutlich. Nur hier wird Judas mit dem Zusatz Simons Sohn viermal bezeichnet. Kein anderes Evangelium erklärt Judas Herkunft. Die Synoptiker nennen ihn nur Judas Ischarioth. Kein Zweifel, Johannes will diese Nachbarschaft der zwei, um zwischen den Zeilen über Petrus etwas zu sagen, dass ihm im Umfeld nicht offen zu sagen erlaubt war. Es genügt nicht, in diesem Simon als "Vater" des Judas einen der vielen bekannten Zeloten zur Zeit zu orten. Johannes setzt den anderen Simon Petrus nächst Judas.

Resümieren wir dieses lange Kapitel.
Es beginnt mit der Brotmehrung, setzt damit Gleichnisse zu Josef und zum Manna in der Wüste.
Im Mittelteil wird die Natur des Manna in der Wüste vor Augen geführt: die Menschen starben. auf diesem Hintergrund, einem etablierten Gegensatz folgt nun ein Stück Kabbala, das wir nur in den Versnummern erblicken.
Jesu (bzw. der Evangelist) setzt den Gegensatz zur Kabbala, indem Schlüsselaussagen über Versnummern zu lesen sind.
Hier wird Wissen ausgesprochen. Aber es ist das Wissen um die Kabbala in der gleichen Weise, wie Jesus das Wissen um das Manna in der Wüste ausspricht: sie starben. Vor diesem Hintergrund muss das Indiz, das Johannes hier codiert, mit negativem Wert gelesen werden.

Judas, Simons Sohn

Joh 12,4 Da spricht Judas, Simons Sohn, der Ischariot, einer seiner Jünger, der ihn hernach verriet:
Joh 13,2 Und während der Mahlzeit, als schon der Teufel dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, ins Herz gegeben hatte, ihn zu verraten,
Joh 13,26 Jesus antwortete: Der ist's, dem ich den Bissen eintauchen und geben werde. Und er taucht den Bissen ein und gibt ihn dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot.

Die anderen Evangelien nennen ihn Judas Ischarioth ohne Zusatz.

Diese Aussage ist aber so zentral, dass sie in folgendes mündet:
Die Jünger verlassen ihn aus Gründen der Kabbala.

Der Verräter wird eingeführt. Er stellt den Stamm Dan dar.

Seit der Offenbarung ist der Begriff 666 Ausdruck für das Antichristliche. Hier aber erleben wir, dass Jenes zuvor war, vor der Lehre Christi. Und dieses hier zu finden, und zu sagen, dass Dieses Scheussliche mit nichten etwas weltliches ist, sondern hochgeistig die angebetete Schrift selbst bedeutet, ist ein Ärgernis, dass etliche wohl gerade deshalb zwar nicht ihr Jesus-Bild, aber diesen Kommentar verlassen wollten.

Es ist ein Greuel, dass wir diese Lehre schlucken sollten. Und dennoch konfrontiert uns Johannes mit diesem Fleisch, diesem Blut. Das ist der Anstoss.

Der Evangelist verwendet Versnummern. Der Offenbarer wird noch auf andere Strukturen hinweisen. Beide tun sie es, und dies deutet von einer identischen Anschauung oder gleicher Wissensgrundlage.

Kehren wir zurück zur Brotmehrung. Dem Leser wird mein Straucheln aufgefallen sein. Was soll die Brotmehrung? Zunächst ist sie ein Zeichen, dann aber ein Rätsel, das doch numerisch gelöst werden will. Johannes stellt aber nicht die Brotmehrunen dar, sondern nur die eine. Und diese könnte so interpretiert werden: 5 Brote und zwei Fische: Fünf kommende Hungerjahre, und zwei vergangene Hungerjahre. Dies bezeichnet die Zusammenkunft der Söhne Jakobs in Ägypten.
Kommet zu mir: esset mein Brot damit ihr lebt. Dies Rede liest sich auch in dem Sinne. Aber vor dem Hintergrund der Brotmehrungen in Matthäus und Markus wird dies nicht also lesbar. Dort scheint ein anderer Rätselhintergrund gegeben.

Was bleibt also übrig von Johannes Verwendung dieses synoptischen Bausteins? Darf er im Sinne der Synoptiker gelesen werden, oder dient es bei Johannes nicht zu etwas anderem? Nämlich das Brot in der Bibel darzustellen: seine Funktion, bei Josef und bei Moses.
Die Brotmehrung dient demnach als starkes Zeichen, ein Wunder, das aber anders verwendet wird. Wenn also die Brotmehrung nicht in dem Sinne verwendet wird, wie in den Synoptikern (was angesichts der Lukas Version eher schwierig als Synopse zu verstehen ist), so können wir folgendes anfügen:

Was wir bisher gelernt haben
10. Auch wenn Johannes Material der Synoptiker verwendet, ist Vorsicht angebracht, auch eine synoptischen Sinn zu schliessen, und Ergebnisse der Synopse auf Johannes anzuwenden. Vielmehr will auch ein solches Element innerhalb des Erzählstrangs dieses Evangelisten verstanden werden.

Wir kommen nun zum Laubhüttenfest. Damit gehen wir nochmals auch dieses "Passa der Juden" ein, das uns terminlich so Mühe machte. Es wäre chronologisch eher vernünftig, wenn man von der Heilung am Teich Bethesda als Wochenfest über die Brotmehrung unter dem Jahr ausgehen würde und nun zum Laubhüttenfest im Herbst vorstossen würde. Anderseits, wenn wir das Passah als Passah nehmen, dann haben wir praktisch fast ein ereignisloses Jahr vor uns.
Das Passah der Juden, als kleines Passah könnte wie gesagt weniger chronologisch, als symbolisch im Kontext gelesen werden, da es die Gerstenbrote kommentiert, und zeitlich ja mit dem Manna in der Wüste (kleines Passah) eher übereinstimmt. Wir haben es mit Attributen zu tun.
Wenn wir uns also dem Laubhüttenfest nähern, so tun wir gut daran, darin den Hintergrund der kommenden Gleichnisse zu lesen, als sei das Laubhüttenfest selbst ein Attribut.
Ich will also nicht den Versuch wagen, eine Johannitische Chronologie zu entwerfen, um in den Streit über das Jahr der Kreuzigung einzumünden.

Reise nach Jerusalem zum Laubhüttenfest

zum Inhalt


7 1 Und darnach zog Jesus in Galiläa umher,
denn er wollte nicht in Judäa umherziehen,
weil die Juden ihn zu töten suchten.

Angenommen, Sie wären auf der Abschussliste, würden Sie sich dadurch sicher fühlen? Warum musste Jesus denn Judäa fürchten, nicht aber Galiläa? Der Evangelist sagt uns, dass Jesu im Gebiet, das dem Statthalter Roms unterstellt war, nicht sicher sei, aber in Galiläa auftreten konnte. Galiläa wurde erst ab 44 n.Chr. römische Provinz und unterstand bis 39 n.Chr. dem Herodes Antipas (er verwaltete auch Peräa, das Ostjordanland).
Jesus fühlte sich also unter der Herodianischen Jurisdiktion sicherer als unter der Jerusalemer. Aber wir wissen mit Paulus, dass Gesandte die Jurisdiktion inoffiziell auch ausserhalb des zuständigen Gebiets ausübten.
Denkt Johannes also zunächst an die Gerichtsbarkeit? Wenn es um den Tod durch Mord ging, war Jesu überall bedroht. es ging demnach um die Gerichtbarkeit, den Sanhedrin.

Im Kontext gibt es aber noch einen anderen Zusammenhang Das Sechste Kapitel hatte den Kern der Kabbala zum Thema, welches das Wüstenmanna bedeutete. Dies verbindet es mit dem Baum der Erkenntnis, welcher der Baum des Todes ist. Und kaum dass dies hinter uns liegt, heisst es: ...weil die Juden ihn zu töten suchten.
Die politische Deutung besagt, dass Jerusalem, der Feigenbaum dafür steht, für die Juden. Es ist, als ob Jesus einen Bogen um diesen Baum macht.

aber...

2 Es war aber das Fest der Juden, das Laubhüttenfest, nahe.
3 Seine Brüder sagten nun zu ihm:
Geh von hier fort und zieh hin nach Judäa,
damit auch deine Jünger die Werke sehen, die du tust!

Zu drei Festen musste Juden zu Jerusalem erscheinen: Passah, Wochenfest und Laubhüttenfest. Seine Brüder mahnen ihn, diese Werke zu tun, denn sie beziehen sich weniger auf Jesu Wundertaten, als die Werke des Gehorchsams dem Gesetz gegenüber.
Dies sollte er seinen Jüngern zeigen. Denn seine Jünger waren nicht in Jerusalem, sondern bei ihm. Sie sollten also sehen, dass er die Werke des Gesetzes tat.
...seine Brüder... würde also hier heissen: die Juden.

4 Denn niemand tut etwas im Verborgenen
und sucht [doch] selber öffentlich in Ansehen zu stehen.
Wenn du solches tust, so mache dich der Welt offenbar.

...in Ansehen zu stehen... heisst dies: öffentlich respektiert zu werden? Oder heisst die, gesehen werden?

5 Denn auch seine Brüder glaubten nicht an ihn.

Sie würden glauben, wenn Jesus von Jerusalem aus bestätigt würde. Dies würde dem Wortlaut der Zwinglibibel gerecht. Dieses Ansinnen erinnert sehr an das Vorgehen der Jerusalemer Judenchristen, welche von Paulus die Erfüllung eines Gelübdes forderten als Zeugnis, dass er sich an die Gesetze halte.

Wenn nun mit Brüder nicht Juden im Allgemeinen, sondern die Geschwister Jesu aus seiner Familie gemeint wären, so erhielte diese Aussage Sprengstoff, da damit Jakobus, der Bruder des Herrn angesprochen ist, der die Jerusalemer Gemeinde leitete. (Angesichts dessen, dass ich eher von einem scharfen Gegensatz zwischen Johannes und Paulus ausgehe, ein für mich unbequemer Gedanke).

Laubhüttenfest

3Mo 23,34 Rede mit den Kindern Israel und sprich: Am fünfzehnten Tage des siebenten Monats soll dem HERRN das Laubhüttenfest gefeiert werden, sieben Tage lang. 35 Am ersten Tage ist heilige Versammlung; da sollt ihr keine Arbeit verrichten. 36 Sieben Tage lang sollt ihr dem HERRN Feueropfer darbringen und am achten Tag eine heilige Versammlung halten und dem HERRN Feueropfer darbringen; es ist Festversammlung; da sollt ihr keine Arbeit verrichten. 37 Das sind die Feste des HERRN, da ihr heilige Versammlungen einberufen sollt, um dem HERRN Feueropfer, Brandopfer, Speisopfer, Schlachtopfer und Trankopfer darzubringen, ein jedes an seinem Tag - 38 außer den Sabbaten des HERRN und außer euren Gaben, den gelobten und freiwilligen Gaben, die ihr dem HERRN gebet.
39 So sollt ihr nun am fünfzehnten Tage des siebenten Monats, wenn ihr den Ertrag des Landes eingebracht habt, das Fest des HERRN halten, sieben Tage lang; am ersten Tag ist Feiertag und am achten Tag ist auch Feiertag. 40 Ihr sollt aber am ersten Tag Früchte nehmen von schönen Bäumen, Palmenzweige und Zweige von dichtbelaubten Bäumen und Bachweiden, und sieben Tage lang fröhlich sein vor dem HERRN, eurem Gott. 41 Und sollt also dem HERRN das Fest halten, sieben Tage lang im Jahr. Das soll eine ewige Ordnung sein für eure Geschlechter, daß ihr im siebenten Monat also feiert. 42 Sieben Tage lang sollt ihr in Laubhütten wohnen; alle Landeskinder in Israel sollen in Laubhütten wohnen,

6 Da sagte Jesus zu ihnen:
Meine Zeit ist noch nicht da,
eure Zeit aber ist immer bereit.

Meine Zeit zur Versöhnung ist noch nicht da, denn es geht um den Versöhnungstat, unerfüllte Gelübde aufzulösen.
Eure Zeit aber... Kann mehrere Deutungen haben: erstens: ihr habt immer Zeit, eure Gelübde aufzulösen, indem Sinne wie die Praxis des Versöhnungstags auch zur Heuchelei und Entwertung von Gelübden führt.
Zweitens: Der Versöhnungstag: eure Zeit ist immer da, dass ihr einen Sündenbock für Asasel sucht.
Wenn die Brüder forderten, dass er öffentlich eiferte, damit sie dadurch erfuhren, ob sie glauben sollten, sprich ihn am Versöhnungstag als Opferbock nach Jerusalem führten, so sagt Jesus: das ist, was ihr immer begehrt, dass entschieden wird, ob ihr glauben dürft oder nicht.

7 Die Welt kann euch nicht hassen, mich aber hasst sie;
denn ich bezeuge, dass ihre Werke böse sind.

...Die Welt... gemeint hier die jüdische Welt, die Schöpfung aus der Torah, mit ihren Mechanismen wie dem Versöhnungstag. Gerade aber dessen anlässlich sagt Jesu ... dass ihre Werke böse sind...
Damit meint er die Werke, die die Brüder forderten, Werke des Gesetzesgehorsams. Das ist Zunder.

Nachdem wir im Sechsten Kapitel schärfste Gegensätze und Zweifel hatten, ob der Kabbala, so kommt doch der Wunsch nach Versöhnung auf, das Gesagte ungeschehen zu machen. Heile Heile Segen etc.... Sie glauben also dem Wort nicht, aber Jesu ist nicht bereit, dies zurückzunehmen und zu versöhnen.

...Niemand tut etwas im verborgenen... Ja ein schönes Zitat, das wir bei Johannes schon vorgefunden haben. Hier auf Jesus angewendet ist reinste Versuchung. Denn es heisst, du sollst öffentlich die geforderten Werke tun. Die Brüder wenden also das Gesetz über Jesu Worte an. Das ist Unglaube.

8 Gehet ihr hinauf zum Fest!
Ich gehe nicht zu diesem Fest hinauf;
denn meine Zeit ist noch nicht da.

Es geschieht nun etwas sonderbares. Jesu sagt eigentlich ein Gelübde, das er nun brechen wird.

9 Nachdem er ihnen aber dies gesagt hatte,
blieb er in Galiläa.
10 Als jedoch seine Brüder zum Fest hinaufgegangen waren,
da ging auch er hinauf,
nicht offenkundig, sondern gleichsam im Geheimen.

...Niemand tut etwas im verborgenen... und gerade dem handelt Jesu hier zuwider. Er erfüllt wohl damit das Gesetz, nicht aber die Forderung. Also erfüllt er das Gesetz nicht um des Ansehens willen. Er entzieht sich aber vor Allem dem Ansinnen, seinen Brüdern den Tatbeweis zu liefern, damit sie glauben können.
Dies ist der eine Aspekt, welcher Glaube und Beweis einander entgegen setzt. Der andere Aspekt aber behandelt doch das Gelübde, was einer sagt, das er tun wolle. Und hier ist es so, dass Jesu ein Gelübde im weiteren Sinne nicht erfüllt. Dies wieder tangiert den Versöhnungstag, oder mehr noch den Neujahrsatg des ersten Tischri, da an diesem Tag unerfüllte Gelübde aufgehoben werden. Eigentlich eine paradoxe Ausgangslage. Wieder erinnert es an das Gleichnis in Matthäus (siehe Kasten rechts).

Mt 21,28 Was dünkt euch aber? Ein Mensch hatte zwei Söhne. Und er ging zu dem ersten und sprach: Sohn, mache dich auf und arbeite heute in meinem Weinberg! 29 Der aber antwortete und sprach: Ich will nicht! Hernach aber reute es ihn, und er ging. 30 Als aber der Vater zu dem andern dasselbe sagte, antwortete dieser und sprach: Ja, Herr! - und ging nicht. 31 Welcher von diesen beiden hat den Willen des Vaters getan? Sie sprachen zu ihm: Der erste. Da spricht Jesus zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, die Zöllner und die Huren kommen eher ins Reich Gottes als ihr! 32 Denn Johannes ist zu euch gekommen mit dem Wege der Gerechtigkeit, und ihr glaubtet ihm nicht. Die Zöllner und die Huren aber glaubten ihm; und obwohl ihr es sahet, reute es euch nicht einmal nachträglich, so daß ihr ihm geglaubt hättet.


11 Die Juden nun suchten ihn am Fest und sagten:
Wo ist jener?
12 Und in der Volksmenge war viel Gemurmel über ihn.
Die einen sagten: Er ist gut;
andere sagten: Nein, sondern er führt das Volk in die irre.
13 Doch redete niemand frei heraus über ihn
aus Furcht vor den Juden.

Gemurmel... es reicht nicht für ein offenes Bekenntnis, und so ist dies fast typisch für die Situation in welcher wir Jesus antreffen. Ist dies ein Charakterbild des Evangelisten zum Versöhnungstag?
Es ist hier eine Situation, als ob das Los über Jesu geworfen werde, im Geheimen, im Gemurmel, und dies erinnert an die Opferzeremonie des Versöhnungstags.
Wir erfahren nichts genaueres über diesen Versöhnungstag selbst. Es folgt die Rede Jesu in der Mitte des Laubhüttenfestes. Eigentlich seltsam, dass Jesu so anonym in Jerusalem verweilen konnte, denn das Fest forderte, wenn auch nicht aktives, so doch passives öffentliches Auftreten.

Damit haben wir einen zweiten Gegensatz. Wir erfuhren Jesu Eifer im Tempel am Passah (Tempelreinigung). Aber es ist doch der Versöhnungstag der Tag der Reinigung des Tempels. An diesem Tag trat der Hohenpriester ins Allerheiligste und entsündigte mit dem Blut des einen Bocks, über welchen das Los geworfen wurde das Zelt.

Die Heimlichkeit Jesu steht damit in seltsamen Kontrast, ja die ganze Anlage im Evangelium ist sonderbar verkehrt zur eigentliche Bedeutung der Feste. Ist dies beabsichtigt? Dann verstehen wir auch den Grund für Jesu vorgehen. Denn es wird wieder ein Unterschied gesetzt. Und dies wäre dann das Zeichen, das geforderte, das natürlich nicht verstanden wird.
 

3Mo 16,5 Dann soll er von der Gemeinde der Kinder Israel zwei Ziegenböcke nehmen zum Sündopfer und einen Widder zum Brandopfer. 6 Und Aaron soll den Farren zum Sündopfer für sich selbst herzubringen und sich und seinem Haus Sühne erwirken. 7 Darnach soll er die beiden Böcke nehmen und sie vor den HERRN stellen, vor die Tür der Stiftshütte, 8 und soll das Los werfen über die beiden Böcke, ein Los für den HERRN und ein Los für den Asasel. 9 Und Aaron soll den Bock, auf welchen des HERRN Los fällt, zum Sündopfer machen. 10 Aber den Bock, auf welchen das Los Asasels fällt, soll er lebendig vor den HERRN stellen, daß er über ihm die Sühne vollziehe und ihn zum Asasel in die Wüste jage....
3Mo 16,21 und Aaron soll seine beiden Hände auf dieses lebendigen Bockes Kopf stützen und auf ihn alle Missetaten der Kinder Israel und alle ihre Übertretungen samt ihren Sünden bekennen, und soll sie dem Bock auf den Kopf legen und ihn durch einen Mann, der bereitsteht, in die Wüste jagen lassen; 22 daß also der Bock alle ihre Missetaten auf sich in eine Wildnis trage; und er soll ihn in der Wüste loslassen.

Jesu Rede am Laubhüttenfest

zum Inhalt


7 14 Als aber bereits die Mitte des Festes gekommen war,
ging Jesus in den Tempel hinauf und lehrte.
15 Die Juden nun verwunderten sich und sagten:
Wieso kennt dieser die Schriften,
da er doch ein Ungelernter ist?

Der Satz ist merkwürdig. Würde es heissen: die Pharisäer... oder die Schriftgelehrten... würde es eher einsichtig werden. Hier aber nimmt Johannes: Die Juden.... und so erhält der Satz den Sinn: Juden sind nicht gelernt im Durchschnitt, dass sie also seine Worte hören aber nicht verstehen. Ich bezweifle aber diesen Sinn.
Woher holten Juden das Urteil Jesus sei nicht studiert? Dies erinnert mich an persönliche Erfahrung, wenn Pastoren etc... mir sagten: Lies doch mal die Bibel... womit sie ausdrückten, dass ich gegen grundsätzliche Dogmen verstiess, die ich doch in der Bibel finden sollten. Aber eben: hier wäre angebracht: die Schriftgelehrten... oder die Rabbis...

Bezieht sich die Aussage auf einen Kontext, der vorausging? Wir haben im ersten Teil des siebten Kapitels kein Lehrbeispiel. Meine Interpretation ist wie gesagt Interpretation. Betrifft dies also die allgemeine Rede, ohne dass wir wissen, was Jesus in diesem Moment lehrte.
Oder bezieht es sich einfach auf die Tatsache, dass Jesus sein Lehramt sich anmasste? Dann würde das Wort Die Juden verständlich, welches dies ausdrückt: Sie erwarten in der Regel beglaubigte Lehrer. Und sich beglaubigen zu lassen,, dies war das Thema zwischen Jesus und seinen Brüdern im Vorangehenden.
Also: Wie kann dieser lehren, er ist doch nicht befugt.... ; ein Standardeinspruch.

16 Da antwortete ihnen Jesus und sprach:
Meine Lehre ist nicht mein, sondern dessen, der mich gesandt hat;

Diese Antwort wäre nur logisch, wenn ihn jemand nach seinem Lehrdiplom gefragt hat. Er sagt: Ich bin kein individueller Schwärmer, sondern bin gesandt, d.h. beauftragt. Ich habe eine Befugnis und einen Auftrag.

17 Wenn jemand seinen Willen tun will, wird er erkennen,
ob die Lehre aus Gott ist oder ob ich von mir aus rede.

Nicht ein Diplom zählt, sondern das eigene Wissen oder die Erfahrung Gottes Willens durch das Tun macht unrteilsfähig. Jesus gibt damit die Anforderung nach Beglaubigung zurück. Mehr noch: er verallgemeinert die Befugnis der Lehre durch das Tun des Willens Gottes. Dies erinnert an das früher aufgetauchte Zitat "alle werden von Gott gelehrt sein..."

18 Wer von sich aus redet, sucht seine eigene Ehre;
wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig,
und Ungerechtigkeit ist nicht in ihm.

Wer kann dieser Sender sein, als allein, der die Torah brachte? Sucht aber Jesus die Ehre der Torah? Lokal besprochen könnte man dies meinen, und doch im weiteren Kontext sehen wir, da ist eine Kluft. Hier aber erregt der Evangelist diese Voraussetzung.

19 Hat nicht Mose euch das Gesetz gegeben?
Und keiner von euch handelt nach dem Gesetz.
Warum sucht ihr mich zu töten?

... euch das Gesetz... ist dies Lapsus des Verfassers, der sich innerlich vom Gesetz der Torah bereits getrennt hat, dass er nicht sagt: ... uns das Gesetz...? Mag sein, wenn nicht, sagt Jesus hier: EUCH das Gesetz, aber nicht mir.

20 Das Volk sagte: du hast einen Dämon.
Wer sucht dich zu töten?

Du leidest unter Verfolgungswahn... etc.
Moses hat den Juden das Gesetz gegeben, in welchem der spirituelle Tod codiert ist. In diesem Sinne kann ich sagen: Die Torah und ihre Anwender suchen spirituell zu töten, entgegen dem Gebot. Die Juden nun, und alle anderen verstehen's nicht und würden antworten: wie kannst du behaupten 666 ist die Torah? Geh zum Nervenarzt, oder so. Das ist meine Erfahrung.
Ob aber Jesu hier von tatsächlicher Verfolgung sprach? Nun wenn er so sprach, musste er Verfolgung fürchten.

21 Jesus antwortete ihnen und sprach:
Ein Werk habe ich getan,
und ihr verwundert euch alle darüber.

Ich vermute, dass dieses eine Werk tatsächlich darin bestand, dass er die Torah studierte, was ja eingehens bezweifelt wurde.

22 Mose hat euch die Beschneidung gegeben -
nicht als ob sie von Mose stammte,
vielmehr von den Vätern -
und ihr beschneidet einen Menschen am Sabbat.
23 Wenn ein Mensch am Sabbat die Beschneidung empfängt,
damit das Gesetz Moses nicht aufgelöst wird,
zürnt ihr da mir,
dass ich einen ganzen Menschen am Sabbat gesund gemacht habe?

Das Gesetz verlangte die Beschneidung am achten Tage seit der Geburt. Es handelt sich nicht um den 1. Tag nach dem Sabbat, sondern eine Anzahl Tage nach der Geburt. Damit durfte der Sabbat als Tag der Beschneidung vorkommen, wenn die Regel strikt angewendet wurde.

Der Sabbat als arbeitsloser Tag verbietet nicht die Rettung und lebenserhaltenden Massnahmen. Wenn die Beschneidung schon in diesem Sinne als lebenserhaltend aufgrund des Gebotes interpretiert wurde, dann viel mehr erst das Heilen eines ganzen Menschen.

Dies ist das eine Werk, dessen hier diskutiert wird: die Heilung des Mannes beim Teich Bethesda.

24 Richtet nicht nach Schein, sondern übet gerechtes Gericht

1Mo 17,10 Das ist aber mein Bund, den ihr bewahren sollt, zwischen mir und euch und deinem Samen nach dir: Alles, was männlich ist unter euch, soll beschnitten werden. 11 Ihr sollt aber die Vorhaut eures Fleisches beschneiden. Das soll ein Zeichen des Bundes sein zwischen mir und euch. 12 Jedes Knäblein von euren Geschlechtern, wenn es acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden, sei es im Haus geboren oder um Geld erkauft von irgend einem Ausländer, der nicht deines Samens ist. 13 Was in deinem Hause geboren oder um Geld erkauft wird, soll beschnitten werden. Also soll mein Bund an eurem Fleische sein, ein ewiger Bund. 14 Und wenn ein Knäblein an der Vorhaut seines Fleisches nicht beschnitten wird, dessen Seele soll aus seinem Volke ausgerottet werden, weil es meinen Bund gebrochen hat.

2Mo 4,24 Als er aber unterwegs in der Herberge war, griff ihn der HERR an und wollte ihn töten. 25 Da nahm Zippora einen scharfen Stein und beschnitt ihrem Sohn die Vorhaut und warf sie ihm vor die Füße und sprach: Du bist mir ein Blutbräutigam! 26 Da ließ er von ihm ab. Sie sagte aber «Blutbräutigam» um der Beschneidung willen.

3Mo 12,2 Wenn ein Weib fruchtbar wird und ein Knäblein gebiert, so soll sie sieben Tage lang unrein sein, ebenso lange wie sie unrein ist, wenn sie unwohl wird, soll sie unrein sein. 3 Und am achten Tage soll man das Fleisch seiner Vorhaut beschneiden.

Wer nicht beschnitten ist, dessen Seele sei abgeschnitten. Abraham zögerte nicht, seinen Hausstand am selben Tag zu beschneiden, wiewohl es nicht der achte Tag war. So wird Ismael nicht am achten Tag beschnitten Isaak aber wohl. Ebenso werden die Sichemiten von Levi und Simeon hingeschlachtet, obwohl sie sich beschneiden liessen. Mose wird vom Herrn bedroht um der Beschneidung willen.
Die Torah zeigt Beispiele für den Tod bei Verstoss gegen das Gebot.

Anlässlich der Beschneidung seinen wieder Stellen aus dem Baum der Erkenntnis dargestellt.
 

24. und trieb Adam aus und lagerte vor den Garten Eden den Cherub mit einem bloßen hauenden Schwert, zu bewahren den Weg zu dem Baum des Lebens. 24. Und als er unterwegen in der Herberge war, kam ihm der HErr entgegen und wollte ihn töten. 19. Aber das Fett vom Ochsen und vom Widder, den Schwanz und das Fett am Eingeweide und die Nieren und das Netz über der Leber, 5. Und warum habt ihr uns aus Ägypten geführt an diesen bösen Ort, da man nicht säen kann, da weder Feigen noch Weinstöcke noch Granatäpfel sind, und ist dazu kein Wasser zu trinken? 23. Am vierten Tage zehn Farren, zween Widder, vierzehn jährige Lämmer ohne Wandel,
4.1. Und Adam erkannte sein Weib Heva, und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach: Ich habe den Mann, den HErrn. 25. Da nahm Zipora einen Stein und beschnitt ihrem Sohn die Vorhaut; und rührete ihm seine Füße an und sprach: Du bist mir ein Blutbräutigam. 20. alles solches Fett legten sie auf die Brust; und er zündete das Fett an auf dem Altar. 6. Mose und Aaron gingen von der Gemeine zur Tür der Hütte des Stifts und fielen auf ihr Angesicht; und die Herrlichkeit des Herrn erschien ihnen. 24. samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lämmern in ihrer Zahl nach dem Recht;
2. Und sie fuhr fort und gebar Habel, seinen Bruder. Und Habel ward ein Schäfer, Kain aber ward ein Ackermann. 26. Da ließ er von ihm ab. Sie sprach aber Blutbräutigam um der Beschneidung willen. 21. Aber die Brust und die rechte Schulter webete Aaron zur Webe vor dem HErrn, wie der HErr Mose geboten hatte. 7. Und der HErr redete mit Mose und sprach: 25. dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer über das tägliche Brandopfer mit seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.

Signifikant hier:
Die Parallele von Evas Geburten und der Beschneidung bei Zippora

17. Denn siehe, ich will eine Sintflut mit Wasser kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin ein lebendiger Odem ist unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen. 15. Gehe hin zu Pharao morgen. Siehe, er wird ans Wasser gehen; so tritt gegen ihm an das Ufer des Wassers und nimm den Stab in deine Hand, der zur Schlange ward, 3. Und am achten Tage soll man das Fleisch seiner Vorhaut beschneiden. 16. Da die zu Bileam kamen, sprachen sie zu ihm: Also läßt dir sagen Balak, der Sohn Zipors: Lieber, wehre dich nicht, zu mir zu ziehen; 42. Aber die andere Hälfte, die Mose den Kindern Israel zuteilte von den Kriegsleuten

Signifikant hier:
Beschneidung am achten Tag und Moses Schlangenstab.

14. Und wo ein Knäblein nicht wird beschnitten an der Vorhaut seines Fleisches, des Seele soll ausgerottet werden aus seinem Volk, darum daß es meinen Bund unterlassen hat. 10. Und da Aaron also redete zu der ganzen Gemeine der Kinder Israel, wandten sie sich gegen die Wüste; und siehe, die Herrlichkeit des HErrn erschien in einer Wolke. 23. Wenn ihr ins Land kommt und allerlei Bäume pflanzet, davon man isset, sollt ihr derselben Vorhaut beschneiden und ihre Früchte. Drei Jahre sollt ihr sie unbeschnitten achten, daß ihr nicht esset. 39. Solches sollt ihr dem HErrn tun auf eure Feste, ausgenommen, was ihr gelobet und freiwillig gebet zu Brandopfern, Speisopfern, Trankopfern und Dankopfern. 25. Heutigestages will ich anheben, daß sich von dir fürchten und erschrecken sollen alle Völker unter allen Himmeln, daß, wenn sie von dir hören, ihnen bange und wehe werden soll vor deiner Zukunft.

Signifikant hier:
die Beschneidung der Bäume assoziiert den Baum der Erkenntnis,
und darin Beschneidung als Symbol

23. Da nahm Abraham seinen Sohn Ismael und alle Knechte, die daheim geboren, und alle, die erkauft, und alles, was Mannsnamen war in seinem Hause, und beschnitt die Vorhaut an ihrem Fleisch eben desselben Tages, wie ihm GOtt gesagt hatte. 19. Und Mose sprach zu ihnen: Niemand lasse etwas davon über bis morgen. 32. Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren; denn du sollst dich fürchten vor deinem GOtt; denn ich bin der HErr. 8. Wo aber ihr Mann wehret des Tages, wenn er's höret, so ist ihr Gelübde los, das sie auf ihr hat, und das Verbündnis, das ihr aus ihren Lippen entfahren ist über ihre Seele; und der HErr wird ihr gnädig sein. 34. Da gewannen wir zu den Zeit alle seine Städte und verbanneten alle Städte, beide Männer, Weiber und Kinder, und ließen niemand über.
24. Und Abraham war neunundneunzig Jahre alt, da er die Vorhaut an seinem Fleische beschnitt. 20. Aber sie gehorchten Mose nicht. Und etliche ließen davon über bis morgen; da wuchsen Würmer drinnen, und ward stinkend. Und Mose ward zornig auf sie. 33. Wenn ein Fremdling bei dir in eurem Lande wohnen wird, den sollt ihr nicht schinden. 9. Das Gelübde einer Witwe und Verstoßenen: alles, wes sie sich verbindet über ihre Seele, das gilt auf ihr. 35. Ohne das Vieh raubten wir für uns und die Ausbeute der Städte, die wir gewannen,
422 / 422 435 / 1968 569 / 3312 1054 / 4656 81 / 4972
25. Ismael aber, sein Sohn, war dreizehn Jahre alt, da seines Fleisches Vorhaut beschnitten ward. 21. Sie sammelten aber desselben alle Morgen, soviel ein jeglicher für sich essen mochte. Wenn aber die Sonne heiß schien, zerschmolz es. 34. Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland. Ich bin der HErr, euer GOtt. 10. Wenn jemandes Gesinde gelobet oder sich mit einem Eide verbindet über seine Seele; 36. von Aroer an, die am Ufer des Bachs bei Arnon liegt, und von der Stadt am Wasser bis gen Gilead. Es war keine Stadt, die sich vor uns schützen konnte; der HErr, unser GOtt, gab uns alles vor uns.

Signifikant hier:
Abrahams Alter
(siehe auch nächsten Ausschnitt in einer 656 Anordnung)

4. und beschnitt ihn am achten Tage, wie ihm GOtt geboten hatte. 12. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest im Lande, das dir der HErr, dein GOtt gibt. 8. und dem HErrn opfern sieben Tage. Der siebente Tag soll auch heilig heißen, da ihr zusammenkommt; da sollt ihr auch keine Dienstarbeit tun. 35. Atroth, Sophan, Jaeser, Jegabeha, 16. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie dir der HErr, dein GOtt, geboten hat, auf daß du lange lebest, und daß dir's wohlgehe in dem Lande, das dir der HErr, dein GOtt, geben wird.
5. Hundert Jahre war Abraham alt, da ihm sein Sohn Isaak geboren ward. 13. Du sollst nicht töten. 14. Du sollst nicht ehebrechen. 15. Du sollst nicht stehlen. 16. Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. 9. Und der HErr redete mit Mose und sprach: 36. Beth-Nimra und Beth Haran, verschlossene Städte und Schafhürden. 17. Du sollst nicht töten. 18. Du sollst nicht ehebrechen 19. Du sollst nicht stehlen. 20. Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
519 / 519 532 / 2065 666 / 3409 1151 / 4753 178 / 5069
6. Und Sara sprach: GOtt hat mir ein lachen zugerichtet; denn wer es hören wird, der wird mein lachen. 17. Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Hauses. Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Weibes, noch seines Knechts, noch seiner Magd, noch seines Ochsen, noch seines Esels, noch alles, das dein Nächster hat. 10. Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ins Land kommt, das ich euch geben werde, und werdet es ernten, so sollt ihr eine Garbe der Erstlinge eurer Ernte zu dem Priester bringen. 37. Die Kinder Ruben baueten Hesbon, Eleale, Kiriathaim, 21. Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Weib. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus, Acker, Knecht, Magd, Ochsen, Esel noch alles, was sein ist.


Wieder möchte ich erwähnen: Jesu Darlegung offeriert nicht Schlüssel zum BdE. aber vor diesem Hintergrund dürfen wir die Debatte um die Beschneidung lesen. Sie wird uns später nochmals stärker Interessieren, gerade wegen Abraham, dessen Altersangaben selbst Schlüssel im BdE sind.

Die Beschneidung gilt als das grundlegende Bundeszeichen noch vor dem Gesetz, das Israel von anderen Völkern unterscheiden will. Die Beschneidung ist so bestimmt, dass ein Beitritt möglich ist, Unterlassung in Israel aber als Sünde taxiert wird. Es handelt sich bei dieser Art Bund also aus der Sicht des Individuums um einen einseitigen Bund, besser eine Massnahme an den (unmündigen) Kindern. Es geschieht in der Torah, dass Bündniswillige im mündigen Alter minder behandelt, wenn nicht gar ausgerottet werden (siehe Ismael, siehe die Sichemiten).

Der ganze Bund hat demnach seine Legitimation in Abraham. Dieses wird uns im achten Kapitel beschäftigen.

25 Einige von den Einwohnern Jerusalems sagten nun:
Ist das nicht der , den sie zu töten suchen?
26 Und siehe, er redet frei heraus,
und sie sagen ihm nichts.
haben die Oberen wirklich erkannt,
dass dieser der Christus ist?

... sagen ihm nichts... wissen ihm nichts zu entgegnen.
Zeugt etwa der Mangel an Einspruch, dass dieser der Christus ist?

27 Doch von diesem wissen wir, woher er ist;
wenn aber der Christus kommt, weiss niemand, woher er ist.

Ein merkwürdiges Statement, mir unbekannt. Wollte man es einmal ernst nehmen, was nützten die Genealogien? Der Gesalbte, im Sinne des Hohenpriesters, ist ein Bekannter Israelit, ein Levit und aus dem Geschlecht Kahats. Aber es gibt eine Story in der Bibel, wo einer unbekannt auftritt: Josef in Ägypten gegenüber seinen Brüdern.

Sprichwörtlich ist der Unbekannt gewordene Hiob, der auch im Psalmisten anklingt (siehe Kasten). Aber unbekannt werden hat einen anderen Sinn, als dies hier der Evangelist ausdrückt. Unbekannt werden meint verstossen werden, aus den Rechten und vielleicht aus den Geschlechtsregistern gestrichen werden.
Wenn man "nicht wissen woher" als "nicht kennen" interpretiert, so kommt diese Aussage einem Widerspruch gegen die Gebote gleich, denn Israel hat seinen Gott zu kennen, und soll nicht Göttern nachfolgen die es nicht kennt. Das Was ist mit dem Woher im Sinne von Geschichte eng verwoben. Und so ist es bedeutsam zu sagen, man wisse nicht, woher der Messias sei.

Anderseits nennt Moses seinen Sohn Ger, in Erinnerung daran, dass er seinen Brüdern fremd wurde im fremden Land. Damit, ähnlich wie bei Josef in Ägypten, die Erwartung, dass ein Prophet oder Messias ein Fremdling sei, oder wurde.

Hi 19,14 Meine Verwandten bleiben aus, und meine Bekannten verlassen mich. 15 Meine Hausgenossen und meine Mägde halten mich für einen Fremden, sie sehen mich als einen Unbekannten an. 16 Rufe ich meinen Knecht, so antwortet er mir nicht, ich muß ihn mit meinem Munde anflehen.

Ps 69,7 Laß nicht zuschanden werden an mir, die deiner harren, o Gott; HERR der Heerscharen; laß nicht meinethalben beschämt werden, die dich suchen, Gott Israels! 8 Denn um deinetwillen trage ich Schmach und bedeckt Schande mein Angesicht. 9 Ich bin fremd geworden meinen Brüdern und unbekannt den Söhnen meiner Mutter; 10 denn der Eifer um dein Haus hat mich gefressen, und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen. 11 Als meine Seele fastete und weinte, wurde ich deshalb beschimpft; 12 und als ich mich mit einem Sack kleidete, haben sie mich zum Sprichwort gemacht.


28 Jesus rief nun, indem er im Tempel lehrte:
Mich kennt ihr und wisst, woher ich bin?
Und doch bin ich nicht von mir aus gekommen,
sondern wahrhaft ist der, welcher mich gesandt hat,
den ihr nicht kennt.
29 Ich kenne ihn, denn ich bin von ihm her,
und er hat mich gesandt

Sie sagen: den Messias kennt man nicht,
Er sagt: ihr kennt Gott nicht, aber mich.

Der Kasten rechts ist eine Assoziation zum gleichen Thema, kann man Gott sehen, wen sendet er mit Mose?

30 Da suchten sie sich seiner zu bemächtigen,
und doch legte niemand Hand an ihn;
denn seine Stunde war noch nicht gekommen.

...seine Stunde... ist wieder der Anfangspunkt des Zwistes Jesu mit seinen Brüdern.
Niemand tut etwas im Verborgenen, so begann es. Aber alles was verlangt wird, ist Bestätigung des Gesetzes. Die Ehre wird um Bestätigung des Gesetzes Willen erheischt, nicht aber um die Ehre Gottes Willen.
Die Menschen kennen das Gesetz, nicht aber Jenen, aus dessem Anlass es doch verfasst wurde.

31 Viele aus dem Volk aber glaubten an ihn und sagten:
Wird der Christus, wenn er kommt etwa mehr Zeichen tun,
als dieser getan hat?
32 Die Pharisäer hörten das Volk dies über ihn murmeln,
und die Hohenpriester und die Pharisäer schickten Diener hin,
ihn zu ergreifen.

2Mo 33,11 Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet; und wenn er wieder ins Lager zurückkehrte, so wich sein Diener Josua, der Sohn Nuns, der Jüngling, nicht aus der Hütte. 12 Und Mose sprach zum HERRN: Siehe, du sprichst zu mir: Führe das Volk hinauf; und du lässest mich nicht wissen, wen du mit mir senden willst, und doch hast du gesagt: Ich kenne dich mit Namen, und du hast Gnade vor meinen Augen gefunden. 13 Habe ich nun vor deinen Augen Gnade gefunden, so laß mich doch deinen Weg wissen und dich erkennen, damit ich vor deinen Augen Gnade finde; und siehe doch das an, daß dieses Volk dein Volk ist! 14 Er sprach: Soll ich selbst gehen und dich zur Ruhe führen? 15 Er sprach zu ihm: Wenn du nicht selbst mitgehst, so führe uns nicht von hier hinauf! 16 Denn woran soll doch erkannt werden, daß ich und dein Volk vor deinen Augen Gnade gefunden haben, als daran, daß du mit uns gehst, so daß ich und dein Volk ausgezeichnet werden vor allem Volk, das auf dem Erdboden ist?


Nicht also, weil er redete, sondern weil welche aus dem Volk glaubten.

33 Da sprach Jesus:
Noch eine kurze Zeit bin ich bei euch
und gehe [dann] hin zu dem, der mich gesandt hat.
34 Ihr werdet mich suchen und nicht finden;
und wo ich bin, dahin könnt ihr nicht kommen.

Zu wem spricht Jesus? Zu jenen, die an ihn glaubten, oder die ihn zu greifen suchten? Oder ist der folgende Dialog über das Schicksal Jesu nicht eher im Licht zu betrachten: man weiss nicht, woher der Gesalbte kommt? Was wie folgt umgearbeitet wird: man weiss nicht, wohin er geht?

35 Die Juden sagten nun bei sich selbst:
Wohin wird dieser gehen,
dass wir ihn nicht finden werden?
will er etwa zu denen gehen,
die unter den Griechen zerstreut leben,
und
(will er) die Griechen lehren?

Der Lehrer für den Heiden liesse sich aus der Schrift lesen.

36 Was bedeutet dieses Wort, das er gesprochen hat:
Ihr werdet mich suchen und nicht finden,
und wo ich bin, dahin könnt ihr nicht kommen.

Wer sucht (Gott), der wird finden. Fragt sich nur: welchen. Der Gott der Kabbalisten ist gewiss zu finden. Man achte etwa auf die Hinweise in Sprüche.
Interessanter aber ist Jesaia. Nicht, das ein wörtliches Zitat vorläge. Aber wir haben zwei Stationen: Suchen und finden, und anschliessend: nicht mehr gefunden werden. Unmittelbar zuvor: die Zerstörung des Tempels.
Vor dem Hintergrund des Versöhnungstages (da des Heiligtum entsündigt ward) und des Laubhüttenfests, mochte der Evangelist an Jesaia gedacht haben, Angesichts der Zerstörung des Tempels unter Titus.

37 Am letzten, dem grossen Tage des Festes aber
stand Jesus da und rief:
Wenn jemand dürstet,
komme er zu mir und trinke!

Der letzte grosse Tag war begleitet von einer Zeremonie, da der Hohenpriester Wasser vom Teich Siloah auf dem Altar ausgoss. Dieser Brauch ist nicht durch die Torah begründet, und auch nicht direkt sonst belegt, es sei, denn man erblicke darin die (alljährliche) Erfüllung der Propheten (Sacharja, Joel) Und gerade dieser Nachsatz, wenn auch an einem anderen Tage gesprochen, erinnert wieder an Jesaia, aber in kontroverser Weise auch an eben diese "zeremonielle Erfüllung", zu welcher Jesu einen Kontrapunkt setzt.
Wiederum findet sich 1.Sam 7.1-7 Die Versammlung zu Mizpa bei Samuel, anlässlich der Rückkehr der Bundeslade: ...Da kamen sie zusammen gen Mizpa und schöpften Wasser und gossen es aus vor dem HERRN und fasteten am selben Tag und sprachen daselbst: ... also quasi eine Vorlage zu diesem Ritual der Wasserausgiessung.

38 Wer an mich glaubt,
aus dessen Leibe werden,
wie die Schrift gesagt hat,
Ströme lebendigen Wassers fliessen.

...gesagt hat... etwas merkwürdig. Eine Schrift die nicht mehr verfügbar, nicht mehr zu finden ist?

Den Durst löschen mit dem Wort Gottes: Eine Allegorie die den Propheten entstammt, siehe dazu auch Amos.
Ströme lebendigen Wassers... Die Zürcherbibel sagt dazu: "Die hier angeführten Worte finden sich nicht im Alten Testament; sie sind einem uns unbekannten Buch entnommen, das dem Verfasser offenbar als heilige Schrift galt."

Ist es möglich, die Vergangenheitsform ...gesagt hat... anders zu erklären, als durch eine nicht mehr verfügbare Schrift? Wäre es eine solche verlorene Schrift, dann lag sie ja Johannes selbst nicht mehr vor (dass er sie nur von ungefähr als mündliche Tradition zitieren könnte). Oder sollte dies sagen: ... wie die Schrift eigentlich gesagt hat (gegen eure Auffassung)... so wären die nachfolgenden Worte die eigentliche Aussage, angesichts des Rituals am achten Tage, zu dem sie den Gegenpart stellen.

Die Bedeutung wäre demnach: nicht vom Tempel oder vom Altar, sondern vom Menschen kommt lebendiges Wasser. Er selbst ist Quelle der Worte des Lebens. Lesen wir dies nochmals vor dem Hintergrund des Versöhnungstags, an welchem der Tempel gereinigt wurde. War die Ausgiessung von Wasser auf dem Altar, für die Reinigung des Altars, oder für die Heiligung des Wassers. Gewiss war letzteres gemeint, so dass der Altar zum Zentrum der Heiligung des Landes wurde.
Diesem Gedanke wird hier widersprochen.
 

Suchen und nicht finden...

5Mo 4,27 Und der HERR wird euch unter die Völker zerstreuen, und es wird eine geringe Zahl von euch übrigbleiben unter den Heiden, dahin euch der HERR führen wird. 28 Daselbst werdet ihr den Göttern dienen, die der Menschen Hände Werk sind, Holz und Stein, die weder sehen noch hören noch essen noch riechen. 29 Wenn du aber daselbst den HERRN, deinen Gott, suchen wirst, so wirst du ihn finden, ja wenn du ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele suchen wirst.

Jes 55,1 Wohlan, ihr Durstigen alle, kommt her zum Wasser; und die ihr kein Geld habt, kommt her, kaufet Getreide, kommt her und kaufet ohne Geld und umsonst Wein und Milch! 2 Warum wäget ihr Geld dar für das, was kein Brot ist, und euren Arbeitslohn für das, was nicht sättigt? Höret doch auf mich und esset Gutes, und eure Seele ergötze sich am Fett! 3 Neiget eure Ohren und kommet her zu mir, höret, so wird eure Seele leben! Denn ich will euch einen ewigen Bund gewähren: die Gnadengüter Davids, die beständig sind. 4 Siehe, ich habe ihn zum Zeugen für Völkerschaften bestellt, zum Fürsten und Gebieter von Völkern. 5 Siehe, du wirst eine unbekannte Nation berufen, und Nationen, die dich nicht kennen, werden dir zulaufen, wegen des HERRN, deines Gottes, und um des Heiligen Israels willen, weil er dich herrlich gemacht hat. 6 Suchet den HERRN, solange er zu finden ist, rufet ihn an, während er nahe ist!

Jes 64,9 Deine heiligen Städte sind zur Wüste geworden; Zion ist verwüstet, Jerusalem zerstört! 10 Unser heiliges und herrliches Haus, darin unsre Väter dich gelobt haben, ist in Flammen aufgegangen, und alles, was uns teuer war, ist verwüstet! 11 Willst du, HERR, trotz alledem dich zurückhalten, schweigen und uns ganz und gar beugen?
Jes 65,1 Ich wäre zu erfragen gewesen für die, so nicht nach mir fragten; ich wäre zu finden gewesen für die, so mich nicht suchten; ich habe gesagt: «Siehe, hier bin ich, siehe, hier bin ich!» zu einem Volk, das meinen Namen nicht anrief.

Am 8,11 Siehe, es kommen Tage, spricht Gott, der HERR, da ich einen Hunger senden werde ins Land, nicht einen Hunger nach Brot, noch einen Durst nach Wasser, sondern darnach, das Wort des HERRN zu hören; 12 da wird man hin und her wanken von einem Meer zum andern und herumziehen vom Norden bis zum Osten, um das Wort des HERRN zu suchen, und wird es doch nicht finden. 13 An jenem Tage werden die schönen Jungfrauen und Jünglinge vor Durst verschmachten,

Spr 1,20 Die Weisheit ruft draußen laut, öffentlich läßt sie ihre Stimme hören; 21 im ärgsten Straßenlärm schreit sie, an den Pforten der Stadttore hält sie ihre Reden: 22 Wie lange wollt ihr Einfältigen die Einfalt lieben und ihr Spötter Lust am Spotten haben und ihr Toren Erkenntnis hassen? 23 Kehret um zu meiner Zurechtweisung! Siehe, ich will euch meinen Geist sprudeln lassen, euch meine Worte kundtun! 24 Darum, weil ich rufe und ihr mich abweiset, weil ich meine Hand ausstrecke und niemand darauf achtet, 25 weil ihr vielmehr allen meinen Rat verwerfet und meine Zurechtweisung nicht begehret, 26 so werde auch ich eures Unglücks lachen und euer spotten, 27 wenn das, was ihr fürchtet, wie ein Wetter über euch kommt und euer Schicksal euch wie ein Wirbelsturm überraschen wird, wenn euch Angst und Not überfällt. 28 Dann werden sie mich anrufen, aber ich werde nicht antworten; sie werden mich eifrig suchen und nicht finden, 29 darum, daß sie die Erkenntnis gehaßt und die Furcht des HERRN nicht erwählt haben, 30 daß sie meinen Rat nicht begehrt und alle meine Zurechtweisung verschmäht haben.

39 Das sagte er aber mit Bezug auf den Geist,
den die empfangen sollten, welche an ihn glaubten;
denn [den heiligen] Geist gab es noch nicht,
weil Jesus noch nicht verherrlicht war.

...verherrlicht... erhöht, entrückt zu Gott, wie auch Elohim die erhabenen (Erhöhten) sind. Da der Sinn besteht, dass der Geist von oben kommt, bedarf es der Erhöhung zuerst, so der Gedanke.
Wieder hier: Das Wasser vom Teich Siloah (der ursprüngliche Drachenquell?) musste von unten geholt und auf den Altar gegossen werden.
Der gesamte Zusammenhang bestätigt, dass mit ...gesagt hat... nicht eine verschollene Quelle gemeint ist, sondern eine andere Bedeutung der Schrift, die deshalb nicht als wörtliches Zitat erscheint, sondern Passagen über die Ausgiessung des Heiligen Geistes summiert. Der Geist kommt in den Menschen und nicht auf den Altar. Dies die Aussage am Ende des Laubhüttenfests, das wir immer noch im Zusammenhang mit dem Versöhnungstag sehen sollten, der die Reinigung des Heiligtums zum Inhalt hat.
 

Textkritik: (Quelle: Rich Elliott)
John 7:39. P66** P75 a N* T Q Y family P pc read "the spirit was not yet" (P66* L W f1 f13 33 892 Byz have "the Holy Spirit was not yet"). Since this could be taken as implying that the Holy Spirit did not exist, some scribes (B (D) e f pc) corrected this to something like "the [Holy] Spirit had not been given."

Urteil von Volk und Rat

zum Inhalt


7 40 Solche nun aus dem Volke,
die diese Reden gehört hatten,
sagten:
Dieser ist in Wahrheit der Prophet.
41 Andere sagten: Dieser ist der Christus.
Noch andere sagten:
Kommt denn der Christus aus Galiläa?

42 Hat nicht die Schrift gesagt,
dass der Christus aus der Nachkommenschaft Davids
und aus Bethlehem kommt,
dem Dorfe wo David war?

Christus, der Gesalbte, das kann sein: Ein Hohenpriester, in diesem Falle ein Levit aus dem Clan Kahats, so es nach der nicht allzeit durchgesetzten Satzung geht; ein König, wie Saul und David von Samuel gesalbt waren; ein Prophet, wenn man Salbung aus der Torah versteht. Aber auch Aaron wird ein Prophet genannt.
Sichtlich herrscht Uneinigkeit über die Betrachtung der Schrift. Und dies ist der Spiegel wie zuvor die Sache mit den Wassern vom Altar eine Frage der Schriftauslegung war, so auch hier.

Was ist ein Prophet wie Mose? Fragen wir Elia, der doch wie Mose an den Berg Gottes ging. Es gibt eine Passage, die durch identische Textwiederholung auffällt. Unten ist 1Kö 1910-17 in zwei Spalten dargelegt, um zu zeigen was ein Prophet wie Mose sei. Die Mehrspaltigkeit erinnert uns an den Baum der Erkenntnis.
 

2Mo 7,1 Der HERR sprach zu Mose: Siehe zu, ich habe dich dem Pharao zum Gott gesetzt, und dein Bruder Aaron soll dein Prophet sein.
5Mo 18,15 Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, erwecken aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern; auf den sollst du hören!
5Mo 18,18 Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, aus ihren Brüdern erwecken und meine Worte in seinen Mund geben; der soll zu ihnen reden alles, was ich ihm gebieten werde.
5Mo 34,10 Es stand aber in Israel kein Prophet mehr auf wie Mose, welchen der HERR kannte von Angesicht zu Angesicht,
1Sam 3,19 Samuel aber wuchs heran, und der HERR war mit ihm und ließ keines von allen seinen Worten auf die Erde fallen. 20 Und ganz Israel von Dan bis Beerseba erkannte, daß Samuel beglaubigt war als ein Prophet des HERRN. 21 Und der HERR fuhr fort, zu Silo zu erscheinen; denn der HERR offenbarte sich dem Samuel zu Silo durch das Wort des HERRN.
1Kö 19,10 Er sprach: Ich habe heftig für den HERRN, den Gott der Heerscharen, geeifert; denn die Kinder Israel haben deinen Bund verlassen und deine Altäre zerbrochen und deine Propheten mit dem Schwert umgebracht, und ich bin allein übriggeblieben, und sie trachten darnach, mir das Leben zu nehmen! 1Kö 19,14 Er sprach: Ich habe heftig für den HERRN, den Gott der Heerscharen, geeifert; denn die Kinder Israel haben deinen Bund verlassen, deine Altäre zerbrochen und deine Propheten mit dem Schwerte umgebracht, und ich bin allein übriggeblieben, und sie trachten darnach, mir das Leben zu nehmen!
1Kö 19,11 Er aber sprach: Komm heraus und tritt auf den Berg vor den HERRN! Und siehe, der HERR ging vorüber; und ein großer, starker Wind, der die Berge zerriß und die Felsen zerbrach, ging vor dem HERRN her; der HERR aber war nicht im Winde. Nach dem Winde aber kam ein Erdbeben; aber der Herr war nicht im Erdbeben. 1Kö 19,15 Aber der HERR sprach zu ihm: Kehre wieder auf deinen Weg zurück nach der Wüste und wandere gen Damaskus und gehe hinein und salbe Hasael zum König über Syrien.
1Kö 19,12 Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HERR war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam die Stimme eines sanften Säuselns. 1Kö 19,16 Auch sollst du Jehu, den Sohn Nimsis, zum König über Israel salben und sollst Elisa, den Sohn Saphats, von Abel-Mechola, zum Propheten salben an deiner Statt.
1Kö 19,13 Als Elia dieses hörte, verhüllte er sein Angesicht mit seinem Mantel und ging hinaus und trat an den Eingang der Höhle. Und siehe, da kam eine Stimme zu ihm, die sprach: Was willst du hier, Elia? 1Kö 19,17 Und es soll geschehen, wer dem Schwerte Hasaels entrinnt, den soll Jehu töten; und wer dem Schwerte Jehus entrinnt, den soll Elisa töten.
1Kö 19,18 Ich aber will in Israel siebentausend übriglassen, nämlich alle, die ihre Knie nicht gebeugt haben vor Baal und deren Mund ihn nicht geküßt hat.


Gott war nicht im Erdbeben, nicht im Wind, nicht im Feuer, und all diese 'nicht' sollen die Salbungen in den parallelen Stellen kommentieren. Der Prophet der Mose wird erst durch das Schriftsystem als solches deutlich. Das System ergibt das Kriterium. Elisa ist also nicht ein Gesalbter in dem Sinne, auch Jehu nicht und auch nicht Hasael.

Der Offenbarer nimmt zu dieser Anleitung bei Elia in konträrem Sinne Stellung (siehe Kasten), gerade nachdem die Entrückung der zwei Gesalbten in den Himmel (die Anerkennung ihres Rechts als Gesalbte) geschehen war.

Die Schrift der Torah und nach ihren Prinzipien kennt also eigene Methoden, was ein Prophet sei wie Mose. Demgegenüber lesen wir den Streit des Volkes um die Bedeutung dessen, der da vor ihnen spricht, denn all diese beziehen sich auf gesprochene Inhalte der Tenach, nicht aber der Form der Schrift nach. So kann in Rücksicht auf die Propheten gesagt werden, der Gesalbte komme aus Bethlehem, er komme da her oder dort her.

43 Darauf entstand seinetwegen eine Spaltung im Volke.
44 Etliche aber von ihnen wollten sich seiner bemächtigen;
doch legte niemand Hand an ihn.

Offb 11,12 Und sie hörten eine laute Stimme vom Himmel her, die zu ihnen sprach: Steiget hier herauf! Da stiegen sie in den Himmel hinauf in der Wolke, und ihre Feinde sahen sie. 13 Und zur selben Stunde entstand ein großes Erdbeben, und der zehnte Teil der Stadt fiel; und es wurden in dem Erdbeben siebentausend Menschen getötet, und die übrigen wurden voll Furcht und gaben dem Gott des Himmels die Ehre.


...seiner bemächtigen... wie 7.30. Die Diener wurden an jener Stelle anschliessend ausgesandt. Hier aber:

45 Die Diener kamen nun zu den Hohenpriestern und Pharisäern,
und diese sagten zu ihnen:
Warum habt ihr ihn nicht gebracht?
46 Die Diener antworteten:
Nie hat ein Mensch so geredet, wie dieser Mensch redet.

Die Diener wurden in der Mitte des Festes ausgesandt, am Ende kehren sie zurück am letzten Tag. Dies erscheint merkwürdig, und ist vielleicht ein Lapsus. Es wird unausgesprochen erwartet, man nehme an: die Diener seien wieder ausgesandt worden ihn zu ergreifen. Etliche von ihnen... damit kann nur die Gruppe der Pharisäer und Priester gemeint sein.

47 Da antworteten ihnen die Pharisäer:
Habt auch ihr euch irreführen lassen?
48 Hat etwa von den Oberen jemand an ihn geglaubt,
oder von den Pharisäern?
49 Aber dieses Volk, welches das Gesetz nicht kennt -
verflucht sind sie!

Der Glaube durch das Volk ist eine Bedrohung. Dem Volk wird die Auslegung der Schrift nicht zugetraut, und dies auch nicht ohne Grund, denn der Zwist der Auslegung ist ausgedrückt in der Frage: Prophet, Messias, aus Galiläa, aus Bethlehem?

Schlachterversion:
Joh 7,49 Aber dieser Pöbel, der das Gesetz nicht kennt, der ist unter dem Fluch!

Zwei Gruppen werden als massgebend und als Richtschnur der Interpretation angesehen, die Priesterpartei, und die Pharisäer. Nicht dass diese in Glaubensfragen einig waren, aber sie waren die Gelehrten.

...aber diese Volk..., besser Pöbel im Sinne von ungelernt, undiszipliniert.
...verflucht... sind verflucht. Der Text hört sich nicht so an, als ob der Fluch nur aus dem Munde der Pharisäer komme. Schlachter ist hier unangemessen, im Sinne von Segen und Fluch in Deuteronomium.
Damit wird das Problem, was ist ein Prophet, vor dem Lichte der Torah beurteilt. Die Priesterpartei hatte Grund, in den Worten einen Abfall zu sehen, indem Jesu nicht den Altar ehrte. Die Pharisäer mochten aber ihre eigenen kabbalistischen Kriterien haben, was ein Prophet zu sein habe. Derart ist die Meinung des Volkes zwangsläufig unter dem Fluch, entweder aus der Sicht der einen Seite oder der anderen.

50 einer, der ihnen zugehörte,
Nikodemus, der früher zu ihm gekommen war,
sagt zu ihnen:
51 Richtet etwa unser Gesetz einen Menschen,
wenn es ihn nicht zuerst gehört hat und erkannt hat, was er tut?

Nikodemus hat Jesus selbst gehört. Die Pharisäer und Priester hingegen schickten ihre Diener. Nikodemus urteilt also vor einem anderen Hintergrund.

52 Sie antworteten und sagten zu ihm:
Bist auch du aus Galiläa?
Forsche und du wirst sehen: dass aus Galiläa kein Prophet ersteht.

Kommentare weisen hier in der Regel darauf hin, dass durchaus Propheten aus Galiläa bekannt sind. Aber man muss doch anerkennen: aus Galiläa? Und was ist ein Prophet, nach welchem Kriterium? Und es war zu sehen, das hier verschiedene Kriterien anzuwenden wären.
Die Masoretische Torah ist mit Jerusalem verbandelt. Die Vormasoreten sind auch verantwortlich für die LXX und den samaritanischen Pentateuch. Sie hielten die Schrift in der Hand, und haben ihr divinatorisches Primat, die Kabbala nicht aus der Hand gegeben. Ebenso gilt für die Tempelpartei, dass sie das rituelle Primat beanspruchen.

Es könnte nun etwa Jonah angeführt werden (jener mit dem Walfisch) Der aus Gat Hefer in Sebulon stammt. Sebulon liegt im Kerngebiet von Galiläa, und damit wäre ein Prophet genannt, der im AT Kanon steht, der der obigen Aussage widerspricht.
Aber: sprach Jonah in Israel? Jonah fehlen die Attribute eines Propheten. Sein Bericht ist viel eher in der Nähe eines Hiob anzusiedeln. Er ist nicht Prophet, sondern er reflektiert die Rolle des Propheten. Er ging seinen Weg, damit dadurch das Wesen Gottes in seinem paradoxen Schicksal deutlich würde. Darin gleicht er eher dem Täufer, der predigen ging, damit ihm und Israel jener offenbart würde.

Ein anderer Kandidat wäre der Prophet Hosea, aus Beth Schemes im Jordantal in Issachar. Wenn Galiläa weiter definiert würde, über die politischen Grenzen, so wäre er ein Prophet aus Galiläa mit unzweifelhaft prophetischem Stil.

Die Aussage, aus Galiläa erstehe kein Prophet, kann also nicht in jedem Fall eindeutig als falsch bezeichnet werden, wenn sie auch unsere Erfahrung verletzt. Wir denken nicht in solchen genau definierten Grenzen, sondern haben eher den historischen Zwiespalt Nordreich Südreich im Sinne, und nicht die genauen politischen Grenzen zur Zeit Jesu. Dies zu tun, dürfte auch nicht der Absicht des Evangelisten entsprechen. Denn am Jakobsbrunnen führte er uns in ein Stück Geschichte und weniger in die Tagespolitik.

Ebenfalls vorsichtig muss man sein, wenn man den Umfang des AT, also den Kanon als massgebend erachten will. Der Umfang der Tenach war damals noch nicht so sakrosankt.

Welchen Sinn hat also diese Aussage letztlich, wenn sie nicht objektiv beantwortet werden kann? Sie mag ihren Sinn haben, den Elitarismus widerzuspiegeln, das divinatorische Primat, das zu Jerusalem über den Sanhedrin beansprucht wird. Dies beinhaltet auch eine politische Aussage. Und so spricht sich darin eine Absage an jede mehr oder minder von auswärts stammende Einmischung aus.

Wir sind schon den Worten begegnet: kann aus Galiläa etwas Gutes kommen? Ausgesprochen von Nathanael, der aus Kana kommt, aber im Jüngergleichnis Juda darstellt, der unter dem Feigenbaum Jerusalem sitzt. Damit ist die Wendung schon in grösserem Sinne verallgemeinert. Sie darf also nicht nur als ein Urteil aus dem Munde des Sanhedrin gelesen werden, sondern als eine lebendige Überzeugung im Volk.

Damit wird aber ein Licht auf den Sanhedrin geworfen. Wenn er selbst solchem Volksmund gehorcht, ist er dann nicht selbst dem Pöbel gleich? War es die Absicht des Evangelisten, den Sanhedrin mit dieser Aussage gerade auf die Stufe des beschimpften Pöbels zu stellen?

Die Ehebrecherin

Ich bin hin und her gerissen, soll sie jetzt hier behandelt werden oder nicht? Der Versuch, das Evangelium (nur) nach Johannes zu behandeln zwingt mich, die Ehebrecherin Joh 7.53-8.11 zu übergehen. Der Befund der Textzeugen ist hier eindeutig.

Aber von der Textanlage her gibt es einige passende Argumente. Ich will den Leser vertrösten, Sie sei an anderer Stelle behandelt. Ich selbst will als ein Argument noch erwähnen: in der Ehebrecherin kommt das Wort "Schriftgelehrte" vor. Es ist meine zwischenzeitige Überzeugung, dass Johannes das Studium der Schrift in keinster Weise diskriminierte, wie dies in diesem Abschnitt zum Ausdruck kommt. Johannes spricht immer von Priestern oder Pharisäern. Das sind Leute, die vor das Studium der Schrift einschränkende Ansprüche stellen, wie etwa: zuerst der Tempel und die Einhaltung des Rituals oder Gesetzes (Priester) oder, die Einhaltung des divinatorischen Primats, damit verbunden: keine offene Lehre, sondern Kryptik und Mysterien (Pharisäer). Unter solchem Zweckdenken, solchen Ansprüchen ist das Gesetz für sie da, bzw. das Wort Gottes soll ihnen dienen.

Richtet gerecht. Um die Gründe darzulegen, warum die Ehebrecherin an anderer Stelle behandelt wird, soll hier auch ein Link erscheinen (Bitte etwas Geduld).

Es wäre passend, wenn nun als Exempel einer Anhörung käme, ein Beispiel zu Nikodemus Vorschlag. Hier fügte sich die Ehebrecherin passend an. Auch wollte die unsichtbare Schrift auf den Stein gemalt, an das unlesbare Gesetz des Herzens erinnern, ein Spiegel, der Jesus vorhält.

Aber in der ursprünglichen Variante spricht er: Ich bin das Licht.

Sollte uns der Streit um den Messias nicht das Dunkel genügend vorstellen. Geht es wirklich um das Anhören, oder war nicht eigentlich die Frage des Abschnittes: Wie kann aus dem Gesetz der Gesalbte erkannt und geglaubt werden?

Das Volk bejaht, ist aber in der Begründung dieser Bejahung zerrissen.
Der Sanhedrin verneint, und ist nur in dieser Verneinung geschlossen.

Da ist etwas Gemeinsames, ein Dunkel das beide Seiten prägt. Und Johannes Anliegen ist es eher, dieses Dunkel zu zeigen. Nicht nur in der Wirkung auf die Juden, sondern auch in seinem Kern, nicht nur in Bezug auf den Tempel, das äusserliche Gesetz und die Rituale, sondern auch auf die Kabbala.
Denn das Gesetz kam mit Moses, Die Gnade und die Wahrheit aber mit Jesus Christus.

Nikodemus will eine Anhörung. Er wird sie erhalten.
 

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