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Johannes

© elcappuccino - last update: Sept 2003

Das Johannes Evangelium

Eine kommentierte Darstellung

Sektion
Einleitung
Johannes Evangelium Kapitel 1 bis 3
Johannes Evangelium Kapitel 4 bis 5

Johannes Evangelium Kapitel 6 bis 7
Johannes Evangelium Kapitel 8 bis 9
Johannes Evangelium Kapitel 10 bis 11
Johannes Evangelium spezielle Themen
 


 

Der Jakobsbrunnen                     

          zum Inhalt


Bevor wir Johannes ganz verlassen gilt doch noch folgende Bemerkung:

4 1 Als nun Jesus erfuhr, dass die Pharisäer gehört hatten,
er mache und taufe mehr Jünger als Johannes -
2 jedoch taufte Jesus nicht selbst, sondern seine Jünger -
3 verliess er Judäa und zog wieder nach Galiläa.
4 Er musste aber duch Samaria reisen

Seltsam, da war doch die Frage, ob wohl in der Menge das Entscheidende liege? Oder fürchtete sich Jesus vor dem bekannt Werden seiner Taufe? kaum, vielmehr ist doch eine andersartige Taufe gefragt, und diese führt ihn unterwegs.

War es nötig, durch Samaria zu reisen, um nach Galiläa zu gelangen? Samaria war kein politischer Begriff in diesen Tagen und das Gebiet westlich des Jordan gehörte wie auch Judäa unmittelbar unter die römische Obrigkeit. Jesus hätte einfach den Jordan hinauf ziehen können. Es gab nur einen Grund: die Dekapolis zu umwandern. Dies ist aber unwahrscheinlich. Wir haben es mit einer Komposition zu tun, die diesen Weg gehen will aus Gründen des Schrifterbes.

Wir können nicht, wie Jamiesson Fauset und Brown in ihrem Kommentar, schliessen, dass zu diesem Moment Johannes soeben verhaftet wurde. Denn nach Markus hatte Jesus noch nicht einmal begonnen, seine Jünger zu sammeln.

Nun führt die Reise zum Jakobsbrunnen bei Sichar. Sollten wir darunter Sichem verstehen, dann ist damit ein Ort mit vielen biblischen Traditionen gemeint.

5 Er kam nun in die Nähe einer Stadt Samariens
mit Namen Sychar,
nicht weit von dem Grundstück,
das Jakob seinem Sohne Josef gegeben hatte.

Das Seltsame nun ist der Brunnen, von welchem folgend die Rede sein wird. Brunnengeschichten gibt es viele in der Bibel, aber keinen Brunnen bei Sichar. Vielleicht sollten wir diese Brunnengeschichten im Gedächtnis halten, bevor wir uns diesem Abschnitt nähern.

  • Moses wird aus dem Wasser gezogen und erhält also seinen Namen (siehe Beispiel BdE.)
  • Moses tränkt die Schafe Reguels an einem Brunnen und heiratet seine Tochter
  • Abrahams Knecht bittet die Schwester Labans, ihm aus dem Brunnen zu trinken zu reichen
  • Jakob tränkt Rahels Schafe an einem Brunnen
  • Isaak und Abraham graben Brunnen
  • Josef war in eine Zisterne geworfen und verkauft worden

Und nur diese Zisterne kann gemeint sein, wenn vom Brunnen Jakobs die Rede ist. Denn Jakob sandte seinen Sohn Josef nach Sichem.

Sichem in der Bibel

1Mo 33,18 Und Jakob kam wohlbehalten bis zur Stadt Sichem, die im Lande Kanaan liegt, nachdem er aus Mesopotamien gekommen war; und er lagerte sich der Stadt gegenüber. 19 Und er kaufte das Grundstück, auf welchem er sein Zelt aufschlug, von der Hand der Kinder Hemors, des Vaters Sichems, um hundert Kesitha

1Mo 34,2 Als nun Sichem, der Sohn Hemors, des hevitischen Landesfürsten, sie sah, nahm er sie und tat ihr Gewalt an. 3 Und er wurde anhänglich an Dina, die Tochter Jakobs, und gewann das Mädchen lieb und redete ihr zu. 4 Und Sichem sprach zu seinem Vater Hemor: Nimm mir dieses Mägdlein zum Weibe!

1Mo 37,11 Und seine Brüder beneideten ihn; sein Vater aber behielt das Wort [im Gedächtnis]. 12 Als aber seine Brüder nach Sichem gegangen waren, um ihres Vaters Schafe zu weiden, 13 sprach Israel zu Joseph: Weiden nicht deine Brüder zu Sichem? Komm, ich will dich zu ihnen senden! Er aber sprach: Siehe, hier bin ich! 14 Da sprach er zu ihm: Geh doch und sieh, ob es wohl stehe um deine Brüder und um die Schafe, und bringe mir Bescheid! Also sandte er ihn aus dem Tale Hebron, und er wanderte nach Sichem.

Jos 24,1 Und Josua versammelte alle Stämme Israels zu Sichem und berief die Ältesten von Israel, die Häupter, Richter und Amtleute. Und als sie vor Gott getreten waren,

Jos 24,32 Und die Gebeine Josephs, welche die Kinder Israel aus Ägypten heraufgebracht hatten, begruben sie zu Sichem in dem Stück Land, welches Jakob von den Kindern Hemors, des Vaters Sichems, um hundert Kesita gekauft hatte und das zum Erbteil der Kinder Joseph gehörte.

6 Dort aber war der Brunnen Jakobs.
Jesus nun, von der Reise müde geworden,
setzte sich so an den Brunnen;
Es war die sechste Stunde.

7 Da kommt eine Frau aus Samarien um Wasser zu schöpfen.
Jesus sagt zu ihr: Gib mir zu trinken!
8 Seine Jünger waren nämlich in die Stadt gegangen,
um Speise zu kaufen.
9 Die Samaritanische Frau nun sagt zu ihm:
Wieso begehrts du, der du ein Jude bist,
von mir, die ich eine samaritanische Frau bin,
zu trinken?

Im Kasten findet sich in Segen und Fluch ein mögliches Indiz, warum Johannes sagt: die sechste Stunde (Mittag). Die kommende Szene handelt nämlich davon. Die sechste Stunde aber war auch der Beginn der Finsternis Jesu am Kreuz.
 

5Mo 28,28 Der HERR wird dich schlagen mit Wahnsinn und mit Blindheit und mit Verwirrung der Sinne. 29 Und du wirst am Mittag tappen, wie ein Blinder im Dunkeln tappt, und wirst kein Glück haben auf deinen Wegen, sondern wirst gedrückt und beraubt sein dein Leben lang, und niemand wird dir helfen. 30 Du wirst dir ein Weib vermählen, aber ein anderer wird sie beschlafen; du wirst ein Haus bauen, aber nicht darin wohnen; du wirst einen Weinberg pflanzen, aber nicht davon essen.

10 Jesus antwortete und sprach zu ihr:
Kenntest du die Gabe Gottes
und [wüsstest du] wer der ist,
der zu dir sagt: Gib mir zu trinken,
so hättest du ihn gebeten,
und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.

Lebendiges Wasser oder Wasser des Lebens ist ein Begriff, der öfters in der Bibel vorkommt. Isaaks Knechte graben nach Wasser und finden lebendiges Wasser. Besonders sprechend ist hier Jeremja.

Josef in der Zisterne, in welcher kein Wasser ist. Er wird verkauft, und dennoch hatte dieser Brunnen soviel Bedeutung, dass er Jakobsbrunnen genannt wurde, weil die Samaritaner darauf ihren Erbanspruch begründeten.

11 Sie sagt zu ihm:
Herr, du hast kein Schöpfgefäss, und der Brunnen ist tief,
woher hast du nun das Lebendige Wasser?

Da die Samaritaner nur die Torah gelten liessen, nicht aber die Propheten, hatten sie eine andere Vorstellung von lebendigem Wasser. Lebendiges wasser bdeuetet eigentlich: fliessendes Wasser, im Gegensatz zum stehenden Wasser. In den Propheten nimmt der Beriff aber eine andere Idee an.

12 Bist du etwa grösser als unser Vater Jakob,
der uns den Brunnen gegeben hat -
und er hat daraus getrunken und seine Söhne und sein Vieh?

Das klingt bereits nach Wallfahrtsgeschäften. Stätten werden wegen ihren Geschichten verehrt, nicht aber die Worte, um deren Willen solche Orte überhaupt Erwähnung finden.

13 Jesus antwortet und sprach zu ihr:
Jeder, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten;
14 wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde,
wird in Ewigkeit nicht dürsten,
sondern das Wasser, das ich ihm geben werde,
wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden,
das sprudelt, um ewiges Leben zu spenden.

Jesus verliess den Jordan. Anstatt zu taufen spricht er von einem anderen Bild, als ob das Wasser der Taufe in jedem schlummere. Nun folgt ein Einwand, der so kreuzdumm erscheint. Ja, Johannes legt der Frau eine so dümmliche Antwort in den Mund, dass wir sie wohl kaum in diesem Sinne lesen dürfen.

lebendiges Wasser

3Mo 14,5 und der Priester soll gebieten, daß man den einen Vogel schächte über einem irdenen Geschirr, darin lebendiges Wasser ist.
3Mo 15,13 Und wenn er von seinem Ausfluß rein wird, so soll er sieben Tage zählen zu seiner Reinigung, und seine Kleider waschen und sein Fleisch mit lebendigem Wasser baden; so ist er rein.

Jer 2,12 Staunet ob solchem, ihr Himmel, und schaudert, entsetzt euch sehr, spricht der HERR. 13 Denn mein Volk hat eine zwiefache Sünde begangen: Mich, die Quelle des lebendigen Wassers haben sie verlassen, um sich Zisternen zu graben, löcherige Zisternen, die kein Wasser halten! 14 Ist denn Israel ein Knecht oder ein Leibeigener? Warum ist es zur Beute geworden?
... 18 Und nun, was soll dir die Reise nach Ägypten helfen, um die Wasser des Nil zu trinken? Oder was soll dir die Reise nach Assur helfen, um von dem Wasser des Euphrat zu trinken?

Sach 14,8 An jenem Tage werden lebendige Wasser von Jerusalem ausfließen, die eine Hälfte in das östliche, die andere in das westliche Meer; Sommer und Winter wird es so bleiben.

Offb 22,1 Und er zeigte mir einen Strom vom Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der vom Throne Gottes und des Lammes ausging,
Offb 22,17 Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme; wer will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.

15 Die Frau sagt zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser,
damit ich nicht dürste und nicht hierher kommen muss, um zu schöpfen!

Was soll diese Begriffsstutzigkeit? Irgendwie erscheint diese Frau noch arger, als alles, was man ein Kleinsinn den Pharisäern so in die Schuhe schieben will. Warum dies? Wo liegt der Aspekt?
a) Die Samaritaner haben die Torah und nichts ausserdem. Ist die Torah die Quelle dieses sprudelnden Wassers? Dies das eine Indiz.
b) Wir kennen genug Geschichten in der Torah, wo Frauen quasi ihrem Mann begegnen. Hier steht der symbolische Jesua Joseph, quasi der Stammhalter der Ephraimiter, aus deren Recht die Frau spricht. Das ist die Situationscomic.

16 Er sagt zu ihr: geh hin, rufe deinen Mann und komm hierher!
17 Die Frau antwortete und sagte zu ihm:
Ich habe keinen Mann.
Jesus sagt zu ihr:
Mit Recht hast du gesagt: Ich habe keinen Mann;

Ist sie Witwe oder ist sie Jungfrau? Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam... sprach Johannes bei seinem zweiten Bekenntnis. Ist sie Jungfrau, dann bekommt er die Braut wie Jakob die Rahel oder Isaaks Diener die Rebekka?

Mit recht hast du gesprochen...

18 denn fünf Männer hast du gehabt,
und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann.
Da hast du die Wahrheit gesagt.

Und der jetzt vor ihr Stand, Josua, gehörte nicht zu ihr, weil er nicht zum Samaritanischen Schriftgut gehörte, da ja die Samaritaner die Propheten ablehnten.

Die Fünf Männer der Samaritanerin:
Genesius der erste
Exodisius der zweite
Levitian der dritte
Numericus der vierte
und der Fünfte hiess einfach Deutero
19 Die Frau sagte zu ihm:
Herr ich sehe, dass du ein Prophet bist.
20 Unsere Väter haben auf diesem Berg angebetet
und ihr sagt:
in Jerusalem sei der Ort, wo man anbeten muss.

Was sie sagt, ist Teil heftiger Debatte, denn die Samaritaner werden nicht als Abkömmlinge Josefs von den Juden akzeptiert. Desshalb ist: ist nicht dein Mann... auch als Absage an dieses möglich zu verstehen. Wahrscheinlich liegt die historische Wahrheit eher in der Mitte. Die Torah aber wurde aus Babel mitgebracht. Weshalb eigentlich das wichtige mögliche ältere Erbe entscheidend wäre, aber eben von den Samaritanern nicht vorgewiesen werden kann.

Ob Johannes aber angesichts solcher historischer Fakten schrieb, ist doch eher unwahrscheinlich. Da er aber den BdE. zumindest in der Offenbarung gut belegt, dürfte er den Verdacht geteilt haben, die Schriften, die Jerusalem als Zentrum etablierten, seine babylonischer Machenschaft.
Es folgt ein widersprüchlicher Satz:

21 Jesus sagt zu ihr:
Weib, glaube mir, die Stunde kommt, wo ihr weder auf diesem Berge
noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.
22 Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen;
denn das Heil kommt von den Juden

Jes 27,12 Und es wird geschehen an jenem Tage, daß der HERR ein Dreschen anstellen wird von den Fluten des [Euphrat] Flusses an bis zum Bache Ägyptens, und ihr sollt gesammelt werden, ihr Kinder Israel, eins ums andere. 13 Und es wird an jenem Tage die große Posaune geblasen werden; da werden heimkommen die Verlorenen aus dem Lande Assur und die Verstoßenen aus dem Lande Ägypten; und sie werden den HERRN anbeten auf dem heiligen Berge zu Jerusalem!
28.1Wehe der stolzen Krone der Trunkenbolde Ephraims, der welken Blume seines herrlichen Schmucks oben über dem fetten Tal der vom Wein Überwältigten!


Weder auf diesem Berg, noch in Jerusalem. Es gibt zwei Glaubengleichnisse, wenn ihr Glauben wie ein Senfkorn hättet, die sich gegen den Feigenbaum Jerusalem wie gegen den Berg Hermon richten.

Das Heil kommt von den Juden. So man Juden zionistisch versteht im Widerspruch zu eben gesagtem. Die Lösung liegt im Namen Jeschua: der Herr ist Heil. Jesus kommt von den Juden und hat bessere Kenntnis der Grundlagen.

23 Aber die Stunde kommt und ist jetzt da,
wo die wahren Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden;
denn so will der Vater seine Anbeter haben.
24 Gott ist Geist,
und die ihn anbeten müssen ihn in Geist und Wahrheit anbeten

Mt 17,20 Jesus aber sprach zu ihnen: Um eures Kleinglaubens willen! Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Berge sprechen: Hebe dich von hier weg dorthin! Und er würde sich hinwegheben, und nichts würde euch unmöglich sein.

Jesus sagte: wer auf Hoffnung dieses Brunnens trinkt, wird dürsten: Die Hoffnung ist vergebens, wie wohl doch in der Bibel im Segen Judas steht: bis Schilo kommt, was man als Siloh im gebiet Ephraim lesen kann, und eigentlich ein Ende der Führung Judas bedeutet.
Jesus widerspricht und erfüllt gleichzeitig: ... die Stunde ist jetzt da... und dies geschieht eben an diesem Ort.

25 Die Frau sagt zu ihm:
Ich weiss dass der Messias kommt,
der der Christus genannt werden wird.
Wenn dieser kommt, wird er uns alles kundmachen.

Liest man den Segen Josefs, so ist er wirklich der Gesalbte. Anderseits ist die Gematria für "Meschiach" und "Schilo kommt" dieselbe.
<hlysaby< (Schilo kommt)
<xysm< (Meschiach)
<sxn< (Nachasch, Schlange)

Der Segen verbindet also konkurierende Hoffnungen, und in dieser Situation tritt hier Jesus Josef auf, beides versinnbildichend und aufhebend.

26 Jesus sagt zu ihr: Ich bin's der ich mit dir rede.

Hier ein Selbstzeugnis, und Selbstzeugnisse sind generell anrüchig, dass sie eher in den Mund der Gläubigen geschoben werden.
Aber hier sagt er: ICH BIN ES

Ist es ein Zufall dass dieses Wort im 26. Vers auftaucht?
26 steht als Gematria für YHVH (10 5 6 5), vielleicht von Johannes gesetzt als bewusstes Zeichen. Dies in einer Stelle, wo wir das Selbstbekenntnis hören.

27 Und währenddem kamen seine Jünger,
und sie verwunderten sich, dass er mit einer Frau redete.
Doch sagte keiner: was hast du im Sinn? oder:
was redest du mit ihr.
28 Die Frau nun liess ihren Wasserkrug stehen
und ging weg in die Stadt und sagte zu den Leuten:
29 Kommet, sehet einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe!
Sollte dieser etwa nicht der Christeus sein?
30 Sie ging zur Stadt hinaus und machte sich auf den Weg zu ihm.

...er hat mir alles gesagt, was ich getan habe... klingt wunderbar, wenn man aus Jesus einen Hellseher macht. Aber was bedeutet es unter dem Aspekt, dass hier die Saaritanerin für dieses Volk allgemein steht, dass ein anderes Verhältnis zur Schrift hat? Sie sieht Jesus aus ihrem Rahmen. Darin wird das Wort Jesu zur Erfüllung, wie wir oben schon gesehen haben. Dieses Thema der Erfüllung wird uns nun interessieren.

...liess ihren Wasserkrug stehen... ein kleines Detail, dass die Eile beschreibt, aber doch vom Thema geprägt, zweideutig ist: sie liess das Wasser stehen, das den Durst nicht löscht, und gleichzeitig den besseren Krug liess sie stehen: Jesus.

31 Inzwischen baten ihn die Jünger: Rabbi iss!
32 Er aber sprach zu ihnen:
Ich habe eine Speise zu essen, die ihr nicht kennt.
33 Die Jünger sagten nun zueinander:
es hat ihm doch niemand zu essen gebracht?
34 Jesus sagt zu ihnen:
Meine Speise ist, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat,
und sein Werk vollenden.

1Mo 49,9 Juda ist ein junger Löwe; mit Beute beladen stiegst du, mein Sohn, empor! Er ist niedergekniet und hat sich gelagert wie ein Löwe und wie eine Löwin; wer darf ihn aufwecken? 10 Es wird das Zepter nicht von Juda weichen, noch der Herrscherstab von seinen Füßen, bis daß der Schilo kommt und ihm die Völkerschaften unterworfen sind. 11 Er wird sein Füllen an den Weinstock binden; und der Eselin Junges an die Edelrebe; er wird sein Kleid im Weine waschen und seinen Mantel in Traubenblut; 12 seine Augen sind dunkel vom Wein und seine Zähne weiß von Milch.
1Mo 49,22 Joseph ist ein junger Fruchtbaum, ein junger Fruchtbaum an der Quelle; seine Zweige klettern über die Mauer hinaus. 23 Es haben ihn zwar die Schützen heftig beschossen und bekämpft; 24 aber sein Bogen blieb unerschütterlich und seine Arme und seine Hände wurden gelenkt von den Händen des Mächtigen Jakobs, vom Namen des Hirten, des Felsens Israels. 25 Von deines Vaters Gott werde dir geholfen, und Gott der Allmächtige segne dich mit Segnungen vom Himmel herab, mit Segnungen der Tiefe, die unten liegt, mit Segnungen von Brüsten und Mutterschoß! 26 Die Segnungen deines Vaters überragen die Segnungen meiner Eltern, sie reichen bis an die ewigen Hügel; mögen sie kommen auf Josephs Haupt, auf den Scheitel des Fürsten unter seinen Brüdern!

Zuvor war vom Wasser die Rede, das den Durst nicht löscht, und hier redet Jesus von einer besseren Nahrung. Wir haben also eine Wiederholung vor uns, die nur allgemeiner gefasst ist, weil sie nicht den Zwiespalt Efraim Juda zum Thema hat.
Die Erfüllung des Wortes, ausgedrückt als die Erfüllung des Willens ist hier die Essenz der Nahrung. Die Speise die Jesu gibt, ist die Erfüllung des Wortes in den Augen der Menschen. Und es spielt keine Rolle ob Samaritaner oder Jerusalemer Zionisten, die Besonderheit liegt darin, dass Jesu eine eigene Willenserfüllung hat. Ein Brot, das Widerum die Jünger nicht kennen (da sie Juden sind, im Verhältnis zu den Samaritanern und gemessen an der Schrifttradition). Was muss dies für ein Brot sein, dass die Jünger nicht kennen? Es spiegelt sich darin, dass die Jünger die Wirkung auf die Samaritaner nicht erfassen.

35 Sagt ihr nicht: Es sind noch vier Monate, dann kommt die Ernte?
Siehe ich sage euch: Erhebet eure Augen und betrachtet die Felder:
sie sind weiss zur Ernte.

Gemeint ist die Weizenernte im Sommer. Aus Weizen macht man Brot und damit der Zusammenhang zur Nahrung, von welcher die Rede ist. Wie aber das Wasser ein anderes, so auch das Brot, und damit das Korn, wovon Jesu spricht.
Die Zeit ist reif und hier in Sychar / Sichem ist es geschehen. Aber wie die Felder erst reif sind, so steht noch einiges an, bis die Nahrung vorweislich auf dem Tisch ist. Das Weizenkorn nebst dem Brot als weiteres Symbol für das Wort.

36 Der welcher erntet, empfängt Lohn und sammelt Frucht fürs ewige Leben,
damit sich zugleich der freue, welcher sät, und der, welcher erntet.

Stehen die Weizenkörner für die Menschen? Oder ist es ein Symbol des Wortes? Die Worte sind reif zur Erfüllung. Lange zuvor wurden sie geschrieben. Aber die Ernte des Wortes ist ja anders als die Saat ein Vielfaches, ein Mehr an Verständnis.
Im Sinnbild des Wassers kann das Wort auch als Sintflut erscheinen, in welcher man untergeht, weil man vor lauter Worten (Gesetzen Traditionen Verhaftungen) den Weg zur einfachen Einsicht in Gottes Gegenwart und seine Gnade am heutigen Tage nicht mehr findet. Das Korn als Wort, dies wird uns später noch erscheinen. Ich lehne das Symbol hier ab, es gehe um Seelen.

37 hier nämlich ist das Wort wahr:
Ein anderer ist's der sät, und ein anderer der erntet.
Was ihr nicht erarbeitet habt; andere haben gearbeitet,
und ihr seid in ihre Arbeit getreten.

Das Wort Gottes in der Schrift dokummentiert ist ein permanenter Saat und Ernte Vorgang. Die Mitarbeiter an dieser Arbeit lösen sich ab. Wenn dies auch nach weniger klingt, so ist doch die Aussage hier bedeutend, da Jesu seine Jünger in diese Schriftarbeit, die eigentlich Verkündung des Wortes Gottes ist, eintreten. Die Schrift ist nicht ein heiliges Urgestein, das abgeschlossen ist. Wäre sie abgeschlossen, gäbe es den Begriff der Erfüllung nicht.

Andere hatten den Segen Judas und Josefs geschrieben. In einem Moment kommt es aber zu einer Erfüllung des Wortes. Die Zeit ist reif, und dies ist ein Erntevorgang.

Und dann ist noch ein anderer Sinn. Jesu Jünger sind in die Arbeit eingetreten. Galt nicht eben solches für die Samaritaner? Dieses Wort verunmöglicht den Wahn, ein Volk ein Geschlecht oder ein auserwählter Stamm könne Saat und Ernte in der Gänze für sich beanspruchen, als sei die Erfahrung des Wortes, und dies meint Arbeit, allein in ihre Hände gelegt.

...hier ist aber das Wort wahr... welch ein Widerspruch zu der Aussage: was du säst, das wirst du ernten. Lohn und Arbeit in einer mechanistischen Kausalität, hier aber Lohn und Arbeit in einer Relation, die Gerechtigkeit nicht automatisch gewährleistet, sondern Fürsorge und Mitteilen bedingt. Die Gerechtigkeit kommt erst durch die Gnade des Menschen zustande. Dies gilt es zu berücksichtigen, da die Sünde, die in der Torah ja tief begraben liegt, immer der Lohn deren ist, die sie nicht gesät haben.

39 Aus jener Stadt aber glaubten viele von den Samaritern an ihn,
um des Wortes der Frau willen, die bezeugte:
Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe.
40 Als nun die Samaritaner zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben;
und er blieb zwei Tage dort.
41 Und noch viel mehr Leute glaubten um seines Wortes willen
42 und sagten zu der Frau:
Wir glauben nicht mehr um deiner Rede willen;
denn wir haben selbst gehört und wir wissen, dass dieser in Wahrheit der Heiland der Welt ist.

Nun einige Assoziationen:
Brot: Der Brotgeber der Nation war Josef in Ägypten. Josef ist aber der Stammhalter von Ephraim und Manasse, ergo eigentlich dieser Anwohner. Der Jakobsbrunnen ist aber die Zisterne, in welche er geworfen wurde. Und an diesem Ort erfüllte Jesus sein seltsames Wort, in dem er vom Wasser sprach, dass den Durst nicht löscht, und vom Brot.

In Ägypten wird Josef als Retter der Welt bezeichnet. Es ist dieses Attribut, das hier am Schluss ausgesprochen wird.
In welcher Weise erfüllt nun der Evangelist das Leben Jesu mit dem Willen des Vaters? Wir sehen die Jakobs Geschichte stets vor uns verlebendigt, und neu in Gleichnissen dargestellt.

Das Gleichnis um Jakobs Söhne hat uns also mit der Hochzeit nicht verlassen, sondern wir begegnen ihm wieder. Aber es geht nicht nur um ein Gleichnis. Wir erfahren ja etwas über die Unterschiede zwischen Samaritanern und Juden punkto Schriftkanon. Im Evangelium werden die Unterschiede dargestellt und anhand der Jakobsgeschichte reflektiert.

Jakob, das ist Israel. und als solcher ist er Integrationsfigur für Juden wie Samaritaner. Dies scheint der Grund zu sein, warum Johannes diese Legenden aus der Tora in seinem Werk so stark transzendiert.
 

1Mo 41,42 Und der Pharao nahm den Siegelring von seiner Hand und steckte ihn an Josephs Hand und bekleidete ihn mit weißer Leinwand und legte eine goldene Kette um seinen Hals 43 und ließ ihn auf seinem zweiten Wagen fahren; und man rief vor ihm aus: «Beugt eure Knie!» Und also wurde er über ganz Ägyptenland gesetzt. 44 Und der Pharao sprach zu Joseph: Ich bin der Pharao, und ohne dich soll niemand in ganz Ägyptenland die Hand oder den Fuß erheben! - 45 Und der Pharao nannte den Joseph Zaphenat-Paneach und gab ihm Asnath, die Tochter Potipheras, des Priesters zu On, zum Weibe. 46 Und Joseph zog aus durch ganz Ägyptenland. Er war aber dreißig Jahre alt, da er vor dem Pharao stand. Und er ging vom Pharao aus und bereiste ganz Ägyptenland. 47 Und das Land trug in den sieben Jahren des Überflusses haufenweise.

Heilung des Beamtensohnes

zum Inhalt


4 43 Nach den zwei Tagen aber zog er von dort weg
nach Galiläa.
44 Denn Jesus selbst bezeugte,
dass ein Prophet in seinem eignen Vaterland
kein Ansehen geniesst.

In welchem Sinne ist dieser Satz wahr, wie falsch:

  • Jesus als Prophet im Stammland hat kein Ansehen... das ist falsch, da niemand im NT behauptet, Jesus stamme aus Sichem oder Umgebung
  • Die Propheten im Allgemeinen stammen mit wenigen Ausnahmen nicht aus Samarien, oder dem Norden, wenn auch richtig ist, dass die Propheten im Allgemeinen bei den Samaritanern kein Ansehen haben. Der Satz ist also nur teils richtig.
  • Das Buch Joshua, das zu den Propheten gezählt wird, geniesst kein Ansehen dort, obwohl doch Josua dort Israel berief, um Recht zu sprechen. Dieser Satz kann richtig sein.
  • Josef, der selbst ein Prophet unter seinen Brüdern darstellt (er hatte den Kelch), wird selbigen Orts verkauft. Auch dieser Satz könnte richtig erscheinen.

Es ist interessant, dass Lukas ein Jesaja Zitat zum Anlass dieses Wortes nimmt. Markus Mathhäus legen bei diesm Wort den Akzent auf "Heimatstadt", Johannes aber auf Prophet. Johannes verfügt auch über dieses Wort Jesu freier und in anderem Zusammenhang, der in seine Erzählintention besser hineinpasst.

Es ist also nicht so, dass sich die Samaritaner zu Sychar am zweiten Tag bereits mit ihrem Messias gelangweilt hätten, sondern die Aussage ist offenbar eine andere. Der Bezug zu Joseph bzw. Joshua aber erinnert wieder an das Gleichnis um diesen Jakobssohn.

45 Als er nun nach Galiläa kam, nahmen ihn die Galiläer auf,
denn sie hatten alles gesehen,
was er in Jerusalem am Fest getan hatte,
auch sie waren nämlich zum Fest gekommen.

Die Galiläer sind insofern Juden, als sie im Gegensatz zu den Samritanern sich an das Heiligtum in Jerusalem hielten. Es handelt sich nun aber um Jene, die die äusserern Zeichen seines Eifers sahen. Als Bewohner an der Peripherie mochten die Galiläer den sakralen Merkantilismus im Tempel eher negativ beurteilen ganz im Unterschied für die Jerusalemer Juden selbst.

Sie nahmen ihn auf... kann als Kontrast verstanden werden, der irrtümlich eine 'Verwerfung' durch die Samaritaner suggeriert. Aber hier kam nun Jesus der Prediger wirklich in sein Heimatland, und auch hier hören wir das Echo von ... ein Prophet in seinem eigenen Vaterland... .

Mk 6,1 Und er zog von dannen und kam in seine Vaterstadt; und seine Jünger folgten ihm nach. 2 Und als der Sabbat kam, fing er an in der Synagoge zu lehren;... ... Und sie nahmen Anstoß an ihm. 4 Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet ist nirgends verachtet außer in seiner Vaterstadt und bei seinen Verwandten und in seinem Hause.
Lk 4,16 Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen. 17 Und es wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gegeben; und als er das Buch auftat, fand er die Stelle, wo geschrieben steht: 18 «Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat; er hat mich gesandt, den Armen frohe Botschaft zu verkünden, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu predigen und den Blinden, daß sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen; 19 zu predigen das angenehme Jahr des Herrn.» 20 Und er rollte das Buch zusammen und gab es dem Diener wieder und setzte sich, und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. 21 Er aber fing an, ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren! 22 Und alle gaben ihm Zeugnis und wunderten sich über die Worte der Gnade, die aus seinem Munde gingen, und sprachen: Ist dieser nicht der Sohn Josephs? 23 Und er sprach zu ihnen: Allerdings werdet ihr mir dieses Sprichwort sagen: Arzt, hilf dir selber! Die großen Taten, von denen wir gehört haben, daß sie zu Kapernaum geschehen, tue sie auch hier in deiner Vaterstadt! 24 Er sprach aber: Wahrlich, ich sage euch, kein Prophet ist angenehm in seiner Vaterstadt.

Jesu kommt nun wieder nach Kana, womit sich ein Kreis schliesst.

46 Er kam nun wieder nach Kana in Galiläa,
wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte.
Und es war ein königlicher Beamter in Kapernaum,
dessen Sohn war krank.
47 Als dieser hörte, dass Jesus aus Judäa nach Galiläa gekommen sei,
ging er zu ihm hin und bat,
er möge hinab kommen und seinen Sohn heilen;
denn er lag im Sterben.
48 Jesus sprach nun zu ihm:
Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, werdet ihr nicht glauben.

Zu Kana geschah das Weinwunder, das eigentlich eher ein Wunder des Wortes war. An diesem Ort, an den er nun zurückkehrt, ereignet sich eine Art Glaubensprüfung. Wie steht es mit dem Wort. Die Galiläer mochten dem Zeloten Jesus eifern, aber wie steht es mit dem Wort?

49 Der königliche Beamte sagt zu ihm: Herr, komm hinab, ehe mein Sohn stirbt!
50 Jesus sagt zu ihm: Geh hin, dein Sohn lebt!
Der Mann glaubte dem Worte, das Jesus gesprochen hatte, und ging hin.
51 Aber schon, während er hinabging,
kamen ihm seine Knechte entgegen und sagten, sein Knabe lebe.

Sollte man dieses Wunder nun erklären wollen? Da gibt es eigentlich viele Möglichkeiten, wie auch zu anderen Wundern Erklärungsversuche unternommen wurden. Aber was liegt an einem solchen plausibilisierten Wunder? Liegt des Johannes Absicht darin, uns mit Wundern zu versorgen die uns nicht Nahrung sind?

Die Erfahrung aus dem bisherigen Text sagt mir, dass auch dieses Wunder ein Zeichen des Textes sei. Zu Kana sprach Jesu Mutter: was er euch sagt, das tut. Und er sprach, und sie taten....
Hier nun haben wir wieder den gleichen Vorgang. Die Kraft des Wortes.

In ihm war Leben und das Leben war das Licht für die Menschen.

Es ist der Charakter des Wortes, der hier in seinem Wirken als das Leben dargestellt wird. Wir sind auf eine Reise gegangen von Kana bis Kana, und haben gelernt, die Schrift, das Wort Gottes steht im Zentrum. Nachdem wir nun also in den Gang der Offenbarung eingetreten sind, stellt sich auch an uns die Glaubensfrage. Das Wort ist Leben.

Warum stellt sich diese Frage an dieser Stelle? Wir sind ein Stück Weg mit den Gleichnissen gegangen, und dennoch haben wir Klüfte vernommen, wie etwa im Nikodemus Dialog oder in des Täufers zweitem Bekenntnis. Sollen diese Klüfte nur generell anklingen, oder in gleichem Masse auch erfahren werden? Da droht der Vertrauensverlust in das Wort Gottes, die Bibel, die Torah.

Das Wort ist das Leben, aber in welchem Sinne? In den folgenden Gleichnissen wird das Leben des Wortes demonstriert, dass man sagen kann, die Glaubensfrage bezieht sich nur auf dieses Wort.

Auch der Beamte prüft dieses Wort wie folgt:

52 Er erkundigte sich nun bei ihnen nach der Stunde, in der es mit ihm besser geworden war.
Sie erwiderten ihm: Gestern in der siebenten Stunde verliess ihn das Fieber.
53 Da erkannte der Vater, dass [es geschehen war] zu jener Stunde,
in der Jesus zu ihm gesprochen hatte: Dein Sohn lebt.
Und er glaubte samt seinem ganzen Haus.
54 Dies war hinwiederum das zweite Zeichen, das Jesus tat,
als er aus Judäa nach Galiläa gekomen war.

Johannes legt Wert auf Angaben von Stunden:
die zehnte Stunde, bei Andreas
die sechste Stunde am Jakobsbrunnen und
die siebte Stunde hier wiederum.

Das zweite Zeichen... abhängig vom Ausgangspunkt der Zählung:
das erste Zeichen am Jakobsbrunnen, und wir sahen, es war ein Wortzeichen.

Dieser Abschnitt kann leider (noch) nicht befriedigend kommentiert werden. Warten wir ab was folgt, vielleicht ist noch eine Erhellung.
 

Krankenheilung am Sabbat

zum Inhalt


Jesu wird nun wieder anlässlich eines Festes nach Jerusalem gehen. Am Passah eifferte er um den Tempel, dann war er einige Tage am Jodan. In Sychar spricht er: in vier Monaten ist Weizenernte: wir sind also noch im Frühling. Er bleibt zwei Tage, geht nach Kana und von dort wieder nach Jerusalem. Möglicherweise handelt es sich also um das Wochenfest, das Fest der Gesetzesüberlieferung.

5 1 Danach war ein Fest der Juden,
und Jesus zog hinauf nach Jerusalem.
2 In Jerusalem ist aber am Schaftor ein Teich,
der auf hebräisch Bethesda genannt wird,
mit fünf Hallen.
3 In diesen lag eine Menge von Kranken, Blinden,
Lahmen, an Abzehrung Leidenden,
die auf die Bewegung des Wassers warteten.

    die...warteten und Vers 5.4: von einigen alten Textzeugen weggelassen.

Wir begegnen Jesus immer wieder mit dem Wasser bei der Hand. Am Fest der Gesetzesüberlieferung steht also das Wasser wieder im Zusammenhang mit dem Wort.

Verordnetes jährliches Erscheinen:

2Mo 34,21 Sechs Tage sollst du arbeiten, aber am siebenten Tage sollst du ruhen; mit Pflügen und Ernten sollst du ruhen. 22 Das Fest der Wochen sollst du halten, mit den Erstlingen der Weizenernte und das Fest der Einsammlung, wenn das Jahr vergangen ist. 23 Alles, was männlich ist, soll dreimal im Jahr vor dem Herrscher, dem HERRN, dem Gott Israels, erscheinen. 24 Wenn ich die Heiden vor dir ausstoßen und deine Landmarken erweitern werde, soll niemand deines Landes begehren, während du hinaufgehst, um dreimal im Jahr zu erscheinen vor dem HERRN, deinem Gott.

Etwas Abseits des Themas sei erwähnt, dass die Pfingstfest der Christen bekanntlich am gleichen Tag seinen Anlass haben soll, also wiederum für das Wochenfest und die Überlieferung des Wortes steht. Hier wandelt sich das Element Wasser zu den Feuerzungen, wie ja Jesu gesandt war, mit Geist zu taufen.

4 Ein Engel stieg nämlich zu gewissen Zeiten in den Teich hinab
und bewegte das Wasser.
Wer nun nach der Bewegung des Wassers zuerst hineinstieg,
der wurde gesund, mit welcher Krankheit er auch behaftet war

Sinnbildlich übertragen: Die Menschen warteten, bis sich das Gesetz zu ihren Gunsten veränderte. Die Menschen warten lieber auf einen Engel (Boten Propheten Ausleger), als dass sie sich bewegten.

Einige wichtige Textzeugen lassen den erklärenden Hintergrund des Wunders vermissen. Wir werden sehen, dass dies die Intention nicht stören wird, aber einen Kommentar darstellt sowohl in Richtung allgemeiner Wallfahrtssymbolik, als auch in Richtung Präzisierung, um welchen Termin (Wochenfest) es sich handelte. Wichtig in dieser Ergänzung: ... zu gewissen Zeiten... , der Einschub widerspricht nicht dem folgenden Kommentar. Sollte es nie ein solches Wunder in dieser Beschreibung gegeben haben, so beweist der Mangel an Einspruch zu früher Kirchenzeit eher die Akzeptanz der ergänzenden Allegorie. Ob es solch ein Wunder in beschriebenem nicht allegorischem Ablauf gegeben hat, wird wohl kaum zu beweisen wie zu widerlegen sein.

5 Es war aber dort ein Mensch, der 38 Jahre an seiner Krankheit gelitten hatte.

Johannes bringt eine genaue Angabe. Er erkrankte also ums Jahr 10 vor Christus. Lukas erwähnt ebenfalls Krankheits Dauern: 12 Jahre, 18 Jahre, Apostelgeschichte: 8 Jahre. Die genaue Angabe ist nicht einzigartig. Ist dies eine reale Angabe oder fiktives Element?

6 als Jesus diesen daliegen sah, und erfuhr, dass er schon lange Zeit so zugebracht hatte,
sagt er zu ihm: Willst du gesund werden?
7 Der Kranke antwortet ihm:
Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser bewegt wird;
während ich aber komme, steigt ein andrer vor mir hinab.

Wenn wir das Sinnbild einmal weglassen: Dies erinnert doch an die vielen Wallfahrtsorte. Es ist nicht so, dass der Mann die ganze Zeit daliege, denn es steht ...zu gewissen Zeiten... was also die Wallfahrt zu gewissen Zeiten bedeutet. Oberflächlich betrachtet ist das Bild nicht unterschieden von anderen Zeichen anderer Wallfahrtsorte, aber ob dies hier gemeint ist? Heilende Wasser sind bekannt, nicht aber ein Vorgang mit dieser gleichzeitig umfassenden Heilkraft, und gleichzeitig limitierten Bedingung. Ist nicht das wichtigste gerade in diesen "gewissen Zeiten" gegeben? Pfingsten als Zeit der Gesetzesüberlieferung gibt dem Ganzen noch ein anderes mögliches Bild:
Es handelt sich um das Gesetz, die Auslegung, ein Spruch. Und wie der Mann zu den Richtern und Aulegern zu diesen gewissen Zeiten geht, gehen viele. Und die Warteschlange ist lang, und der Mann wird seinen Fall nicht ausgelegt erhalten.

Wir waren beim Glauben an das Wort und hier wird über das Taufsymbol des Wortes über die Verbindung zum Wochenfest die Überlieferung des Wortes angesprochen. Wo ist dieses Wort? Der Mann geht jedes Jahr dorthin, und wartet, bis das richtige Wort kommt. Das entscheidende liegt in dem Moment, wo ein einziger durch das Wasser, mit dem Wort geheilt wird, er also quasi auserwählt wird, wiewohl doch alle an das Wort glauben, die sich dort einfinden.

Wenn die Szene die Torah, ihre Überlieferung darstellt, dann entsteht die Frage: Warum wirkts sie nicht für jene, die daran glauben, sondern für jene, die eh stark genug sind, sich ganz in den Vordergrund zu drängen? An dieser Stelle möchte ich das Bild erinnern, wie Jakob mittels geschälter Zweige an den Tränken aus den starken Schafen sich Herden machte, als er bei Laban war (siehe Abschnitt: Johannes der Täufer).
Hier nun die Beziehung zur vorherigen Heilung des Beamtensohns. Das Wort ist jetzt da und in deinem Mund. Dies ist der Gegensatz, der Cotre-Act den Johannes hier darstellt.

8 Jesus sagt zu ihm: Steh auf, hebe dein Bett auf und geh umher!
9 Und alsbald wurde der Mensch gesund, hob sein Bett auf und ging umher.
Es war aber Sabbat an jenem Tage.

Der Sabbat als der Ruhetag: ein Tag des Studiums, und nicht des umherwandelns. Dies verstärkt nochmals den Bezug zum Wochenfest der Torah, und zum vorhin gesagten.

10 Die Juden sagten nun zu dem Geheilten: Es ist Sabbat,
und es ist dir nicht erlaubt, das Bett aufzuheben.
11 Er aber antwortete ihnen:
Der mich gesund gemacht hat, der sprach zu mir:
Hebe dein Bett auf und geh umher!

Das heilende Wort, so der Teich doch für die Überlieferung des Wortes darstellt, stellt in diesem Fall ein Verstoss gegen den Sabbat dar, da es verboten war, am Sabbat irged etwas umher zu tragen, ausser seine eigenen Kleider. Dieser Moment, der mit der gemäss dem Wochenfest doch das Wort bring, das Heil ist nach Anspruch der Torah, stösst auf einen Widerspruch. Der Glaube, dass das Wort Leben ist, stösst auf einen Widerspruch geboren durch einseitige Behandlung des Sabbat. Denn gerade das Tun des Geheilten ist ja Zeichen des Heils. Diesem Heil wird widersprochen.

Es ist dir nicht erlaubt... Der Sabbat wird in der Torah zweimal unterschiedlich begründet. Einmal, da Gott ruhte am siebten Tag, das zweitemal, da Gott Israel errettete aus Ägypten. Die Richter blicken nur auf die Ruhe als Andenken an dieses Gebot, leugnen aber, dass Gottes Wirken durch sein Wort Zeichen schuf, die solcher Totenstarre widersprechen. Eine Behandlung zum Sabbat finden Sie zum Thema: der Sabbat im BdE..

Wenn also Gott allein handeln sollte am Sabbat (oder es seiner einen Hälfte allein vorbehalten sein sollte) so stellt sich folgende Frage:

12 Sie fragten ihn:
Wer ist der Mensch der zu dir gesprochen hat:
Hebe es auf und geh umher?
13 Der Geheilte aber wusste nicht, wer er war;
denn Jesus hatte sich hinwegbegeben,
während eine Volksmenge an dem Orte war.

Es ist doch sonderbar: warum sollten am Sabbat alle diese Menschen am Teich warten, wenn ein Zeichen dann dem Sabbat widersprechen sollte? Wie konnten diese den Teich dulden, aber das Wort verwerfen, dass als Zeichen kommen sollte?

Hinter diesem Paradox ist aber noch etwas anderes. Wenn hier ein Symbol der Gesetzesüberlieferung steht, und wir es also mit den Richtern zu tun haben, die die Torah auslegen, so liegt etwas anderes vor. Jesus verletzt das vorgegebene Prozedere.

14 Danach fand ihn Jesus im Tempel und sprach zu ihm:
Siehe, du bist gesund geworden;
sündige nicht mehr,
damit dir nicht etwas Schlimmeres widerfährt!

38 Jahre lang hat dieser Mensch an einer Krankheit gelitten. Sündige nicht mehr... kann sich nur auf diesen Vorgang am Teich beziehen, der Ausdruck der Sünde ist. 38 Jahre war die Zeit der Wanderschaft, nach der verweigerten Einwanderung

Siebzig Richter richteten Israel. Diese Siebzig sind zugleich Sinnbild der Eingeweihten in die Torah, für die LXX, welche von Kabbalisten verfasst wurde, sie sind die 70 bei Hesekiel, der die Torah nach der Kabbala kritisiert. Das Gesetz wird nach diesen 70 gehandhabt, und sie sind die schlimme Regentschaft über das Volk Israel. Es ist nun verkürzt, wenn ich die Sünde als das Anhängen an diese Obrigkeit, die zugleich der Sanhedrin ist, verstehe. Dies bedüfte genauerer Analyse.

Aber danach wäre es logisch, wenn Jesu warnt, diese Sünde fortzusetzen, da ihm schlimmeres geschehen könnte.

Im Kasten sind einige Verweisstellen, die die 70 im Zusammenhang mit der Torah, dem Geist Gottes, und dem Baum der Erkenntnis darstellen. Die Auflegung des Geistes auf die 70 wird allgemein als die Übermittlung der Torah bezeichnet, steht also für das Wochenfest. Diese Passage gilt es demnach in diesem Zusammenhang zu studieren.

Es ist in diesem Text zu beobachten, dass dieser Vorgang mit den Wachteln verwoben ist, als ob dieses Fleisch ein verderben und Gleichnis für diesen Vorgang des Eifers sei.

Entsprechend sterben 70 beim Anblick der Bundeslade, weil die Bundeslade ein Sinnbild des Baumes der Erkenntnis ist.

Wir haben vor uns eine esoterische Richterschaft, und damit wird deutlich das ausschliessende Wesen, dass der Mann seine Krankheit dort bei diesem Pfingsterlebnis dem Wochenfest von diesen Richtern beantwortet haben will aber offenbar im Gleichnis nach Jakobs Herdenbildung nicht zu den starken Schafen gehört.

Vor diesem Hintergrund wird: ...sündige nicht mehr.. verständlich.
38 Jahre, das wäre annähernd die Zeit des Richtersystems in der Wüste.

15 Der Mensch ging weg und sagte den Juden:
es sei Jesus, der ihn gesund gemacht habe.
16 Und deshalb verfolgten die Juden Jesus,
weil er dies an einem Sabbat getan hatte.

Hier wird zum ersten mal erwähnt, dass Jesu verfolgt wurde. Der Sabbat ist nicht nur ein Symbol der Ruhe. Die Verletzung des Sabbatgesetzes ist ein Gleichnsi der Verletzung des ganzen Gesetzes der Kabbalisten.
Es ist Richtig, dass das Sabbatgesetz in einem engeren Sinne verletzt wird (das Umhertragen des Bettes), aber übersehen wird eigentlich, dass die ganzen Voraussetzungen eigentlich im Widerspruch zum Sabat stehen. Der Sabbat wurde auch um der Rettung wegen gegeben. Und hier ist es ein Wort, das heil ist Jeschua, das heilt.
Damit haben wir den Contre-Act zur Heilung des Beamtensohnes. Das Gemeinsame ist: Das Wort heilt. Das unterschiedliche: Hier in Jerusalem haben wir einen Menschen, der zu den Siebtig zu den Richtern geht, um auch im Wasser des Wortes sein heil zu erfahren. Er erhält es aber nicht, weil dies eine esoterische und exklusive Angelegenheit ist.

Der königliche Beamte aber untersteht nicht einem Sanhedrin. Er geht direkt zum Wort. Und er glaubt. Auch der Mann am Teich glaubt, aber ein Unterschied wird deutlich. Hier in Jerusalem herrscht ein grosses Hindernis, das das Wort Gottes leugnet und zu vernichten trachtet.

Der Mann ist auch aus Glauben ein Opfer dieses Systems. Denn er ist dazu verdammt, sich diesen Richtern zu unterstellen.

Wenn wir nun etwas Rückschau halten, dann sehen wir, wie zentral das Element Wasser immer wieder mit dem Wort auftaucht:

  1. beim Täufer am Jordan
  2. bei der Hochzeit zu Kana in Galiläa
  3. Bei Nikodemus
  4. wieder am Jordan
  5. In Samarien am Jakobsbrunnen
  6. und zuletzt in Jerusalem
Das Wort als das Wasser darf damit als festes Gleichnis verstanden werden. Die Taufe ist das Eintauchen in das Wort Gottes, wie es geschrieben steht zu Jesu Zeit. Aber Wasser bleibt nicht Wasser. Der Geist kommt hinzu, als Taube, in Form von Wein, als Erfüllung am Jakobsbrunnen, als Tat bei der Heilung des Beamtensohns.

Johannes führt uns vor wichtige Stationen israelitischer Problematik: erstens der Schrift, dem System der Auslegung, zweitens der Heilserwartung aus der Schrift, drittens der Spaltung des Volkes nach Schrifttraditionen. Und überall sind irgendwo grenzen, die nicht überbrückt werden können innerhalb der Schrift. Sie müssen aus einem Gegensatz heraus überbrückt werden: Fleisch ist Fleisch, geist ist Geist. Ein Judäer erfüllt den Anspruch Josefs in Sychar. Ein Wort bricht die sture Ordnung des Wortgehorchsams des Richtersystems.

Was ist diese Brücke das diese Unmöglichkeit allein aus dem Wasser aufhebt? Ich vermag es nicht anders zu sagen, als durch die Tat:

Was heisst Tat? Jesus spricht nur. Aber was spricht er: Er sagt, das Wort ist Heil, das Wort ist Leben, Lebe, sei gesund.

Er spricht die Essenz der Bibel, die aber in der Tora selbst zu ertrinken droht. Gott wird dich retten. Aber es heisst nicht, die Torah wird retten. Dieser Geist der Glaubensgewissheit, die das Reich Gottes im Menschen ist, wächst im menschen und ist so verschieden von der Schrift, dem Wasser, dem Schlamm, der dieses Licht zu vernichten und zu ersticken droht.

Der Spruch ist die Tat aus dem Glauben an das Wort. Und das Wort war gegeben für die Welt, nicht um die Welt zu richten, sondern um sie zu retten.
Wenn das Wort "Gott" dazu verwendet wird, die Welt zu richten, so ist der Geist nicht begriffen.

Das Licht scheint in der Finsternis. Der Mensch taucht ein in das Wasser. Aber durch das Eintauchen kommt es zur Konfrontation von Leben und Tod. Das Leben: das geistige Erfassen von Gott, den Tod: das verhaftet Sein der Schrift gegenüber, das Richten, die Kabbala.
Doch hören wir selbst, wie Jesu sein Tun rechtfertigt.
 

38 Jahre

5Mo 2,14 Die Zeit unserer Wanderung, von Kadesch-Barnea an bis zur Überschreitung des Baches Sared, betrug achtunddreißig Jahre, bis alle Kriegsleute aus dem Lager aufgerieben waren, wie der HERR ihnen geschworen hatte.

Die Richter

4Mo 11,16 Da sprach der HERR zu Mose: Sammle mir siebzig Männer aus den Ältesten Israels, von denen du weißt, daß sie Älteste des Volkes und seine Vorsteher sind, und nimm sie vor die Stiftshütte, daß sie daselbst bei dir stehen; 17 so will ich herabkommen und daselbst mit dir reden, und von dem Geiste, der auf dir ist, nehmen und auf sie legen, daß sie samt dir die Last des Volkes tragen, daß du dieselbe nicht allein tragest. 18 Und du sollst zum Volke sagen: Heiligt euch für morgen, und ihr werdet Fleisch essen; denn euer Weinen ist vor die Ohren des HERRN gekommen, da ihr sprechet: «Wer gibt uns Fleisch zu essen? denn es ging uns wohl in Ägypten.» Darum wird euch der HERR Fleisch zu essen geben;
...

Richter und Wachteln im gleichen Kontext, das Richtersystem wird dialektisch begründet

25 Da kam der HERR herab in der Wolke und redete mit ihm, und nahm von dem Geiste, der auf ihm war, und legte ihn auf die siebzig Ältesten; und als der Geist auf ihnen ruhte, weissagten sie, aber nicht fortgesetzt ....
29 Aber Mose sprach zu ihm: Eiferst du für mich? Ach, daß doch alles Volk des HERRN weissagte, möchte der HERR seinen Geist über sie geben! ...
31 Da fuhr ein Wind aus von dem HERRN und brachte Wachteln vom Meere her und streute sie über das Lager, eine Tagereise weit hier und eine Tagereise weit dort, um das Lager her, bei zwei Ellen hoch über der Erde....
33 Als aber das Fleisch noch unter ihren Zähnen und noch nicht verzehrt war, da entbrannte der Zorn des HERRN über das Volk, und der HERR schlug sie mit einer großen Plage. 34 Daher hießen sie denselben Ort Lustgräber, weil man daselbst das lüsterne Volk begrub.

1Sam 6,18 Und goldene Mäuse nach der Zahl aller Städte der Philister unter den fünf Fürsten, sowohl der befestigten Städte als auch der Dörfer des flachen Landes. Und Zeuge ist der große Stein, worauf sie die Lade des HERRN niederließen; er ist auf dem Acker Josuas, des Bethsemiten, bis auf diesen Tag. 19 Und Er schlug die Bethsemiten, weil sie in die Lade des HERRN geschaut hatten; er schlug nämlich von dem Volk siebzig Mann, [und] fünfzigtausend Mann. Da trug das Volk Leid, weil der HERR das Volk mit einem so großen Schlag heimgesucht hatte. 20 Und die Leute zu Beth-Semes sprachen: Wer kann bestehen vor dem HERRN, diesem heiligen Gott? Und zu wem soll er von uns wegziehen?

Hes 8,10 Da ging ich hinein und schaute, und siehe, da waren allerlei Bildnisse von Reptilien und greulichem Getier, auch allerlei Götzen des Hauses Israel ringsum an der Wand eingegraben. 11 Und vor ihnen standen siebzig Männer von den Ältesten des Hauses Israels, und mitten unter ihnen stand Jaasanja, der Sohn Saphans; und jeder von ihnen hatte eine Räucherpfanne in seiner Hand, und es ging ein Rauch auf, eine Wolke von Weihrauch. 12 Da sprach er zu mir: Menschensohn, hast du gesehen, was die Ältesten des Hauses Israel im Finstern tun, ein jeder in seinen Bilderkammern? Denn sie sagen: Der HERR sieht uns nicht, der HERR hat dieses Land verlassen!

Jesu Verteidigung

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5 17 Er aber begann und sprach zu ihnen.
Mein Vater wirkt bis jetzt,
und ich wirke auch.
18 Deshalb nun suchten die Juden noch mehr, ihn zu töten,
weil er nicht nur den Sabbat gebrochen,
sondern auch Gott seinen Vater genannt
und sich selbst Gott gleich gemacht hatte.

Gottes Handeln ist nicht abgeschlossen. Nicht dies aber ist ärgerlich, sondern im Zusammenhang miit dem Sabbat könnte das Ärgernis liegen. Gott hört nicht auf mit seiner Befreiungstat aus Ägypten. Ägypten ist repräsentiert durch die 70, die Ältesten, die LXX, den Sanhedrin, und somit kann Befreiung auch einen anderen Ansatz erhalten.

Gott rettet aus Ägypten...

5Mo 32,6 Dankest du also dem HERRN, du törichtes und unweises Volk? Ist er nicht dein Vater, dem du gehörst, der dich gemacht und bereitet hat?

Und Jesus tut es auch, er rettet auch vom Sklavendienst am Gesetz.

Mein Vater.... Wir haben während der Tempelreinigung Jesu öffentlich dieses Wort in den Mund nehmen hören. Es ist hier also nicht zum ersten mal.
3.16 ...machet nicht das Haus meines Vaters zu einem Kaufhaus.
Was aber ist das ärgerliche: Gott wirkt, (King James: arbeitet) im griechischen Text bedeutet ergazetai schaffen, erschaffen.
Damit setzt sich die Aussage zum Sabbat in Beziehung. Am Sabbat sagt Jesus: Gott ruht nicht (ich ich ruhe nicht). Wenn wir hier die zweite Aufführung zum Dekalog erinnern (siehe Kasten), so ruht auch Gott im Befreiungswerk nicht, aber der Mensch soll ruhen. Jesus ruht auch nicht sondern rettet am Sabbat. Erst in diesem Sinne wird das Wort Vater bedeutsam, und die Juden verstehen es darin, dass Jesu nicht nur mit den Lippen einen Sohn Gottes nennt, sondern auch im Tun dies bezeugt. Dadurch machte er sich im Tun Gott gleich.

19 Jesus antwortete nun und sprach zu ihnen:
wahrlich, wahrlich, ich sage euch:
Der Sohn kann nichts von sich aus tun,
er sehe denn den Vater etwas tun;
denn was jener tut, das tut ebenso auch der Sohn.

20 Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selbst tut;
und er wird ihm noch grösserer Werke zeigen als diese,
damit ihr euch verwundert.

Wo sieht Jesus den Vater tun? Er sieht es gewiss in der heiligen Schrift, und diese ist ihm Anleitung. Aber er blickt gewiss unter anderen Voraussetzungen in die Schrift, als jene, die am Sabbat Verkauv an Rindern, Schafen und Tauben im Tempel erlauben, aber mit keinem Wort die Heilung des Mannes zur Kenntnis nehmen.
... er wird ihm grösseres zeigen... klingt hier schon wie eine Drohung, das solcherart die kluft auch in der Tat gewiss vertieft wird.

5Mo 5,14 aber am siebenten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun, weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Ochs, noch dein Esel, noch all dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore ist, damit dein Knecht und deine Magd ruhen wie du. 15 Denn du sollst bedenken, daß du auch Knecht gewesen bist in Ägyptenland, und daß der HERR, dein Gott, dich von dannen mit mächtiger Hand und ausgestrecktem Arm ausgeführt hat. Darum hat dir der HERR, dein Gott, geboten, daß du den Sabbattag halten sollst.

21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht,
so macht auch der Sohn lebendig, welche er will.

... welche er will... , das ist nicht mechanistische Zwangsläufigkeit, sondern Wille gehört zur Gnade.

22 Denn auch das Gericht übt der Vater über niemand aus,
sondern er hat das Gericht ganz dem Sohn übergeben,
23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren.
Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.

Wir hatte zum Thema: das Sabbatgebot. Hierin zeigte sich Gottes handeln als Vorbild des Sohnes. Das nächts folgende Gebot nun aber ist: du sollst Vater und Mutter ehren...
Im griechischen Text wird das selbe Wort für ehren verwendet, das wir auch in der LXX zum Gebot der Elternehrung lesen.

Was bedeutet ehren? Wenn wir alle Gedanken wegtun, die dahinter irgendwelche Ruhmsucht oder einen überragenden Ruf verstehen, so ist der sinn des Wortes verfehlt. Das Wort in seinem Gebrauch zwischen Eltern und Kindern, Vater und Sohn meint die vollkommene Akzeptanz und miteinbezig. Eltern werden im Alter nicht verachtet, weil sie in ihrer Tätigkeit und Nutzen abnehmen. Kinder werden nicht verworfen, weil sie im Gang der Lehre noch vor der Einsicht stehen. Ehre ist der Haltepunkt im Gang der Überganbe der Generationen an Pflichten und Rechten, an Dienst und Nutzniessung, und an Vollmacht.

Was es genau ist, bedeutet das Gegenteil, entehren, zumeist, aus dem Erbanspruch ausschliessen, aber häufig sogar, in öffentlichen Verruf bringen, aus der Gegenwart aussperren.

Die Meinung Jesu ist nicht, dass die alten Väter nichts mehr nutzen, oder dass die Juged alle Freiheiten ohne Verantwortung geniessen sollten. Sondern Jesu weist hier darauf hin, dass zwischen Vater Sohn ein lebendiges und permantes Verhältnis besteht im Sinne von: ... lehren, zeigen, übergeben... und dieses alles bezeugt das Wirken des Vaters. Wer solcherart das an den Sohn übergebene ehrt, der ehrt den Vater als den Lehrer und Erzieher des Sohnes.

Die Elternehre war und ist im Judentum hoch angesehen. Aber der Hintergrund liegt eher in der Autorität begründet. Und in diesem Zusammenhang spricht Jesu von Gericht, ergo von Richtern. Der Vorwurf in diesem Spruch ist: Mit den Geboten halten die Richter alle Macht in Händen um zu richten, aber sie lehren und zeigen nichts, übergeben nichts an die Menschen, und missbrauchen damit das Gebot der Elternehre zu einseitigen Gunsten, ohne dafür etwas zu geben.

24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch:
Wer mein Wort hört,
und dem glaubt, der mich gesandt hat,
der hat ewiges Leben, und in ein Gericht kommt er nicht,
sondern er ist aus dem Tode ins Leben hinübergegangen.
25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch:
Die Stunde kommt und ist jetzt da,
wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden,
und die, welche sie hören, werden leben.

Die Toten... sind damit die verstorbenen gemeint, oder ist es nicht im Sinne des Verhältnisses der Lebenseinstellung, dass die Toten im Gleichnis der Nachlkommen Adams die Verfluchten aus dem Gesetz sind? Die Toten stehen also vor ihm, da er spricht und hören seine Stimme. (Zum verständnis des Begriffs, die Toten: der Baum der Erkenntnis als zentrales Element der Torah bedeutet, dass die Torah von Menschen gehandhabt werden, die unter dem Bann des Todes stehen, verflucht zu richten und "geistigen" töten).

Das Wort Gottes wurde nicht für die Torah gegeben, sondern für die Menschen, und der Sohn, das Wort, das Gott ist, zeigt seine befreiende Wirkung. Wichtig dabei bleiben zwei Momente: hören und sich entschliessen.

26 Denn wie der Vater in sich das Leben hat,
so hat er auch dem Sohne verliehen,
in sich selbst das Leben zu haben.
27 Und er hat ihm Vollmacht gegeben, Gericht zu halten,
weil er der Sohn des Menschen ist.

weil er... gemeint der Sohn, und nicht Gott.
Gott hat den Menschen nach seinem, oder besser: zu seinem Ebenbild hin geschaffen. Hier liegt der Schlüssel. Wenn wir zum ... hin als Weg betrachten, dann ist ...Sohn des Menschen... Weg zu besserem Ebenbild.

Hier nun aber ist es möglich, dass Johannes sich auf den Sohn des Menschen bezieht bei Daniel. Ist nicht diesem das Gericht übergeben? Der Sohn des Menschen aber ist schon angesprochen worden:
zu Nathanael: Ihr werdet den Himmel offen und "die Engel Gottes auf und nieder steigen" sehen auf den Sohn des Menschen.
Zu Nikodemus: 13 Und niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen, ausser dem, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, der Sohn des Menschen, (der im Himmel ist). 14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden,
Daniel selbst, bzw. die Autoren hinter dem Buch Daniel, sind beileibe keine reinen Lämmer. Der Offenbarer verwendet viel Material, um Daniels System darzustellen, und verurteilt ihn aber auch als falschen Propheten.

Der Evangelist hatte vielleicht auch Daniel im Sinne, als er den Sohn des Menschen im Zusammenhang mit dem Gericht erwähnt. Wenn dies so wäre, warum ist es denn ärgerlich?

Dan 7,13 Ich sah in den Nachtgesichten und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Menschensohn; der gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. 14 Und ihm wurde Gewalt, Ehre und königliche Würde verliehen, daß ihm alle Völker, Stämme und Zungen dienen sollten; seine Gewalt ist eine ewige Gewalt, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie untergehen.

Das Evangelium entstand nach dem Untergang Jerusalems. Anstatt den Menschensohn als Überwinder Roms darzustellen, würde dies hier gewiss das Gegenteil bezeichenen. Die Tagesaktualität des Verfassers Johannes und seines Schulkreises darf ja nicht ganz ausgeblendet werden.

Was ist das Gemeinsame am Begriff Sohn des Menschen bei Johannes bis hierher? Den drei Passagen liegt etwas gemeinsames zu Grunde: Aufstieg: Jakobsleiter, der Erhöhte im Gegensatz zur Schlange; und wenn wir an Daniel denken: der mit den Wolken kommt.

Das Gemeinsame ist der Aufstieg des gefallenen Menschen, gefallen um des Gesetzes und der Kabbala willen. Mit der Torah, speziell des masoretischen (bzw. vormasoretischen) ist die Spiritualität des Menschen gefallen, die Schlange aber erhöht worden. seit Babel wird mit dieser Torah Gericht gehalten über die Menschen. Auch ein Daniel gehört voll in diese Schule.
Der Begriff Menschensohn ist damit nicht in der Weise definiert, wie es die Kabbalisten gerne hätten. Johannes verwendet wohl die Ansprüche dieser Schule, nicht aber ihre Methoden. Deshalb wird dr Bergriff des Gerichts hier aufgenommen und umgekehrt alsn Gericht über die Richter, weil sie nicht hören können (oder wollen).

28 Verwundert euch darüber nicht!
denn die Stunde kommt,
in welcher alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören.
29 und hervorgehen werden, die das Gute getan haben, zur Auferstehung für das Leben,
die das Böse verübt haben, zur Auferstehung für das Gericht.

Dies betrifft auch die Verfasser der Torah selbst, da sie in einem anderen Licht betrachtet werden werden, weil einige von ihnen das Böse taten. In Jesu Worten ist ein Urteil enthalten, dass von den Kabbalisten wohl vernommen wird. Wenn wir aber im Detail auch (noch) nicht wissen, wo der Ansatzpunkt zu suchen ist.

Jesu ergreift das Gericht. Dies ist ihm nur möglich, weil er seine Schriftkenntnis durchaus hat. Das empörende liegt darin, dass er sich nicht den Kalkülen der Schrift unterwirft, mit denen die Verfasser der Torah, Gott selbst unterwerfen und zum Kalkül machen wollten.
 

Jesu beruft sich auf Zeugen

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5 30 Ich kann nichts von mir aus tun.
Wie ich höre, so richte ich, und mein Gericht ist gerecht;
denn ich suche nicht meinen Willen,
sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
31 Wenn ich über mich selbst zeuge,
ist mein Zeugnis nicht wahr.
32 Ein andrer ist es, der über mich zeugt,
und ich weiss,
dass das Zeugnis wahr ist, das er über mich ablegt.

So Jesus sagte: Ich bin der Messias oder Gottes Sohn, etc.... wer wollte dies glauben? Wir können nur an Merkmalen glauben. Welchen Zeugen meint aber Jesus. Meint er die Schrift, die Propheten etc?

33 Ihr habt zu Johannes gesandt,
und er hat für die Wahrheit Zeugnis abgelegt;

Johannes setzte einen Unterschied zwischen der Wahrheit und dem Gesetz. Sollte Jesus aber sich für den Messias halten, nur weil ein Mensch ihn dafür hält?

34 Ich aber nehme das Zeugnis nicht von einem Menschen an,
sondern ich sage dies, damit ihr gerettet werdet.
35 Jener war die brennende und scheinende Leuchte;
ihr aber wolltet euch [nur] eine Zeitlang an ihrem Schein ergötzen.

... brennende scheinende... Er ist der Zeuge, den ihr kennt, den ihr gesehen habt. Ncht ganz meinem Gedanken entsprechend nimmt hier der Evangelist den Uweg zum Gedanken Jesus sei von einem gesalbt worden, ähnlich etwa Elia den Elisa berief oder Samuel den König salbte.
Die Frage nach dem Zeugnis hat ja zwei Seiten:
a) das Zeugnis, damit andere Wissen, ähnlich einem Ausweis, oder der Beweisführung vor einem Gericht.
b) das Zeugnis, das einem Selbst, also Jesu selbst die Gewissheit gibt.

36 das Zeugnis jedoch, das ich habe,
ist grösser als das des Johannes;
denn die Werke, die mir der Vater zu vollbringen gegeben hat,
eben die Weke, die ich tue, zeugen von mir,
dass mich der Vater gesandt hat.

Was sagt uns Jesus hier: seine Werke zeugen von ihm? Wir wollen Einspruch erheben denn aufgrund von Werken kann wohl jeder ein Messias sein. Oder haben wir die Werke nicht gesehen?
Von was für Werken spricht Jesus, von Heilungen, von Weinverwandlung? Der Evangelist verbietet uns, nur von Werken im materiellen Sinne zu sprechen. es sind Zeichen des Verständnisses. Und wenn wir diesem Argument folgen, dann ist Jesus weniger ein Zauberer sondern ein Aufschliesser des Verständnisses (bzw. der Evangelist ist es für ihn und in seinem Namen).

Sollte Jesus Zeichen der Schrift geben, dann genügt ein normales Verständnis, sondern es braucht schon ein aussergewöhliches Zeichen. Dieses Zeichen vermag er nun mitzuteilen (und wir werden ihnen begegnen). Aber die Frage ist, ist dieses Zeichen, das Jesus gibt, das Zeichen für die Kenner der Materie identisch mit dem Zeichen, miz welchem er für dich selbst nicht nur Berufung sondern Erwählung erfuhr?

Im Kasten ist Aaron dargestellt, dessen Stab zur Schlange wurde. Dies ist ein Zeichen für den Messias aus der Zunft der Schlangenpriesterschaft. Aber Messias bedeutet hier lediglich sowohl eingeweiht, wie auch ermächtigt. Er ist als esoterischer Kabbalist eingeweiht in die Kabbala des Mose. Wollte Jesu nur diese Zeichen geben oder wird sein Auftrag nicht ein anderr sein, eben diese Werke zu vernichten?

Tatbeweise sind in der Tat zwiespältig, abhängig davon, wer sie vernimmt. Einen Prophet wie Mose, aber was war Mose für ein Prophet, dasss die Torah nach dem Prinzip der Schlange (666) codiert wurde? ...damit ich nicht sterbe... ist doch die Kabala die Sünde des Paradieses, der Baum der Erkenntnis das Herz der Torah. Entweder diese Torah ist die Lüge und hat nichts zu tun mit dem Mann Mose, oder wir sehen hier ein Beispiel für die Doppelzüngigkeit dieser Schrift.

Die Warnung vor falschen Propheten berücksichtigt nicht das Heilswirken. Ein Prophet kann noch so ein unbegabter und unheiliger sein. Solange er sagt: lasst uns der Torah folgen (denn auf dieses kommt es hinaus, wenn vom Gott die Rede ist, den Israel kennt) ist alles in Ordnung. Auf solche Weise wird das Gefängnis erstellt, der Ringschluss der Schlange, die den Sohn Evas immer in die Ferse beisst und also diese sündige Schrift sich weiter erfolgreich halten kann.

Wie kann man Menschen gerecht werden, die geprägt von solcher Torah ein Zeichen fordern? Jesu wird Zeichen geben, aber solche, die höchst widersprüchlich und ekelerregend sind, wenn man sie am mosaischen misst.
Aber damit kommt eben der Anspruch oder die Hoffnung, dass es andere Zeichen gibt, die Glauben fordern, die Zeichen, welche zunächst Zeichen für Jesus selbst sind. Für uns, die wir nicht Ohrenzeugen und nicht Augenzeugen dieses Mannes sein können, bleibt doch ein Zeichen übrig, dem wir glauben dürfen: Das Zeichen der Einsicht für jene, die von solcher Einsicht ursprünglich ausgeschlossen waren.

Jesus hat ein anderes Zeugnis, aber sein Zeugnis nimmt niemand an, solange die Menschen unter dem Bann der Torah Schlange stehen. Dem Offenbarer war die zweischneidigkeit von Zeichen bekannt. Der falsche Messias trägt das Zeichen der mosaischen 666. Und Jesu Problem ist, dass jedes Schriftzeichen, das seine Ermächtigung über die irdischen Dinge darstellt, von diesem Zeichen geprägt ist. Aber es gibt ein anderes Zeichen, eine andere Berufung, und sie bleibt hier nur zu glauben.
 

Beispiele von Zeugnissen

2Mo 7,11 Da berief der Pharao die Weisen und Zauberer. Und auch sie, die ägyptischen Zauberer, taten also mit ihrem Beschwören. 12 Und ein jeder warf seinen Stab vor sich hin, und es wurden Schlangen daraus; aber Aarons Stab verschlang ihre Stäbe. 13 Also ward das Herz des Pharao verstockt, und er hörte nicht auf sie, wie denn der HERR gesagt hatte.

5Mo 13,1 Wenn unter euch ein Prophet oder Träumer aufstehen wird und dir ein Zeichen oder Wunder angibt, 2 und das Zeichen oder Wunder eintrifft, davon er dir gesagt hat, indem er sprach: «Lasset uns andern Göttern nachwandeln, die ihr nicht kennt, und laßt uns ihnen dienen!» 3 so sollst du den Worten eines solchen Propheten oder Träumers nicht gehorchen; denn der HERR, euer Gott, versucht euch, damit er erfahre, ob ihr den HERRN, euren Gott, liebet von ganzem Herzen und von ganzer Seele. 4 Dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr nachwandeln und ihn fürchten und seine Gebote halten und seiner Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm anhangen. 5 Ein solcher Prophet aber oder ein solcher Träumer soll sterben, weil er Abfall gelehrt hat von dem HERRN, eurem Gott, der euch aus Ägyptenland geführt und dich von dem Diensthause erlöst hat; er hat dich abbringen wollen von dem Wege, den der HERR, dein Gott, geboten hat, darin zu wandeln. Also sollst du das Böse aus deiner Mitte ausrotten! 6 Wenn dich dein Bruder, deiner Mutter Sohn, oder dein Sohn, oder deine Tochter oder das Weib an deinem Busen, oder dein Freund, der dir wie deine Seele ist, heimlich überreden und sagen wollte: 7 «Lasset uns hingehen und andern Göttern dienen!» - [Göttern,] die du nicht kennst, weder du noch deine Väter, Göttern der Heiden, die um euch her sind, sie seien nahe bei dir oder ferne von dir, von einem Ende der Erde bis zum andern -
8 so sollst du nicht einwilligen und ihm nicht gehorchen; dein Auge soll seiner auch nicht schonen, und du sollst dich seiner nicht erbarmen, noch ihn verbergen, 9 sondern du sollst ihn unbedingt umbringen; deine Hand soll als erste an ihm sein, ihn zu töten, und darnach die Hand des ganzen Volks. 10 Man soll ihn zu Tode steinigen; denn er hat gesucht dich abzubringen von dem HERRN, deinem Gott, der dich aus Ägyptenland, aus dem Diensthause, geführt hat.

5Mo 18,10 Es soll niemand unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lasse, oder ein Wahrsager, oder ein Wolkendeuter oder ein Schlangenbeschwörer, oder ein Zauberer, 11 oder ein Bannsprecher oder ein Medium, oder einer, der einen Wahrsagergeist hat, oder jemand, der die Toten befragt. 12 Denn wer solches tut, ist dem HERRN ein Greuel, und um solcher Greuel willen treibt der HERR, dein Gott, sie vor dir aus. 13 Du aber sollst dich gänzlich halten an den HERRN, deinen Gott; 14 denn diese Völker, die du austreiben sollst, gehorchen den Wolkendeutern und den Wahrsagern; dir aber hat es der HERR, dein Gott, nicht also bestimmt. 15 Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, erwecken aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern; auf den sollst du hören! 16 Wie du denn von dem HERRN, deinem Gott, am Horeb, am Tage der Versammlung begehrt hast, indem du sprachest: Ich will fortan die Stimme des HERRN, meines Gottes, nicht mehr hören und das große Feuer nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe!

37 Und der Vater, der mich gesandt hat, der hat von mir gezeugt.
Weder seine Stimme habt ihr jemals gehört, noch seine Gestalt gesehen,
38 und sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch;
denn dem, den jener gesandt hat, glaubt ihr nicht.
39 Ihr durchforscht die Schriften,
weil ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben;
und diese sind es [doch], die von mir zeugen.

... sein Wort... Johannes verwendet Logos, also den Begriff, mit welchem er ...Im Anfang... begann. ...nicht bleibend in euch... das Wort wird verworfen, oder, ein Wort das man nicht lernen kann, oder ein Wort, das nicht das Eigene ist? Man erinnere sich: der Knecht bleibt nicht im Hause, aber der Sohn bleibt.
Die Schrift ist ein Zeugnis, dass das Wort Gott die Pforte zur Bedeutung Gottes ist, so, wenn wir den Gedanken, den wir ...im Anfang... entworfen haben, hier anwenden.

Ihr durchforscht die Schriften... Aber die Gelehrten erforschen die Schrift, um sich das ewige Leben nicht zu verderben, in dem Sinne, dass das Haften an der Schrift das Leben garantiere (man bedenke, weil leicht ein "falscher" Prophet sein Leben verwirkt unter solchen Voraussetzungen). Bekannt aber auch in der modernen Kabbala: der Baum des Lebens, ein spekulatives Schriftsystem, das kryptische Methoden offenlegt. Im Wissen um den Baum der Erkenntnis wird der Gegenentwurf, der Baum des Lebens ebenfalls als Schriftsystem erforscht, als stamme beides aus der gleichen Wurzel. Oder eventuell noch krasser: der Baum der Erkenntnis wird als Baum des Lebens umgedeutet.
Psalm 133 zeigt ein Beispiel einer solchen Umdeutung. Im Baum der Erkenntnis ist über Josefs Ägyptischen Steuer-Fünften die 666 mit der 133 verbunden. 666 (und 656) spielt eine wichtige Rolle im Baum der Erkenntnis. Hier wird also ewiges Leben mit dem Baum der Erkenntnis, oder seiner Kennzahl in verbindung gebracht.

Aber eben der Logos wird verworfen. Dieses Wort das Gott ist, und das in manchem bleibend ist, dem es Sinn und Streben geworden ist. Sollte die Schrift den Propheten gerchtfertigen, oder ist der Mensch nicht unter die Gnade Gottes gestellt, weil der Logos, das Wort Gott ihm zunächst und vor aller Schrift (aber nicht gegen sie) das wichtigste ist, dass es in ihm wohnt?
So sehe ich die Weiterentwicklung, wie der Evangelist die schwierige Frage um ein Zeichen beantwortet, oder besser zurückführt in den Anfang.

...ewiges Leben... ist ein zentraler Begriff, der in keiner anderen Schrift so häufig genannt wird. Der Offenbarer verwendet lieber: lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit.
 

siehe Joh. 1,18

1Mo 3,22 Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner, insofern er weiß, was gut und böse ist; nun soll er nicht auch noch seine Hand ausstrecken und vom Baume des Lebens nehmen und essen und ewiglich leben!

Ps 133,1 Ein Wallfahrtslied. Von David. Siehe, wie fein und lieblich ist's, wenn Brüder einträchtig beisammen wohnen! 2 Wie das feine Öl auf dem Haupt, das herabfließt in den Bart, den Bart Aarons, das herabfließt bis zum Saum seiner Kleider; 3 wie der Tau des Hermon, der herabfällt auf die Berge Zions; denn daselbst hat der HERR den Segen verheißen, Leben bis in Ewigkeit.
133.3 x 5 =

Dan 12,1 Zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael erheben, der für die Kinder deines Volkes einsteht; denn es wird eine Zeit der Not sein, wie noch keine war, seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit. Aber zu jener Zeit soll dein Volk gerettet werden, ein jeder, der sich im Buche eingeschrieben findet. 12 Und viele von denen, die im Erdenstaube schlafen, werden aufwachen; die einen zu ewigem Leben, die andern zu ewiger Schmach und Schande. 3 Und die Verständigen werden leuchten wie des Himmels Glanz und die, welche vielen zur Gerechtigkeit verholfen haben, wie die Sterne immer und ewiglich.

40 und ihr wollt nicht zu mir kommen, um Leben zu haben.
41 Ehre nehme ich von Menschen nicht an,
42 vielmehr habe ich euch erkannt,
dass ihr die Liebe zu Gott nicht in euch habt.

Er nimmt nicht den Schriftbeweis an von Menschen, die das erste Gebot nicht angenommen haben. Dies hat potentiell noch weitere Folgen. Jesu wird nichts für sie tun oder von ihnen annehmen, noch seinen Namen ehren lassen, das heisst unter ihre Absichten stellen lassen. Damit ist jede Ehre irgend eines Namens Gottes zunächst unter die Erfüllung der Liebe zu Gott gestellt. Wer diese Liebe nicht hat, wird nicht um der Liebe Jahwe sagen, sondern um zu richten.

43 Ich bin im Namen meines Vaters gekommen,
und ihr nehmt mich nicht an;
wenn ein andrer im eigenen Namen kommt,
den werdet ihr annehmen.

Die selbstverständlichsten Redewendungen sind die denkwürdigsten. Was heisst: Im Namen von...
Eine natürliche Erklärung für diese Floskel "im Namen Gottes": der Namen YHVH wurde zwar gelesen, aber nicht ausgesprochen. Das Tetragrammaton, als unaussprechlich taxiert, wurde ersetzt durch eine anderes Wort.
Folgt hier Johannes einer eingefleischten Ussanz, oder schreibt er hier mit Absicht im Namen vor. Wäre der Sinn begriffen, indem man übertrage:
wenn jemand von Gott berufen - wenn jemand sich selbst berufen
oder : Wenn jemand um Gottes ehre kommt - wenn jemand um eigene Ehre kommt

Solche Übertragung liefert gewiss einen befriedigenden Kontext. Indem der, der um sich selbst Ehre suchte, eher die Akzeptanz in der Gemeinschaft sucht. Aber es ist doch etwas mehr in diesem ...im Namen von...

44 Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander annehmt,
und die Ehre vom alleinigen Gott sucht ihr nicht?

In der Mysterienschule teilen sich die Wissenden die Ehre untereinander. Aber die Mysterienschule verwirft doch das Gesetz, das von Gott spricht, indem es die Ehre des Vaters verwirft. Während dieser Vers den Gedanken um die Ehrsucht bestätigt, verstärkt er aber auch eine andere Möglichkeit, wie ja gerade das Tetragrammaton Teil der Mysterienschule ist. Nicht der Name Gottes wird geehrt, sondern er wird dort gebraucht um in der Schule Ehre zu erlangen.

45 Meinet nicht, dass ich euch beim Vater anklagen werde!
Es gibt einen, der euch anklagt, Mose,
auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt.

In der Kabbala erscheint Mose als Oberkabbalist. Seine Namenstaufe erscheint im Torahvers Nr. 1565 (YHVH = 10 5 6 5 ; da weniger als solche Bibelverse fogt: 1 5 6 5  ; Mose kommt im Namen YHVH). Aber ist dies ursprünglich, oder wurde Mose nicht für solche Kabbala missbraucht und umgeschrieben? Auf die Kalküle Mose haben sie ihre Hoffnung, ihren Anspruch und ihre Macht gebaut. Aber gab und gibt es nicht einen Mose, der sie um derent Willen verklagen wird?

46 Denn wenn ihr Mose glaubet, würdet ihr mir glauben;
denn über mich hat jener geschrieben.
47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt,
wie werdet ihr meinen Worten glauben?

Mit meinem Kenntnisstand kann ich nicht unterstützen: der Glaube an die wörtliche Torah. Man müsste schon die Stellen extrahieren in der Torah, die explizit vor der Kabbala und dem Baum der Erkenntnis warnen. Es ist gerade die Eigenart der bestehenden masoretischen Mosaischen Schriften, dass sie den Glauben ja aufheben.

... denn über mich hat jener geschrieben... hat zwei Augänge:
Falsch in dem Sinne, wenn man eine wörtliche Ankündigung Jesu meint, ausser der Aussage: einen Propheten wie mich... womit wir beim bereits geschilderten Problem sind. Dem Propheten darf nicht geglaubt werden wenn er, was immer er sonst tue, vom Namen Gottes (d.h. seinem Gesetz) abwendet. Praktisch ist solcherart ein Glaube in die Schrift unmöglich.
(Anm. Es gibt kein materielles Zitat in der Bibel, das apologetisch auf Jesu angewandt nicht einen Widerspruch ermöglicht. Der Leser wird solches bei mir nicht finden.)
Richtig: wenn man das Wort Gottes als Ausdruck aller Rede über Gott darstellt. Denn die Torah bleibt, was immer sie sonst als Erkenntnisinstrument sei, ein Zeugnis des Wortes Gottes, wie alle anderen heiligen Schriften. Weil der Mensch Gott sucht, über ihn spricht und in seinem Wort die Welt betrachtet, darum gibt es eine Torah.

Soweit Jesu Verteidigung und Berufung auf Zeugen. Nun die Frage, auf welchen Zeugen berief er sich? Auf Johannes hat er sich nicht berufen, da er ja das Zeugnis eines Menschen nicht annimmt. Hat er das Zeugnis der mosaischen Schrift angenommen, die ja eher die Schlange bezeugt? Nicht in der Weise. Denn Jesus gibt nicht eine Stelle an, die ihn bezeugen würde. Hingegen widerspricht seine Rede der Annahme des materiellen Zeugnisses aus der Torah. (Dies setzt den Kenntnisstand des Wesens der Kabbala voraus.) Oder es ist ein negatives Zeugnis, nämlich die Existenz der Kabbala als Zeugnis der Verwerfung des Wortes, das Gott ist. Denn der Zugang zum Baum des Lebens ist durch Kabbala versperrt.

Es würde mit dieser Methode genügen, wenn Jesu Folgendes zu verstehen gibt:
Der Grund, warum ihr wider das Wort Gott mit dem Gesetz streitet, ist, weil ihr durch die Ehre eurer eigenen Kabbala, um der Initîationsschrift eures eigenen Dünkels Willen vom Leben ausgesperrt seid.

Ich will meine Worte von 'im Anfang' wiederholen.

Was bedeutet das Wort Gott? Denn das Wort Gott muss etwas bedeuten wenn es ein Wort Gott gibt. Johannes schreibt Griechisch für das Wort 'Logos'. Logos ist nicht Nomos, sondern hat mehr mit dem zu tun, was Nomos hervorbringt. Logos hat mit Sprache, mit der Rede zu tun. Wir müssen 'Gott' sprechen um <Gott> zu erfahren. So kann das Wort von seinem Inhalt nicht getrennt werden, wie es etwa bei einem blossen Namen der Fall wäre. Denn im Logos sind schon die gesprochenen Erfahrungen Gottes enthalten, etwa durch die Torah oder die Propheten, aber auch durch andere Ausprachen des Logos in der Welt. Gott hat viele Namen aber nur einen Logos. Viele Worte kennen wir für Gott aber nur einen Logos, der dem all Umfassenden Gottes gerecht werden kann.

Diesem Logos wirde mit dem Nomos widersprochen, dabei zeugt doch Nomos von Logos. Der Nomos will den Namen des Logos als Wert beherrschen, als Kabbala, um über diesen Namen den Verwaltern des Nomos Ehre zu geben, wo doch Nomos, die Gebote, die jeder Mensch in seinem Leben finden kann (und ich sage: ihr findet sie in eurem Leben), ob es eines oder 10'000 sind, doch nur den Sinn haben, den Logos zu ehren.

Es ist ein Unterschied:
Mittels Nomos zu herrschen und zu richten, und andere nach ihrer "Gottesfürchtigkeit" zu beurteilen im Namen eines Gesetzgebers, und...
Für sich selbst ein Gebot zu finden das vom Logos zeugt.

Jesu kann das Gesetz Mose als Zeugnis für den Logos verwenden und gleichzeitig aber ablehnen, dass er das Zeugnis eines Richters annehme, wenn dieser nicht sieht dass:
Jesu Eifer für die Liebe zu Gott, sein Bekenntnis, dass Gott allein ihm die Gebote weist und Grössere weisen wird, also seinen Nomos, der ist und werden wird, dies Bekenntnis ist, was Gott bezeugt.

Das ist die Tat, sein Tatbeweis. Und diese seine Tat, die das Gebot transzendiert, ist sein wirklicher Zeuge.
 

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