Johannes© elcappuccino - last update: Sept 2003 | ||
Das Johannes EvangeliumEine kommentierte Darstellung
Sektion
Johannes Evangelium Kapitel 6 bis 7 |
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Der Jakobsbrunnen |
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4 1 Als nun Jesus erfuhr, dass die Pharisäer gehört hatten, Seltsam, da war doch die Frage, ob wohl in der Menge das Entscheidende liege? Oder fürchtete sich Jesus vor dem bekannt Werden seiner Taufe? kaum, vielmehr ist doch eine andersartige Taufe gefragt, und diese führt ihn unterwegs. War es nötig, durch Samaria zu reisen, um nach Galiläa zu gelangen? Samaria war kein politischer Begriff in diesen Tagen und das Gebiet westlich des Jordan gehörte wie auch Judäa unmittelbar unter die römische Obrigkeit. Jesus hätte einfach den Jordan hinauf ziehen können. Es gab nur einen Grund: die Dekapolis zu umwandern. Dies ist aber unwahrscheinlich. Wir haben es mit einer Komposition zu tun, die diesen Weg gehen will aus Gründen des Schrifterbes. Wir können nicht, wie Jamiesson Fauset und Brown in ihrem Kommentar, schliessen, dass zu diesem Moment Johannes soeben verhaftet wurde. Denn nach Markus hatte Jesus noch nicht einmal begonnen, seine Jünger zu sammeln. Nun führt die Reise zum Jakobsbrunnen bei Sichar. Sollten wir darunter Sichem verstehen, dann ist damit ein Ort mit vielen biblischen Traditionen gemeint.
5 Er kam nun in die Nähe einer Stadt Samariens Das Seltsame nun ist der Brunnen, von welchem folgend die Rede sein wird. Brunnengeschichten gibt es viele in der Bibel, aber keinen Brunnen bei Sichar. Vielleicht sollten wir diese Brunnengeschichten im Gedächtnis halten, bevor wir uns diesem Abschnitt nähern.
Und nur diese Zisterne kann gemeint sein, wenn vom Brunnen Jakobs die Rede ist. Denn Jakob sandte seinen Sohn Josef nach Sichem. |
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6 Dort aber war der Brunnen Jakobs. Jesus nun, von der Reise müde geworden, setzte sich so an den Brunnen; Es war die sechste Stunde.
7 Da kommt eine Frau aus Samarien um Wasser zu schöpfen.
Im Kasten findet sich in Segen und Fluch ein mögliches Indiz, warum Johannes sagt: die sechste Stunde (Mittag). Die kommende Szene handelt nämlich davon. Die sechste Stunde aber war auch der Beginn der Finsternis Jesu am Kreuz.
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10 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Lebendiges Wasser oder Wasser des Lebens ist ein Begriff, der öfters in der Bibel vorkommt. Isaaks Knechte graben nach Wasser und finden lebendiges Wasser. Besonders sprechend ist hier Jeremja. Josef in der Zisterne, in welcher kein Wasser ist. Er wird verkauft, und dennoch hatte dieser Brunnen soviel Bedeutung, dass er Jakobsbrunnen genannt wurde, weil die Samaritaner darauf ihren Erbanspruch begründeten.
11 Sie sagt zu ihm: Da die Samaritaner nur die Torah gelten liessen, nicht aber die Propheten, hatten sie eine andere Vorstellung von lebendigem Wasser. Lebendiges wasser bdeuetet eigentlich: fliessendes Wasser, im Gegensatz zum stehenden Wasser. In den Propheten nimmt der Beriff aber eine andere Idee an.
12 Bist du etwa grösser als unser Vater Jakob, Das klingt bereits nach Wallfahrtsgeschäften. Stätten werden wegen ihren Geschichten verehrt, nicht aber die Worte, um deren Willen solche Orte überhaupt Erwähnung finden.
13 Jesus antwortet und sprach zu ihr: Jesus verliess den Jordan. Anstatt zu taufen spricht er von einem anderen Bild, als ob das Wasser der Taufe in jedem schlummere. Nun folgt ein Einwand, der so kreuzdumm erscheint. Ja, Johannes legt der Frau eine so dümmliche Antwort in den Mund, dass wir sie wohl kaum in diesem Sinne lesen dürfen. |
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15 Die Frau sagt zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser,
Was soll diese Begriffsstutzigkeit? Irgendwie erscheint diese Frau noch arger, als alles, was man ein Kleinsinn den Pharisäern so in die Schuhe schieben will. Warum dies? Wo liegt der Aspekt? 16 Er sagt zu ihr: geh hin, rufe deinen Mann und komm hierher! Ist sie Witwe oder ist sie Jungfrau? Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam... sprach Johannes bei seinem zweiten Bekenntnis. Ist sie Jungfrau, dann bekommt er die Braut wie Jakob die Rahel oder Isaaks Diener die Rebekka? Mit recht hast du gesprochen... 18 denn fünf Männer hast du gehabt, Und der jetzt vor ihr Stand, Josua, gehörte nicht zu ihr, weil er nicht zum Samaritanischen Schriftgut gehörte, da ja die Samaritaner die Propheten ablehnten. |
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19 Die Frau sagte zu ihm: Herr ich sehe, dass du ein Prophet bist. 20 Unsere Väter haben auf diesem Berg angebetet und ihr sagt: in Jerusalem sei der Ort, wo man anbeten muss. Was sie sagt, ist Teil heftiger Debatte, denn die Samaritaner werden nicht als Abkömmlinge Josefs von den Juden akzeptiert. Desshalb ist: ist nicht dein Mann... auch als Absage an dieses möglich zu verstehen. Wahrscheinlich liegt die historische Wahrheit eher in der Mitte. Die Torah aber wurde aus Babel mitgebracht. Weshalb eigentlich das wichtige mögliche ältere Erbe entscheidend wäre, aber eben von den Samaritanern nicht vorgewiesen werden kann.
Ob Johannes aber angesichts solcher historischer Fakten schrieb, ist doch eher unwahrscheinlich. Da er aber den BdE. zumindest in der Offenbarung gut belegt, dürfte er den Verdacht geteilt haben, die Schriften, die Jerusalem als Zentrum etablierten, seine babylonischer Machenschaft.
21 Jesus sagt zu ihr: |
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Das Heil kommt von den Juden. So man Juden zionistisch versteht im Widerspruch zu eben gesagtem. Die Lösung liegt im Namen Jeschua: der Herr ist Heil. Jesus kommt von den Juden und hat bessere Kenntnis der Grundlagen.
23 Aber die Stunde kommt und ist jetzt da,
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Jesus sagte: wer auf Hoffnung dieses Brunnens trinkt, wird dürsten: Die Hoffnung ist vergebens, wie wohl doch in der Bibel im Segen Judas steht: bis Schilo kommt, was man als Siloh im gebiet Ephraim lesen kann, und eigentlich ein Ende der Führung Judas bedeutet.
25 Die Frau sagt zu ihm:
Liest man den Segen Josefs, so ist er wirklich der Gesalbte.
Anderseits ist die Gematria für "Meschiach" und "Schilo kommt" dieselbe. Der Segen verbindet also konkurierende Hoffnungen, und in dieser Situation tritt hier Jesus Josef auf, beides versinnbildichend und aufhebend. 26 Jesus sagt zu ihr: Ich bin's der ich mit dir rede.
Hier ein Selbstzeugnis, und Selbstzeugnisse sind generell anrüchig, dass sie eher in den Mund der Gläubigen geschoben werden.
Ist es ein Zufall dass dieses Wort im 26. Vers auftaucht?
27 Und währenddem kamen seine Jünger, ...liess ihren Wasserkrug stehen... ein kleines Detail, dass die Eile beschreibt, aber doch vom Thema geprägt, zweideutig ist: sie liess das Wasser stehen, das den Durst nicht löscht, und gleichzeitig den besseren Krug liess sie stehen: Jesus.
31 Inzwischen baten ihn die Jünger: Rabbi iss! |
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Zuvor war vom Wasser die Rede, das den Durst nicht löscht, und hier redet Jesus von einer besseren Nahrung. Wir haben also eine Wiederholung vor uns, die nur allgemeiner gefasst ist, weil sie nicht den Zwiespalt Efraim Juda zum Thema hat.
35 Sagt ihr nicht: Es sind noch vier Monate, dann kommt die Ernte?
Gemeint ist die Weizenernte im Sommer. Aus Weizen macht man Brot und damit der Zusammenhang zur Nahrung, von welcher die Rede ist. Wie aber das Wasser ein anderes, so auch das Brot, und damit das Korn, wovon Jesu spricht.
36 Der welcher erntet, empfängt Lohn und sammelt Frucht fürs ewige Leben,
Stehen die Weizenkörner für die Menschen? Oder ist es ein Symbol des Wortes? Die Worte sind reif zur Erfüllung. Lange zuvor wurden sie geschrieben. Aber die Ernte des Wortes ist ja anders als die Saat ein Vielfaches, ein Mehr an Verständnis.
37 hier nämlich ist das Wort wahr: Das Wort Gottes in der Schrift dokummentiert ist ein permanenter Saat und Ernte Vorgang. Die Mitarbeiter an dieser Arbeit lösen sich ab. Wenn dies auch nach weniger klingt, so ist doch die Aussage hier bedeutend, da Jesu seine Jünger in diese Schriftarbeit, die eigentlich Verkündung des Wortes Gottes ist, eintreten. Die Schrift ist nicht ein heiliges Urgestein, das abgeschlossen ist. Wäre sie abgeschlossen, gäbe es den Begriff der Erfüllung nicht. Andere hatten den Segen Judas und Josefs geschrieben. In einem Moment kommt es aber zu einer Erfüllung des Wortes. Die Zeit ist reif, und dies ist ein Erntevorgang. Und dann ist noch ein anderer Sinn. Jesu Jünger sind in die Arbeit eingetreten. Galt nicht eben solches für die Samaritaner? Dieses Wort verunmöglicht den Wahn, ein Volk ein Geschlecht oder ein auserwählter Stamm könne Saat und Ernte in der Gänze für sich beanspruchen, als sei die Erfahrung des Wortes, und dies meint Arbeit, allein in ihre Hände gelegt. ...hier ist aber das Wort wahr... welch ein Widerspruch zu der Aussage: was du säst, das wirst du ernten. Lohn und Arbeit in einer mechanistischen Kausalität, hier aber Lohn und Arbeit in einer Relation, die Gerechtigkeit nicht automatisch gewährleistet, sondern Fürsorge und Mitteilen bedingt. Die Gerechtigkeit kommt erst durch die Gnade des Menschen zustande. Dies gilt es zu berücksichtigen, da die Sünde, die in der Torah ja tief begraben liegt, immer der Lohn deren ist, die sie nicht gesät haben.
39 Aus jener Stadt aber glaubten viele von den Samaritern an ihn,
Nun einige Assoziationen: In Ägypten wird Josef als Retter der Welt bezeichnet. Es ist dieses Attribut, das hier am Schluss ausgesprochen wird. Das Gleichnis um Jakobs Söhne hat uns also mit der Hochzeit nicht verlassen, sondern wir begegnen ihm wieder. Aber es geht nicht nur um ein Gleichnis. Wir erfahren ja etwas über die Unterschiede zwischen Samaritanern und Juden punkto Schriftkanon. Im Evangelium werden die Unterschiede dargestellt und anhand der Jakobsgeschichte reflektiert. Jakob, das ist Israel. und als solcher ist er Integrationsfigur für Juden wie Samaritaner. Dies scheint der Grund zu sein, warum Johannes diese Legenden aus der Tora in seinem Werk so stark transzendiert. |
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Heilung des Beamtensohnes |
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In welchem Sinne ist dieser Satz wahr, wie falsch:
Es ist interessant, dass Lukas ein Jesaja Zitat zum Anlass dieses Wortes nimmt. Markus Mathhäus legen bei diesm Wort den Akzent auf "Heimatstadt", Johannes aber auf Prophet. Johannes verfügt auch über dieses Wort Jesu freier und in anderem Zusammenhang, der in seine Erzählintention besser hineinpasst. Es ist also nicht so, dass sich die Samaritaner zu Sychar am zweiten Tag bereits mit ihrem Messias gelangweilt hätten, sondern die Aussage ist offenbar eine andere. Der Bezug zu Joseph bzw. Joshua aber erinnert wieder an das Gleichnis um diesen Jakobssohn.
45 Als er nun nach Galiläa kam, nahmen ihn die Galiläer auf, Die Galiläer sind insofern Juden, als sie im Gegensatz zu den Samritanern sich an das Heiligtum in Jerusalem hielten. Es handelt sich nun aber um Jene, die die äusserern Zeichen seines Eifers sahen. Als Bewohner an der Peripherie mochten die Galiläer den sakralen Merkantilismus im Tempel eher negativ beurteilen ganz im Unterschied für die Jerusalemer Juden selbst. Sie nahmen ihn auf... kann als Kontrast verstanden werden, der irrtümlich eine 'Verwerfung' durch die Samaritaner suggeriert. Aber hier kam nun Jesus der Prediger wirklich in sein Heimatland, und auch hier hören wir das Echo von ... ein Prophet in seinem eigenen Vaterland... . |
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Jesu kommt nun wieder nach Kana, womit sich ein Kreis schliesst.
46 Er kam nun wieder nach Kana in Galiläa, Zu Kana geschah das Weinwunder, das eigentlich eher ein Wunder des Wortes war. An diesem Ort, an den er nun zurückkehrt, ereignet sich eine Art Glaubensprüfung. Wie steht es mit dem Wort. Die Galiläer mochten dem Zeloten Jesus eifern, aber wie steht es mit dem Wort?
49 Der königliche Beamte sagt zu ihm: Herr, komm hinab, ehe mein Sohn stirbt! Sollte man dieses Wunder nun erklären wollen? Da gibt es eigentlich viele Möglichkeiten, wie auch zu anderen Wundern Erklärungsversuche unternommen wurden. Aber was liegt an einem solchen plausibilisierten Wunder? Liegt des Johannes Absicht darin, uns mit Wundern zu versorgen die uns nicht Nahrung sind?
Die Erfahrung aus dem bisherigen Text sagt mir, dass auch dieses Wunder ein Zeichen des Textes sei. Zu Kana sprach Jesu Mutter: was er euch sagt, das tut. Und er sprach, und sie taten.... In ihm war Leben und das Leben war das Licht für die Menschen. Es ist der Charakter des Wortes, der hier in seinem Wirken als das Leben dargestellt wird. Wir sind auf eine Reise gegangen von Kana bis Kana, und haben gelernt, die Schrift, das Wort Gottes steht im Zentrum. Nachdem wir nun also in den Gang der Offenbarung eingetreten sind, stellt sich auch an uns die Glaubensfrage. Das Wort ist Leben. Warum stellt sich diese Frage an dieser Stelle? Wir sind ein Stück Weg mit den Gleichnissen gegangen, und dennoch haben wir Klüfte vernommen, wie etwa im Nikodemus Dialog oder in des Täufers zweitem Bekenntnis. Sollen diese Klüfte nur generell anklingen, oder in gleichem Masse auch erfahren werden? Da droht der Vertrauensverlust in das Wort Gottes, die Bibel, die Torah. Das Wort ist das Leben, aber in welchem Sinne? In den folgenden Gleichnissen wird das Leben des Wortes demonstriert, dass man sagen kann, die Glaubensfrage bezieht sich nur auf dieses Wort. Auch der Beamte prüft dieses Wort wie folgt:
52 Er erkundigte sich nun bei ihnen nach der Stunde, in der es mit ihm besser geworden war.
Johannes legt Wert auf Angaben von Stunden:
Das zweite Zeichen... abhängig vom Ausgangspunkt der Zählung:
Dieser Abschnitt kann leider (noch) nicht befriedigend kommentiert werden. Warten wir ab was folgt, vielleicht ist noch eine Erhellung. | |||||||
Krankenheilung am Sabbat |
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5 1 Danach war ein Fest der Juden,
Wir begegnen Jesus immer wieder mit dem Wasser bei der Hand. Am Fest der Gesetzesüberlieferung steht also das Wasser wieder im Zusammenhang mit dem Wort. |
Verordnetes jährliches Erscheinen:
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Etwas Abseits des Themas sei erwähnt, dass die Pfingstfest der Christen bekanntlich am gleichen Tag seinen Anlass haben soll, also wiederum für das Wochenfest und die Überlieferung des Wortes steht. Hier wandelt sich das Element Wasser zu den Feuerzungen, wie ja Jesu gesandt war, mit Geist zu taufen.
4 Ein Engel stieg nämlich zu gewissen Zeiten in den Teich hinab Sinnbildlich übertragen: Die Menschen warteten, bis sich das Gesetz zu ihren Gunsten veränderte. Die Menschen warten lieber auf einen Engel (Boten Propheten Ausleger), als dass sie sich bewegten. Einige wichtige Textzeugen lassen den erklärenden Hintergrund des Wunders vermissen. Wir werden sehen, dass dies die Intention nicht stören wird, aber einen Kommentar darstellt sowohl in Richtung allgemeiner Wallfahrtssymbolik, als auch in Richtung Präzisierung, um welchen Termin (Wochenfest) es sich handelte. Wichtig in dieser Ergänzung: ... zu gewissen Zeiten... , der Einschub widerspricht nicht dem folgenden Kommentar. Sollte es nie ein solches Wunder in dieser Beschreibung gegeben haben, so beweist der Mangel an Einspruch zu früher Kirchenzeit eher die Akzeptanz der ergänzenden Allegorie. Ob es solch ein Wunder in beschriebenem nicht allegorischem Ablauf gegeben hat, wird wohl kaum zu beweisen wie zu widerlegen sein. 5 Es war aber dort ein Mensch, der 38 Jahre an seiner Krankheit gelitten hatte. Johannes bringt eine genaue Angabe. Er erkrankte also ums Jahr 10 vor Christus. Lukas erwähnt ebenfalls Krankheits Dauern: 12 Jahre, 18 Jahre, Apostelgeschichte: 8 Jahre. Die genaue Angabe ist nicht einzigartig. Ist dies eine reale Angabe oder fiktives Element?
6 als Jesus diesen daliegen sah, und erfuhr, dass er schon lange Zeit so zugebracht hatte,
Wenn wir das Sinnbild einmal weglassen: Dies erinnert doch an die vielen Wallfahrtsorte. Es ist nicht so, dass der Mann die ganze Zeit daliege, denn es steht ...zu gewissen Zeiten... was also die Wallfahrt zu gewissen Zeiten bedeutet. Oberflächlich betrachtet ist das Bild nicht unterschieden von anderen Zeichen anderer Wallfahrtsorte, aber ob dies hier gemeint ist? Heilende Wasser sind bekannt, nicht aber ein Vorgang mit dieser gleichzeitig umfassenden Heilkraft, und gleichzeitig limitierten Bedingung. Ist nicht das wichtigste gerade in diesen "gewissen Zeiten" gegeben? Pfingsten als Zeit der Gesetzesüberlieferung gibt dem Ganzen noch ein anderes mögliches Bild: Wir waren beim Glauben an das Wort und hier wird über das Taufsymbol des Wortes über die Verbindung zum Wochenfest die Überlieferung des Wortes angesprochen. Wo ist dieses Wort? Der Mann geht jedes Jahr dorthin, und wartet, bis das richtige Wort kommt. Das entscheidende liegt in dem Moment, wo ein einziger durch das Wasser, mit dem Wort geheilt wird, er also quasi auserwählt wird, wiewohl doch alle an das Wort glauben, die sich dort einfinden.
Wenn die Szene die Torah, ihre Überlieferung darstellt, dann entsteht die Frage: Warum wirkts sie nicht für jene, die daran glauben, sondern für jene, die eh stark genug sind, sich ganz in den Vordergrund zu drängen? An dieser Stelle möchte ich das Bild erinnern, wie Jakob mittels geschälter Zweige an den Tränken aus den starken Schafen sich Herden machte, als er bei Laban war (siehe Abschnitt: Johannes der Täufer).
8 Jesus sagt zu ihm: Steh auf, hebe dein Bett auf und geh umher! Der Sabbat als der Ruhetag: ein Tag des Studiums, und nicht des umherwandelns. Dies verstärkt nochmals den Bezug zum Wochenfest der Torah, und zum vorhin gesagten.
10 Die Juden sagten nun zu dem Geheilten: Es ist Sabbat, Das heilende Wort, so der Teich doch für die Überlieferung des Wortes darstellt, stellt in diesem Fall ein Verstoss gegen den Sabbat dar, da es verboten war, am Sabbat irged etwas umher zu tragen, ausser seine eigenen Kleider. Dieser Moment, der mit der gemäss dem Wochenfest doch das Wort bring, das Heil ist nach Anspruch der Torah, stösst auf einen Widerspruch. Der Glaube, dass das Wort Leben ist, stösst auf einen Widerspruch geboren durch einseitige Behandlung des Sabbat. Denn gerade das Tun des Geheilten ist ja Zeichen des Heils. Diesem Heil wird widersprochen. |
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Es ist dir nicht erlaubt... Der Sabbat wird in der Torah zweimal unterschiedlich begründet. Einmal, da Gott ruhte am siebten Tag, das zweitemal, da Gott Israel errettete aus Ägypten. Die Richter blicken nur auf die Ruhe als Andenken an dieses Gebot, leugnen aber, dass Gottes Wirken durch sein Wort Zeichen schuf, die solcher Totenstarre widersprechen. Eine Behandlung zum Sabbat finden Sie zum Thema: der Sabbat im BdE.. Wenn also Gott allein handeln sollte am Sabbat (oder es seiner einen Hälfte allein vorbehalten sein sollte) so stellt sich folgende Frage: 12 Sie fragten ihn: Es ist doch sonderbar: warum sollten am Sabbat alle diese Menschen am Teich warten, wenn ein Zeichen dann dem Sabbat widersprechen sollte? Wie konnten diese den Teich dulden, aber das Wort verwerfen, dass als Zeichen kommen sollte? Hinter diesem Paradox ist aber noch etwas anderes. Wenn hier ein Symbol der Gesetzesüberlieferung steht, und wir es also mit den Richtern zu tun haben, die die Torah auslegen, so liegt etwas anderes vor. Jesus verletzt das vorgegebene Prozedere.
14 Danach fand ihn Jesus im Tempel und sprach zu ihm:
38 Jahre lang hat dieser Mensch an einer Krankheit gelitten. Sündige nicht mehr... kann sich nur auf diesen Vorgang am Teich beziehen, der Ausdruck der Sünde ist. 38 Jahre war die Zeit der Wanderschaft, nach der verweigerten Einwanderung Siebzig Richter richteten Israel. Diese Siebzig sind zugleich Sinnbild der Eingeweihten in die Torah, für die LXX, welche von Kabbalisten verfasst wurde, sie sind die 70 bei Hesekiel, der die Torah nach der Kabbala kritisiert. Das Gesetz wird nach diesen 70 gehandhabt, und sie sind die schlimme Regentschaft über das Volk Israel. Es ist nun verkürzt, wenn ich die Sünde als das Anhängen an diese Obrigkeit, die zugleich der Sanhedrin ist, verstehe. Dies bedüfte genauerer Analyse. Aber danach wäre es logisch, wenn Jesu warnt, diese Sünde fortzusetzen, da ihm schlimmeres geschehen könnte. Im Kasten sind einige Verweisstellen, die die 70 im Zusammenhang mit der Torah, dem Geist Gottes, und dem Baum der Erkenntnis darstellen. Die Auflegung des Geistes auf die 70 wird allgemein als die Übermittlung der Torah bezeichnet, steht also für das Wochenfest. Diese Passage gilt es demnach in diesem Zusammenhang zu studieren. Es ist in diesem Text zu beobachten, dass dieser Vorgang mit den Wachteln verwoben ist, als ob dieses Fleisch ein verderben und Gleichnis für diesen Vorgang des Eifers sei. Entsprechend sterben 70 beim Anblick der Bundeslade, weil die Bundeslade ein Sinnbild des Baumes der Erkenntnis ist. Wir haben vor uns eine esoterische Richterschaft, und damit wird deutlich das ausschliessende Wesen, dass der Mann seine Krankheit dort bei diesem Pfingsterlebnis dem Wochenfest von diesen Richtern beantwortet haben will aber offenbar im Gleichnis nach Jakobs Herdenbildung nicht zu den starken Schafen gehört.
Vor diesem Hintergrund wird: ...sündige nicht mehr.. verständlich.
15 Der Mensch ging weg und sagte den Juden:
Hier wird zum ersten mal erwähnt, dass Jesu verfolgt wurde. Der Sabbat ist nicht nur ein Symbol der Ruhe. Die Verletzung des Sabbatgesetzes ist ein Gleichnsi der Verletzung des ganzen Gesetzes der Kabbalisten.
Der königliche Beamte aber untersteht nicht einem Sanhedrin. Er geht direkt zum Wort. Und er glaubt. Auch der Mann am Teich glaubt, aber ein Unterschied wird deutlich. Hier in Jerusalem herrscht ein grosses Hindernis, das das Wort Gottes leugnet und zu vernichten trachtet. Der Mann ist auch aus Glauben ein Opfer dieses Systems. Denn er ist dazu verdammt, sich diesen Richtern zu unterstellen. Wenn wir nun etwas Rückschau halten, dann sehen wir, wie zentral das Element Wasser immer wieder mit dem Wort auftaucht:
Johannes führt uns vor wichtige Stationen israelitischer Problematik: erstens der Schrift, dem System der Auslegung, zweitens der Heilserwartung aus der Schrift, drittens der Spaltung des Volkes nach Schrifttraditionen. Und überall sind irgendwo grenzen, die nicht überbrückt werden können innerhalb der Schrift. Sie müssen aus einem Gegensatz heraus überbrückt werden: Fleisch ist Fleisch, geist ist Geist. Ein Judäer erfüllt den Anspruch Josefs in Sychar. Ein Wort bricht die sture Ordnung des Wortgehorchsams des Richtersystems. Was ist diese Brücke das diese Unmöglichkeit allein aus dem Wasser aufhebt? Ich vermag es nicht anders zu sagen, als durch die Tat: Was heisst Tat? Jesus spricht nur. Aber was spricht er: Er sagt, das Wort ist Heil, das Wort ist Leben, Lebe, sei gesund. Er spricht die Essenz der Bibel, die aber in der Tora selbst zu ertrinken droht. Gott wird dich retten. Aber es heisst nicht, die Torah wird retten. Dieser Geist der Glaubensgewissheit, die das Reich Gottes im Menschen ist, wächst im menschen und ist so verschieden von der Schrift, dem Wasser, dem Schlamm, der dieses Licht zu vernichten und zu ersticken droht.
Der Spruch ist die Tat aus dem Glauben an das Wort. Und das Wort war gegeben für die Welt, nicht um die Welt zu richten, sondern um sie zu retten.
Das Licht scheint in der Finsternis. Der Mensch taucht ein in das Wasser. Aber durch das Eintauchen kommt es zur Konfrontation von Leben und Tod. Das Leben: das geistige Erfassen von Gott, den Tod: das verhaftet Sein der Schrift gegenüber, das Richten, die Kabbala. |
38 Jahre
Die Richter
Richter und Wachteln im gleichen Kontext, das Richtersystem wird dialektisch begründet
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Jesu Verteidigung |
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Gottes Handeln ist nicht abgeschlossen. Nicht dies aber ist ärgerlich, sondern im Zusammenhang miit dem Sabbat könnte das Ärgernis liegen. Gott hört nicht auf mit seiner Befreiungstat aus Ägypten. Ägypten ist repräsentiert durch die 70, die Ältesten, die LXX, den Sanhedrin, und somit kann Befreiung auch einen anderen Ansatz erhalten. Gott rettet aus Ägypten... |
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Und Jesus tut es auch, er rettet auch vom Sklavendienst am Gesetz.
Mein Vater.... Wir haben während der Tempelreinigung Jesu öffentlich dieses Wort in den Mund nehmen hören. Es ist hier also nicht zum ersten mal.
19 Jesus antwortete nun und sprach zu ihnen:
20 Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selbst tut;
Wo sieht Jesus den Vater tun? Er sieht es gewiss in der heiligen Schrift, und diese ist ihm Anleitung. Aber er blickt gewiss unter anderen Voraussetzungen in die Schrift, als jene, die am Sabbat Verkauv an Rindern, Schafen und Tauben im Tempel
erlauben, aber mit keinem Wort die Heilung des Mannes zur Kenntnis nehmen.
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21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, ... welche er will... , das ist nicht mechanistische Zwangsläufigkeit, sondern Wille gehört zur Gnade.
22 Denn auch das Gericht übt der Vater über niemand aus,
Wir hatte zum Thema: das Sabbatgebot. Hierin zeigte sich Gottes handeln als Vorbild des Sohnes. Das nächts folgende Gebot nun aber ist: du sollst Vater und Mutter ehren... Was bedeutet ehren? Wenn wir alle Gedanken wegtun, die dahinter irgendwelche Ruhmsucht oder einen überragenden Ruf verstehen, so ist der sinn des Wortes verfehlt. Das Wort in seinem Gebrauch zwischen Eltern und Kindern, Vater und Sohn meint die vollkommene Akzeptanz und miteinbezig. Eltern werden im Alter nicht verachtet, weil sie in ihrer Tätigkeit und Nutzen abnehmen. Kinder werden nicht verworfen, weil sie im Gang der Lehre noch vor der Einsicht stehen. Ehre ist der Haltepunkt im Gang der Überganbe der Generationen an Pflichten und Rechten, an Dienst und Nutzniessung, und an Vollmacht. Was es genau ist, bedeutet das Gegenteil, entehren, zumeist, aus dem Erbanspruch ausschliessen, aber häufig sogar, in öffentlichen Verruf bringen, aus der Gegenwart aussperren. Die Meinung Jesu ist nicht, dass die alten Väter nichts mehr nutzen, oder dass die Juged alle Freiheiten ohne Verantwortung geniessen sollten. Sondern Jesu weist hier darauf hin, dass zwischen Vater Sohn ein lebendiges und permantes Verhältnis besteht im Sinne von: ... lehren, zeigen, übergeben... und dieses alles bezeugt das Wirken des Vaters. Wer solcherart das an den Sohn übergebene ehrt, der ehrt den Vater als den Lehrer und Erzieher des Sohnes. Die Elternehre war und ist im Judentum hoch angesehen. Aber der Hintergrund liegt eher in der Autorität begründet. Und in diesem Zusammenhang spricht Jesu von Gericht, ergo von Richtern. Der Vorwurf in diesem Spruch ist: Mit den Geboten halten die Richter alle Macht in Händen um zu richten, aber sie lehren und zeigen nichts, übergeben nichts an die Menschen, und missbrauchen damit das Gebot der Elternehre zu einseitigen Gunsten, ohne dafür etwas zu geben.
24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Die Toten... sind damit die verstorbenen gemeint, oder ist es nicht im Sinne des Verhältnisses der Lebenseinstellung, dass die Toten im Gleichnis der Nachlkommen Adams die Verfluchten aus dem Gesetz sind? Die Toten stehen also vor ihm, da er spricht und hören seine Stimme. (Zum verständnis des Begriffs, die Toten: der Baum der Erkenntnis als zentrales Element der Torah bedeutet, dass die Torah von Menschen gehandhabt werden, die unter dem Bann des Todes stehen, verflucht zu richten und "geistigen" töten). |
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Das Wort Gottes wurde nicht für die Torah gegeben, sondern für die Menschen, und der Sohn, das Wort, das Gott ist, zeigt seine befreiende Wirkung. Wichtig dabei bleiben zwei Momente: hören und sich entschliessen.
26 Denn wie der Vater in sich das Leben hat,
weil er... gemeint der Sohn, und nicht Gott.
Hier nun aber ist es möglich, dass Johannes sich auf den Sohn des Menschen bezieht bei Daniel. Ist nicht diesem das Gericht übergeben? Der Sohn des Menschen aber ist schon angesprochen worden: Der Evangelist hatte vielleicht auch Daniel im Sinne, als er den Sohn des Menschen im Zusammenhang mit dem Gericht erwähnt. Wenn dies so wäre, warum ist es denn ärgerlich? |
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Das Evangelium entstand nach dem Untergang Jerusalems. Anstatt den Menschensohn als Überwinder Roms darzustellen, würde dies hier gewiss das Gegenteil bezeichenen. Die Tagesaktualität des Verfassers Johannes und seines Schulkreises darf ja nicht ganz ausgeblendet werden. Was ist das Gemeinsame am Begriff Sohn des Menschen bei Johannes bis hierher? Den drei Passagen liegt etwas gemeinsames zu Grunde: Aufstieg: Jakobsleiter, der Erhöhte im Gegensatz zur Schlange; und wenn wir an Daniel denken: der mit den Wolken kommt.
Das Gemeinsame ist der Aufstieg des gefallenen Menschen, gefallen um des Gesetzes und der Kabbala willen. Mit der Torah, speziell des masoretischen (bzw. vormasoretischen) ist die Spiritualität des Menschen gefallen, die Schlange aber erhöht worden. seit Babel wird mit dieser Torah Gericht gehalten über die Menschen. Auch ein Daniel gehört voll in diese Schule.
28 Verwundert euch darüber nicht! Dies betrifft auch die Verfasser der Torah selbst, da sie in einem anderen Licht betrachtet werden werden, weil einige von ihnen das Böse taten. In Jesu Worten ist ein Urteil enthalten, dass von den Kabbalisten wohl vernommen wird. Wenn wir aber im Detail auch (noch) nicht wissen, wo der Ansatzpunkt zu suchen ist.
Jesu ergreift das Gericht. Dies ist ihm nur möglich, weil er seine Schriftkenntnis durchaus hat. Das empörende liegt darin, dass er sich nicht den Kalkülen der Schrift unterwirft, mit denen die Verfasser der Torah, Gott selbst unterwerfen und zum Kalkül machen wollten. | |||||||
Jesu beruft sich auf Zeugen |
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5 30 Ich kann nichts von mir aus tun. Wie ich höre, so richte ich, und mein Gericht ist gerecht; denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. 31 Wenn ich über mich selbst zeuge, ist mein Zeugnis nicht wahr. 32 Ein andrer ist es, der über mich zeugt, und ich weiss, dass das Zeugnis wahr ist, das er über mich ablegt. So Jesus sagte: Ich bin der Messias oder Gottes Sohn, etc.... wer wollte dies glauben? Wir können nur an Merkmalen glauben. Welchen Zeugen meint aber Jesus. Meint er die Schrift, die Propheten etc?
33 Ihr habt zu Johannes gesandt, Johannes setzte einen Unterschied zwischen der Wahrheit und dem Gesetz. Sollte Jesus aber sich für den Messias halten, nur weil ein Mensch ihn dafür hält?
34 Ich aber nehme das Zeugnis nicht von einem Menschen an,
... brennende scheinende... Er ist der Zeuge, den ihr kennt, den ihr gesehen habt. Ncht ganz meinem Gedanken entsprechend nimmt hier der Evangelist den Uweg zum Gedanken Jesus sei von einem gesalbt worden, ähnlich etwa Elia den Elisa berief oder Samuel den König salbte.
36 das Zeugnis jedoch, das ich habe,
Was sagt uns Jesus hier: seine Werke zeugen von ihm? Wir wollen Einspruch erheben denn aufgrund von Werken kann wohl jeder ein Messias sein. Oder haben wir die Werke nicht gesehen?
Sollte Jesus Zeichen der Schrift geben, dann genügt ein normales Verständnis, sondern es braucht schon ein aussergewöhliches Zeichen. Dieses Zeichen vermag er nun mitzuteilen (und wir werden ihnen begegnen). Aber die Frage ist, ist dieses Zeichen, das Jesus gibt, das Zeichen für die Kenner der Materie identisch mit dem Zeichen, miz welchem er für dich selbst nicht nur Berufung sondern Erwählung erfuhr? Im Kasten ist Aaron dargestellt, dessen Stab zur Schlange wurde. Dies ist ein Zeichen für den Messias aus der Zunft der Schlangenpriesterschaft. Aber Messias bedeutet hier lediglich sowohl eingeweiht, wie auch ermächtigt. Er ist als esoterischer Kabbalist eingeweiht in die Kabbala des Mose. Wollte Jesu nur diese Zeichen geben oder wird sein Auftrag nicht ein anderr sein, eben diese Werke zu vernichten? Tatbeweise sind in der Tat zwiespältig, abhängig davon, wer sie vernimmt. Einen Prophet wie Mose, aber was war Mose für ein Prophet, dasss die Torah nach dem Prinzip der Schlange (666) codiert wurde? ...damit ich nicht sterbe... ist doch die Kabala die Sünde des Paradieses, der Baum der Erkenntnis das Herz der Torah. Entweder diese Torah ist die Lüge und hat nichts zu tun mit dem Mann Mose, oder wir sehen hier ein Beispiel für die Doppelzüngigkeit dieser Schrift. Die Warnung vor falschen Propheten berücksichtigt nicht das Heilswirken. Ein Prophet kann noch so ein unbegabter und unheiliger sein. Solange er sagt: lasst uns der Torah folgen (denn auf dieses kommt es hinaus, wenn vom Gott die Rede ist, den Israel kennt) ist alles in Ordnung. Auf solche Weise wird das Gefängnis erstellt, der Ringschluss der Schlange, die den Sohn Evas immer in die Ferse beisst und also diese sündige Schrift sich weiter erfolgreich halten kann.
Wie kann man Menschen gerecht werden, die geprägt von solcher Torah ein Zeichen fordern? Jesu wird Zeichen geben, aber solche, die höchst widersprüchlich und ekelerregend sind, wenn man sie am mosaischen misst.
Jesus hat ein anderes Zeugnis, aber sein Zeugnis nimmt niemand an, solange die Menschen unter dem Bann der Torah Schlange stehen. Dem Offenbarer war die zweischneidigkeit von Zeichen bekannt. Der falsche Messias trägt das Zeichen der mosaischen 666. Und Jesu Problem ist, dass jedes Schriftzeichen, das seine Ermächtigung über die irdischen Dinge darstellt, von diesem Zeichen geprägt ist. Aber es gibt ein anderes Zeichen, eine andere Berufung, und sie bleibt hier nur zu glauben. |
Beispiele von Zeugnissen
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37 Und der Vater, der mich gesandt hat, der hat von mir gezeugt.
... sein Wort... Johannes verwendet Logos, also den Begriff, mit welchem er ...Im Anfang... begann.
...nicht bleibend in euch... das Wort wird verworfen, oder, ein Wort das man nicht lernen kann, oder ein Wort, das nicht das Eigene ist? Man erinnere sich: der Knecht bleibt nicht im Hause, aber der Sohn bleibt.
Ihr durchforscht die Schriften... Aber die Gelehrten erforschen die Schrift, um sich das ewige Leben nicht zu verderben, in dem Sinne, dass das Haften an der Schrift das Leben garantiere (man bedenke, weil leicht ein "falscher" Prophet sein Leben verwirkt unter solchen Voraussetzungen). Bekannt aber auch in der modernen Kabbala: der Baum des Lebens, ein spekulatives Schriftsystem, das kryptische Methoden offenlegt. Im Wissen um den Baum der Erkenntnis wird der Gegenentwurf, der Baum des Lebens ebenfalls als Schriftsystem erforscht, als stamme beides aus der gleichen Wurzel. Oder eventuell noch krasser: der Baum der Erkenntnis wird als Baum des Lebens umgedeutet.
Aber eben der Logos wird verworfen. Dieses Wort das Gott ist, und das in manchem bleibend ist, dem es Sinn und Streben geworden ist. Sollte die Schrift den Propheten gerchtfertigen, oder ist der Mensch nicht unter die Gnade Gottes gestellt, weil der Logos, das Wort Gott ihm zunächst und vor aller Schrift (aber nicht gegen sie) das wichtigste ist, dass es in ihm wohnt?
...ewiges Leben... ist ein zentraler Begriff, der in keiner anderen Schrift so häufig genannt wird. Der Offenbarer verwendet lieber: lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. |
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40 und ihr wollt nicht zu mir kommen, um Leben zu haben. Er nimmt nicht den Schriftbeweis an von Menschen, die das erste Gebot nicht angenommen haben. Dies hat potentiell noch weitere Folgen. Jesu wird nichts für sie tun oder von ihnen annehmen, noch seinen Namen ehren lassen, das heisst unter ihre Absichten stellen lassen. Damit ist jede Ehre irgend eines Namens Gottes zunächst unter die Erfüllung der Liebe zu Gott gestellt. Wer diese Liebe nicht hat, wird nicht um der Liebe Jahwe sagen, sondern um zu richten.
43 Ich bin im Namen meines Vaters gekommen,
Die selbstverständlichsten Redewendungen sind die denkwürdigsten. Was heisst: Im Namen von...
Solche Übertragung liefert gewiss einen befriedigenden Kontext. Indem der, der um sich selbst Ehre suchte, eher die Akzeptanz in der Gemeinschaft sucht. Aber es ist doch etwas mehr in diesem ...im Namen von...
44 Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander annehmt, In der Mysterienschule teilen sich die Wissenden die Ehre untereinander. Aber die Mysterienschule verwirft doch das Gesetz, das von Gott spricht, indem es die Ehre des Vaters verwirft. Während dieser Vers den Gedanken um die Ehrsucht bestätigt, verstärkt er aber auch eine andere Möglichkeit, wie ja gerade das Tetragrammaton Teil der Mysterienschule ist. Nicht der Name Gottes wird geehrt, sondern er wird dort gebraucht um in der Schule Ehre zu erlangen.
45 Meinet nicht, dass ich euch beim Vater anklagen werde! In der Kabbala erscheint Mose als Oberkabbalist. Seine Namenstaufe erscheint im Torahvers Nr. 1565 (YHVH = 10 5 6 5 ; da weniger als solche Bibelverse fogt: 1 5 6 5 ; Mose kommt im Namen YHVH). Aber ist dies ursprünglich, oder wurde Mose nicht für solche Kabbala missbraucht und umgeschrieben? Auf die Kalküle Mose haben sie ihre Hoffnung, ihren Anspruch und ihre Macht gebaut. Aber gab und gibt es nicht einen Mose, der sie um derent Willen verklagen wird?
46 Denn wenn ihr Mose glaubet, würdet ihr mir glauben; Mit meinem Kenntnisstand kann ich nicht unterstützen: der Glaube an die wörtliche Torah. Man müsste schon die Stellen extrahieren in der Torah, die explizit vor der Kabbala und dem Baum der Erkenntnis warnen. Es ist gerade die Eigenart der bestehenden masoretischen Mosaischen Schriften, dass sie den Glauben ja aufheben.
... denn über mich hat jener geschrieben... hat zwei Augänge: Soweit Jesu Verteidigung und Berufung auf Zeugen. Nun die Frage, auf welchen Zeugen berief er sich? Auf Johannes hat er sich nicht berufen, da er ja das Zeugnis eines Menschen nicht annimmt. Hat er das Zeugnis der mosaischen Schrift angenommen, die ja eher die Schlange bezeugt? Nicht in der Weise. Denn Jesus gibt nicht eine Stelle an, die ihn bezeugen würde. Hingegen widerspricht seine Rede der Annahme des materiellen Zeugnisses aus der Torah. (Dies setzt den Kenntnisstand des Wesens der Kabbala voraus.) Oder es ist ein negatives Zeugnis, nämlich die Existenz der Kabbala als Zeugnis der Verwerfung des Wortes, das Gott ist. Denn der Zugang zum Baum des Lebens ist durch Kabbala versperrt.
Es würde mit dieser Methode genügen, wenn Jesu Folgendes zu verstehen gibt:
Ich will meine Worte von 'im Anfang' wiederholen. Was bedeutet das Wort Gott? Denn das Wort Gott muss etwas bedeuten wenn es ein Wort Gott gibt. Johannes schreibt Griechisch für das Wort 'Logos'. Logos ist nicht Nomos, sondern hat mehr mit dem zu tun, was Nomos hervorbringt. Logos hat mit Sprache, mit der Rede zu tun. Wir müssen 'Gott' sprechen um <Gott> zu erfahren. So kann das Wort von seinem Inhalt nicht getrennt werden, wie es etwa bei einem blossen Namen der Fall wäre. Denn im Logos sind schon die gesprochenen Erfahrungen Gottes enthalten, etwa durch die Torah oder die Propheten, aber auch durch andere Ausprachen des Logos in der Welt. Gott hat viele Namen aber nur einen Logos. Viele Worte kennen wir für Gott aber nur einen Logos, der dem all Umfassenden Gottes gerecht werden kann. Diesem Logos wirde mit dem Nomos widersprochen, dabei zeugt doch Nomos von Logos. Der Nomos will den Namen des Logos als Wert beherrschen, als Kabbala, um über diesen Namen den Verwaltern des Nomos Ehre zu geben, wo doch Nomos, die Gebote, die jeder Mensch in seinem Leben finden kann (und ich sage: ihr findet sie in eurem Leben), ob es eines oder 10'000 sind, doch nur den Sinn haben, den Logos zu ehren.
Es ist ein Unterschied:
Jesu kann das Gesetz Mose als Zeugnis für den Logos verwenden und gleichzeitig aber ablehnen, dass er das Zeugnis eines Richters annehme, wenn dieser nicht sieht dass:
Das ist die Tat, sein Tatbeweis. Und diese seine Tat, die das Gebot transzendiert, ist sein wirklicher Zeuge.
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