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Über Gott und die Welt© elcappuccino - last update: Sept 2003 | |
Milch und HonigEin Essay über die Götterspeise - oder: wenn Liebe durch den Magen geht, und sie uns verzehrt.Gott, die Bibel, die Welt und Ich |
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Vorwort |
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Sie brauchen nicht Theologe zu sein, um diesen Inhalt zu begreifen. Sie werden ihn sogar an der populärsten Bibelausgabe nachvollziehen können. Dies ist ein Thema, das alle verstehen können, so sie wollen, und Stellung beziehen können. Wenn hier auch die Bibel diskutiert wird, so geschieht dies auch im Zusammenhang mit Gedanken zum Thema Ernährung, Ernährungszyklus, Anbau und Saatgut sowie umfassendes Wissen unserer ersten Lebensgrundlage, welches mich seit längerem im Hintergrund beschäftigt. Es geht um eine Frage, die in der Bibel gestellt wird, welche sich trifft mit einer Frage, mit der wir uns unabhängig der Bibel gerade heute konfrontiert werden. Was sollen wir essen und was können wir tun, dass uns das Wissen unsere Nahrung nicht verloren geht in seinem ganzen Zyklus, vom Samenkorn bis zum Samenkorn. | ||||
Die Verheissung |
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2Mo 3,8 und ich bin herabgefahren, daß ich sie errette von der Ägypter Hand und sie ausführe aus diesem Land in ein gutes und weites Land, in ein Land, das von Milch und Honig fließt, an den Ort der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter. Das verheissene Land ist ein Land, das von Milch und Honig fliesst. Bezeichnet dies die Eigenart des Landes oder reflektiert dies ein altes Problem, welches in Genesis besprochen wird? Es heisst nicht: ein Land von Fleisch und Brot, noch ein Land von Fleisch und Wein, noch eine Land von Brot und Wein. Nein die Formel bleibt stets gleich: Milch und Honig. 4Mo 13,27 Wir sind in das Land gekommen, dahin du uns sandtest, das wirklich von Milch und Honig fließt, und dieses ist seine Frucht. Die Kundschafter bringen Erzeugnisse des Landes: Weintrauben und Früchte, aber weder Milch noch Honig noch irgend ein Vieh oder Brot.
das Land wird mit den Zeugnissen als ein Fruchtland beschrieben, ähnlich dem Garten Eden. Dies ist die Verheissung. | ||||
Ein paradiesisches Ideal |
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1Mo 1,11 Und Gott sprach: Es lasse die Erde grünes Gras sprossen und Gewächs, das Samen trägt, fruchtbare Bäume, deren jeder seine besondere Art Früchte bringt, in welcher ihr Same sei auf Erden! Und es geschah also. 12 Und die Erde brachte hervor Gras und Gewächs, das Samen trägt nach seiner Art, und Bäume, welche Früchte bringen, in welchen ihr Same ist nach ihrer Art. Und Gott sah, daß es gut war. 13 Und es ward Abend, und es ward Morgen: der dritte Tag. Wir würden denken, dass das Leben erst gedeihen kann, wenn die Sonne in einem annähernd ähnlichen Zustand wie heute zur Erde ist. Im zweiten Schöpfungsbericht wird gesagt, es war noch kein Kraut auf der Erde, denn es hatte noch nicht geregnet. Sonne und Mond werden nach den Pflanzen geschaffen aber noch vor den Tieren. Den Verfassern war die Abhängigkeit zwischen Blattgrün (Photosynthese) und Licht nicht bekannt. Aber das Licht schien ihnen eine Voraussetzung für tierisches Leben. Hingegen konnten sie sich nicht vorstellen, dass Pflanzen auch ohne Regen auskommen, wenn sie Zugang zu unterirdischen Quellen hatten, oder man denke an die Pflanzen in Meer. In einem aber ist der Bericht ganz besonders: Er zeigt von Anfang an die besondere Rolle des Menschen und die Gnade die dem Menschen erfuhr in diesem Zustand. Der Mensch ist die letzte genannte Schöpfung vor der Ruhe. Im Menschen kommt die Schöpfung selbst zur Ruhe. 1Mo 1,26 Und Gott sprach: Wir wollen Menschen machen nach unserm Bild uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh auf der ganzen Erde, auch über alles, was auf Erden kriecht! 27 Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; männlich und weiblich schuf er sie. 28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, was auf Erden kriecht! 29 Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles Gewächs auf Erden gegeben, das Samen trägt, auch alle Bäume, an welchen Früchte sind, die Samen tragen; sie sollen euch zur Nahrung dienen; 30 aber allen Tieren der Erde und allen Vögeln des Himmels und allem, was auf Erden kriecht, allem, was eine lebendige Seele hat, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah also. Die Herrschaft über alles lebende bedeutet nicht, dass sie dem Menschen zur Nahrung dienen. Sondern es bedeutet lediglich, dass der Mensch sein Dasein in der Tierwelt behaupten soll, das heisst, sich notfalls schützen kann. Was dem Menschen als Nahrung dient ist unmissverständlich dargelegt: alles nichttierische das Samen enthält. 1Mo 2,5 Es war aber noch kein Strauch des Feldes auf Erden, noch irgend ein grünes Kraut auf dem Felde gewachsen; denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und es war kein Mensch vorhanden, um das Land zu bebauen. 6 Aber ein Dunst stieg auf von der Erde und befeuchtete die ganze Erdoberfläche. 7 Da bildete Gott der HERR den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und also ward der Mensch eine lebendige Seele. 8 Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Morgen und setzte den Menschen darein, den er gemacht hatte. 9 Und Gott der HERR ließ allerlei Bäume aus der Erde hervorsprossen, lieblich anzusehen und gut zur Nahrung, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Der zweite Schöpfungsbericht scheint eine Art Präzisierung darzustellen. Der erste Schöpfungsbericht ist Gottes, der zweite aber des Menschen (Adams). Der Mensch erblickt sein Dasein bereits in einer Kulturlandschaft. Er ist in einem Garten wo es dreierlei Abstammungen gibt. Ich verwende hier das Wort Abstammungen statt Gehölz (hebr. OZ). 1Mo 2,15 Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, daß er ihn bauete und bewahrete. 16 Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du sollst essen von allen Bäumen des Gartens; 17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn welchen Tages du davon issest, mußt du unbedingt sterben! Diese drei Abstammungen sind deutlich dargestellt:
Alles, was nicht zur ersten Abstammung gehört, wird verboten und in die Mitte des Gartens gestellt zur Absonderung. Was ist damit zu verstehen? Wenn wir den Garten lokalisieren, dann steht in der Mitte eine Repräsentation all dessen, was verboten ist. Es heisst nun, der Garten soll bewahrt werden. Der Mensch muss dazu auch dieses Gebot bewahren. Und das nächste ist, dass der Mensch allen Tieren Namen gibt. Der Mensch muss benennen und erkennen, was geboten ist. Das Weib wird aus dem Menschen geschaffen. Das heisst, sie kennt die Gebote des Adam. Das Weib wird aber nun von einem Priester verführt. Wenn wir Repräsentationen brauchen für die erlaubten und verbotenen Dinge, so meint dies, dass diese von einem Nachasch (die Umkehr von Schachan = priesterliches Brustschild) ausgelegt aber auch missbraucht werden kann. | ||||
Der Sündenfall, Opfervergleich und Brudermord |
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Was nun der Sündenfall (unter anderem) darstellt, ist eine Grenzüberschreitung des Gebotes. Indem das Leben im Grenzfall nicht beachtet wird, wird bald das Leben selbst angetastet. Adam und Eva machen sich Schurze aus Blattgrün. Jahwe selbst aber kleidet sie in Felle getöteter Tiere. Damit hat er die Tiere dem menschlichen Nutzen preisgegeben. 1Mo 3,21 Und Gott der HERR machte Adam und seinem Weibe Pelzröcke und bekleidete sie. Es ist aber ebenso richtig zu sagen, dass dem Menschen sein tun anzuhaften begann. er trug die Zeichen dessen was er ass. Ein weiteres Resultat ist die Feindschaft, die damit in das tierische Leben und über das tierische Leben in das menschliche Leben einbricht. Nehmen wir nochmals die Nachasch als Priester, deren Wandel von einem Wesen mit Beinen zu einem kriecherischen Wesen den Übergang vom Priester zur gerollten Torah, der Schrift kennzeichnet, so haben wir es mit einer Feindschaft zwischen Tun und ursprünglichem Gebot zu tun, weil das Gebot übertreten wird, die Schrift dann aber im Verlauf dieser Verfehlung die Übertretung sanktioniert und angepasst (durchaus nicht zum Nutzen des Menschen sondern nur zu seiner scheinbaren Rechtfertigung). 1Mo 4,1 Und Adam erkannte sein Weib Eva; sie aber empfing und gebar den Kain. Und sie sprach: Ich habe einen Mann bekommen mit der Hilfe des HERRN! 2 Und weiter gebar sie seinen Bruder Abel. Und Abel ward ein Schäfer, Kain aber ein Ackersmann. 3 Es begab sich aber nach Verfluß von Jahren, daß Kain dem HERRN ein Opfer brachte von den Früchten der Erde. 4 Und Abel, auch er brachte [dar] von den Erstgebornen seiner Schafe und von ihren Fettesten. 5 Und der HERR sah an Abel und sein Opfer; aber Kain und sein Opfer sah er gar nicht an. Da ergrimmte Kain sehr und ließ den Kopf hängen. Abel ist ein Schafzüchter und bringt Opfer. Damit ist das tierische Leben bereits zu einem Nutzgut des Menschen geworden mit dem er sich darüber hinaus den Goodwill Gottes erkauft. Jahwe steht hier für die Entwicklung des Allgemeindenkens und der mehrheitlichen Ethik. Es war die mehrheitliche Ethik welche Tiere tötete als Felle. sie wird auch Abel zustimmen. Kain aber lebt das alte Gebot. Er verliert den Opfervergleich. Die Menschen lieben Fett und keinen Schweiss.
Die nächste Entwicklung ist, dass Kain seine Arbeit gegen Abels Herden, die seine Saat gefährden, verteidigen muss. Er tötet Abel. damit aber hat er das Leben angegriffen auf der nächsten Stufe. Er muss flüchten. wenn auch sein Argument einsichtig war, so dass er das Zeichen erhielt, das ihn vor Rache schützen sollte, mit Lamech wird auch dies aufgehoben. Es ist das Gespräch zwischen Gott und Kain schwierig zu übersetzen. Ich gebe hier die Version nach Naftali Herz Tur-Sinai wieder. Genesis 4.6 da sprach der Ewige zu Kain: Die Variante nach Tur-Sinai kündigt bereits das Schicksal an. Jakob erlistet mit dem Hunger den Segen Esaus. Die Hirten Israels werden aber schliesslich Josef untertan, der sie ebenso im Hunger kauft. | ||||
Josef und Moses |
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Moses soll die Sklaven aus diesem System führen. Er ermordet einen Ägypter. Es spielt keine Rolle wer es war. Er hätte auch Josef heissen können. Moses zieht mit viel Volk aus Ägypten. Es ist deutlich, dass dies nicht nur die eigene Verwandtschaft ist, sondern viel entrechtetes Volk. Die Zahl ist so gross, dass sie die ganze Bevölkerung Ägyptens umfassen könnte. Propheten aber schmähen diesen Opferdienst später, sagen sie doch, Gehorsam ist besser als Opfer. Die Idee eines Opfers als Versöhnungsritual wird verworfen. Besonders deutlich scheint diese Kritik in der späten zweiten Tempelperiode zu werden. | ||||
Milch und Honig |
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Milch ist von Tieren, doch nicht das Tier selbst. Und man muss Hüter des Tieres sein, nicht aber sein Schlächter. Milch und Honig sagt uns, wie weit wir gehen dürfen. Es zeigt intuitiv die Grenze. Damit wird ein Thema, dass man aus der Bibel extrahieren kann, plötzlich ein praktischer Wegweiser, dessen Weg man in Freiheit beschreiten kann. Tiere zum eigenen Nutzen zu töten, wird eine Übertretung. Mit ihnen aber symbiotisch zusammen zu leben, bis dorthin wird es gestattet. Das Bild wird nun auch anders ausgedrückt. In der Wüste kamen Wachteln. Und am Morgen fanden die Menschen das Manna. Ich glaube kaum, dass damit Wachteleier gemeint sind. Der Gedanke ist, das der Mensch in der Symbiose mit den Tieren lebt, und dass dies vom Himmel gesegnet ist. Als die Menschen dann Fleisch begehrten und die Wachteln assen, da starben sie vor Gott, und es war klar, dass sie nicht begriffen, was Milch und Honig bedeutet.
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Politik |
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Wenn Kain fragt: bin ich der Hirte meines Bruders? So liegt in der Frage schon seine Antwort, dass er es zu sein hätte, aber die Schafhirten machen sein eigenes Hirte sein nutzlos. Kain, der flüchtige baut seinem Sohn Henoch eine Stadt und nennt sie Henoch. Die Stadt ist die erste Massnahme gegen die freie Willkür der Schafhirten. Die Stadt ist ein abgegrenzter Bezirk. Henoch ist nicht verschieden vom anderen Henoch, dessen Leben 365 Jahre dauert, worin ein Kreis sichtbar wird. Im Namen Henoch kommt eine Grenze zum Ausdruck, und Kain musste eine Grenze ziehen, damit der Konflikt mit den Schafhirten gelöst würde, und seine Straftat damit gekreuzigt sei. Wiederum droht, dass der Hirte als Hüter des Menschen seine Aufgabe missbraucht, Der Mensch als Melkkuh ist Josefs Kalkül. Der Menschenhirte kann zum reinen Oekonomisten werden, und den Garten nur zu seinem eigenen Nutzen bebauen lassen. Man lese in diesem Zusammenhang Jesu Gleichnisse über die Gärtner. Der Garten ist eine Realität für den Menschen, sein menschenwürdiges Dasein. Der Schafhirte ist in Gefahr, dies zu übersehen, der Menschenhirte ist in Gefahr, den Garten zu seinem Eigennutz und Gewinn zu betrachten, indem er die Menschen versklavt. Moses, aufgewachsen in der Welt Kains, tötet einen Ägypter. Ebenso ergeht es Lamech, dessen Spruch darauf hindeutet, dass er einen Mord beging. die Söhne Lamechs heissen: Jabal, Jubal und Tubal-Kain das bedeutet: Gereist, Ausgerufen und den Handel geführt. Als Zeltbewohner, Musikanten/Dichter und Händler sind sie das typische Trio des fahrenden Volkes. Sie sind der Ausbruch aus den engen Mauern der Stadt und ein Anzeichen dafür dass die Trennung von Hirten und Bauern zu einem zu starren System führten, aus welchem Lamech flüchtete. Erinnert dies an Moses? Doch zurück zum Sinn des Gartens. Wenn wir die Pflanzenwelt und Tierwelt betrachten, dann sehen wir viele Pflanzen, die für den Menschen optimiert sind. ohne dass der Mensch selbst aus sich die Fähigkeit hätte eine Wildpflanze zu kultivieren. (Kulturpflanzen können verändert werden z.B. Paprika). Dies ist ein Wunder und ein Stolperstein für den Darwinismus. Der Mensch hat bisher noch keine Pflanze nachweislich selbst kultiviert ausgehend von einer Wildpflanze. Irgendwie wurde er in einen Garten gesetzt. Garten bedeutet hier die ganze Versammlung aller besonders auf den Menschen zugeschnittenen Pflanzen. Dazu müssen sie aber nicht in einem abgegrenzten Bereich sein. Garten meint nichts anders als Kulturgrund. Das gefährliche an der Kultur ist nun, dass sie durch Einführung einer Hierarchie des Wissens einen Sklavenstand errichtet. Dies geschah in Ägypten als typisches Brotland. Ein oligarchisches System wird sowohl die Autarkie der einzelnen bekämpfen (durch Saatgutmonopole). Herbeigeführte Wirtschaftskrisen sind immer gut für die Oligarchie, da sie das Gefälle vergrössern. Milch und Honig ist zugleich ein Zaun gegenüber dem ausschliesslichen Nomaden, der keine Pflicht gegenüber dem Garten kennt. Sie ist aber ein Stück Freiheit von der Scholle, die dem Monopol in Ägypten entgegen wirkt. Indem Tiere in die Wirtschaft mit einbezogen werden, schwindet die Versuchung über ein Saatgutmonopol. Die Bibel gibt kein Rezept. Zwischen zwei Extremen aber scheint ein Kompromiss durch, eine gesunde Mitte. Als Rezept versagt es ebenso, wie schon der Schöpfungsbericht eine Utopie ist. In einem gewissen Sinne ist die Schöpfung nicht die Vergangenheit des Menschen, sondern das Ideal, dem gegenüber alle Probleme des Menschen geschildert werden. In der Bibel steckt also in mehreren zentralen Bereichen das Nahrungsproblem. Es war ein Wille eines Teils der Verfasserschaft, dieses Problem dialektisch in Geschichten zu erzählen. Sie waren nicht ohne Konkurrenz. Eine andere Auffassung der Schreiber wird die Bäume im Sinne der Erkenntnis und des ewigen Lebens reflektieren und die alten Quellen dem unterordnen. Wir kennen aber auch unser zeitgenössisches Problem, falsche Wirtschaft, welche in Drittweltländern zu Unterernährung führen, die Beraubung des Menschen seiner Gartenerfahrung in der Stadt und damit eingehend eine schleichende Entmündigung des Kultivierungswissens sind das Menetekel unserer Zeit. Die Erwerbs- und Siedlungsanforderungen schaffen Ghettos und die unmittelbare Abhängigkeit von der Verteilung der Ernährung via Grossmarkt ist heute Ussanz. Das Paradies hat heute das Format einer Tiefkühltruhe, und wie wohl wir alle gebildet sind und lesen und schreiben können, will niemand mehr wissen, was auf diesen Produkten alles deklariert ist, geschweige, wie es hinein kam. Die Gartenerfahrung ist dem Menschen Tugend. Verliert er sie, ist sein Verschwinden bei der nächsten grösseren Katastrophe gewiss. Die Bildungsprogramme lehren heute alles künstliche Fächer von den Sprachen über die Kunst zur Mathematik, Physik und Chemie. Selbst die Biologie wird nicht unter dem Nahrungsaspekt behandelt. Es gibt Kochkurse und Informatik. Aber es gibt kein Fach in der Allgemeinbildung welche das Wichtigste für den Menschen lehrt. es gibt kein umfassendes Ernährungsfach vom Samenkorn bis zum Samenkorn. Künstliche Bildung hat uns in eine Bildungsfalle gelockt, und wir lassen es zu, ohne zu murren und zu protestieren. Es ist dies gleichfalls ein Spiegel. Wie wohl sie die Erkenntnis gross gemacht haben, haben sie doch eine ursprünglich wichtige Botschaft entwertet. Dies ist nicht unähnlich zu uns. Wie wohl wir nun lesen und schreiben können, scheinen wir diese Gabe am falschen Ort zu investieren oder auf Kosten primärer Kenntnisse. Vieles unseres Wissens kommt nicht den primären Erfordernissen zugute, sondern wirkt ihnen entgegen. Das Wissen, wie wir einen Garten vielfältig zerstören können überwiegt das erhaltendes Wissen um vieles. Wir sind kluge, ja gewandte und mit allen Wassern gewaschene Gärtner geworden, so gewaschen, dass wir schlechte Gärtner geworden sind, weil wir den Garten besitzen wollen, anstatt ihn für alle zu hegen. Wir eignen uns massenhaft intellektuelles Wissen, künstliches Wissen an und kennen bald jede Altweiberfabel, aber das praktische Wissen geht uns verloren. | ||||
Ye are food for the gods |
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Ich habe extra geschrieben: Nach seinem Schatten schuf Gott den Menschen. Der Mensch aber liest: Ebenbild. Ebenbildlich verstand er sein Handeln und derart auch die Bedürfnisse Gottes. Gott braucht Opfer, besser Fleisch als Gemüse. Nun ist der Mensch ein Mörder am Lebendigen geworden, und Gott ist nachweislich ein Menschenmörder geworden. Dies sehen wir daran, wie viele Morde im Namen der Religion an den Menschen begangen werden, alles zu der Befriedigung eines Gottesbildes. Ye are food for the gods Dieser Tatsache sei anzufügen: Gott liebt es wie wir: schön eingelegt und anschliessend in Öl und Senf eingelegt und mit Kräuter und Weihrauch belegt. Salbet euch zum Dufte der Götter... und sei's mit Krokodilfett. Wer kann mit Recht behaupten er sei wie Gott und an der Spitze der Nahrungspyramide? Die Götter müssen fressen, sie könnten sonst sterben...... ach, auch sie leben unter dem Zwang einer Ökonomie, deren grösste Drahtzieher sie sind. Was ist ihnen Jerusalem im Jahre 70? Ein gedeckter Tisch.... Wer weiss wie lange er noch an diesem Lammknochen nagt? |
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Was wird dadurch bezeugt dass Aaron das Blut der Opfer an den Altar sprengt? Nicht das Blut, sondern das Blut an einem anderen Altar als diesem einen war ein Frevel. So steht der biblische Bericht über die drei Abstammungen der Nahrung nicht zu vereinbaren mit der Blutzeremonie, die in Jahwes Name zugunsten des Tempels und des Volkes begründet wird. |
Die andere Seite vom Paradies, | |||
Esst mein Fleisch, trinkt mein Blut.... sagt Jesus. Prominent ist die Stelle in Joh.6.56 . Ist es ein Fortschritt, wenn einige Katholiken darauf bestehen, beim Abendmahl Gott zu essen, und dies nicht nur sinnbildlich, sondern mindestens einmal in einer Reliquie als gewandeltes Blut und Fleisch (es soll eine Herzklappe sein, beides Blutgruppe A) zur Schau stellt? Die Rabbiner hatten ihre Mysterienreligion, um an der offensichtlichen Tatsache vorbei zu lesen. Die Reliquienfetischisten haben ihre Wunder, damit sie sich um die einfache Wahrheit betrügen können. Was ist der Mensch? Der Mensch ist ein Wesen, das die Kunst besitzt, sich Götter zu erfinden, die all sein Tun sanktionieren. Das gilt für des Gesetz des Mose. Es gilt aber auch für die Weise, wie die Gesetze durch die Christen wiederum zu ihren Gunsten über Bord geworfen wurde. Paulus rät nur noch, man solle nicht an einem Tisch mitessen, dessen Mahl explizit für einen Gott veranstaltet würde. Jesu Gesamtaussage deutet eine zwiespälige Haltung dem Gesetz gegenüber an. Er sprach davon, dass die Gesetzesauslegung das Gesetz aufhebe. Und er bestätigte die Gesetz "seines Vaters". Diese Aussagen nun stellen ein Problem dar. Liberalität oder Gesetz? und wann ja, welches Gesetz? | ||||
Schlussgedanken |
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Ich bin der Meinung, dass Liebe auch durch den Magen geht. Nächstenliebe ist praktisch und berührt das tägliche Leben. Es gilt nicht nur Nahrung zu geben, sondern auch das Wissen um Saatgut und den ganzen Zyklus zur Ernährung. Ich selbst bin ein undisziplinierter Vegetarier, der leidenschaftlich gern Milchkaffee trinkt und Joghurt frisst. Honig ist leider zu teuer. Dafür gibt's Honigmelonen und allerlei Gemüse und sonstiges, wunderlich anzusehen und gut zu essen, angefangen bei den Oliven, Zwetschgen und Himbeeren etc. Und natürlich vor allem: Knoblauch.... :))) Mit fröhlichen Genüssen elcappuccino ----------------------------------------------- |
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