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Über Gott und die Welt© elcappuccino - last update: März 2004 | |
Holocaust und AntisemitismusGott, die Bibel, die Welt und Ich
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Vorwort |
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Was ist ein Holocaust? |
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Holocaust als Opfer-SymbolWas ist ein Holocaust? Gehen wir auf die Strasse und fragen die Menschen. Es mangelt dabei nicht an Antworten und Verweisen zu der Geschichte des letzten Jahrhunderts. Das Wort ist nicht so geläufig, dass es mit verschiedenen Ereignissen verbunden würde, nein, es scheint ein durchaus eng gefasster Begriff zu sein, der alles andere als die Verfolgung und Massenvernichtung von Juden unter dem Naziregime ausschliesst. Holocaust ist damit wie etwa ein Label, das unter dem Markenschutzartikel steht. Aber hat dieser Markenartikel Holocaust auch eine Selbstaussage nebst dem Inhalt, auf den er referenzieren soll? Das Wort Holocaust, hat durchaus Merkmale eines Labels. Denn die Werbung gibt nicht acht auf Sprachregeln, sondern auf emotionale Regeln. Holocaust ist Eli Wiesels Erfindung, eine geniale griechisch-römische Neuschöpfung wie sie dem Poeten des jüdischen Gruppenschicksals eignet. Was ist ein Holocaust? das Wort indiziert in seiner doppelten Feuerrezitation die Verbrennung. Unter all den Scheusslichkeiten, die die zu erziehenden Generationen im Gefolge der 'Aufklärung' zum 2. Weltkrieg zu schlucken hatte, waren viele Sachen zu lesen. Darunter auch exaltierte Erfindungen, die sich nur kurze Zeit im Gefolge der Empörung gut anhörten. Seltsam: Darunter war nie die Rede von Verbrennungen der Opfer. Damit eröffnet sie die allergrösste Diskrepanz zwischen dem Markenartikel, und dem Inhalt, auf den er verweisen soll. Aber dieser Missstand wird gar nicht untersucht. Das Wort als Label hatte seine Kreise gezogen. Heute noch werden Holocaust Leugner der Presse vorgeführt mitsamt dem Verdikt durch Justizia. Der Sprachgebrauch scheint hier seltsam verletzt. Warum aber deckt der Mantel des Tabus sich über die Begriffe, Elemente unseres Denkens? Der Mensch neigt dazu, Tabubrecher in die gemeinsame Hölle zu werfen. Für Tabubrecher gibt es kein Recht auf differenzierte Anhörung. Denn der Begriff Tabu ist eine Hülle um das Böse. Das Wort Holocaust ist ein Ausdruck des Religiösen. Das gemeinsame Merkmal an 'Holocaustleugnern' ist, dass sie religiöse Gefühle verletzen. Nirgendwo kann der Mensch als Böse bezeichnet werden, als wenn er religiöse Gefühle verletzt. Und selten hat ein Begriff besser sich geeignet, als Holocaust, religiöse Gefühle zu transzendieren. Es sind mitunter zwei Paar Schuhe, die Geschichte des 2.Weltkrieges und der Gesellschaften dieser Zeit zu untersuchen. Oder die Entwicklung einer religiösen Selbstdefinition durch Geschichte, die sich ein Symbol sucht. Das Wort 'Holocaust' gehört nun in dieselbe Klasse, wie das Wort Christen oder Israeliten. Wie alle Debatten, die religiöse Symbole betreffen, ist deshalb die Debatte des zweiten Weltkriegs immer auch eine religiöse Debatte. Sie wird nicht nüchtern betrachtet, sondern hat immer in der Hinterhand die Option des absolut Bösen oder absolut Guten. Den Holocaust zu leugnen, ist - wenn wir auf die Befragung der Strasse zurück kehren - von gleicher emotionaler Tragweite wie die Bespuckung des Kreuzes. Wenn also die Strasse den Begriff 'Holocaust' nicht auslegt, sondern seine religiöse Relevanz bestätigt, so ist dies durchaus ein geeignetes Spiegelbild zum Vorgang. Ist aber die Kreation 'Holocaust' einzigartig, oder kennen wir frühere Symbole, die sich in ähnlicher Weise zur Identifikation anbieten, auch dann, wenn ihr sprachliches Faktum im Verdacht der Poesie steht? Wenn man das Hauptgewicht des Begriffs in seiner Referenz zu einer Opferidentifikation sucht, sind Vorbilder durchaus zu finden. Identifikation mit dem Opfer ist durchaus dem Christentum zu eigen. Kennt es doch Spitzen, welche 'Juden' zu Zeiten pauschal zu 'Christusmördern' degradierte, und sie so unter den Bann des Bösen stellte. Es ist z.B. das Johannes Evangelium notorisch "antijüdisch" indem es die Feinde Jesu vermehrt pauschal als Juden bezeichnet, und darauf verzichtet, diese Juden genauer zu bezeichnen. Auch die anderen Evangelien haben die Eigenart, dass sie (wohl aus Kalkül) die Schuld an der Kreuzigung Jesu auf jeden Fall den Juden (welche auch immer) und keinesfalls der römischen Autorität anlasten. Es gibt in der Opferrolle den Hang zur Gruppenidentifikation. Die Opfer Christi und das Opfer Christus verschmelzen in der Kirche. Ebenso gibt es kein Judentum nach der Shoa, das nicht das Opfer als unbedingtes Identifikationsmittel ausklammern kann. Das Opferbewusstsein der Menschen versammelt sie unter Gemeinschaft, die gerade durch den psychologischen Vorgang und seine vertretenden Schutzsymbole (Holocaust Nazi) ein perfektes Bild einer religiösen Gemeinschaft bildet. Nicht der Zionismus eines Theodor Herzl konnte diesen religiösen Volkskörper in seiner Einheitlichkeit schaffen (Herzl war nicht praktizierender Jude), sondern nur die erlebte Geschichte und ihre psychologische Dimension im Gruppenschicksal, das die Geschichtsschreibung diktiert. Elie Wiesel ist eine repräsentative Figur, gerade weil sie poetisch veranlagt ist. Nur ein Poet kann über das sachliche Faktum dem seelischen Bereich eine Sprache gönnen, die eben nur unter gewissen Voraussetzungen verstanden werden. Diese Voraussetzungen begreifen das historische Selbstbewusstsein des jüdische Volkes mit ein. Das Wort 'Holocaust' entstammt weniger dem Nazi Alltag, als einer Konstante jüdisch religiöser Auffassung. Wenn wir den Begriff übersetzen als 'Ganzopfer' im biblischen Sinne, gewinnen wir diese tiefere Bedeutung. 'Holocaust' erscheint also als Symbol eine 'Ganzopfers' des Volkes vor seinem Gott als Bezeugnis des Glaubens. Seit dem zweiten Exil wurden die rituellen Opferbräuche ersetzt durch symbolische Handlungen, welche diese repräsentieren. Symbolische Ersetzungen brauchen eine intellektuelle Vermittlung. Der Talmud erwuchs gewiss aus dem Bedürfnis, hier eine Brücke zwischen der nun Poesie gewordenen Vergangenheit und dem praktischen Alltag herzustellen. Die minutiöse Auslegung des Gesetzes ist selbst Ersatzhandlung für ein nicht mehr zu vollziehendes Ritual. Selten hatte das jüdische Volk eine historische Gelegenheit, ein 'Opferritual' so zu erleben, dass es nicht mehr der intellektuellen Vermittlung bedarf. Ob deshalb die Holocaust-Glaubensgemeinde (man verzeihe mir diese etwas hilflose Annäherung an eine Bezeichnung für eine religiöse Gemeinschaft), den Begriff 'Holocaust' nur deshalb verwenden will, um Täter zu brandmarken, oder ob sie es nicht aus einem eigenen Bedürfnis nicht loslassen wollen, ist nicht zu entscheiden. Den Holocaust zu leugnen (jetzt in dieser Konotation als Label), bewirkt mitunter verschiedene Ergebnisse, je nach dem, wer leugnet. Dem nicht der jüdischen Bibel verpflichteten Menschen erscheint das zu debattierende Feld deutlicher, und er findet genauere Ansatzmöglichkeiten***. Sein Anlass steht vor einem anderen Hintergrund, als dies von einem Mitglied der Glaubensgemeinschaft verstanden wird. Ihm mangelt das Bewusstsein um das integrale Symbol, das der Holocaust geworden ist. Deshalb mag eine partielle Kritik an der 'Aufklärung' als pauschaler Angriff auf die 'Wahrheit' aufgefasst werden. 'Wahrheit' meint hier das Integrale, das das Symbol braucht, und durchaus eben auch 'die Wahrheit der Torah' mit einbegreift. ***Gemeint sind etwa der Nachweis, dass es einen Holocaust im rein technischen Sinne nie gab. Diese vielleicht berechtigte Präzisierung der Nazizeit steht aber in Gefahr, die soziale Komponente auszuklammern, weshalb ihre Vertreter (landläufig Holocaustleugner) sowohl angehört werden sollte, als durchaus gemassregelt in diesem Sinne. (das gegenwärtige Regime in der Diskussion ist indiskutabel und entspricht mittelalterlicher Praxis) Diskussionen um den 'Holocaust' gleichen damit Diskussionen zwischen Gläubigen und Agnostikern. Wie soll die Diskussion in diesem Bereich gehandhabt werden, wenn wir einen Konflikt zwischen verschiedenen postulierten Werten erleben, als da wären: Jeder ist frei, seinen eigenen Glauben zu haben Was dem einen Redefreiheit, das mag dem anderen 'Gotteslästerung' sein. In der Tat wurde in den letzten Jahren diese Frage nicht prinzipiell entschieden, sondern durch Lobbyisten in einzelne Sachgeschäfte umgeformt. So wurde die Redefreiheit partiell eingeschränkt, wenn die akzeptierte (gleich propagierte) Wahrheit kritisiert wurde. Praktisch bedeutet dies aber, dass auch die Gedankenfreiheit eingeschränkt wurde, da mit dem Begriff Holocaust ein Tabu gegründet wurde, mit dem Redner oder Informationen tabuisiert werden können. Dem gegenüber steht die mitunter durch jüngste Gebietsverluste neu aufgefrischte Mahnung für die Erziehung, die da lautet: Nachdenken über den Holocaust. Was soll darunter verstanden werden? Ist die Meinung, dass wir 'Schindlers List' nun im Schulunterricht als Pflichtfach erhalten? Ist darunter die Auffrischung des Tabus gemeint? Oder ist die Meinung die, das über das Wort 'Holocaust' nachgedacht werden darf? Holocaust als Täter-SymbolIch habe über diese Wort in seinem Dienste als Symbol für einen gemeinschaftlichen Opferglauben gesprochen. Ist dieser Sinn unangefochten und ohne sein Gegenteil? Als George Bush seine Heilsmission vom Antiterror begann, widerstand er nicht der Versuchung, Terrorregimes wie das Naziregime und das Netzwerk von Bin-Laden im selben Atemzug zu erwähnen. Dies, nachdem New York seine 'Feuertaufe' erlebte. Bush's Wortwahl war gewiss eine geschickte Strategie und erpresste damit Schröders Fügsamkeit (der die Sache wiederum anders an die Deutschen weiter verkaufte). Der gegenwärtige Krieg ist ein interessantes Feld, die Frage zwischen Täter und Opfer zu stellen, und wird nicht zu einem eindeutigen Ergebnis führen, wenn wir dem Presse Mainstream (einem militärischen Propaganda Instrument im Kriegsfall) nicht folgen. Ich möchte aber die Zwillingstürme hier nicht als Beispiel aufführen, was Eli Wiesels Wortschöpfung anschaulich darstellt. Statt dessen möchte ich das Augenmerk auf das Jahr 1993 in Waco Texas USA legen.
Wer sein Wissen um Waco Texas auffrischen möchte, dem darf ich das Waco Museum empfehlen. (Nur für starke Nerven) Was zunächst interessiert, das ist der Sprachgebrauch. Der Begriff Waco Holocaust ist unbestritten, nicht nur innerhalb des Museums, sondern auch bei der Tagespresse im Jahr 1993. Ein Wort, das wir im Zusammenhang mit dem Attentat vom 11.Sept. 2001 vermissen. Carol A. Valentine vom Waco Museum vergleicht die öffentliche Verarbeitung der 'Davidianer' mit der Weise, wie am Beispiel von Jüdischen Schicksalen, deren Religion und Lebensweise als Vorwand zur Legitimation von Mord oder Beihilfe zu Mord missbraucht werden. Das Bildnis des 'Juden' oder des 'Davidianer' liefert genug Rechtfertigung dazu. Von diesem Vorgang handelt das Waco Museum. Nun aber der Unterschied. oder besser der Fortschritt, der sich in der Diskussion um die Davidianer zeigte. Erstens war man an den Begriff 'Holocaust' gewohnt Zweitens konnte man Gedanken um die Kontroverse um den Holocaust erben und an diesem Beispiel schneller nachvollziehen. Es genügte: David Koresh und die Gemeinde in ihrem abweichenden Verhalten von der Norm auszusondern, um das abnorme, desaströse Ende zu Rechtfertigen. Dass der Holocaust nicht nur als Ende prophezeit wurde von einem Journalisten des Fachgebiets, sondern danach auch von der TV-Öffentlichkeit auch so geglaubt wurde, ist das Ergebnis dieser vorgeschulten Argumentation, die als Beispiel das Judentum nehmen konnte. nur.... Warum obliegt die Verwaltung des Begriffes Holocaust im Falle der Shoa den Juden? Während sie im Falle des Waco Desasters den Tätern obliegt? (mir ist bewusst, dass ich damit ein Urteil voranstelle, ohne dass ein vergleichbarer Nürnberger Prozess vorliegt, und die gleichen bei Waco beteiligten Organisationen derzeit mit 'Antiterror' beschäftigt sind). Die Antwort könnte darin liegen: während es im ersten Fall eine genügend grosse Masse an Interessenten gab (um nicht von einer finanziellen Lobby zu sprechen), mangelte es der kleinen Davidianer Sekte an Rückhalt. Es gibt für kleine Gruppen keine Lobby, und diese wird auch verhindert durch den immer noch agierenden Agressor (CIA, FBI, TFA). Die Frage wird aber noch delikater, wenn man die zwei Beispiele in ihrem grundsätzlichen Programm vergleicht. Die Gemeinde um David Koresh war grundlegend antizionistisch. Er gehörte zu den wenigen Christen, die sich vollkommen vom Land Israel abkehrten, was zukünftige Offenbarungen betrifft. (Durchaus eine Ohrfeige für zionistische Reliquienhändler aka Staatspolitiker). Es bildet einen seltsamen Kontrast auch, wenn man die Lügen um den-Holocaust in Waco im Lichte des Feuerballs betrachtet. Die Darstellung von Carol A Valentine, dass die Opfer während der Belagerung im Inneren des Gebäudes von Agenten massakriert wurden, beziehungsweise, die Kinder durch die staatlichen Feuersalven umkamen, ist sehr überzeugend. Waco wird als Holocaust-Lüge immer noch von 'Holliwood' verkauft, um den Mord zu kaschieren, der sich abspielte. Schlimmstenfalls, so das präsidiale Zugeständnis, handelte es sich um einen logistischen Irrtum. In Waco ist der Begriff Holocaust selbst zum Symbol eines grossen Testfalls des Terrors und der Massensuggestion geworden, eine Suggestion, die jedoch auf Dauer durchschaut wurde. Wie willkommen war da das Ground Zero Ereignis in New York, das doch viel geeigneter war, jede Debatte über die Holocaust Lüge in Waco zu ersticken. Erst aber die Offenbarung der Lüge um Waco macht auch diese Lüge um das WTC denkbar. In den letzten Monaten erlebten wir einen Präsidenten Bush, der unermüdlich an den Terrorismus erinnerte, in Rücksicht auf Hitler und das Naziregime. Es ist Zeit für eine Holocaust Debatte, nicht nur im Sinne der Shoa des 2.Weltkrieges, sondern im Sinne eines Spiegelbildes. Es gibt nichts verlogeneres, als das Geschäft mit dem Holocaust, und als dessen Profiteure werden wir wohl nun nicht mehr die Geldmafia finden, sondern zunehmend ihren ersten Vorbeter und Erwecker des amerikanischen Faschriotismus. Die Hure HolocaustZwei Extreme zeigen das Potential eines Wortes. There is no Business like... Zu lange war das Wort Holocaust eine Tabu, dessen priesterliche Handhabe den Propagandaministerien der Macht oblag. Ein Wort darf aber nicht das Denken diktieren, und die Sinne täuben. Ein falscher Begriff von Aufklärung führt nur zu Schubladisierung, und übersieht die Inhalte. Diese Inhalte sind nicht Vergangenheit, nichts, dessen wir uns erinnern müssten, um es zu wissen, weil diese Inhalte aktuell sind, ausgespochen aus perversen Geistern.
Als Denker unterstütze ich das Anliegen 'Nachdenken über den Holocaust'. Gewiss kann die Art dieses Nachdenkens zu praktischer Erfahrung werden, vor allem dann, wenn die Verletzung der vorgeschriebenen Formel eine massive faschistische Reaktion hervorruft. Auch Faschismus ist kein Symbol, kein Hakenkreuz oder ähnliches, es ist die Konstante einer Macht, die das Denken unterdrückt und manipuliert. Um dies zu Erkennen, dient die Betrachtung der Geschichte auch des Naziregimes, wenn sie nicht zu einem symbolistischen Feindbildspektakel wird, sondern die Mechanismen demonstriert, die am Schluss den Begriff Holocaust produziert haben. Ob diese Art der Geschichtsbetrachtung allerdings im Sinne der heutigen Agenda ist (die wiederum dieselben Methoden verwendet), ist zu bezweifeln. |
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Historischer dämonisierter Holocaust(ein Update) Wir sind es nicht gewohnt, im neuzeitlichen jüdische "Holocaust" ein Vorbild in der Geschichte zu finden. Doch es ist zweifellos, dass Scheitern und Opferrollen mehr religiöse Formierungskraft haben. Dies ist im Falle des gescheiterten Messias Christi gewiss nachzuvollziehen. Zwei historische Ereignisse werden n der jüdischen Geschichte vor allen anderen genannt, und sie verdienen das Wort Holocaust im Sinne des Ganzopfers. Ich spreche von den zwei Tempelzerstörungen. Die eine ist gut dokumentiert und fand im Jahre 70 AD. unter Titus statt in der Folge des jüdischen Krieges. Die frühere wird in der akzeptierten Chronologie ins Jahr 587 oder 586 datiert. Berücksichtge ich zudem die Eroberung Jerusalems 10 Jahre zuvor, so haben wir ein Zeitintervall von ??? Jahren. Bitte rechnen Sie selbst. Ich habe von dämonisiertem Holocaust gesprochen. Es sind zwei verschiedene johannitische Werke (sie stammen von verschiedene Autoren) welche den dämonisierenden Beitrag liefern. Die Apokalypse ist scheinbar eine Anklage wider Rom, so die Auslegung. Dummerweise aber spielt sie auf einen symbolischen Wert an, welcher in der Torah der Pharisäer eine grosse Rolle spielte. Die Torah ist kein zufälliges Werk, sondern in seiner Struktur mehrfach "befestigt" und gesichert gegen mögliche Textverderbnis. Wir kennen diesen Text in der Masoretischen Tradition. Zu Jesu Zeit aber gab es auch Essener (Ultranationale Zeloten) welche die Pharisäer als Feinde und Kollaborateure mit Rom brandmarkten. Die Apokalypse ist ein Reflex dieses zelotischen Hasses, welcher versucht die Pharisäer zu verteufeln. Das Zweite Werk, das Johannes Evangelium, sieht sich von seinen nomistischen Wurzeln bereits derart befreit, dass es die Feinde Jesu als die Juden schlechthin bezeichnen kann. Es braucht nicht mehr zu Unterscheiden zwischen Pharisäern und Essenern (=Nazarener = Zeloten), da nach 70 die Zeloten für die Definition des Christentums keine Rolle mehr spielten. Man muss sagen, dass diese Werke ihre eigenen Wurzeln dämonisiert haben. Fakt: Die Zahlen 656 und 666 spielen eine grosse Rolle in der Torah. Zwischen den zwei Tempelbränden haben wir 656 Jahre, zwischen den zwei Eroberungen 666 Jahre. Man könnte meinen, dass das historische Zeitintervall die Struktur der Torah mit einem Ganzopfer zelebriert hätten. Das klingt teuflisch. Und ich muss Einhalt gebieten. Stimmt das? Während ich für den Zusammenhang der Struktur der Torah den Nachweis erbringen kann, ist es doch mit der Chronologie etwas anders. Denn wir sprechen von akzeptierter Chronologie. Aber wer hat uns gesagt, dass dies die richtige Chronologie ist? Die Talmud-Chronologie findet: der erste Tempelbrand fand nicht 586 BC statt sondern im Jahr 3338 AM gleich 423 BC. Wir sehen dass nach Talmud-Chronologie der Zusammenhang nicht nachvollziehbar ist. Nun gut, es gibt verschiedene Hinweise, dass die akzeptierte Chronologie wahr ist, die Talmud-Chronik aber gerade diesen Umstand unter dem Mantel verbergen soll. Dazu ein paar einfache Daten. Nach MT-Torah ist Abraham im Jahr 1948 geboren. Wir wissen dass im Jahr 1948 AD der jüdische Staat neu gegründet wurde. Der Exodus von Israel fand statt: Was lernen wir daraus. Offenbar haben literarische oder faktische Gruppenschicksale viel mit Zeit zu tun. Die Geschichte referenziert die Torah und bewährt sie irgendwie. Dies ist der Anfangspunkt als ich über die normative Kraft des Holocaust weiter oben sprach. Und es ist gleichzeitig dämonisiert durch das Werk des Johannes, das genau so normativ für christliches Denken ist. Vorhin sprach ich von Holocaust als Opfer oder als Tätersymbol. Wir stellen fest, dass eine solche Unterscheidung, auf die Torah bezogen, irrelevant ist. Man kann nun die verschiedenen Kalender kritisieren. Man wird sich fragen müssen, warum Geschichte so geschieht/geschrieben wird. Der Aspekt Glaube spielt hier gewiss eine grosse Rolle, und wenn man die Bibel (egal in welcher Fassung) als Heilsplan propagiert, dann wird sie als Plan erfüllt, unbesehen davon, wer Heil oder Unheil für den Moment erhält. Aber offenbar ist der Begriff Holocaust (nicht als genau dieses Wort sondern als Symbol) vor Eli Wiesel sehr stark im verdrängten Bewusstsein. Und es ist genau aus dem Glauben in diese Schrift, dass eigentlich jede Anklage verstummen müsste, so paradox, wie das Wort: die Torah ist die Geisel der Juden und die Juden sind die Geisel der Torah. Woher kommen diese Wurzeln, diese pyrotechnisch chronischen Massenrituale mit ihren Symbolen die sich verankern im Massenbewusstsein, und so diesem Plan überhaupt erst Kraft geben? Wir sind (aus Glauben) aufgewachsen in der Annahme, Mose habe die Torah auf dem Berg diktiert bekommen. Archäologie und Geschichte zeigen, dass das Judentum eine persische Schöpfung ist. Das nachexilische Judentum ist viel stärker zoroastrisch geprägt als das vorexilische kanaanitische Israel. Das Judentum hat von Persien diesen Monotheismus (oder besser Dualismus) übernommen. Wieder stossen wir auf Paradoxe. Kanaan, das Land das die Kinder durchs Feuer gehen lässt, wird verflucht. Aber die Denkweise, die diesen Fluch ausspricht stützt seine Leidensgeschichte auf eben diese symbolischen Akte in Geschichte und Chronik. Die Perser werden ja häufig als Feueranbeter bezeichnet. Täter und Opferlegitimation verschwimmen vollständig. Die monotheistischen westlichen Religionen haben alle eine Gemeinsamkeit: Wenn wir mal Gott weglassen, dann bemerken wir, dass das beherrschende Prinzip das ist: Schuld ist immer der andere. Und alles theologische eschatologische und chronische Knowhow wird benutzt, sich selbst (das eigene religiöse Selbstverständnis) vor aller Schuld freizusprechen. Und da mehrere Gruppen und Sekten am Werk sind, sind sie wie Kinder in einem Sandkasten, die mit Feuer spielen, und sich dabei den extatischen religiösen Kick verschaffen. Aktiv auf Kosten anderer, dramatisch episch aber zum Eigenwert (zur Selbstdefinition), was man dann die laufende Gottesoffenbarung in der Geschichte bezeichnet. Holocaust hier wird zu einem Begriff, der die eigentliche Befindlichkeit der Kulturen über den jüdischen Raum bezeichnet, geprägt von einem eschatologischen Dualismus, unfähig über die Grimassen der Einbildung der Massenpsyche hinaus zu denken. Nachdenken über den Holocaust kann eine Narrenposse werden, wenn man damit Streit über den Ablauf in der jüngsten Geschichte meint. Nachdenken über den Holocaust sollte ein nachdenken über diese selbstverliebte Verzauberung in eine dualistische Weltsicht sein, welche imstand ist das Täter-Opfer Spiel zu verlassen. Es ist eine Aufgabe an die Psychologie und die Selbsbeobachtung. Das einzige Opfer, das es hier bedarf, ist das Opfer der Religion, ganz diametral zudem, was Holocaust sonst an Religion erzeugen will.
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Linkhinweise:Chronologische Zusammenhänge finden Sie : | |||
Antisemitismus |
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Was ist Antisemitismus?Ist es eine Religion, oder eine Philosophie? Ist es ein Parteiprogramm oder eine 'Störung der sozialen Integrität'? Wohin denkt der gemeine Menschenverstand auf der Strasse? Nehmen wir die Gleichung Antisemitismus = Rassismus, so erscheint damit ein grossen Bereich unwillkürlicher Betroffenheit abgedeckt. Ist es aber legitim, Antisemitismus als Spezialfall des Rassismus zu bezeichnen. Es ist nicht nur das Ereignis um den 2.WK, welches diese Betroffenheit legitimiert. Die Geschichte kennt wiederholte Ausschreitungen gegen jene Volks- oder Glaubensgruppe, mit der sich der Begriff assoziiert. Selbst, wenn das Wort 'unglücklich' definiert ist, so würde allein dieses Geschichtsfaktum nach einem Wort schreien, das diese Erfahrung zusammenfasst. Diese Geschichte blickt vor allem auf die Konfrontation zweier Glaubensrichtungen (also nicht Rassen), die in einem Anschauungskonflikt stehen. Damit ist doch schon ein Unterschied markiert zwischen Rassismus und Antisemitismus. Antisemitismus erscheint nicht nur als Spezifikation des Rassismus, er hat auch seine Eigenheiten, die mit Rassismus-Definitionen nicht abgedeckt werden. Es ist spätestens seit der Übernahme der Torah durch die Chasaren die Verbindung: ein (genetisches) Volk - eine Religion. aufgelöst. Ob diese Identität je bestand, ist fraglich. Die Idee des Volkes aber ist zentral in der Torah. Es ist damit der Glaube, welcher diese Volk in geistigen Dingen stützt und fördert. Ist nun aber Volk gleich Rasse? Beide Worte sind Definitionen, die Abweichungen kennen. Während der Rassebegriff eher modern ist, ist der Begriff Volk einer der ältesten. Wenn ein Buch wie die Torah die Eigenschaft hat, Verständnis und Gewohnheiten in Alltag und Recht zu vereinheitlichen, und dabei noch eine Sprache besitzt, dann hat dieses Buch die wesentlichen Charaktermerkmale eines Volksbuches. Ein Volk ist nie allein genetisch bestimmt. Wesentlicher für den Volksbegriff sind Bildung, Erziehung und Sprache. Die Übernahme der Torah durch die Chasaren verletzt nicht eigentlich den Volksbegriff, sondern die rassistische Idee, so diese ein behauptetes Fundament der israelitischen Torah darstellen soll. Damit wechseln wir die Ebene. Es ist eines, einen völkischen Vorgang in der Geschichte (die Judaisierung) beobachten zu können. Es ist aber etwas anderes, ein behauptetes Fundament der Bibel auszulegen. Die Behauptung rassistischer Wurzeln in der Bibel sind nicht Faktum sondern Auslegung. Dies ist besonders bedeutsam, wenn wir uns dem Begriff Semitismus (wo es ein Anti... gibt, muss auch das Gegenteil existieren!) annähern. Was ist SemitismusDa dieser Begriff viel zu wenig bekannt ist im Volksmund, darf er hier definiert werden gemäss einer logischen Herleitung, ohne damit einen Widerspruch zur 'Gasse' zu erzeugen. Ich werde wohl keine Einwände erwarten müssen gegen meine Regelung, dass ich als Basis für eine Definition allein die Torah zulasse. Es ist wiederum die Assoziation der Gasse von Antisemitismus zu Antijudaismus, welche mich dazu veranlasst. Inwiefern nun begründet die Torah die Idee eines Semitismus?
1. Semitismus: Sem als einer der drei Söhne Noahs und Vater vieler Völker, die man nach seinen Worten als Semiten bezeichnen kann, ähnlich einem genetisch gedachten Begriff von Indo-Ariern.(wieder gilt es hier die genetische Komponente zu überdenken). 2. Semitismus: Schem - Ha Schem - Der Name, bekannter Platzhalter für den Name Gottes Jahwe, dessen Aussprache verboten ist.Damit haben wir zwei mögliche Definitionswege, die ihre Gemeinsamkeiten haben, aber auch ihre Ausschliesslichkeit. Während die erste Definition durchaus eine genetische (damit rassistische) Definition zulässt, führt die zweite Definition in eine religiös, mystische, das heisst kulturelle Bestimmung. Wir werden bemerken, dass der Vorwurf des Antisemitismus sich oberflächlich aus der ersten Definition herleitet, aber seine Motive in der zweiten Definition findet. Wir werden sehen, dass das, was wir am Antisemitismus als 'unglückliche' Definition in seinem oberflächlichen Missbrauch betrachte, wiederum sehr zutreffen ist nach der zweiten Definition. Das bedeutet, während das erste rassistische Argument versagt, wird es wirklicher in seiner Bedeutung als 'religiöse Reaktion auf den Semitismus'. Die Schwäche des rassistischen ArgumentsDie Problematik um jede völkische Definition wurde des öfteren schon diskutiert. Hier seien nur die wichtigen Punkte aufgeführt: Der Begriff Semiten umfasst laut Bibel durchaus Völker, die anschauungsmässig dem Judentum fern standen und noch stehen. Dies betrifft nicht nur Abkömmlinge Sems, sondern auch Völker aus dem Schosse Abrahams. (Ob diese Völker im engeren Sinne Gültigkeit haben, ist ein Streitpunkt). Das Bedeutet, das Semitismus in keiner Weise irgend eine Verpflichtung oder Verbindung mit jüdischer Kultur kennen muss. Semiten sind demnach auch heutige politische Feinde des Staates Israel. Freilich wird der Begriff Antisemitismus nie verwendet, wenn eine zu Palästinensern oder Syrern opponierende Meinung geäussert wird. Der Begriff Semitismus ist inkonsequent in seiner kulturgenetischen Anwendung. Wir haben aber nicht nur den Mangel, dass die jüdische Bevölkerung als genetischer Stamm kein Semiten Privileg haben, sondern noch die Tatsache, dass das Judentum sich schwerlich noch als genetisch homogen in irgend einem Sinne bezeichnen kann (und sei es kulturgenetisch). Die Übernahme der Torah durch die Chasaren (ein Volk aus Zentralasien, damit schwerlich semitisch) bevölkert das Judentum mit einem grossen Anteil an Menschen, auf die der Begriff Semiten nicht in weitester Hinsicht zutrifft. Wie wohl es schwierig ist, den Anteil der Chasaren um Judentum zu definieren, darf doch von einem bedeutenden Anteil gesprochen werden, der zumal im Vergleich zum orientalischen Judentum sozial relativ besser verankert ist. Diese zwei Fakten nun führen dazu, dass das Wort Antisemitismus in seiner Funktion als Ausdruck des Rassismus vollkommen verfehlt ist in Bezug auf Semiten. Aber wir bleiben dabei. Das Schicksal der Glaubensgemeinschaft durch die volksstiftende Torah schreit nach einem Ausdruck. Besser Sensibilisierte vor diesem Faktum sprechen daher bevorzugt von einem Antijudaismus, wodurch nicht ein rassisch genetisches Attribut in den Vordergrund gestellt wird, sondern ein religiöses und sozialkulturelles Faktum. Gegen ein rassistisches Argument lassen sich auch Ansichten der AT Forschung vorbringen, die zwar nicht mehrheitlich geteilt aber doch ansatzweise bejaht werden. Es ist auffällig, dass die Kultur des vorexilischen Israel kanaanitisch war, durch und durch. Israel ist somit wie der verfluchte Kanaan in der Bibel. Die Rückkehrer aber waren ein Gemisch, und nur zum Teil direkte Nachfahren der umgesiedelten Kanaaniter-Israeliten. Weiter ist anzunehmen, das ein grösserer Teil der Bevölkerung, vorwiegend die Landarbeiter, im Land belassen wurden. Die Rückkehrer waren nun mit ganz anderem Gedankengut bereichert worden, und brachten viele zoroastrische Elemente in die israelitische Kultur ein. Es ist also der Konflikt zwischen Kulturen von Menschen, die genetisch gesehen zum Teil die gleichen Eltern hatten, welcher im Segen Sems und im Fluch Kanaans seinen Ausdruck findet. Kanaan ist ein Ausdruck der für minderwertig und rückständig gehaltenen Religion der Israeliten aus den Augen der von Babylon und vermehrt von Persien gesandten Kolonisten. Persien hatte einen starken Anteil an der Gestaltung einer homogenen Religion für die ganze Levante (Abarnahara), um die Menschen kulturell dem Einfluss Ägyptens zu entfremden. Selbst dann, wenn man keine exakte Theorie über die Entstehung des nachexilischen Judentums beiziehen will, bleibt die Analyse des Textes übrig über die Völkertafel, die der Verfluchung Kanaans und dem Segen Sems zugrunde liegt. Ohne ins Detail zu gehen, passt die Beschreibung der Völkertafel besser ins 1. Jahrtausend, als in irgend einen chronistischen Sintflutbezug (3. Jahrtausend). Es gibt kein Bewusstsein über irgend eine Ethnische Generation und das Bild der bekannten Oekumene ist selbst in der Bibel sehr beschränkt. Etwas, das in den letzte Jahren vermehrt erforscht und zur Kenntnis genommen wurde, sind die genetischen Verhältnisse der Juden verglichen mit den Völkern in welchen sie leben. Es hat sich gezeigt, dass Juden genetisch kein eigenständiges Volk darstellen, sondern mit Jemeniten, Palästinensern, Syrern oder auch Turkvölkern, Griechen und Römern genetisch verwandt sind. Mit anderen Worten: Juden und Nicht-Juden sind einander verwandt, wie Nicht-Juden untereinander, und die genetischen Unterschiede sind im Schnitt in Juden so verschieden wie zwischen Briten und Jemeniten. Dies bekräftigt eine im Mainstream Judentum lange und bis heute hochgehaltene Meinung : Jude ist man nicht nach Geburt, sondern aus Einstellung. Beides nun ist konform zu der Hypothese : Das Judentum nach dem ersten Exil ist im Grund eine Gründung, der spätere Gründungen nachfolgte. Wir stehen historisch und nun durch Forschung belegt vor einer Tatsache, die der literarischen Gründungsgeschichte In Genesis widerspricht. Die in der Forschung gezeigten Unterschiede der verschiedenen mtDNA Schwerpunkte in den jüdischen Gemeinden zeigt: es gibt keine Einheitlichkeit zwischen den jüdischen Gemeinden. sie sind sich verschieden wie die Gründungen an verschiedenen Orten geschahen. Die Geschichte der jemenitischen Gemeinde ist eine andere als jene der kaukasischen Gemeinde. Summarisch : Juden gehören genetisch gesehen in den Bereich und sind mit ihm vermischt, den man als Mittelmeerisch, Kaukasisch, Orientalisch, Nordafrikanisch bezeichnen kann. Es gibt keinen Unterschied. Die Kultur aber bringt es mit sich, dass sich lokal solche über die mütterliche Linie darstellbare Gründereffekte zeigen, und dass die verschiedenen Gründungen irgend einen gemeinsamen genetischen Ursprung hätten, und ohne dass solche Gründereffekte spezifisch jüdisch wären, denn sie können in anderen Kulturen mit entsprechenden Rahmenbedingungen sich ebenfalls herausbilden. Weiter kann man sagen, dass die Verbreitung der jüdischen Gemeinden, in welchen die Gründereffekte geschehen, jeden Rahmen sprengen, den man nach biblischer Vorlage als semitisch definieren will. Jegliche rassisch/genetisch oder biblisch begründete Definition - was ein Jude sei, geht an den Tatsachen vorbei. Jüdische Gemeinden können sich bilden und sie können sich auflösen. wir wissen nicht, wie viele Gemeinden sich in der Geschichte aufgelöst haben und ihre Gründereffekte verloren gingen. Der Zusammenhalt dieser Gemeinden scheint tatsächlich nur durch zwei Dinge gewährleistet : a) der Wille des Juden, sein Leben nach der Torah zu gestalten, und der b) die Haushalt der Mutter, welche diese Überzeugung quasi in Fleisch und Blut übergehen lässt. Und hiermit werden wir vollkommen zum kulturellen Standpunkt wechseln müssen. Seitenthema : Jüdischer ElitarismusAntisemitismus ist eine Spielart des Rassismus. Da aber sowohl der Begriff Rasse wie auch der Begriff Semit schwer zu belegen ist, so stossen wir auf Worte die lose mit äusserlichen Merkmalen verbunden sind. Dazu gehört die Kultur, die Nation, die Literatur und eventuell solche Dinge wie Beschneidung. Da die Torah ein Volksbuch ist, ist die ganze Diskussion um den Antisemitismus eigentlich eine nationalistische Diskussion, mit dem Makel des falschen Begriffs. Antijudaismus wäre gewiss besser. Der Talmud ist als Werk nicht über einen Kamm zu scheren. Er vereinigt die verschiedensten Stimmen. Dass aber daraus eine Xenophobie spricht, ist keine Ausnahmeerscheinung. Heiden werden von Juden zuweilen kaum als Menschen anerkannt und gelten kaum mehr als Tiere. Isaak Luria glaubte, die Welt wurde nur für die Juden geschaffen. Heiden sind lediglich Diener und Knechte der Juden. Er postulierte auch, das Juden von gänzlich anderer Art seien als Heiden. Hier wurden also Eigenschaften im Sinne einer eigenständigen Rasse postuliert im Sinne von Blut und Nation. In den Äusserungen dieser Rabbinen liegt die Verbindung von Nationalismus und Elitarismus vor. Juden die normal mit dieser Art Anschauung gefüttert werden, werden Zweifel an diesem elitaristischen Anspruch bereits als Angriff auffassen. Es ist unzweifelhaft, dass die jüdische Geschichte sich das Problem Antijudaismus selbst geschaffen hat, durch eine Auffassung, die jegliches Zusammenleben auf der gleichen Ebene negiert. Das kulturelle ArgumentWas ist denn nun das Judentum? Eine Kultur, ein Volk kann nie auf ein Ding reduziert werden. Bei aller Wichtigkeit der Torah ist doch das Judentum mehr als die Gemeinschaft intensiver Leser der Torah. Es umfasst kollektive Geschichte und die Verwurzelung in einem Beziehungsnetz, das 'jüdisch' ist. Es spielt dabei die literarisch gestaltete Gründungsgeschichte (bzw. ihre historische Kontroverse) für diesen Umstand keine Rolle, sondern die Tatsache, die seit dem ersten Exil geworden ist, begleitet durch die Literatur, für diese Menschen. Ist es denkbar, dass sich ein Judaismus vollkommen von der Torah loslösen lässt? Dies wird noch zu zeigen sein. Aber am Beispiel Herzls wird das Gegenteil deutlich. An jenem 28. August 1897 in Basel paukte Herzl noch seinen Spruch, den er in der Synagoge rezitierte. Diese Umarmung des religiösen Judentums hat manche seiner Kollegen schockiert. Der Zionismus war fortan nicht ohne das Fundament der Torah denkbar, denn nur die Torah gab überzeugende Argumente für die Rücksiedelung. Der Kulturbegriff ist, angewendet auf das Judentum deshalb immer auch religiös gefärbt. Die Träger und Verkünder dieser Kultur haben damit immer auch die Stimmen der Torah im Rucksack, die für diese Kultur sprechen und argumentieren. Opposition zur jüdischen Kultur ist deshalb auch Opposition gegen die Torah. Damit treffen wir aber ein besonders im Christentum tief verwurzeltes Gefühl. Die Ablehnung der Torah, eigentlich die Ablehnung eines 'falschen Glauben' wird aber immer unseligerweise als 'Rassismus' deklariert (um nicht das nun diffamierte Wort Antisemitismus zu wählen). Dies resultiert aus der homogenisierenen Kraft der Torah. Seine Anhänger erscheinen gern als ein Volk. Die Agressoren werden deshalb als Volksagressoren bezeichnet. Muss aber Kritik am 'falschen Glauben' per se Rassismus sein? Wenn es soweit ist, dass wird mit dem Schlagwort Rassismus jede Kulturkritik zum Schweigen gebracht. Rom hat aus jüdischem wie aus christlichem Mund sehr viel Kulturkritik erfahren. Dennoch ist es niemandem in den Sinn gekommen, diese Kritik als Rassismus zu deklarieren. Die Umkehrung dass jüdische Polemik sich wider andere Nationen richtet, wird nie unter dem Begriff Rassismus erkannt, weil die Beschimpften in diesem Fall einfach die Gojim , die anderen sind. Aber es existiert in der Polemik seitens der Juden genau das gleiche Motiv, wie von Seiten jener, welche sich wider die jüdische Kultur ereifern. Obwohl es substantiell das Gleiche ist, gibt es kein Wort, das dies bezeichnet, und das hier nur einseitig verwendete Wort Rassismus deckt nur einen Teil ab und verdeckt das wirkliche Motiv, um welches es geht. Dass solche Begriffe überhaupt verwendet werden, und durch legislative Richtlinien auch noch erhärtet werden, kann man nur durch einen massiven Bildungsnotstand erklären, der einerseits in religiöser Engstirnigkeit aus allen Richtungen (man glaubt immer noch den Begriffen der "heiligen Schriften") begründet ist, anderseits eben aus einer vom Begriff "Rassismus" gefährdeten Diskussionskultur über das, was diesen Begriff anscheinend hervorbringt. Anti-Ha-Schem-ismusWenn ich meine innere Haltung zu den Botschaften der Bibel auf den negativen Punkt bringen bringen will, dann bin ich Anti-Mosa-it, oder, da dessen Bücher doch das Fundament der Kulturträger sind, die sich durch das hier behandelte Wort angegriffen fühlen: Ich bin Anti-Ha-Schem-it. Meine Kulturkritik belege ich im Werk Abhandlung über die Lüge, und die Seiten im Kaffeesatz geben mehrfach Hinweise, für die Gründe dieser Kritik. Dass meine Kritik die Torah (und die Bibel insgesamt) trifft, ist ein Ergebnis meiner jahrelangen Auseinandersetzung. Eine solche Kritik kann aber auch andere fundamentale Werke treffen, welche gleich geartet sind. Ich bin also nur unter anderem Anti-Ha-Schem-itist. Ha-Schem ist ein Platzhalter für den Namen Gottes, worunter zumeist Jahwe verstanden wird. Die Gründe für das Verschweigen des Namen Gottes entspringen der Torah selbst. Nur am Versöhnungstag hatte der Hohenpriester das Recht, im Allerheiligsten diesen Namen auszusprechen, während draussen der veranstaltete Lärm jede Vernehmbarkeit aus dem Inneren zu nichte machen sollte. Die Verschweigung des Namens ist nicht unähnlich einer Mysterienreligion, welche der Judaismus in seiner religiösen Dimension darstellt. Der Begriff Semitismus gewinnt an Kontur, wenn er als Mysterienreligion verstanden wird. Wenn wir der Torah zugestehen, dass sie eine kulturstiftende Eigenschaft besitzt, welche selbst Völker 'erinzugemeinden versteht' die genetisch nicht in der biblischen Tradition stehen, So betrifft dies auch den Begriff Semitismus, der mitnichten genetisch völkisch, sondern religiös kulturell verstanden werden muss. Die Torah stiftet aber nicht nur den kulturellen Rahmen, sie ist auch eine Plattform für metaphysische Gelehrsamkeit. Diese Verbindung lässt sich nicht trennen, wenn die Torah als Fundament akzeptiert ist, wie dies im Judentum immer der Fall war). Damit ist aber immer die Gefahr gegeben, einseitig auf äussere Merkmale der Kultur zu blicken, und gleichsam das religiöse Moment auszublenden. Dass Antisemitismus daher als rassistisches Argument missverstanden wird (ich leugne nicht, dass es auch als rassistisches Argument fälschlich angewendet wurde), liegt damit auf der Hand, je ferner die Kenntnis um die religiöse Eigenart ist, eine Eigenart, die sich verschliessen und absondern will, will jede Mysterienreligion. Christen haben aus der Identifikation mit ihrem Glauben einen kulturellen Auftrag, das alte Testament kritisch zu beleuchten. Das Christentum muss auch als Kulturkritik am Judentum verstanden werden. Darüber täuscht die Tatsache nicht hinweg, dass Rabbi Jesus ein Jude war. Nur die Kenner der in der Kultur verankerten Religion sind kritikfähig. Der Jude Jesu dient also niemals als Freibrief für die Torah, nur weil er Jude war. Die Position des Christentums zur Torah muss man aber, seit das Christentum die ausschliesslich paulinisch heidnische Prägung annahm, als verfänglich und (man verzeihe mir hier) pervers erachtet werden. Warum? Einerseits wird die legislative Autorität der Torah geleugnet (damit wird eben die Kritik an der jüdischen Kultur begründet, insofern sie sich auf die Torah stützt), anderseits bedarf die Christliche Apologetik unbedingt der Torah (bzw. des AT = Tenach), um ihren theologischen und eschatologischen Standpunkt darzulegen. Die Katholische Kirche hatte gnostische antinomistische Strömungen verfolgt und ausgemerzt, welche diese unheilvolle Verflechtung vermieden hätte. Wir haben oben im kleinen Kalenderkurs zum Holocaust erfahren, dass der christliche Kalender ev. nicht unabhängig von der jüdischen Jahrrechnung läuft. Bei einer solchen Verflechtung sind absolutistisch geführte Polemiken absehbar, und wir haben sie aus der Geschichte gelernt. Man kann hier nur von einer programmatischen Feindschaft sprechen, ein Programm, das in beide Richtungen kritisiert und überwunden werden muss.
Sichtung der Qumran-Texte zeigen uns die Herkunft der Denkweise Jesu, welche sehr stark mit dem oberflächlich pazifizierten Evangelien divergieren. Jesus der eschatologische NaZi im Sinne eines Nationalen Zionisten, der das Reich Gottes als ultimatives Gericht herbeiführen wollte, ein Nasi (=Fürst) und Führer im Kampf, geprägt vom Gedanken der Hochzeit seines "gereinigten" Volkes (Die Reinheit des Volkes) welches Kollaborateure verwarf, und nur die Kinder Israels der Bekehrung zur Torah akzeptierte. Ein veritabler kleiner Adolf.... Es sind aber Wege von einer Kritik aus dem Munde eines Juden hin zu einer Angst und Befremdung eines 'heidnischen Christen'. Die Befremdung blickt auf das Fremde, damit auf das äussere, und liegt immer in der Gefahr einer 'rassistischen' Argumentation. Die Befremdung blickt aber auch in die Bibel in eine rassistische Genesis', die der gutgläubige des kritischen Geistes verdammte primär naheliegend interpretiert. Erst die Vertiefung der Schrift, das heisst die Kenntnis um unheimliche Methoden in der Bibel, eröffnet Denkwege, die rassistische Interpretationen in der Bibel auflösen. Das rassistische Missverständnis ist in der Torah angelegt. Seit dem Brudermord Kains an Abel entwirft die Genesis genetische Stammbäume, als Abbild für ein rassistisches Weltbild. Noahs Fluch über Kanaan trifft seine Abkömmlinge als Abbild rassistischen Denkens. Israel allein ist gesegnet als Abbild rassistischen Denkens. Die Kritik an diesem rassistischen Weltbild stösst auf den Vorwurf des Antisemitismus. Dies ist das erste Paradox, das sich leicht feststellen lässt auch in Ermangelung tieferer Schriftkenntnis. Diese Botschaft, die das alte Testament aussendet, muss von Christen, einer Vielvölkerschar mit divergierenden Geschichten und Interessenkonflikten, erst einmal gnadenreich verarbeitet werden (intellektuell kann sie es nicht). Diese Botschaft wurde denn auch aus der Diskussion eher ausgeblendet (das heisst schweigend aus Gnade geduldet), wenn nicht sozialer Druck nach einem Ventil suchte. Wiederum muss gesagt werden, dass die rassistische Tragweite der Torah erst sichtbar wurde durch die Übernahme des Christentums durch die Heiden. War die Torah vor Jesu eine nationalistische 'Weihrauch' Schrift zwecks Stärkung der notwendigen Arroganz und Selbstüberhebung im täglichen Konkurrenzkampf der Kulturen, so ist an sie seit dem Christentum ein Anspruch getreten, für das die Torah nicht gewappnet war. Der allergrösste Widerspruch wird sichtbar. Die Rassismus Diskussion muss deshalb notorisch sein im Zusammenprall von Christentum und Judentum. Gehen wir aber weitere Schritte in die 'Tiefe' der Torah, so entdecken wir äusserst intelligente Schemen, Kalküle, magische Zusammenstellungen. Auf dieser Ebene erscheint die Torah nicht mehr als nationalistisches Aufputschmittel, sondern als intellektuelles Mittel zur Initiation. Was in einer schnellen Lesart sich als rassistische Genesis entpuppte, wird nun zu einem dialektischen Kalkül, einer Heilsökonomie. Die Eigenart diese dialektischen Einweihung muss diskutiert werden an anderer Stelle. Hier sei nur Zusammengefasst, dass diese Dialektik nicht nur die rassistische Genesis aufhebt, sondern auch die Gebote. Wiederum wandelt sich die Torah in etwas anderes, als sie von aussen erscheint. Sie erscheint nun als verborgener Fahrplan, in welchem der Name Gottes eine Rolle spielt. Sie ist nun nicht mehr Semitisch, sondern Ha-Schem-itisch. Wir berühren damit die Schlüsselgewaltigen, die aus dem Munde Jesu, und noch viel schärfer aus der Offenbarung des Johannes Kritik erfuhren. Das Verständnis der Kabbala offenbart die Botschaft Jesu und Johannes als Anti-Ha-Schem-itisch. Sie stellt Christen als Einbruch in die mystische Hierarchie dar. Während noch Jesu Kritik sich darin berief, dass sein endzeitliches Offenbarungswirken des Reiches Gottes im Konflikt war zu einer mystischen Schriftreligion der Pharisäer, die ihre Identität in der Schrift (ihrer masoretischen Torah) unabhängig der äusserlich weltlichen Mächte gesichert sahen, blickte der Offenbarer Johannes bereits in ein nächstes Stadium, da ja der Messias Jesus offenbar nicht das Reich Gottes offenbart hatte, und das Kommende sich nun des römischen Reiches bemächtigende Christentum attakierte nun das mystische Judentum insgesamt, nachdem es seine Theologie entwickelt hatte. Das Nazarenertum, das als eschatologische Bewegung versagt hatte, wandelte sich zum Christentum, das seine Aufgabe darin sah, in legitimistischer Nachfolge eine alternative Theologie und Heilsgeschichte zu begründen. Die falsche Schuldzuweisung der Kreuzigung an die Juden belegt hier den Verdacht, das Christentum habe keinen wirklichen eigenen Inhalt (der nicht heidnisch wäre), ausser die Kritik am Judentum. Wer zuweilen eschatologische Spekulationen von Christen von heute studiert, Wird erschrecken wie stark ein Rachemotiv vorhanden ist. Die Gralsidee als Semitisch - Ha-Schemitische PerfektionDie Gralsepen haben ihre Entstehung im 11. bis 13. Jahrhundert. Damit leben sie aus der Erfahrung mit dem sephardischen Judentum einerseits, dem französischen Priesterkönigtum anderseits. Dass der Stoff legendär älter ist (5. bis 8. Jahrhundert) ändert nichts daran, dass die Philosophie der Aktualität entspringt. Geschichtsschreibung war immer legendäre Nutzniessung für aktuelle Bedürfnisse. Die Gralsidee ist nun nicht eine homogene Idee, sondern subsummiert verschiedene Ideen. Wesentliche und konstante Ideen sind:
Wir haben damit gleiche Verständnisse im gleichen Zusammenhang, ein genetisches (rassistisches) und ein divinatorisches (die mystische Familie). Auch wenn der legendäre Hintergrund wenig jüdisch anklingt, so spricht doch die verarbeitete Gegenwart für reichlich jüdisches, sprich kabbalistisches Gedankengut. Christentum als exoterische Angelegenheit wird für die Völker bejaht (rassistisches Moment), aber gilt nicht verbindlich für die Gralsgemeinschaft (das rassistische Moment ist aufgehoben aus der Wandlung des Verständnisses). Die Gralshüter (früher die von Jesu kritisierten Schlüsselgewaltigen) gehören keinem Volk an sondern sind abgehoben von diesem Volk. Die Bildungsverhältnisse kamen einer zwei Klassen Gesellschaft sehr entgegen. Das gemeine Volk hörte die Bibel von der Kanzel und war der Lust und Laune des erhöhten Dünkels ausgesetzt. Bibelstudium war ein Privileg. Es kann gesagt werden, dass nur die weltliche wie geistliche Aristokratie Bibelchristen (Schriftgelehrte) waren. Nun ist für eine Kritik durchaus Kenntnis notwendig. Wenn aber Schriftkenntnis und Aristokratie eins werden, dann kann man von einer Elite sprechen, die die Bibel durchaus als Fundament ihrer Abgehobenheit betrachtet, dadurch aber auch keinen Anlass mehr sieht, diese Kenntnis zu einem kritischen Verständnis zu führen. Die Veranlagung zur geistlichen Korruption liegt in den sozialen Verhältnissen. Gerade aber dieses Verhältnis hat sich im Gralsepos, der Gralsgemeinschaft ihr eigenes Abendmahl gestiftet zwecks Heiligung der sozialen Verhältnisse. Wenn wir die Gleichung Bildung = Aristokratie betrachten, wird uns der Hunger nach mehr kabbalistischer Hirnwichserei auch nicht mehr erstaunen. Die erfolgreiche Beamtenschaft der Neuzeit übernahm denn auch diese Art Wettbewerb, dass der Einkauf in die Aristokratie nur durch ein gehöriges Mass Bildung zu erreichen sei (daher die Freimaurerei). Die Idee einer internationalistischen Führung ist aber mit der Neuzeit nicht überwunden. Sie wurde unter Hitler (der doch mit dem deutschen Herrenvolk ein recht verzerrtes Gralsprodukt an die Gasse verkaufte) angefeindet, um nur in all den Gremien IWF NATO, UNO etc. neu zu erstehen. "Antisemitismus" war eine Konstante seit dem Mittelalter. Freilich gibt es verschiedene Stationen, die verschiedene Motive kennen. Wie sind die Landesverweise zu interpretieren, wie aber die Pogrome im Umfeld des Anbruchs der Kreuzzüge? Verschieden Klassen hatten verschiedene Reaktionen, und natürlich reagiert das Volk wie es immer tut, kurz abgespiessen mit einigen Werbehappen bricht es seiner Empörung bahn. Dies galt damals, wie es heute billig ist, Massen zu mobilisieren, um gegen Antisemitismus zu reagieren. Papst Urban entschuldigte sich vergebens, und beschwichtigte sich vergebens, hatte doch die Kirche selbst ihren Profit am ungebildeten Volk, dass nun mal die Mär von den Juden als Christusmördern von der Kanzel schlucken mussten, als es noch nicht die Tagespolitik störte. Die Kirche trägt die Verantwortung für die vorangehende Propaganda. Seit Wicliff, Luther, Calvin und Zwingli darf aber kein Europäer sich mehr entschuldigen, man habe ihm die Kenntnisse der Bibel vorenthalten. (Einige notorische werden zwar immer über diese oder jene unterdrückte Apokryphe meckern). Neuere antijüdische Phänomene werden nicht so leicht als Resultat der Kanzelpropaganda erklärt. Aber die neuere Zeit ist auch von anderen Migrationsströmen geprägt. Die Chasaren marschierten in Polen ein, und die vertriebenen Juden wurden doch wieder als das Juwel des Finanzwesens unentbehrlich. Der legendäre Antisemitismus, der vom gelehrten Glauben beherrscht war, wich einer sozialen Erfahrung. Die industriellen Lumpenmassen blickten automatisch auf die sichtbaren Repräsentanten des Mammon, das Bankenwesen, das mehrheitlich jüdisch beherrscht war. Diesen Zorn konnte ein Hitler wie ein beliebig anderer mobilisieren. Erst das verschwinden des 'Patron'*** schliff auch die letzten Angriffskannten weg. ***Wenn in der Schweiz ein Patron einer Firma in den Medien auftritt, dann sind ihm personalisierte Kritik gewiss. Das ist etwas, was moderne und internationalistische Betriebe um jeden Preis vermeiden. Die Demokratisierung der Bibel seit der Reformation hatte aber auch ihre Folgen, die nicht unmittelbar in agierendem Antisemitismus mündeten, sondern in einer fundierten inhaltlichen Kritik. Denn Anders als die Adligen hatte die sozial nicht mehr homogene Leserschaft dieses Heiligen Buches nicht mehr den Antrieb, Gralsmysterien zur Legitimierung des eigenen Elends hinzunehmen. Die Gralslegenden werden denn heute auch zwar immer noch fasziniert, aber doch sehr viel kritischer und argwöhnischer gelesen. Schlechte Zeiten für Parzival. Der kabbalistische Ertrag der Jahrhunderte, bestehend aus dem alten Baum der Erkenntnis, den moderneren Sephirot oder anderen mystischen Systemen, die sich mehr oder weniger an den Judaismus anlehnen, werden heutzutage einem Härtetest unterzogen. Die Vorgänge um den Bibelcode sind nur ein Beispiel. Wenn das bisher gelehrte verbreitete Christentum verworfen wird (und werden muss, um die Kritik Jesu zu hören), so betrifft dies auch die Sozialmysterien wie das Gralsepos. Dieser Vorgang ist praktischer Anti-Ha-Schem-ismus, weil er letzlich jedes ideologische Fundament der Torah zerrütten wird. Als Vorgang erscheint er als Frucht des Positivismus. Aber dies übersieht wiederum die Geschichte des Christentums, welches ein schwerer und langer Weg zur Kritikfähigkeit ist, da es gerade sich selbst überwinden muss. Geschichtliche Wege sind heilige Wege, wenn sie die kollektive Erfahrung der Menschen nährt, wie ein Zusammenleben möglich ist unter den verschedensten mitgebrachten persönlichen Hintergründen. Der Vorgang ist also nur scheinbar ein Weg des Positivismus. In Tat und Wahrheit gibt es tiefer liegende Kräfte, die diesen Vorgang nähren. Es ist die berühmte Suche des Menschen nach der Wahrheit. Eine solche Suche muss nicht notwendig darin münden, zu sagen, Gott gäbe es nicht (wie sich ein berühmter Rabbi ausdrückte), sondern kann im Gegenteil zu Gott als dem Antrieb dieser Wahrheit finden. Gott lässt sich nicht wirklich ideologisch ausbeuten (der Mensch schon). Ideologie bedarf aber der Begriffe und der gewachsenen und verankerten 'logischen' Gedanken. Mag sein, dass der Gral eine Idee beinhaltete, die sich nicht ideologisch verwerten liess. Die Diskussionen und Geschichten um den Gral aber zeigen alle Zeichen der Vermarktung. Ebenso ist es mit anderen Begriffen wie Jahwe. Ha-Schem, wenn eindeutig auf die Ideologie der Torah beschränkt, mündet in der Ausbeutung. Diese dauert fort, so lange Ha-Schem nicht einfach als der unaussprechliche eines jeden verstanden wird, sondern primär als Inhalt der Torah und als Fundament eines religiösen Semitismus. Der Feind des Grals ist die Entmystifizierung. Die Profanierung entheiligt das Unaussprechliche. Profanierung hat deshalb bei Romantikern eine sehr schlechte Wertung. Profanierung von Geheimnissen entblösst Spezialwissen, deren exklusive Kenntnis eine Gruppe konstituiert. Mysterien sind für Gruppenidentifikationen da. Der Inhalt des Mysteriums ist egal, Hauptsache es ist geheim. Es versteht sich, dass die Profanierung der Bibel in der Geschichte immer wieder die festen Grenzen von Zirkeln erschütterte. Die Interessen die einer Entmystifizierung entgegen arbeiten sind entsprechend gross, und können aus den Ängsten der einfachsten Geister zufliessen. Wir leben nicht im Zeitalter des Positivismus, wiewohl diese seinen Anteil spielt. Wir leben im Zeitalter der Profanierung. Was wir positiv erkennen, sind falsche Geschichte, Lügen, fromme Märchen. Positiv gesprochen ist der historische positive Wissenszuwachs relativ gering gemessen an dem Wissen, das verworfen wurde. Nicht der Positivismus, das Argument der objektiven Sichtbaren Kulturleistungen, hat die zwischenmenschlichen Grenzen soweit sie religiös bestimmt waren, aufgelöst. Religionsfanatiker können auch mit positiven Atombomben aufeinander losgehen. Die Profanierung hat den Anlass dazu untergraben. Ich bedaure es nicht. SchlussDas Judentum hat sich 2600 Jahre lang erfolgreich und teils eingestandenerweise vorsätzlich geirrt. Auch der Irrtum hat seine Logik. Es ist eine Logik darin, dass ein rassistisches Buch letzlich die Rassismusdebatte provoziert, je mehr die Torah legitimistisch verwendet wird. Dass das genetische Prinzip keine Substanz (mehr) hat, hat die Geschichte belegt. Dass aber das esoterische Moment keine Substanz hat, wird gegenwärtig belegt. Scheinbar ist dies ein Resultat des (durch jede Metaphysik) provozierten Positivismus. Auch darin liegt eine Logik. Rassismus erscheint damit als Funktion einer bestimmten Form von gelernter Religion. Die Aufhebung des Rassismus kann nur geschehen durch Überwindung der ihn konstituierenden Prinzipien eines Buches, das als unverzichtbar zur Selbstdefinition eines jüdischen Volkes verstanden wird. Obiger Abschnitt kann vollständig kontrovers verstanden werden (falsch und einseitig). Was ist mit Überwindung gemeint? Wir wissen aus der Geschichte, dass heilige Bücher nicht nur Kulturnationen begründen, sondern quasi auch ihren Feinden die Argumente liefern. Der Zusammenhang im christlichen - jüdischen theologischen Konflikt wurde oben beschrieben. Was es zu überwinden gilt, ist nicht das Selbstempfinden einer Kultur, sondern ihre eschatologischen Momente. Niemand zögert Hitlers Eschatologie zu verdammen. Aber die katastrophischen Eschatologien der Bibel werden nicht kritisiert, obwohl sie doch wie ein ewiges Feuer immer wieder Konflikte für nichts und wieder nichts aufflammen lassen. |
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