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Chronologie© elcappuccino - last update: Dez. 2003 | |
Josia und NechoDer Advent der jüdischen Geschichtsschreibung im Lichte der ausserbiblischen Quellen: von 640 v.Chr. bis 570 v.Chr.
Sektion und Download
Der Sothiszyklus |
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Einleitung |
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Es hat sich mittlerweile herum gesprochen dass die akzeptierte Chronologie, welche weitgehend auf eine ägyptischen Chornologie basiert, stark kritisiert wurde. Autoren wie Immanuel Velikovsky, David Rohl, Peter James und Jim Reilly schlagen andere Chronologien vor. Revisionen betreffen in der Regel die Zeit vor der 26.Dynastie von Ägypten, vor könig Manasse von Juda und vor Assurbanipal. Eine ausladende Darstellung aller Gründe für den Konsens scheint also unnötig. Diese Aussage verbirgt aber den Befund, dass die 26. Dynastie in den Revisionen nach Velikovsky und Reilly durch die Vermutung von Doppeldynastien einerseits bestätigt, aber mit dem Material früherer falsch eingeordneter Dynastien ergänzt wird. Der Zweck dieser Darstelung dient nicht einer Revision, sondern das Umfeld und die Diskussion um die Figuren Josja, Nebukadnezar, bis zum Exil, und die Diskussion möglichst vollständig darzustellen. Diese Arbeit ist also ein offenes Arbeitspapier. Die ZeugnisseBerichte zu Josja finden wir:
Es sind bis heute keine ausserbiblischen Quellen zu Josia aufgetaucht (bz. publiziert). Im Gegensatz zum König Salomo (Jedida) oder dem Propheten Josua (Hosea) ist für Josia keine andere Namensform bekannt. Berichte Zu Pharao Necho finden wir:
Obwohl Necho ein Zeitgenosse Nebukadnezars wäre, wird der Name in den Babylonischen Chroniken nicht erwähnt. Berichte zu dem Pharao, der ein Zeitgenosse des Josja war
ProblemDie Chronologie Ägyptens ist für viele Bereiche nicht gesichert. Die Identität Nechos kann ausserhalb der Bibel nicht über den Zeitgenossen Nebuchadnezar festgelegt werden. Der Konsens unter den Historikern hat deshalb die Mitteilung aus der Bibel dankbar aufgenommen, und anhand von Necho und ergänzenden Daten die Dynastische Folge in diesem Zeitabschnitt rekonstruiert. Aber auch die bisherige Quellenlage ist nicht ohne Wiedersprüche. So wurden Quellen nach ihrer partiellen Tauglichkeit verwertet. Herodot wird partiell akzeptiert, partiell abgelehnt. Manetho wird bezüglich der Dynastien akzeptiert, bezüglich der angegebenen Jahre aber abgelehnt. Die Bibel wird (für diesen Zeitabschnitt) rundweg akzeptiert, wobei Josias Motiv Fragen lässt. Die Babylonische Chronik bildet das stärkste Gerüst für die Rekonstruktion der politischen Grosswetterlage. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Darstellung des Konsens |
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Jeremja besingt die Schlacht zu KarchemischWenn sich die Grosswetterlage ändert, kommt der Wetterdienst daher und prognostiziert die kommende Woche. Also tut auch Jeremja im Gefolge der Schlacht zu Karchemisch. Jer 461Dies ist das Wort des HERRN, welches an den Propheten Jeremia in betreff der Heiden erging: 2 Über Ägypten, in betreff des Heeres des Pharao Necho, des Königs von Ägypten, welches bei Karkemisch am Euphrat stand, wo Nebukadnezar, der König von Babel, es schlug im vierten Jahre Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda: 3 Rüstet Schilde und Tartschen und rücket zum Kampfe aus! 4 Spannet die Rosse an und sitzet auf, ihr Reiter! Tretet an mit den Helmen, machet die Spieße blank, leget den Panzer um! 5 Warum sehe ich sie so erschrocken zurückweichen? Ihre Helden sind geschlagen, sie fliehen, daß keiner hinter sich sieht; Schrecken ringsum! spricht der HERR. 6 Der Schnellste wird nicht entfliehen, und der Starke kann nicht entrinnen; im Norden, am Ufer des Euphratstromes straucheln und fallen sie! Soviel der Häme über das Erlittene. Bis hierher mögen wir es mit dem Kolumnisten zu tun haben. Doch Jeremja genügt sich nicht darin. Er sieht in Umrissen das kommende Unheil für Ägypten, ohne aber sich im Detail zu verlieren. Jer 4613 Dies ist das Wort, welches der HERR zum Propheten Jeremia gesprochen hat, daß Nebukadnezar, der König von Babel, kommen werde, das Land Ägypten zu schlagen: 14 Macht es bekannt in Ägypten und lasset es hören in Migdol, in Noph und Tachpanches! Saget: Stelle dich auf und rüste dich; denn das Schwert hat deine Nachbarn gefressen! 15 Warum sind deine Helden gefallen? Sie haben nicht standgehalten, weil der HERR sie niederstieß! 16 Er ließ viele straucheln; einer fiel über den andern, also daß sie sprachen: Kommt, laßt uns wieder zu unserm Volk und in unser Vaterland ziehen vor dem grausamen Schwert! 17 Kündiget daselbst dem Pharao, dem König von Ägypten, den Untergang an! Er hat die Frist verstreichen lassen. 18 So wahr ich lebe, spricht der König, dessen Name HERR der Heerscharen ist: Wie der Tabor unter den Bergen und wie der Karmel am Meere, so wird er kommen!
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Die 26. Dynastie von Ägypten |
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Chronologische MitteilungenDas Gerüst über die Ägyptischen Dynastien entnehmen wir dem überlieferten Werk nach Manetho. Drei Quellen zu Manetho kennen wir:
Zusätzlich gibt es ein Datum aus dem Serapium, wo die Apis-Stiere begraben wurden. Dieses Datum finden wir denn auch im Konsens angewendet. |
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25.Dynastie (Nubien) Nach welchem Prinzip wurde nun diese Chronologie erstellt? Wenn man auf die Quellen schaut, bemerkt man, dass in jedem Fall die Angaben aus dem Serapeum bevorzugt wurden einem additiven Prinzip. Dabei müsste doch auffallen, dass für Necho und Psammetich eine Abhängigkeit besteht. Bestehen de Widersprüche auf verschiedenen Ansätzen? Wäre nicht denkbar, dass Psammetich 45 Jahre allein herrschte, dann bis 54 zusammen mit Necho, und dieser die letzten Sechs Jahre allein? Auch Herodotos von Halicarnassos äussert sich zu Nechos Regierungsjahren: 16 Jahre. Und über seinen Sohn: Psammis (Psammetich II) reigned over Egypt for only six years. He took the field in Ethiopia, and just thereafter died, and Apries (Hophra) the son of Psammis reigned in his place. Für die Chronologie gilt auch der biblische Rahmen. Dieser verlangt nach Jer 44:29 Jer 4429 Und das soll für euch das Zeichen sein, spricht der HERR, daß ich euch an diesem Ort heimsuchen werde, und daran könnt ihr merken, daß meine Drohung sich an euch erfüllen wird: 30 So spricht der HERR, siehe, ich will den Pharao Hophra, den König von Ägypten, in die Hand seiner Feinde und derer, die seinem Leben nachstellen, fallen lassen, gleichwie ich Zedekia, den König von Juda, in die Hand des babylonischen Königs Nebukadnezar gegeben habe, der sein Feind war und ihm nach dem Leben trachtete. Die Bibel bezieht sich also grundsätzlich auf den überlieferten Dynastischen Block. Wir wollen ihn aber chronologisch testweise etwas umformen. Die Angabe der 6 Jahre nach Manetho wird vernachlässigt. Würde man sie berücksichtigen. so würe dies bedeuten: Nechos Alleinherrschaft dauerte von 610-605 und ab 604 ist dann Hophra an der Reihe. Mit anderen Worten: Necho wäre in diesem Fall bei Karchemisch umgekommen. Archäologische MitteilungenÄgyptenEs gibt sehr wenig Zeugnisse zu Necho.
Nach Herodot war Necho ein Kanalbauer und Seefahrtsunternehmer. Unter ihm soll eine Afrikaumsegelung stattgefunden haben. Dies ist für das späte 7.Jh. doch spektakulär. Ein solcher Pharao sollte doch mehr Inschriften hinterlassen. Eine Internetquelle behauptete Psammetich II habe Nechos Namen ausmeiseln lassen. Dieser Hinweis ist dubios, denn wenn man dies behaupten kann, kann man auch die Zeugnisse aufweisen. Hier handelt es sich wohl um eine Erklärung für den Mangel an Inschriften. der Hergang der 26. Dynastie ist für mich sehr unklar. Herodots Hinweis will in einem eigenen Abschnitt untersucht werden. Psammettich I hat die Amunpriesterin zu Theben "erpresst", seine Tochter Nitokris zu adoptieren. Derweil regierte die Dynastie von Sais im westlichen Nildelta aus. Ich denke, dass auch dieser formale Handstreich nach dem Südreich seine Spuren hinterlassen müsste in der Nekropole zu Theben. Israel und Syrien
Persien
Jim Reilly weist auf die Zeitspanne Necho - Xerxes hin. Eine Vase, die beider Namen trägt (des Siegers wie des Beraubten) müssten doch zeitlich näher liegen, so der Gedanke von Jim Reilly. In Reillys Chronologie überlappen sich die Zeiten von Xerxes und Necho. StreitfälleNitokrisPsammettich eroberte das Südreich Theben unmilitärisch, indem er den Amunpriester Shepenwepet II zwang, seine Tochter Nitokris zu adoptieren. Da Herrschaftsrechte in Ägypten über die weibliche Linie legitimiert waren, bedeutet dies einen Dynastiewechsel. Nitokris war nach Konsens von 656 bis 586 "Gods Wife". Dies ist eine unglaublich lange Zeit. When scholars note the fact that she served the god Amon either as adoptive daughter or as the god's wife for a total of 70 years they are impressed, but not stupefied. After all, they say, she was the daughter of Psamtik I who ruled Egypt for 54 years. She came by her longevity naturally. Ich kann dieses Argument nicht kommentieren, die ich die Quellenlage bez¨glich der Amunpriester nicht zur Verfügung habe. Fragt sich aber, ob Amunpriesterschaft nicht eine lebenslange Anstellung war. Die Adoption der Nitokris hat ja die amtierende Pristerin nicht sogleich aus dem "göttlichen Ehebett befördert. Jobsharing nach Tauglichkeit sollte hier als Erklärung untersucht werden. "beatyful names"nach der Ramessidenzeit kam der Brauch von neuen "guten Namen" auf. Kein überwiegendes aber doch deutlcihes Phänomen. Dies entspricht etwa einem neuen Taufname. Hiebei wird eine Regel postuliert. Stela Louvre #391 in the Darius group was erected by a religious official who bears numerous Memphite cultic titles and who refers to himself as Khnemibre-sa-Ptah rn.f nfr Necao ( lit. Khnemibre son of Ptah whose beautiful name is Necao). He names a Psamtik as one of his sons. Not only does this individual have both a basiliphorous and a beautiful name, but both the names Khnemibre and Necao are contained in separate cartouches. (Jim Reilly Displaced Dynasties) Obiges Beispiel ist eine Ausnahme, da sie einen Necho nach Amasis voraussetzt, denn, der neue "gute Name" deutet auf den späteren Pharao hin. Nach dem Konsens ist dies aber nicht möglich. Oder die Theore von Widmann für die Regel des guten Namen ist nicht gültig, oder wurde hier verletzt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Goldenes Kalb und symbolische Namen |
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Apisstiere und goldenes KalbIch vertrete die Ansicht, das grosse Teile der Mosaischen Bücher in der ersten Hälfte des 6.Jh verfasst wurden. Manche Teile dürften auch bar einer Überlieferungsvorlage sein, und sich eher an die jüngste politische Erfahrung anlehnen. Ich möchte nicht dabei bleiben, sondern die mögliche Konsequenz erwähnen. Wenn das goldene Kalb und die Apisstiere identisch sind, so wird die Verehrung dessen in der Torah zu einer unmittelbaren politischen Aussage, indem sich die Priesterschaft politisch nach Ägypten ausrichteten. 2Mo 324 Und er nahm sie von ihren Händen und bildete es mit dem Meißel und machte ein gegossenes Kalb. Da sprachen sie: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägypten geführt haben! Die Aussage kann nicht pointierter dargestellt werden, als das Symbol der Befreiung gerade mit dem Symbol des aktuell wichtigsten Ritus der Zeit in Verbindung gebracht wird. Zu der Zeit, da das Volk dann in die Verbannung ziehen muss. Man vergleiche dies mit der Aussage: 2Mo 329 Und der HERR sprach zu Mose: Ich habe dieses Volk beobachtet, und siehe, es ist ein halsstarriges Volk. Jahwe droht unmittelbar, dieses Volk zu zerstören. Auch dies passt in den gegenwärtigen historischen Kontext um 600. Wenn wir also den historischen Konsens in diese Abschnitt akzeptieren, so müssen wir auf den Gedanken kommen, die ganze Szene um das goldene Kalb und die Art wie Ägypten beschrieben wird im Kontext um das Gesetz entspringt der freien Erfindung der zeitgenössischen Polemik und hat keine Überlieferung zum Paten. Das goldene Kalb ist originär dem späten 7.Jh als Gedanke. Demgemäss gelte es wohl auch die Strafaktion Mose zeitgenössisch zu untersuchen. 2Mo 3227 Und er sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Gürte jeder sein Schwert an seine Lenden und gehet hin und her, von einem Tor zum andern im Lager, und erwürge ein jeder seinen Bruder, seinen Freund und seinen Nächsten! Teilung und Bürgerkrieg wird auch reflektiert bei der verfassten Chronik in Bezug auf Jerobeam. 1Kö 1228Darum hielt der König einen Rat und machte zwei goldene Kälber und sprach zum Volk: Es ist zu viel für euch, nach Jerusalem hinaufzugehen! Siehe, das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägyptenland geführt haben! Wobei auch hier die Interpretation der Kälber im Sinne einer proägyptischen Politik im Gegensatz zu Jerusalem plötzlich auch die Plünderung des Tempels durch Sisak erklärt. Der Name Necho in der jüdischen Überlieferung.Der Name Necho ist in den schriftlichen Quellen gut belegt.
Es geht aber in der Bibel nicht um eine einmalige Erwähnung, sondern mehrfach in drei verschiedenen Büchern, hören wir diesen Namen. Wäre es möglich, dass Necho nicht der offizielle Name des Pharao ist, sondern ein symbolischer Name in der Bibel? Ginzberg sagt zum Namen Necho: The interpretation of Neco, the name of the Egyptian king, as though it were nkh "lame" is often found in Jewish and Christian writings; comp. Megillah 3a; Mo'ed Katan 28b; Targum Zech. 12.11, and 2 Chron 35:20; Peshitta on 2 Kings 23:29; Aphraates, 471. Legends of the Jews VI n. 123 Strongs Dic.
Mit Strongs Wörterbuch können wir Necho aber noch anders Interpretieren: Schlagen Töten Ginzbergs Kommentar zum Namen Necho wird durch Strongs bestätigt. (Ich habe aber noch den Nachun hingetan, weil wir diese Assoziation ev. später noch gebrauchen. )
Ginzbergs Kommentar muss aber dahingehend ergänzt werden: Der Talmud spekuliert über Salomos Thron, der technisch so beschaffen war, dass niemand darauf sitzen konnte. Als nun der biblische Sisak Jerusalem plünderte zur Zeit Rehabeams, da nahm er Salomons Thron mit. Beim Versuch, den Thron zu besteigen, griffen ihn aber die Tiere vor dem Thron an und verletzten ihn, weshalb Sisak auch Necho (=der Lahme) genannt wurde. The throne did not remain long in the possession of the Israelites. During the life of Rehoboam, the son of Solomon, it was carried to Egypt. Shishak, the father-in-law of Solomon, appropriated it as indemnity for claims which he urged against the Jewish state in behalf of his widowed daughter. When Sennacherib conquered Egypt, he carried the throne away with him, but, on his homeward march, during the overthrow of his army before the gates of Jerusalem, he had to part with it to Hezekiah. Now it remained in Palestine until the time of Jehoash, when it was once more carried to Egypt by Pharaoh Necho. His possession of the throne brought him little joy. Unacquainted with its wonderful mechanism, he was injured in the side by one of the lions the first time he attempted to mount it, and forever after he limped, wherefore he was given the surname Necho, the hobbler. (71) Nebuchadnezzar was the next possessor of the throne. It fell to his lot at the conquest of Egypt, but when he attempted to use it in Babylonia, he fared no better than his predecessor in Egypt. The lion standing near the throne gave him so severe a blow that he never again dared ascend it. Through Darius the throne reached Elam, but, knowing what its other owners had suffered, he did not venture to seat himself on it, and his example was imitated by Ahasuerus. The latter tried to have his artificers fashion him a like artistic work, but, of course, they failed. (72) The Median rulers parted with the throne to the Greek monarchs, and finally it was carried to Rome. (73) (Ginzberg: Legends of the Jews) Eine kleine Studie zu Pharaonennamen in der Bibel=???= bedeutet, diese Identitäten sind durch Revisionen angezweifelt Pharao Hophra: Pharao Sisak =???= Scheschonk (traditionel): Zera (der Kuschite) =???= Osorokon (der nicht-Kuschite) Pharao Necho Tirhaka =???= Taharka (traditionel)
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Josia Portrait |
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Josias ReformenJosias wird mehr als jeder andere König vor ihm als Reformer des jüdischen Kultes angesehen. Josias zeigt ein anderes Verhalten als seine Vorgänger Manasse oder Amon. Für Manasse teilt die Bibel eine lange Regentschaft mit. Er ist jener König, der mit Abstand am schlechtesten wegkommt nach jahwistischem Masstab. Auch sein Sohn Amon wird schlecht bewertet. Amon kommt in einer Palastrevolution um, un das Landvolk macht Josja zum König, als er acht Jahre alt ist. Wir dürfen nicht annehmen, dass ein achtjähriger das Land regierte. Vielmehr war dieser König lange Zeit unter dem Einfluss einer Clique. Josia war ein Marionettenkönig, geformt nach den Erfordernissen der Priester. Die Formel vom dynastsch legitimierten Davidsthron war auch eine geeignete Formel, dass ein Puppenkönig anstelle eines fähigen erwachsenen Regenten eingesetzt wurde. Die Reformen unter Josja haben zwei Zielrichtungen: Die Monopolisierung des Kulteskonkurrierende Kulte werden abgeschäft oder so weit wie möglich verdrängt. Diese Vorgang lässt sich archäologisch für diese Epoche nachvollziehen. Zu dieser Vereinheitlichung gehört wohl auch die Austreibung bzw. Ermordung ungewollter Priesterschaft. Im Effekt mündet dies auch in ein Priestermonopol der Jahwisten. 1Kö 131 Aber siehe, ein Mann Gottes kam von Juda durch das Wort des HERRN gen Bethel, als Jerobeam eben bei dem Altar stand, um zu räuchern. Hier wird zweifelsohne der schon besprochene Kontext zum Goldenen Kalb hergestellt (Sisak=Necho ?). Diese postum fabrizierte Prophetie ist wohl mehr als symbolisch sondern zeigt durchaus auch, dass man mit Gewallt das neue Monopol durchsetzte. 2Kö 2315 Desgleichen auch den Altar zu Bethel und die Höhe, die Jerobeam, der Sohn Nebats, der Israel zur Sünde verführte, erbaut hatte: auch diesen Altar und die Höhe brach er ab und verbrannte die Höhe und machte sie zu Staub und verbrannte die Aschera. Ein Jüngling, erzogen nach dem Willen der Priester, handelt hier beeinflusst durch göttlichen Auftrag, und um sein Handeln abzusegnen, wird gar eine Prophetie fabriziert (oder sie soll postum Josjas Verhalten absegnen). 2Kö 2319 Josia beseitigte auch alle Höhenhäuser in den Städten Samarias, welche die Könige von Israel gemacht hatten, den HERRN zu erzürnen, und verfuhr mit ihnen ganz so, wie er zu Bethel getan hatte. Die Ausformung des zentralen KultesDie Institution des Passa als zentralen Akt, und die Institution des "renovierten" Tempels als zentrale Kultstätte sowie der Fund des Gesetzes im Sinne dessen das Jerusalem neu als Ort der Gesetzgebung bestätigt wird. 2Kö 2321 Dann gebot der König allem Volk und sprach: Feiert dem HERRN, eurem Gott, das Passah, wie es in diesem Bundesbuch geschrieben steht! Das Passa wurde nie mehr so gefeiert seit Samuel. Warum wird nicht auf das Passa des Salomo verwiesen? Unter Samuel wird gar kein solches Passa geschildert. Im Gegesatz sind die Opferhandlungen unter Samuel umstritten. Saul wird verworfen wegen eines unzeitigen Passa. Mir scheint, nicht das Passa ist das eigentlich wesentliche, sondern, Samuel war ja ein Königsmacher. Nur das Buch der Chronik, viel später verfasst, beschriebt dieses Passa im Sinne des Salomonischen Passa. Josia lässt den Tempel ausbessern. Dieser Tempel war eventuell gar geschlossen. Manasse hatte als letzte erwähnte bauliche Massnahme sich um den Mauerbau gekümmert. Amon hatte sich nicht um den Tempel gekümmert. Josia liess ihn untersuchen. 2Kö 223 Und im achtzehnten Jahre des Königs Josia sandte der König Saphan, den Sohn Azaljas, des Sohnes Mesullams, den Schreiber, in das Haus des HERRN und sprach: Es wird nicht im Detail berichtet, was Josia an diesem Tempel vornehmen liess. Sinngemäss handelt es sich um eine Restauration nach alten Bildern. Dieser Tempel ist aber doch sehr umstritten aus archäologischer Sicht. Und mindestens eine bauliche Massnahme wird auch in der Bibel erwähnt. Jer 3610 Da las Baruch aus dem Buch die Reden Jeremias im Hause des HERRN, in der Halle Gemarjas, des Sohnes Saphans, des Staatsschreibers, im obern Vorhof, am Eingang des neuen Tores des Hauses des HERRN, vor den Ohren des ganzen Volkes. Wir können dieses neue Tor, und den Vorhof dazu zwar nicht Josia zuordnen. Es belegt allenfalls mögliche Bautätigkeit. Während dem Bau geschieht es nun, dass das Gesetz gefunden wird. 2Kö 228 Da sprach Hilkia, der Hohepriester, zu Saphan, dem Schreiber: Ich habe das Gesetzbuch im Hause des HERRN gefunden! Und Hilkia übergab Saphan das Buch, und er las es. Dieser Vorgang ist derart merkwüdig. Josja wurde von Priestern erzogen. Er weiss genug, dass er die Reinigung im Land vornimmt. Sein Verhalten macht gar nicht den Eindruck als sein das Gesetz so abwesend. Ja sogar die Restauration des Tempels verlangt doch eigentlich kultische Massgaben, sprich Gesetz. Plötzlich aber wird das Gesetz gefunden. Und dieser Fund ist Anlass zu Klagen und schweren Drohungen gegen das Volk und Jerusalem. Die Folgen dieses Fundes sind: ??? Eventuell nur das Passa. Aber die Restauration des Tempels impliziert doch eigentlich schon eine zeremonielle Feier. Abgesehen wird uns nichts mehr mitgeteilt, das als logische Folge dieses Gesetzes geleten könnte. Die Reden der Prophetin Hulda, welche anlässlich des Fundes weissagt, Mögen eher eine nachträgliche Erklärung sein, warum trotz Restauration von Tempel und Kult Jerusalem doch nciht verschont wurde. Die Schriftforschung deutet dieses Gesetz als Deuteronomium, oder als eine Vorform dessen. Inm Grunde kann es sich um alles mögliche handeln, oder schlichtweg als Legitimation, warum plötzlich ein neues Gesetz auftaucht. Man bedenke: Josjas Ermordung der Priester wird durch eine gefakte Prophetie legitimiert. Aber das Mysterium um diesen Gesetzfund wird uns weiter unten noch beschäftigen, wenn wir Josias Tod und diesen Fund am Baum der Erkenntnis testen. Wenn das Gesetz der Baum der Erkenntnis ist, die Frucht der Erkenntnis aber der Tod, so haben wir eine logische Erzählung. Denn als einzige eindeutige Folge des Gesetzfundes wird der Tod des Josia erzählt. 2Kö 232 Und der König ging hinauf in das Haus des HERRN, und alle Männer von Juda und alle Einwohner von Jerusalem mit ihm, auch die Priester und Propheten und alles Volk, klein und groß, und man las vor ihren Ohren alle Worte des Bundesbuches, das man im Hause des HERRN gefunden hatte. Eine Folge hat der Fund des Gesetzes. Das gesetz wird verlesen. Wir können aber nicht sagen, es handelte sich hier um eine Institution. Vielmehr geht es um die öffentliche Legitimierung zu gehen all dessen, was im Sinne des Fundes neu erscheinen muss. Auch vom Gesichtspunkt einer Restauration ist es notwendig, die Priesterschaft auf bestimmte kultische Normen öffentlich einzuschwören. Der Bund wird hier zu einer neuen Norm, im Kontext mit der Restauration. Dies erinnert ganz an die Verlesung des Gesetzes unter Esra. Doch ist der Akzent verschieden. Hier haben wir einen formellen Vorgang (die Schriften in der heutigen Form existieren nicht) unter Esra haben wir eine faktische Form (die Schriften existieren). Josias TodDie BerichteWir haben zwei Berichte, einen frühen kurzen, einen längeren späteren: 2Kö 23,29 Zu seiner Zeit zog der Pharao Necho, der König von Ägypten, herauf wider den König von Assyrien an den Euphratstrom; dem zog der König Josia entgegen; aber der Pharao tötete ihn zu Megiddo, sowie er ihn gesehen hatte. Wenn wir diesen Text genau lesen, werden wir nicht entscheiden können, ob Josja eine diplomatische oder kriegerische Begegnung suchte. Mag sein, dass der Ort Megiddo, meist kriegerisch assoziert, hier bereits die indiffernete Nachricht entscheidet. 2Chr 3520 Nach alledem, als Josia das Haus [des HERRN] wieder hergestellt hatte, zog Necho, der König von Ägypten, herauf, um bei Karkemisch am Euphrat eine Schlacht zu liefern. Und Josia zog aus, ihm entgegen. Dieser Bericht stellt Josias tat als Wahnsinn dar. Josia begegnet dem Pharao bei Megiddo, das ideales Schlachtengelände für Kriegsheere ist. War Josia überhaupt gerüstet für einen solchen offenen Krieg? Er bedurfte dazu der Kriegswagen. Er bedurfte ein Heer. Weder sein Vater noch sein Grossvater hinterliessen Berichte von geführten Kriegen. Alles deutet darauf hin, dass Jerusalem in der Vergangenheit wenig geübt war. Megiddo.....Megiddo ist ein idealer Kampfplatz für Heere. Megiddo ist eine Festung am südlichen Fuss der Jesreel-Ebene. Dennoch ist in der Bibel dieser Ort nicht der klassisch jüdische Kampfplatz. Nur das Richterbuch berichtet dort eine Schlacht. Erst nach Josia ist Megiddo der typische Entscheidungsort geworden, welcher in der Offenbarung prominent ist als Harmageddon. Hatte der Ort Megiddo bereits eine fundamentale Bedeutung, als der Bericht über Josia geschrieben wurde, oder liegt in Megiddo eine historische Botschaft, die wir nur nicht finden, weil unser Blick auf falschen Chronologien basiert? Necos then ceased from making the canal and engaged rather in warlike preparation; some of his ships of war were built on the northern sea, and some in the Arabian Gulf, by the Red Sea coast: the landing -engines of these are still to be seen. He used these ships at need, and with his land army met and defeated the Syrians at Magdolus, taking the great Syrian city of Cadytis after the battle. He sent to Branchidae of Miletus and dedicated there to Apollo the garments in which he won these victories. Presently he died after a reign of sixteen years, and his son Psammis reigned in his stead. Her. 2.158-9 Herodots Version, so man Magdolus mit Megiddo identifiziert, sieht Nechos Sieg in einem anderen Licht. Josia erscheint hier als Teil einer allgemeinen syrischen Erhebung. Ist aber Magdolus mit Megiddo identisch? Oder hat die jüdische Geschichte die Geschichte Josias aus seinem allgemenen Umfeld entfremdet? es gibt eine berühmte Schlacht bei Megiddo, Tuthmosis III hat sie gefochten. dies zu erörtern ist teil von Jim Reillys Revision. Uns befremdet aber dies. So Herodots Angabe hier schlüssig ist, bedeutet eine allgemeine Erhebung in Syrien doch die teilweise umstrittene Herrschaft Ägyptens. Wir haben aber keine Mühe, einen solchen Zustand nach 605 für Necho zu postulieren. Ich finde es also etwas gewagt, Magdolus mit Megiddo gleichzusetzen. Dies führt unweigerlich zur Frage: Auf was für militärische Ressouren konnte Josia zählen? Die Bibel schreibt ja nichts über Josias militärische Stärke, sondern nimmt viel Raum ein über Josias Eifer für die religiösen Reformen. Wir dürfen aber die Reformen Josias nicht losgelöst von dessen möglichen Exekutivgewalt verstehen. Josias Reformeifer ist nicht bar der Gewalt und dies bedingt mindesten eine Polizeitruppe, die ungestört agieren kann. Ob solche Reformen von Ägypten geduldet wurden, hängt von den Interessen ab. Die Reformen Josias betreffen keine explizit ägyptischen Kulte. Bzw. es idt dies schwer auszumachen, weil ägyptische Kulte in der Königszeit nicht als solche angegeben werden. Als Necho von Karchemisch, bzw. dem gescheiterten Wiedereroberungsversuch von Haran zurückkommt, da rebellieren Syrische Fürsten. Unter anderem nimmt Necho auch den Joahas zu Ribla gefangen. Joahas war also auf dem Sprung zur Rebellion. Er war darin vielleicht nicht einzig. Joahas verhält sich dabei so, wie wenn es Josia gar nicht gegeben hätte, oder wie wenn die Niederlage gegen Pharao nicht im Bewusstsein wäre (es sein denn wir wollten Joahas ein Rachemotiv unterschieben). War Josia ein frühreifer Rebell? Oder was trieb Josia? War Josia zur Rebellion inspiriert durch die Reformen und seinen Wahn durch "göttliche Berufung"? 21 Jener aber sandte Boten zu ihm und ließ ihm sagen: Was habe ich mit dir zu schaffen, König von Juda? Nicht wider dich [komme ich] heute, sondern wider ein Haus, das mit mir im Streite liegt, und Gott hat gesagt, ich solle eilen. Laß ab von [deinem Widerstand gegen] Gott, der mit mir ist, damit er dich nicht verderbe Die Mitteilung ist unzweideutig, dass Necho vollkommen überrascht von diesem unvermuteten Widerstand war. Josia ist es, nicht Necho, der auf einen Kampf besteht. Josias Kampf könnte man strategisch nur unter vielen Prämissen erklären. Wenn Zeit eine Rolle spielt, kann ein Kamikazeunternehmen zumindest notwendige Zeitverzögerung bedeuten. Spielte Zeit damal eine Rolle? Necho brach im Frühjahr auf, seine Truppen mit den assyrischen Resttruppen zu vereinigen. Haran war der Garnison überlassen. Zeit spielte keine unmittelbare Rolle. Dieser Bericht nun erwähnt die Schlacht bei Karkemisch. Aus den Babylonischen Chroniken wissen wir aber, dass die Schlacht von Karkemisch erst im jahr 605 erfolgte, vier Jahr nach Josias Fall. Ist die Bibel hier ungenau? Diese Rückeroberung misslingt, und das Ägyptische Heer zieht sich über den Eufrat zurück. Es zieht über Ribla, wo Necho den Joahas gefangen nimmt. Der Historiker fragt sich, was Joahas zu Ribla im Land Hamat macht. Es wird nicht erklärt. Aber vermutlich wurde die Niederlage der assyrisch/ägyptischen Koalition von den Palästinensischen Fürsten falsch eingeschätzt und sie revoltierten. Aber Necho war durchaus in der Lage, diese Revolten aufzulösen und er nahm Joahas, der sich möglicherweise beteiligt hatte, gefangen. Was war das für ein Pharao. Nehmen wir einmal nur diese Fakten, ohne sogleich in die Kisten der Dynastien zu greifen. Ägyptens Einfluss ging bis an den Eufrat. Ein solcher Einfluss ist ausserordentlich, und der Pharao jener Zeit darf mit Recht ein Grosser genannt werden. Die Bibel ist eindeutig in Bezug auf den Namen dieses Pharao. Sowohl das Buch Könige, wie die Chronik und Jeremia nennen ihn Necho. Kein Pharao wird in der Bibel öfters mit Namen genannt, wie die Bibel auch sonst Pharaonen Namen vermeidet. Es ist deshalb nicht erstaunlich, dass die Archäologen diesen Namen gern als Angelpunkt für die Ägyptische Dynastienfolge akzeptieren. Etwas rätselhaft ist Medien in dieser Angelegenheit. War Medien ungehidnert in der Koalition, oder war es durch die Skythen selbst in seiner Machtentfaltung behindert iwe Herodot dies vorschlägt. Im zweiten Fall ist nämlich eine Dominanz Medien/Babylonien gar nicht so augenfällig, dass Fürsten in Palästina eine Revolte wagen durften. Josias Tod wird noch anhand des BdE. behandelt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Josias Nachkommen
Serubbabel war nur Statthalter, Sacharja ist aber eindeutig punkto Heilserwartung während der Wirren unter Darius II |
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Das Problem steckt im Detail. Josja hat die Geburt Jojakims bereits mit 13 Jahren, muss aber vorher noch einen Erstgeborenen Joachanan auf die Welt zeugen. Die Angaben bewirken, dass dadurch Joahas nur mit Schallum identifiziert werden kann, über welchen gesagt wird: Jer 22,11 Denn also spricht der HERR von Sallum, dem Sohne Josias, des Königs von Juda, der anstelle seines Vaters Josia regierte und von diesem Orte weggezogen ist: Er wird nicht mehr hierher zurückkehren, 12 sondern an dem Ort, dahin man ihn gefangen geführt hat, soll er sterben und dieses Land nicht wiedersehen! Weniger verdächtig ist die immer noch orientalische Zeugungseifrigkeit von Jehojakim. Er hat seinen Sohn Jojachin mit 18 Jahren. Erklärend muss dem Buch der Chronik attestiert werden: sie führt von Serubabbel Nachkommen bis ins dritte Glied auf, was etwas über die Redaktionszeit der Chronik aussagt. Aus diesem Horizont im frühen 4. Jh mögen andere Bedürfnisse an eine Genealogie herangetreten sein, womit sich eventuelle Unstimmigkeiten bezüglich Jojachins Nachkommen erklären. 70 JahreJosja spielt eine wichtige Rolle bei der Prophetie des Jeremia: Jer 25,11-13 und dieses ganze Land soll zur Wüste und zum Entsetzen werden, und diese Völker sollen dem babylonischen König dienen, siebzig Jahre lang. Wenn dann die siebzig Jahre vollendet sind, so will ich am babylonischen König und an jenem Volk ihre Schuld heimsuchen, spricht der HERR, auch am Lande der Chaldäer, und will es zur ewigen Wüste machen. Und ich will über jenes Land alle meine Worte bringen, welche ich wider dasselbe geredet habe, alles, was in diesem Buche geschrieben steht, was der Prophet Jeremia über alle Heiden geweissagt hat. Es gibt nun mehrere Möglichkeiten, diese 70 Jahre zu berechnen:
Jeremja spricht davon, dass Israel 70 Jahre Babylon dienen wird. Josja war der erste, der mit seinem Handeln dem König von Babylon diente, indem er sich Necho in den Weg stellte. 70 Jahre später gab es keinen König von Babylon mehr. Dies ist eine Aulegung die sehr nahe am Text ist. Und doch hat sie einen Haken. Was bedeutet 70 Jahre. 70 Jahre in einer Prophetie bedeuten niemals exakt 70 Jahre, sondern viele (von Gott bestimmte) Jahre. 70 Jahre sind aber im Schnitt auch ein Menschenleben. Es ist lange genug, dass die Rückkehrer andere sind, als jene, die ins Exil gehen. (Man vergleiche dies mit Exodus). Jeremjas Prophetie war also alles andere als exakt gemeint. Aber nun haben wir eine exakte Chronologie, welche diese Frist bestätigt. Wie ist das möglich? Die einfachste Antwort hier: Josjas Geschick ist ene Schreibtischtat. Während das Datum 538 für das Ende Babylons gut belegt ist, kann man das Gleiche für den Tod Josja nicht sagen. Ditto gilt das Gleich für die Frist der Tempelzerstörung, die frühestens 587 war, aber von den Chronisten auf das Jahr 586 (Nebusaradan) festgelegt wurde. was mit der Tempelweihe, die nirgendwo sonst belegt ist, eine Frist bildet. Sowohl der Tod Josjas, sein Fund des Gesetzes, die Zerstörung des Tempels, wie die Neuweihe bilden Daten, auf die der Baum der Erkenntnis eingeht mit symbolischen Gleichnissen. Die Neuweihe ist etwa ausgedrückt im Priester Melchisedek, dem Abraham kurz nach eienr Völkerschlacht den zehnten von Allem gibt. Das Bindeglied ist hierbei die Chronik. Da die Versstruktur der Torah für den BdE nicht vor 300 fixiert wird, erleben wir hier ein Zusammenspiel von Chronik und Text in einem sehr späten Stadium, als die 70 Jahre nicht mehr als generation oder Menschenleben, sondern als wörtliche Jahresfrist aufgefasst wird. Im Zeitraum der Redaktion der Torah wurde im Einklang mit ihr die Chronik justiert. Die 70 Jahre Jeremias dürfen also niemals als ein Indiz für die historische Unbestechlichkeit der Bibel betrachtet werden. Die späteren Chronisten verfuhren nur genau so wie es heutige Eschatologen zu tun Pflegen, wenn sie etwa die 7 Zeiten ind der Baum Prophetie im Buch Daniel auf das Jahr genau auslegen (und dabei wenn nötig natürlich die akzeptierte Chronologie in Frage stellen). Es ist nicht nötig, Jeremjas Prophetie postzudatieren denn sie ist ja eine falsche Prophetie, spricht er doch davon, Babylon solle zur Wüste werden, was ja nicht geschah. Babylon existierte noch bis zur Zeit des Seleukus, und nahm erst ab, als Seleukus nicht weit entfernt eine neue Regierungsstatt Seleukia gründete. Aber dieser Zeithorizont ist vollkommen ausserhalb der Frist eines "Menschenlebens" bei Jeremja.
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Babylon Chronik |
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Die Chronik Nebopolassars 616 - 607 (BM 21901)translated by A.K. Grayson The tenth year of Nabopolassar [616-615 BCE]: In the month Aiiâru he mustered the army of Babylonia and marched along the bank of the Euphrates. The Suheans and Hindaneans [people living south of Harran] did not do battle against him but placed their tribute before him. Eine andere ÜbersetzungAus der babylonischen Chronik, Tafel 21901 [In the fourteenth year] the king of Akkad called out his army [and marched to ......] the king of the Umman-manda with the king of Akkad. ............ they met each other. The king of Akkad ............ [Kyaxa]res ...... he made to cross and they marched along the bank of the river Tigris and ...... against Nineveh .... they encamped? From the month of Sivan to the month of Ab three US-[measures ...... they advanced?] A strong attack they made against the city, and in the month of Ab, [the ... th day the city was captured ......] a great defeat of the chief [people] was made. (lines 38-43) On that day Sinsharishkun, the Assyrian king ........ The great spoil of the city and temple they carried off and [turned] the city into a ruin-mound and heaps of debri[s ........] (rev. lines 44,45) In the month of Elul, the twentieth day, Kyaxares and his army returned to his land; the king of Akkad [and his army] marched as far as Nisibin. Booty and slaves (?) ........ and of the land of Rusapu they brought to the presence of the king of Akkad to Nineveh. (lines 47-49a) Umman Manda wird mit Medien identifiziert Sinscharischkun, der assyrische König, fällt wahrscheinlich bei diesem Angriff. Assurubalit wird sich mit einem Rest des assyrischen Heeres in Haran festsetzen. Nebopolassar war unwillig, ohne den medischen Partner sogleich Haran anzugreifen, denn er fürchtete den Partner von Assyrien: Ägypten "In the month of Marcheswan the Umman-manda [who?] had come to the help of the king of Akkad ... united their armies and to the city of Harran [after] Ashur-[uball]it who had sat upon the throne in Assyria they marched. As for Ashuruballit and the army of Eg[ypt (?) which had come [to his help,] ..." (lines 59-61) Die Babylonische Chronik bleibt still darüber, wie der Pharao von Ägypten hiess, welcher Assurubalit beistand. Deutlich ist, dass Ägypten zu dieser Zeit wohl Einfluss bis an den Eufrat wahrnahmen. Erst 610 erfolgt der Angriff auf Haran, nachdem ein grosser Teil des Ägyptischen Heeres von Haran abgerückt war. Haran wurde eingenommen und eine Ganison babylonisch/medische eingerichtet. Im 17.Jahr Nebopolassars (609/608 v.Chr.) aber machte Assurubalit mit Ägyptische Truppen einen Rückeroberungsversuch. Die Garnison hält aber stand, bis die Koalitionstruppen ihr zu Hilfe kommen. Assurubalit verschwindet damit aus der Geschichte, und die ägyptischen Truppen ziehen ab. Chronik Nebopolassars 608-605 BM 22047The eighteenth year of Nabopolassar (608/607 v.Chr.) not only begins a new tablet (BM 22047) but a new era. Babylon is now in control of all former Assyrian territory east of the Euphrates. The aging king campaigned extensively and successfully that year in the mountains of Urartu and then, in the nineteenth year, divided the army and shared leadership with his son. Nebuchadrezzar[7] enters history. (Jim Reilly: Displaced Dynasties)) In the eighteenth year of Nabopolassar, (608/607 v.Chr.) in the month of Elul, the king of Akkad mustered his army and following the bank of the river Tigris went up to the mountainous terrain of Bit-Hanunia which is a district of Urartu; he burned the cities with fire and took booty in great quantity. In the month of Tebet the king of Akkad retured to his own land. "In the twenty-first year the king of Akkad stayed in his own land. Nebuchadrezzar his eldest son, the crown prince, mustered the Babylonian army and ..." (lines 27,28) The damaged conclusion to tablet BM 22047 leaves us guessing why the king stayed home and where the prince went with the army. But since Napolopassar died the next year, we can surmise that he was ill. (Jim Reilly: Displaced Dynasties) Chronik Nebukadnezars 605- (BM 21946)In the twenty-first year the king of Akkad stayed in his own land, Nebuchadrezzar his eldest son, the crown-prince, mustered (the Babylonian army) and took command of his troops; he marched to Carchemish which is on the bank of the Euphrates, and crossed the river (to go) against the Egyptian army which lay in Carchemish, ..... fought with each other and the Egyptian army withdrew before him. Both the Jewish historians and the Bablonian chroniclers agree that this first phase of Babylonian suzerainty ended three years after it began. In 601 B.C. Nebuchadrezzar mistook Neco's inactivity for weakness. He moved to attack Egypt. (Jim Reilly) In the fourth year (601-600) the king of Akkad mustered his army and marched to the Hatti-land. In the Hatti-land they marched unopposed. In the month of Kislev he took the lead of his army and marched to Egypt. The king of Egypt heard (it) and mustered his army. While the Chronicle describes a stand-off battle it is clear that Nebuchadrezzar suffered heavy losses. Judah was lost, falling once again under Neco's control. Jehoiakim withheld tribute from Babylon. In the seventh year, (598/97) the month of Kislev, the king of Akkad mustered his troops, marched to the Hatti-land, and encamped against (i.e. besieged) the city of Judah and on the second day of the month of Adar he seized the city and captured the king. He appointed there a king of his own choice (lit. heart), received its heavy tribute and sent (them) to Babylon." (rev lines 11-13) Invasion Ägyptens?"The kings, the allies of his power and -- his general and his hired soldiers -- he spoke unto. To his soldiers -- who were before -- at the way of -- In the 37th year of Nebuchadnezzar, king of Babylon -- the king of Egypt came up to do battle [?] and ---es, the king of Egypt -- and -- of the city of Putu-Jaman -- far away regions which are in the sea -- numerous which were in Egypt -- arms and horses -- he called to -- he trusted." Mit diesem Fragment stützt man die These einer Invasion Ägyptens durch Nebukadnezar. Es wäre der Name Amasis für den Pharao einzusetzen. Das Fragment ist jedoch zu unsicher, und gibt, wenn überhaupt keine Angabe über den Ausgang an. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Herodot |
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Herodotus, son of Lyxus and Dryo, of Halicarnassus, from a prominent family, who had a brother Theodorus. He migrated to Samos because of Lygdamis, who was the third tyrant of Halicarnassus after Artemisia: Pisindelis was the son of Artemisia, and Lygdamis the son of Pisindelis. In Samos he practised the Ionian dialect and wrote a history in nine books, beginning with Cyrus the Persian and Candaules the king of the Lydians. He went back to Halicarnassus and drove out the tyrant; but later, when he saw that the citizens were jealous of him, he went of his own will to Thurii, which was colonized by the Athenians, and after he died there, was buried in the agora. But some say that he died in Pella. His Books are inscribed to the Muses (Quelle: Suda) Die Suda ist eine byzantinische Enzyclopädie. Obiges Zitat ist eine Übersetzung aus dortigem Eintrag über Herodot. Die Suda beschreibt Herodot nicht nur als "Historiker" sondern auch als aktiven Politiker. Herodot ist eine primäre Quelle neben der Bibel für die 26.Dynastie. Er sei hier ausladend dargestellt und besprochen. Herodot leistet sich auch unheimliche "Fehler". Wer war die Königin Nitokris in Babylon, welche den wunderbaren Kanal baute? Hier kommt deutlich der Fabulierer zum Zuge. Auch Herodot hat Satire hineingedichtet, lesbar (noch) für seine Zeitgenossen. Man darf Herodot nicht bei einem einzelnen Element nehmen, und darauf Geschichte aufbauen. Herodot aber quergelesen mit anderen Quellen gibt eine gewisen Bestätigung des generellen Ablaufs. über Psammetich Sohn des Necho[2.151].........Finding, however, upon examination, that he had acted in the matter without any guilty intent, they did not think it would be just to kill him; but determined, instead, to strip him of the chief part of his power and to banish him to the marshes, forbidding him to leave them or to hold any communication with the rest of Egypt. [2.157] Psammetichus ruled Egypt for fifty-four years, during twenty-nine of which he pressed the siege of Azotus without intermission, till finally he took the place. Azotus is a great town in Syria. Of all the cities that we know, none ever stood so long a siege. Aztotus = Asdod. Nach dieser Angabe ist Palästina ab 637 spätestens unter Ägyptischer Kontrolle, also 10 Jahre vor dem Tod Assurbanipals. Die Lange Dauer (sie dürfte wohl nicht durchgehend sein) deutet aber auch auf eine nicht sehr konstante Kontrolle hin. Über Necho Sohn des PsammetichPsammetichus had a son Necos, who became king of Egypt. It was he who began the making of the canal into the Red Sea, which was finished by Darius the Persian. This is four days' voyage in length, and it was dug wide enough for two triremes to move in it rowed abreast. It is fed by the Nile, and is carried from a little above Bubastis by the Arabian town of Patumus; it issues into the Red Sea. The beginning of the digging was in the part of the Egyptian plain which is nearest to Arabia; the mountains that extend to Memphis (in which mountains are the stone quarries) come close to this plain; the canal is led along the lower slope of these mountains in a long reach from west to east; passing then into a ravine it bears southward out of the hill country towards the Arabian Gulf. Now the shortest and most direct passage from the northern to the southern or Red Sea is from the Casian promontory, which is the boundary between Egypt and Syria, to the Arabian Gulf, and this is a distance of one thousand furlongs, neither more nor less; this is the most direct way, but the canal is much longer, inasmuch as it is more crooked. In Necos' reign a hundred and twenty thousand Egyptians perished in the digging of it. During the course of excavations, Necos ceased from the work, being stayed by a prophetic utterance that he was toiling beforehand for the barbarian. The Egyptians call all men of other languages barbarians. Necos then ceased from making the canal and engaged rather in warlike preparation; some of his ships of war were built on the northern sea, and some in the Arabian Gulf, by the Red Sea coast: the landing -engines of these are still to be seen. He used these ships at need, and with his land army met and defeated the Syrians at Magdolus, taking the great Syrian city of Cadytis after the battle. He sent to Branchidae of Miletus and dedicated there to Apollo the garments in which he won these victories. Presently he died after a reign of sixteen years, and his son Psammis reigned in his stead. Her. 2.158-9 Weiter hat uns Herodot von einer Afrikaumschiffung zu erzählen It is certain that Libya is surrounded by sea, except where it is joined to Asia, and the first to demonstrate this, so far as we know, was the Egyptian king Necos. For, when he abandoned the digging of the canal from the Nile to the Arabian Gulf, he dispatched certain Phoenicians on a voyage, and bade them sail so as to come home between the Pillars of Heracles to the sea on the north side of Libya and thus back to Egypt. The Phoenicians set out from the Red Sea and sailed the southern sea; as often as autumn came they went ashore and sowed the land in whatever part of Libya they had reached in their voyage and waited for the harvest; when they had gathered the crop, they sailed on. Thus two years passed, and in the third year they turned through the Pillars of Heracles and reached Egypt. They said what to me is unbelievable, though some may believe it; that as they sailed around Libya they had the sun on their right hand. Her. 4.42 Herodots Angaben stimmen gut mit dem Konsens überein, mit einem beträchtlichen Schönheitsfehler. Ab 608/7 muss Necho Nebukadnezar abwehren. Das gelingt ihm zwar, aber der Weg nach Syrien ist ihm dennoch so versperrt, dass er auf die See ausweichen muss. Nach dieser Konsenschronologie hatte Necho also keine Zeit, um den Kanal überhaupt zu starten. *Der Karthager Hanno (Zeitgenosse Herodots) hinterliess einen erstaunlichen Reisebericht, der ihn bis in die Küstengegend Kameruns führte. Später sollen karthagische Schiffe um das Horn Afrikas geschifft sein. Bedenklich daran ist: die Karthager werden vor allen anderen Nationen gerühmt. Man würde ihnen als ersten eine Afrikaumsegelung zumuten. Aber nach Herodot ist dies nicht der Fall. Man könnte einwenden dass die Mitteilungen dazu unvollständig sind, und dass das karthagische "Monopol" doch eher ein Konstrukt der Historikist denn eine Tatsache. Weitere Quellen zum Kanal: Strabo writes of such a canal. He says, There is another canal which empties into the Red Sea and the Arabian Gulf near the city Arsinoe, a city which some call Cleopatris. The canal was first cut by Sesostris before the Trojan War though some say by the son of Psammitichus, who only began the work and then died and later by Dareius the First, who succeeded to the next work done upon it. But he, too, having been persuaded by a false notion, abandoned the work when it was already near completion; for he was persuaded that the Red Sea was higher than Aegypt, and that if the intervening isthmus were cut all the way through, Aegypt would be inundated by the sea. The Ptolemaic kings, however, cut through it (Geography 17:1:25; LCL 8:77). |
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Interessant ist Strabos Begründung. Im Roten Meer herrschen täglich Fluten, weit höher als im Mittelmeer. Die Gefahr der Verbrackung des Wasers und damit mit einem Teil der Deltaausläufer des Nils war begründet in einer Zeit, da das Delta trockengelegt und urbar war. Dies war je länger je merh der Fall. Strabos Argument ist also Zeitabhängig und trifft für unseren Zeitabschnitt zu. Über den Zustand des Nildeltas im Mittleren Reich (für den Fall das Sesostris = Senusret) kann nur ungefähr spekuliert werden. Zum Kanal: Kanalbauten sind Konstanten der Ägyptischen Geschichte. Schon im alten Reich wurde der erste Katarakt mit einem Kanal umschifft. Für den Kanal zum roten Meer muss der alte Flusslauf des Nils betrachtet werden. Ein Arm des Nils floss seit je her zum roten Meer hin und war bis zum Alten Reich nutzbar. Dieser Nilarm drohte nun zu versanden und wurde als Kanal neu unterstützt. Man vermutet, dass die 19.Dynastie den Kanal aushoben (das heisst, das bestehende Flussbett nutzten). Diese Kanal aber, der sich nicht selbst reinigen konnte, versandete immer wieder. Nechos Unternehmung gehört also in eine Reihe von Restaurationen. |
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Über Psammetich Sohn des Necho[2.160] In the reign of Psammis, ambassadors from Elis arrived in Egypt, boasting that their arrangements for the conduct of the Olympic Games were the best and fairest that could be devised, and fancying that not even the Egyptians, who surpassed all other nations in wisdom, could add anything to their perfection. .... Über Hophra[2.161] Psammis reigned only six years. He attacked Ethiopia, and died almost directly afterwards. Apries, his son, succeeded him upon the throne, who, excepting Psammetichus, his great-grandfather, was the most prosperous of all the kings that ever ruled over Egypt. The length of his reign was twenty-five years, and in the course of it he marched an army to attack Sidon, and fought a battle with the king of Tyre by sea. When at length the time came that was fated to bring him woe, an occasion arose which I shall describe more fully in my Libyan history, only touching it very briefly here. An army despatched by Apries to attack Cyrene, having met with a terrible reverse, the Egyptians laid the blame on him, imagining that he had, of malice prepense, sent the troops into the jaws of destruction. They believed he had wished a vast number of them to be slain in order that he himself might reign with more security over the rest of the Egyptians. Indignant therefore at this usage, the soldiers who returned and the friends of the slain broke instantly into revolt. Hophra ist jener Pharao, den man als Drahtzieher zum Aufstand Zedekias ortet. Ihm gilt auch Jeremias Drohung. Denoch schreibt Herodot über einen Seekrieg. Und dies nun muss, bei aller Absenz von Babylon in diesem Bericht, doch erstaunen. Nebukadnezar hat sich vergeblich an Tyrus versuch. Wenn Hophra in dieser Zeit von Babylon unabhängig war, dann würden wir keinen Seekrieg mit Tyrus erwarten. Ein Seekrieg aber bedeutet, dass Ägypten als Aliierter Babylons Tyrus mit belagerte. Herodot schweigt über das Verhältnis zwischen Hophra und Nebukadnezar. Herodot erwähnt nur Nabonidus und eine fabulöse Nitokris. Herodot macht aber in keinem Fall den Eindruck, als ob es Babylon als Grossmacht gab. Dieses Schweigen ist doch seltsam. Es ist denn auch umstritten, ob Ägypten unter den Babyloniern eingenommen wurde. Herodot äussert sich auch zu den Gräbern der 26.Dynastie. [2.169]....Amasis treated him with kindness, and kept him in the palace for a while; but finding his conduct blamed by the Egyptians, who charged him with acting unjustly in preserving a man who had shown himself so bitter an enemy both to them and him, he gave Apries over into the hands of his former subjects, to deal with as they chose. Then the Egyptians took him and strangled him, but having so done they buried him in the sepulchre of his fathers. This tomb is in the temple of Minerva, very near the sanctuary, on the left hand as one enters. The Saites buried all the kings who belonged to their canton inside this temple; and thus it even contains the tomb of Amasis, as well as that of Apries and his family. The latter is not so close to the sanctuary as the former, but still it is within the temple. It stands in the court, and is a spacious cloister built of stone and adorned with pillars carved so as to resemble palm trees, and with other sumptuous ornaments. Within the cloister is a chamber with folding doors, behind which lies the sepulchre of the king. Diese Gräber zu finden und die Mumien der 26.Dynastie zu bergen bleibt vieleicht ein (Wunsch-)Traum der Archäologen. Warum? Gleich anschliessend äussert sich Herodot sehr enigmatisch über Mysterien. [2.170] Here too, in this same precinct of Minerva at Sais, is the burial-place of one whom I think it not right to mention in such a connection. It stands behind the temple, against the backwall, which it entirely covers. There are also some large stone obelisks in the enclosure, and there is a lake near them, adorned with an edging of stone. In form it is circular, and in size, as it seemed to me, about equal to the lake in Delos called "the Hoop." Über AmasisThe above-mentioned Amasis was the Egyptian king against whom Cambyses, son of Cyrus, made his expedition; and with him went an army composed of the many nations under his rule, among them being included both Ionic and Aeolic Greeks. [1.30] On this account, as well as to see the world, Solon set out upon his travels, in the course of which he went to Egypt to the court of Amasis, and also came on a visit to Croesus at Sardis. [1.77] Croesus laid the blame of his ill success on the number of his troops, which fell very short of the enemy; and as on the next day Cyrus did not repeat the attack, he set off on his return to Sardis, intending to collect his allies and renew the contest in the spring. He meant to call on the Egyptians to send him aid, according to the terms of the alliance which he had concluded with Amasis, previously to his league with the Lacedaemonians. He intended also to summon to his assistance the Babylonians, under their king Labynetus1, for they too were bound to him by treaty: and further, he meant to send word to Sparta, and appoint a day for the coming of their succours. Having got together these forces in addition to his own, he would, as soon as the winter was past and springtime come, march once more against the Persians. 1 Labynetus = Nabonidus Die 26.DynastieHerodots Geschichte ist ein Werk des frühen 4.Jh. und geht damit dem Werk des Manetho voraus. Es fällt auch auf dass Herodots Jahresangaben am ehesten den Apisstieren entsprechen. Einhelligkeit herrscht über die Abfolge der Herrscher der 26. Dynastie: Skythen -SkythopolisDie Skythen sind in der Geschichte eine marginale Erwähnung. Ihr Auftauchen in Palästina ist aber ein Faktum, das über Herodots Geschichte hinausgeht. Ihre Präsenz ist etwa in dem Namen Skythopolis (Beth Shean) lesbar. Ihr Einruch ist in der Regl bei Antritt Ciaxares datiert. Ich selbst mache hier einen apäteren Vorschlag in Rücksicht auf Herodot. Auf jeden Fall fällt dieses Phänomen in die Zeit Josias und muss bei Überlegungen über dessen Herrschaft, Reformen und eventuelle militärische Massnahmen mit berücksichtigt werden. The reason why Bethshah was called Scythopolis is well known from Herodotus, B. I. p. 105, and Syncellus, p. 214, that the Scythians, when they overran Asia, in the days of Josiah, seized on this city, and kept it as long as they continued in Asia, from which time it retained the name of Scythopolis, or the City of the Scythians. [1.73] ... for Astyages, son of Cyaxares and king of the Medes, who had been dethroned by Cyrus, son of Cambyses, was Croesus' brother by marriage. This marriage had taken place under circumstances which I will now relate. 1 Das Thema des Kannibalismus taucht bei Herodot auch anderswo auch, wo später eine solche Schandtat zum Anlass der Revolte unter Ciaxares Sohn selbst wird. Herodot liebt es, solche Themen dialogisch zu setzen. Es ist schwer, diese Bildsprache eindeutg zu klären. Denkbar, dass Ciaxares die Skythen als Räuber ins Ausland schickte. Solange er an ihrer Beute teilhaben konnte, war es gut. Als aber die Skythen nicht mehr expandieren konnten, mussten sie wohl oder übel im medischen Bereich selbst räubern. Dies ist wohl gemeint, wenn sie dem König eigene Söhne als Beute zu fressen geben. [1.103]... This prince, collecting together all the nations which owned his sway, marched against Nineveh, resolved to avenge his father, and cherishing a hope that he might succeed in taking the town. A battle was fought, in which the Assyrians suffered a defeat, and Cyaxares had already begun the siege of the place, when a numerous horde of Scyths, under their king Madyes, son of Prtotohyes, burst into Asia in pursuit of the Cimmerians whom they had driven out of Europe, and entered the Median territory. 3Phasis und Kolchis: Fluss und Landschaft südwestlich an den Hängen des Kaukasus Diese Angabe von Herodot muss mit Nebopolassars Analen quer gelesen werden. Ciaxares regierte von 625 bis 585. Wir haben aber nach der Babylonischen Chronik einen Arsanes von Medien (615) und den Vertrag mit Ciaxares im folgenden Jahr. 590 begann der Lydisch-Medische Krieg. Die 28 Jahre Skythenherrschaft (was immer das bedeutet) kann man nicht vollständig vor den Beginn des Lyisch-Medischen Krieges legen. Die Flucht der Skythen aus Medien an den Hof von Alyattes von Lydien macht aber einen starken Skythischen Einfluss wahrscheinlich. Die Bewegung der Skythen ist schwer zu fassen, da es auch an Zeugnissen mangelt. Revisionisten bringen Beth-Shean (Skythopolis) mit Setis Stela dort in Verbindung. Demgemäss identifizieren sie (Die Richtung die sich an Velikovsky anlehnt) Psammetich I. mit Seti. Die Bibel selbst bleibt ruhig über die Skythen (es sei denn, man wollte die Gogscharen damit in Verbindung bringen). Es ist ein etwas gewöhnungsdürftiger Gedanke. Jerusalem von 605 bis 587 erscheint zerrissen zwischen der Einflusssphäre von Babylon und Ägypten. Unausgesprochen gibt es aber eine dritte Partei: die Skythen, die namentlich in Askalon und in der Jordanebene präsent sind. Sie werden zwar schon unter Pammetich bei Askalon gestopt, also noch vor dem Fall Josias. 616 ist Ägypten mit Assyrien gegen Nebopolassar beschäftigt. Dann wird es nicht mehr erwähnt. Sind die Jahre um 614 und folgende die Jahre, in welchen Psammetich die Skythen abwehrte? Vielleicht gelang es der Assyrisch-Ägyptischen Koalition, die Skythen auf ihre Seite zu ziehen. Dies wären also das Hilfskontigent im Kontext mit der Wiedereroberung Harans. Nachdem dies scheitert, machen die Skythen den Medern zu schaffen. Wie die Beziehung (Machtbeteilung ?) war, lässt sich nur spekulieren. Von Bedeutung iist die Funktion Ägyptens als Polizei, gegenüber den skythischen "Räubern" aus der Sicht Palästinas. Das Wahrnehmen Ägyptens seiner Interesse würde auch die proägyptische Stimmung (Partei) in Judäa erklären, da sich hier gemeinsame Interessen finden.
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Revidierte Chronologien |
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Das Problem fehlender Angaben wird von Revisionisten unterschiedlich erklärt mit zum Teil drastischen Konsequenzen für unser Geschichte zwischen Josia und Necho. Es ist zu vermuten, dass dieser Pharao unter einem anderen aber prominenten Namen in Ägypten Geschichte schrieb. Dieser Ansatz wird aus anderen Gründen auch von Reformisten wie folgt umgesetzt:
Die traditionelle Chronologie mit ihrer Gleichung: Wahemibre Necao (Necho) 610-595 B.C. = biblischer Necho muss darüber hinaus erklären, wie Necho Schiffe baute in er wartung einer See-Offensive durch die Babylonier. Kein Zeugnis unterstützt einen Seekrieg durch die Babylonier in dieser Phase. Darius und Xerxes setzten auf die Marine, und verwendeten auch Herodots Triremes*. Herodots Necho (gefolgt von einem Psamis) verweist auf die 26. Dynastie, bedarf aber einen anderen Zeithorizont. Jim ReillyJim Reilly ist einer der wenigen, der sich nicht mit Revisionen der dritten Zwichenzeit und früher begnügt, sondern auch die 26. Dynastie in ein Jahrhundert später ansiedelt. Eines seiner Argumente beruht in Herodot.
There is nothing in Herodotus, apart from his description of the Persian invasion which brought the Saite dynasty to a close, which places it unequivocally in the 7th/6th centuries. Herodotus is ignorant of any connection between Psamtik I and the Assyrians. He knows nothing of Necho's wars with Nabopolassar nor of Nebuchadrezzar's conflicts with Egypt. The Babylonian invasion and the exile which followed are not mentioned. (Jim Reilly "Displaced Dynasties") Dies ist zweifellos richtig. Wer Josephus liest, erfährt die 26.Dynastie vor einem anderen Hintergrund (Persien) als wer die Bibel liest. Aber Herodot ist auch nirgends so lesbar, dass Necho ein Zeitgenosse des Darius sein muss. Wenn Herodot Necho und Darius als Kanalbauer bezeichnet, bedeuetet dies nicht Gleichzeitigkeit. Man kann aber Herodot doch noch genauer lesen, und hier findet sich folgendes: [1.30] On this account, as well as to see the world, Solon set out upon his travels, in the course of which he went to Egypt to the court of Amasis, and also came on a visit to Croesus at Sardis. Croesus widerum ist ein Zeitgenosse von Cyrus. Damit ist Amasis doch einigermassen relativ eingeordnet bei Herodot, so wie wir dies nach dem Konsens gewohnt sind. Es wird zwar anerkannt dass dies ein Legendäres Treffen ist, aber es ist vom Zeithorizont her nicht unmöglich. Jim Reillys hat aber noch andere Argumente, so etwa die seltsame Lage der Särge für die Apisstiere. Namentlich jener des Amasis war aus Granit über 60 Tonen schwer. Dieser verlor seinen Deckel, so dass dieser im Weg war und nicht entfernt wurde, auch als später jener des Kambyses (ach ein Grannitsarg) über das Hindernis zu seiner Nische verfrachtet wurde. Es gibt aber noch einen möglichen Umweg. Reilly macht auch auf die hohen Alter der Amunpriesterinnen aufmerksam, ein Argument aber, das weniger mit der relatven Chronologie zu tun hat. Während Jim Reilly das Problem so löst, dass er die ganze Dynastie nach Manetho in die Perserzeit schiebt, bleibt doch das Rätsel um die Angabe Necho in der Bibel damit unbeantwortet. Reilly über den späteren Necho (des Herodot). 2. The Egyptian Pharaoh Neco who killed Josiah and who for years contested with Babylon for control of the Hatti lands, and the Wahibre (Hophra) whose activity provoked the wrath of God in Ezekiel's oracle, are not the second and fourth kings of the Saite dynasty, in spite of the coincidental correspondence in names and dates. Their true identity needs to be sought among the earlier kings of the 25th dynasty. Alternative identifications are readily available. [chapter 4 and later book in this series] Necho ist in der früheren Zeit zwar nicht prominent, aber doch nicht unbekannt als Namensbestandteil. Jim Reilly findet die Gleichung Pianchi Menkheperre = (Menkheperre) Necao: The name Menkheperre is unusual. In spite of the fact that the name was borne by the author of the Karnak Annals, identified by historians as the 18th dynasty king Thutmose III, reputedly the most successful military figure in all of Egyptian history, it was not adopted by any of his immediate successors.[3] In addition to Piankhi, only three post 18th dynasty kings, all interesting in their own right, borrowed the name. One is the obscure Menkheperre, successor of Pinudjem I in the Theban branch of the 21st dynasty, whose other cartouche name is unknown. A second is Shabataka, son and successor of Piankhi, twice removed. The third is an enigmatic figure named Menkheperre Necao, assigned by scholars to the time of the Assyrian occupation of Egypt. The latter is known from a single monument, a glazed statue of Horus, which contains nothing more than the king's cartouche names.[4] Meine Gedanken zu Reillys TheorieMeiner Ansicht nach liesst Reilly Herodot falsch, wenn er Amasis später als Kambyses ansiedeln will. Herodots Angaben sind in Einklang mit dem Verständnis nach Manetho, und auch solche indirekte Hinweise wie über Solon passen gut ins akzeptierte Bild. Velikovsky et. alDiese Gruppe orientiert sich an der Idee Velikovskys, die 26. Dynastie sei identisch mit der 19.Dynastie (Seti, Rhamses Mernephtah).
Velikovsky machte auf die Parallelen Aufmerksam: Da sind die nun also, die fehlenden Inschriften. Necho ist nun nicht mehr ein "unbeschriebenes Blatt" sondern als Rhamses II eine illustre Figur. Seti ist bekannt durch die Stele zu Beth Shean. Wir kämen auf die Idee, diese Stelen als ein Reflex auf die Skythen zu lesen. Mernephtahs "Israel" Inschrift würde dann als ein Zeugnis gelesen, das Israel "nicht mehr ist". `The California Institute for Ancient Studies' präsentiert hier Grundthesen einer Chronologie, die auf Velikovsky aufbaut, und begründet. Es mag verführerisch sein, den heute mangelhaft bezeugten Necho mit Daten aus der 19.Dynastie aufzufüllen. Doch führt dies zu anderen Problemen. So müssten die Dokumentationen der 19.Dynastie ihren Wiederhall finden in den Annalaen Assyriens und Babylons. Ein Blick auf die Ausgrabungssituation in Ägypten macht deutlich: Die Städte Memphis und Sais wurden wegen der heutigen baulichen Situation und der Menge an Arbeit an anderen Orten bisher kaum angekratzt. Memphis und Sais waren aber die Hauptorte der Wirksamkeit der 26.Dynastie. Philister ArgumentWir kennen seit Ramses III, der die Seevölker bekämpfte, den Begriff der Peleset, die Palästina den Namen gaben. Die Revisionen nötigen dazu, Ramses III in der Perserzeit anzusiedeln. Aus den Peleset würde dann die Pereset (in einem anderen Falle wurde diese Lesart vertreten). Das wirft die Frage auf, warum die Bibelautoren die vornehmlich in der frühen Perserzeit ihr Geschichtswerk sammelten, David dann mit diesen Pereset kämpfen lässt. In einer gelinden Revision (also nicht Velikovsky folgend) wäre diese Notstand zu Umgehen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Josja im Baum der Erkenntnis |
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Obwohl weder Necho noch Josia im Text des BdE behandelt werden (Pentateuch und Teil des Buches Joshua), erlaubt ein historisches Datum nahe an der angenommenen Redaktionszeit des BdE die Suche nach einem wichtigen inhaltlichen Indiz, in der Annahme, die Redaktoren haben dieses Ereignis symbolisch berücksichtigt. |
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Josia Tod und Mose Tod. Könnte dies die Erklärung sein für Josias wansinnige Tat? Ein Treffer allein genügt nicht. Josia war Reformer. In seinem 18. Jahr wurde das Gesetzbuch gefunden. Im Sinne des BdE handelt es sich um eine wichtige Angabe. 2Kö 228Da sprach Hilkia, der Hohepriester, zu Saphan, dem Schreiber: Ich habe das Gesetzbuch im Hause des HERRN gefunden! Und Hilkia übergab Saphan das Buch, und er las es. 9Und Saphan, der Schreiber, kam zum König und brachte dem König Bericht und sprach: Deine Knechte haben das Geld ausgeschüttet, das im Hause vorhanden war, und haben es den Aufsehern über die Arbeiter im Hause des HERRN gegeben. 10Auch sagte Saphan, der Schreiber, dem König und sprach: Hilkia, der Priester, gab mir ein Buch. Und Saphan las es vor dem König. 11Als aber der König die Worte des Gesetzbuches hörte, zerriß er seine Kleider. |
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Ich will nun beide Ereignisse etwas besprechen. Josias Tod (jenes Jahr) stellt Mose Tod dar unter dem Aspekt eines gewissen Widerspruches. Denn Mose nahm die Schlange in die Hand und starb nicht, stirbt aber jenseits des gelobten Landes. Ein Widerspruch? Nein ein Sinnbild der Lüge und des Todes des Baumes der Erkenntnis. Mose ist ein Berufener. Ebenso Josja, denn unter ihm wird das Gesetz gefunden? wann? In jenem Jahr im BdE in einer solchen Anordnung teilt Gott seinen Namen mit. Ein geheimer Lehrer ist ihm gegeben. Und so haben wir das gleiche Drame für Mose und Josja. Die Berufung und der paradoxe Tod. Die Jahreszahlen stimmen, die zentralen Ereignisse stimmen. Und wie wohl wier weder den Namen Necho noch Josia finden, haben wir doch den Verdacht, der BdE wurde in Rücksicht auf diese historischen Ereignisse verfasst (oder etwa umgekehrt?). .... ein Lehrer, der verborgen ist, welcher kam mit den Obersten des Volks ...... (33:21 VYRA RASYT LV KY-Sm XLQT MXQQ $PVn VYTA RASY Om CDQT YHVH OsH VMSP+YV Om-YsRAL.) Wer kennt einen Lehrer, der denn im Pentateuch mit den Obersten des Volkes "kam" (ankam)? Die Aussage ist reichlich seltsam. Wir können aber sagen, dass das Gesetz mit den Obersten des Volkes zu Josia kam, nachdem es gefunden war im Tempel. Ein unverständlicher Satz wird plötzlich lesbar. Das Wort für Lehrer ist dasselbe wie im Segen Judas (dort als "Meister" wiedergegeben). 10. Es wird das Zepter von Juda nicht entwendet werden, noch ein Meister von seinen Füßen, bis daß der Held komme; und demselben werden die Völker anhangen. oder: 18. Das ist der Brunnen, den die Fürsten gegraben haben; die Edlen im Volk haben ihn gegraben durch den Lehrer und ihre Stäbe. Und von dieser Wüste zogen sie gen Mathana; Das Wort MXQQ für Lehrer oder Meister erinnert an XQVT (Weise, Weisung) und XQ-OVLm (ewiges Recht). Diese besondere Betonung weist auf ein prinzipales Recht hin, wie es auch von Historikern als Reformerischer Akt nicht im Sinne der Reform, sondern der Institution zur Zeit Josias angenommen wird. Nach meiner Theorie deutet diese eher auf die Institution der Torah als oberste Weisung hin, aber als Beginn, als Plan, und nicht als Abschluss. Wir haben damit zwei wichtige Etappen im BdE verbunden mit einer (historischen oder erdichteten?) Geschichte um Josia, deren Angelpunkt jüdische Chronologie ist. Haben wir damit den Wahnsinn des Josia begriffen? Oder handelt es sich um den Wahnsinn der Kabbala, welche unter dem Zugzwang der Verststruktur Geschichte im Sinne des BdE berichtigen musste? Die Frage ist ausserhalb der biblischen Geschichte nicht unwichtig, da dies auch nahelegen könnte, warum "Necho" nur ein biblischer Rufname ist für einen Pharao, der historisch unter anderem Namen bekannt ist. Diese Koinzidenz stürzt uns in Verlegenheit. Wieviel historisches ist im Fall des Josia. Vernunft würde uns annehmen lassen, die Begnung habe gar nie stattgefunden. Die historischen Umstände erlaubten allenfalls den Schreibern der Josiaberichte, diese Geschichte in der Historie passend zu platzieren. Es gibt mehrer chronologische Treffer zwischen BdE und Historie. Da wäre der Fall Jerusalems, Der Tempelneubau unter Serubbabel. Wichtige Momente der jüdischen Geschichte. Es ist schwerer anzunehmen, der BdE sei vor diesen Ereignissen Verfasst worden (und habe damit Prophetische Funktion für die nachfolgende Geschichte) als anzunehmen, die Quellen seien erst Mitte des 6.Jh so schematisiert worden.
Wenn wir eine Redaktion nachträglich annehmen, dann besteht die Möglichkeit, dass die Daten, die der BdE liefert tatsächlich einer Relevanz haben, wenn auch die mitgelieferte Geschichte um Josia und den Gesetzfund doch auch etwas relativiert werden muss. Es ist also nicht undenkbar, dass mit Josia etwas geschah. Über die Natur des BdE muss aber festgehalten werden: Er eignet schwerlich als eine Art Geschichtsbuch. Denn sein Bau und seine Funktionsweise haben mehre Dimensionen. Je mehr wichtige Geschichtsdaten damit realisiert werden sollen, um so komplizierter wird der Moment der Montage. Ich lehne deshalb den BdE. als Geschichtsbuch weitgehend ab, bis auf einen Bereich, den ich zeitlich nahe zum Redaktionszeitpunkt eingrenze. Nach einerm Redaktionszeitpunkt darf der BdE ohnehin nicht mehr als Gechichtssammlung betrachtet werden, sondern bestenfalls als ein Orakelbuch, oder eine Agenda zur Kabbala.
Meine bisherige Erfahrung aber widerstrebt der Annahme, die Redaktionszeit sei mit jenem Fund des Gesetzbuches unter Hilkia anzusetzen. Diese würde ich doch eher in der babylonischen Epoche ansetzen, wenn nicht gar in der frühesten persischen. Eine Eingrenzung ist hier sehr heikel. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Josia kann im BdE noch genauer untersucht werden. Denn es gibt mehr als nur eine Anordnung für ein betreffendes Jahr. Eine solche Untersuchung aber eignet sich besser an der Datenbank selbst. Die Konsultation des BdE. hat doch etwas gebracht. Die etwas missmutige Bemerkung, Josia müsse wohl verrückt sein, hat den Akzent verlagert: eine verrückte Geschichtsschreibung. Wenn Geschichte im Sinne der Kabbala tendenziell ist, dann ist sie schwerlich neutral. Sie neigt dazu, Dinge umzudeuten. Zum Beispiel erscheint der Name Necho nicht als ein historischer Name, sondern als ein Ausdruck. Ich habe die Könige Judas nicht nach ihrem Vorkommen im BdE untersucht. Josia bildet hier eine Ausnahme. Der Grund für diese Unterlassung: Eine Untersuchung biblischer vorexilischer "Fakten" wie etwa die Königschronologie bedürfen zuerst eine zweifelsfreie Chronik. Da aber die Chronologie spätestens ab Hiskia problematisch wird, ist eine systematische Prüfung kaum ratsam. Ich habe vermehrt Ereignisse zwischen 650 und 500 geprüft, in der Annahme, dass in der zur Redaktion nahen chronologischen Zeit vorgefallene wichtige Ereignisse ihren Niederschlag im BdE finden. Und sie tun es. Diese meist symbolischen Gleichnisse (Melchisedek, der Priester in Ewigkeit steht für die Tempelweihe, Die Sintflut für die Zerstörung des Tempels), bestätigen die Hebräische Jahreszählung insofern diese mit der Akzeptierten Chronik nach Babel im Einklang ist. Josia als chronologischer Baustein (70Jahre) zeigt ein chronisches Bewusstsein, das Jeremias Verständnis ausbaut in einem faktischen Sinne. ZIn diese Entwicklungsreihe gehört dann, dass die zwei Tempelzerstörungen in dem für den BdE Bedeutsamen Konstuktionsintervall von 656 Jahren stattfinden (597 BC - 70 AD) Der Vorschlag, dass der BdE in zwei Stufen (das erste mal im 3.Jh Zeitgleich mit dem LXX-Pentateuch) und ein 2.Mal unter den Makkabäern fixiert wurde, kann hier nur postuliert werden. |
Material zum Baum der Erkenntnis: | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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