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Hebron, das ist Kiriath Arba - Kiriath Arba, das ist Hebron |
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Ich habe einmal vernommen - man frage nicht, in welch schrulliger Legende, ob aus dem Talmud oder aus Tausendundeiner Nacht - dass, so man in das Grab der Sara zu Hebron hinabsteige und einen Stein weghebe, man durch einen Gang schlüpfen kann, und dann in Ägypten unter den Pyramiden wieder hinauskomme. Aber niemand wüsste genaueres, denn nur Königen sei dies bisher gelungen.
Ehrlich gesagt, ich hielt dies für abstruss. Aber irgend etwas tiefsinniges ist da doch darin.
1Mo 23,2 Und Sarah starb in Kirjat-Arba, das ist Hebron, im Lande Kanaan. Da ging Abraham hin, daß er um Sarah klagte und sie beweinte.
1Mo 35,27 Und Jakob kam zu seinem Vater Isaak gen Mamre, bei Kirjath-Arba, das ist Hebron, woselbst Abraham und Isaak Fremdlinge gewesen sind.
Jos 14,15 Aber Hebron hieß vor Zeiten Kirjat-Arba. Der war der größte Mann unter den Enakitern. - Und das Land ruhte aus vom Kriege.
Jos 15,13 Aber Kaleb, dem Sohn Jephunnes, gab er sein Teil unter den Kindern Juda nach dem Befehl des HERRN an Josua, nämlich die Stadt Arba, des Vaters Enaks, das ist Hebron.
Jos 15,54 Kirjat-Arba, das ist Hebron, Zior. Das sind neun Städte und ihre Dörfer.
Jos 20,7 Da sonderten sie aus: Kedesch in Galiläa auf dem Gebirge Naphtali, und Sichem auf dem Gebirge Ephraim, und Kirjat-Arba, das ist Hebron, auf dem Gebirge Juda.
Ri 1,10 Juda zog auch wider die Kanaaniter, die zu Hebron wohnten; Hebron aber hieß vor Zeiten Kirjat-Arba; und sie schlugen Sesai und Achiman und Talmai. -
Ri 1,20 Und sie gaben dem Kaleb Hebron, wie Mose gesagt hatte; der vertrieb daraus die drei Söhne Enaks.
Neh 11,25 Was aber die Gehöfte auf dem Lande betrifft, so wohnten etliche von den Kindern Juda in Kirjat-Arba und seinen Nebenorten, in Dibon und in seinen Nebenorten, in Jekabzeel und seinen Höfen;
Wir können es nicht vergessen. Unermüdlich ist die Bibel darin uns zu sagen, dass Hebron Kiriath Arba ist.
In Hebron liegt Sarah begraben. Hebron ist auch der erste Landerwerb Abrahams.
Als Josef, der Hebräer nach Ägypten verkauft wird, da wohnt sein Vater Jakob in Hebron.
Juda schlägt Hebron, und dieses wird Kaleb zu eigen. Simson trägt Gazas Stadttore bis auf den Berg Herbrons.
Hebron war die Stadt des Arba, der einen Sohn hatte, der Enak hiess, und dieser wiederum drei Söhne. Die Enakskinder sind Riesen. Und der König von Hebron war zur Zeit Samuels in einer Koalition mit Adoni-zedek von Jerusalem gegen Israel im Streit.
Hebron wurde 7 Jahre vor Zoan gebaut. Hebron hiess aber auch ein Enkel Levis, des Kahat. Und Hebron war eine der drei Totschlägerstädte diesseits des Jordan.
David zieht nach Hebron und in Hebron wurde David von den Männern Judas zum König gesalbt. Hebron wurde dem Kaleb Jephunnes Sohn, dem Kenisiter gegeben.
Sieben Jahre und ein Halbes wohnt David in Hebron, wo ihm sechs Söhne geboren werden. In Hebron startet Absalom seinen Aufstand gegen seinen Vater David.
Hebron ist die Stadt, deren Name an den Namen der Hebräer erinnert.
Dieser Kontext wird biblisch bezeugt auch durch die Bedeutung Hebrons: erster Landerwerb, erster Sitz eines Königs.
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Hyksos in Ägypten |
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Die Bedeutung dieses Ortes muss näher geklärt werden.
Hebron wird sieben Jahre vor Zoan gebaut.
Zoan liegt in Ägypten, ist eine Stadt von Fürsten und dort tat Gott seine Zeichen. Zoan wird mit Tanis und Avaris gleichgesetzt. Dieses Avaris aber ist eine Gründung von Asiaten im Nildelta. Gegen Ende der Hyksoszeit ist es die Hauptresidenz der Hyksos, welche von dem thebanischen Fürst Amose eingenommen wird. der damit das neue Reich einleitet.
Die zweite Zwischenzeit in Ägypten ist nicht so einheitlich, dass sie als Hyksoszeit beschrieben werden kann. Konsenz besteht: In der zweiten Zwischenzeit waren Herrschaften regionalisiert. Asiaten drangen ein und übernahmen bald friedlich, manchmal auch agressiv, ägyptische Geschäfte oder Ämter. Folgene Kulturleistungen haben sie nach Ägypten gebracht: Das Pferd, den Streitwagen, ein neues Schwert, den Verbundbogen und den Namen Misraim.
Zwei Dynastien im Delta werden als Fremddynastien bezeichnet. Die 14.Dynastie (sie ist nur mit einem Namen bisher Archäologisch belegt), und die folgende 15. Dynastie (die eigentliche Hyksosdynastie). Daneben funktionierten weitere Dynastien in Oberägypten (Theben), welche zeitweilig Tribut entsandten nach Memphis (Unterägypten). Organisation und Hierarchie bei den Hyksos ist schwer nachzuweisen. Der Begriff Fürstenkoalition trifft wohl am ehesten zu. Dass ein Fürst Kian bei Hetitern und Mesopotamien bekannt ist, weist ihn nicht zwingend als Pharao aus im Stile des Mittleren Reiches.
Die Hyksosherrschaft ist belegt vom Bach Ägyptens (dem Nil) bis an den Eufrat (bis nach Karkemisch). Dieses Reich bestand insgesamt wohl keine 100 Jahre. Die Gründung Hebrons ist also im Kontext der Hyksos zu sehen.
Die Hyksos werden als eine eigenständige Dynastie in Ägypten verstanden (15.Dynastie), welche zwar nicht ganz Ägypten beherrschte, aber doch Tribut von Theben (Oberägypten) fordern konnte.
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Die Stadt Arbas |
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Arba steht für die vier, die vier Windrichtungen. wenn wir den bildhaften Ausdruck verstehen, dass ein Riese der Sohn der Vier ist, und dann dieser drei Riesenkinder hat, so ist leidlich einfach darin eine Pyramide zu verstehen, ein Riese, der auf einem Viereck steht. Die drei Söhne verweisen auf die drei besonders auffallenden Pyramiden in Gizah, die Pyramide des Cheops, des Chefren und des Mykerinos.
Kirioth ist die Mehrzahl von Kir und bedeutet Stadt (Beispiel: Carthago, Karchemisch).
Kiriath Arba könnte man als Vierstadt bezeichnen (ein Städtebund), oder als Städte der Araber. All dies deutet auf die Hyksos hin, die Koalition von Amalekitern, Arabern, Midianitern, und zusammen heissen sie Hebräer.
Aber die Auszeichnung der Stadt in der Bibel ist doch anders. Die Betonung der Riesen ist dominant. Und die Riesen erscheinen im Kontext von befestigten (ummauerten) Städten. Hier kann sich der Riese, der auf dem Quadrat steht nicht verbergen, und vor allem anderen erhält hier Kiriath Arba den Sinn von Ägypten, zumal, wenn man die drei Söhne Enaks beachtet.
Wenn also Hebron ein Symbol für die Herrschaft Ägyptens bildet, so tangiert dies die Königswürde Davids. David erscheint als ein Vasallenkönig von Ägypten, ein Gegenvasall gegen Saul.
Als Absalom nach Hebron geht, da wird dies für David wirklich gefährlich, denn Absalom hat nicht nur 200 Juden im Rücken, sondern die Macht Ägyptens.
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Ägypten in der Richterzeit |
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Man hat sich gewundert, dass während der ganzen Richterzeit kein Wort über Ägypten verloren wird. Amalekiter, Midianiter und Araber, Moabiter und Philister erscheinen als Feinde, nicht aber das grosse Ägypten. Die Lösung währe hier einfach in Rücksicht auf die Präsenz der Hyksos in Ägypten zu dieser Zeit. Die Ägypter selbst wohnen isoliert in Theben in Oberägypten, während das Reich des Fürsten Khian vom Delta bis an den Eufrat reicht (und damit eine Vorlage für israelitische Sehnsüchte gab)
Dieses Reich beruhte in einer grossen Koalition, wohl unter der Dominanz der ursprünglich nomadisierenden Amalekiter und Midianiter.
Nachdem Ahmose den Sitz im Nildelta zerstörte, brach diese Koalition auf, und der Unabhängigkeitskrieg der Israeliten erscheint als eine der Fehden innerhalb der ursprünglichen Koalition. Als neuen Machtfaktor war mit Ägypten zu rechnen, und sowohl Saul als auch David dürfen hier als die rivalisierenden Vasallen verstanden werden, mit denen Ägypten die unruhige Handelsbrücke Palästina beherrschte.
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Es taucht die Frage auf: die Quellenlage siedelt die Hyksoszeit synchron mit der Richterherrschaft. Nur so kann die Absenz der Ägypter erklärt werden. Die Bibel aber zeigt mit David und Salomon 80 Jahre praktische Freiheit. Auch dies impliziert ein schwaches Ägypten. Beides kann nicht aufgehen. Mit der Vertreibung der Hyksos aus dem Nildelta (und durch Saul auch aus den Küstengebieten des Sinai) ersteht in der 18.Dynastie eine stark expansive Kraft, die nur mit Echnaton etwas abnimmt. Dies ist nicht zu vereinbaren mit dem (autarken) Reich Israel, das sich wie das Reich Khians vom Eufrat bis an den Nil erstreckt haben soll.
Die Pharaonen, die auch am stärksten expansiv orientiert waren, trugen den Namen Tothmosis, häufig auch Dudimosis ausgesprochen (siehe Josephus). Dieser Namen vereinigt zwei zentrale Figuren: David (Duid) und Moses. dieses, wie auch der territoriale Anspruch Israels bringen die Biblische Geschichte zum Einsturz und zeigen ihre Legenden als legitimistische Neuschreibung aus einer späteren Optik.
Treffend ist nur ein Umstand: nämlich der Hass der Ägypter auf die Asiaten seit der 18.Dynastie, und der Hass der biblischen Protagonisten auf die Hyksos (Amalekiter/Midianiter).
In diesen Kontext passt die bildhafte Umschreibung:
Hebron, das ist Kiriath Arba, der Riese auf dem Quadrat und seine drei Söhne.
Wir sehen, dass Ägypten nicht abwesend ist. Es passt nur nicht in das Schema religiös fundamentaler Machtpolitik der siegreichen Judäer nach dem Untergang Samarias, dass es lediglich umschrieben werden darf.
Ein Dokument mit Widersprüchen
Wer nun David und Salomon konkret waren, werden wir wohl nur annähernd erraten können. Vielleicht steht der Charakter eines Abdi Heba von Jerusalem (Amarna Briefe, Zeitgenosse des Echnaton), diesen Vasallenfürsten nicht so fremd. Vielleicht spiegeln diese Briefe eine Zeit wieder, welche die Bibel für sich beansprucht mit einer vollkommen falschen Optik (wobei sie aber mit Bruchstücken wahrer Geschichte baut).
Die Rekonstruktion der Geschichte unter Massgabe biblischer Aussage wird nicht restlos gelingen. Aber man darf die Bibel nicht aus der Hand legen, sowenig wie sich ein Manetho, Berossus oder Herodot restlos diskreditieren lassen.
Denn die Bibel hat durchaus recht, wenn sie sagt:
Die Vergangenheit des Volkes liegt in Ägypten, nachdem es aus Aram einwanderte. Das Volk in Ägypten nahm stark zu. Es gab eine Zeit dieses Volkes, da es vom Nil bis an den Eufrat herrschte. Wie Israel ist es eine Koalition. Diese Koalition zerbrach.
Die Bibel hat auch recht wenn sie sagt: Das Volk wurde aus Ägypten vertrieben (erlöst). Sie hat vielleicht sogar recht, wenn sie sagt, dass es in dieser Zeit Manna (Bimsstein von Thera) vom Himmel regnete und eine Rauchsäule bei Tag und Feuersäule bei Nacht am Himmel zu sehen war.
Sie hat aber vielleicht auch recht, wenn sie sagt, dass dieser Auszug einen hohen Tribut an Menschenleben kostete (Hunger, Missernte in diesem Jahr) Und sie zeigt in diesem Kontext ein natürliches Problem: überall liegt Asche, wo soll man hin, und so wandert es umher, bis die Asche erodiert und den Boden befruchtet.
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Chronologie der Bibel, Richter - Hyksos |
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Zuletzt möchte ich auf die Eigenart der masoretischen Chronologie hinweisen: Der hebräische Kalender besagt: die Welt sein 3761 vor Christi erfunden worden. In der mittleren Spalte finden wird die Jahre bezogen auf die (postdatierte) Erfindung des biblischen Weltbildes.
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Abraham Geburt | 1948 (1946) | (Alternativdatum, nach anderer Behandlung der Sintflutjahre) |
| Einwanderung nach Ägypten | 2238 (2236) | 100+60+130 Jahre nach Abraham |
| Exodus | 2668 (2666) | 430 Jahre nach Einwanderung |
| Einzug nach Kanaan | 2708 (2706) | 40 Jahre Wüstenwanderung |
| King David | 2705 | 40 Jahre |
| King Salomon | 2745 | 40 Jahre |
| Reichsteilung | 2785 | 390 Jahre vor der Zerstörung des Tempels (Hesekiel oder einfache Addition der Regierungszeit der Könige Jerusalems |
| Tempelzerstörung | 3175 | 586 v.Chr. |
| Zeitwende | 3761 | 1 n.Chr.
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Wir sehen, dass der masoretische Kalender die Richterzeit ganz einfach eliminiert. Das heisst, die Richterzeit findet in Ägypten statt (in der Hyksoszeit). Ein solcher im offenbaren Text unhaltbarer Zustand wird auch durch andere Hinweise untermauert. Joshua lebt in der 10.Generation nach Josef, Kaleb, sein Zeitgenosse aber nur in der 3. Generation nach Juda. (Siehe dazu auch: Inoffizielles im AT)
Josua gehört nach Generationen zu David, Kaleb aber zu Mose (hier haben wir wieder den Dudimose). Der Widerspruch lässt sich nicht kösen, sondern nur anders arrangieren, indem man Mose, David Kaleb und Josua alle Zeitgenossen sein lässt, mit dem Ergebnis, dass dann Josef im Verhältnis zu Juda (seinem Bruder ) urururalt ist. Seltsamerweise machen jüdische Legenden Aussagen in diese Richtung.
Kaleb aber ist ein Kenisiter und die Kenisiter sind mit den Amalekitern verbandelt und werden von Saul aufgefordert, sich von diesen zu scheiden. Kaleb aber gehörte Hebron, bevor David dort residierte.
Im Spiegel der Chroniken und der Genealogien zeigt sich immer die widersprüchliche und kontroverse Zusammensetzung von Israels Volk, als sei es den Verfassern der Bücher nicht gelungen, diese Widersprüche restlos zu vermeiden.
Wir sehen hier aber folgende Eigenart: Die Königsliste wurde ausgehend von Hiskia oder seinem Vater (real existierende Könige) ergänzt hin zu einem Königspaar alla Khian (dem Hyksosherrscher) wobei der Eintritt ins gelobte Land mit der Regierung Davids beginnt. Sogar Saul wird das Recht aberkannt. Konsequenter kann man als jüdischer Chronist wohl nicht mehr denken. Und das verrückte ist: Die Jahreszahl ist offizielle Jahreszahl des hebräischen Kalenders.
Dieser exaltierten Form jüdischer Monarchie, binnenchronologisch (aber nicht historisch) untermauert, steht nur ein Ärgernis gegenüber: Hebron (wo David König wurde) ist Kiriath Arba, und dies degradiert ihn zu einem Vasallen Ägyptens.
Wir finden diesen Hinweis im Pentateuch, im Buch Josua und im Richterbuch, aber in keinem Buch, auf welches sich Davids Geschichte und Glanz stützt. Auch darin, so meine ich liegt eine Logik. Die Verfasser von Josua und Richter hatten eventuell nicht die gleichen Interessen wie die Autoren von Samuel und Chroniken.
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Ich kann nun nicht glauben, dass es - so man besagten Stein im Grab Saras und den Gang findet - etwas bringt nach Ägypten zu gelangen. Wiewohl noch die Enakssöhne mehr oder minder vollständig dort rumfaulenzen, die Zeit der Pharaonen ist vorbei. Aber eines hat sich nicht geändert, damals wie heute. Im Nahen Osten bieten sich Vasallenfürsten an und suchen ihren Gott. Mag das Meer dazwischen heute auch etwas breiter sein als damals.
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