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Bibelforschung

© elcappuccino - last update: Okt. 2003

Quellentheorie zum AT

Was war zuerst: der (Proto-)masoretische Text, die Septuaginta oder der Samaritanische Pentateuch?

Die Krux mit dem Krux
Die Krux: I.N.R.I.
Das Ende des Markus Ev.
Hebron - das ist Ägypten
Quellentheorie zum AT

Inoffizielles zum AT
Kabbala im Vergleich zwischen MT und LXX
Stellenvergleich MT und LXX

                                              
                                

Vorwort

          zum Inhalt


Welches ist die richtige und ursprüngliche Quelle des AT? Für den alltäglichen privaten Gebrauch der Bibel ist diese Frage unbedeutend, denn dadurch werden die Kanzelpredigten wenig beeinflusst. Für die Forschung aber ist sie eminent wichtig, vor allem dann, wenn sie den biblischen Inhalt in eine möglichst dichte Beziehung zu ausserbiblischen Berichten bringen will.
Drei Texttypen werden heute als bedeutsam genannt.

  • der Masoretische Text MT
  • Die Septuaginta LXX
  • der Samaritanische Pentateuch SamP

Die Autorität der Septuaginta wurde in jüngster Zeit erneuert in Zweierlei Hinsicht.

  • Die Autoren des NT beziehen sich in ihren Zitaten überwiegend auf die LXX
  • Qumran belegt, dass die LXX neben dem MT Typus angenommen war. Die Tendenz zeigt eine Verdrängung der LXX zugunsten des MT mit fortschreitender Abfassungszeit. Man hat aber auch SamP als Vorlage gefunden.

Im Zuge des Bibelcodes ist es zu überzogenen Ansprüchen gekommen, MT sei der einzige und ursprüngliche Texttypus, der als direkter Nachfolger von Moses Torah gelten könne. Dem gegenüber stehen die Erfahrung, dass MT entgegen den Forderungen als Schrift vor der Zeitwende überhaupt nicht verbreitet und belegt ist, aber nach der Zerstörung des Tempels 70 n.Chr. alle anderen Texttypen zu verdrängen begann.

Welche Theorie sind möglich, die die Varianz und Entwicklung der Texttypen zulassen, das sei hier die Frage. Dabei will ich nicht die Ergebnisse der Forschung, die bisher geleistet wurden, wiederholen, sondern auf einige Möglichkeiten hinweisen, die unserem Denken geflissentlich entgehen.
 

Samaritanischer Pentateuch

zum Inhalt


MT LXX und SamP haben wesentliche Unterschiede. Am offensichtlichsten sind sie den Chronologisten in der Behandlung der Zeiten in Genesis. Bevor dies aber erläutert wird, sei ein genereller Unterschied markiert.

Die Bibel der Samaritaner umfasst nur den Pentateuch. Sie akzeptiert weder die Propheten noch die Chroniken. Dies stellt in Bezug auf Religion und Glauben einen wesentlichen Punkt dar. Denn der Pentateuch endet mit dem Tod des Mose und dem Auftrag an Joschua, das Volk ins gelobte Land zu führen.
Die Samaritaner (man verzeihe den Ausdruck, der vielleicht nicht ganz zutreffend ist) sind heute eine kleine Gemeinschaft von wenigen Tausend Menschen, die immer in Israel lebten. Sie teilen also nicht die Geschichte des uns bekannten Judentums. Historisch gesehen sind sie stigmatisiert durch die Geschichte, die man mit den Bewohnern Samarias verbindet. So wird den Samaritanern vorgeworfen, sie seien keine Israeliten, sondern seien eine Mischbevölkerung, die sich durch Ansiedlung fremder Völker gebildet haben.
Man muss sich diesen Vorwurf ähnlich vorstellen, wie etwa die Tatsache, dass ein bedeutender Anteil der eingewanderten Juden heute eigentlich Chasarischen Ursprungs sind. Die Chasaren haben die Tenach übernommen, sind also nicht eigentlich Juden im genetischen Sinn. Diesen Vorwurf traf die Samaritaner und führte zu der entsprechenden Geringschätzung.
Der Ursprung des Samaritanische Kultes wird oft auf Tobija zurückgeführt, der von den Juden aus dem Tempel geworfen wurde, weil sie den Tempel alleine bauen wollten. Tabija soll dann in Samaria einen eigenen Kult eröffnet haben. SamP sei eine Abschrift der Tora. Diese Version der Geschichte müsste die Herkunft der Abweichungen erklären.

Es gibt aber eine andere Version, die uns viel wahrscheinlicher vorkommen muss. Es ist selten, dass ein Landstrich ganz entvölkert wird und gänzlich durch Fremde besiedelt wird. Es ist ebenso unwahrscheinlich, dass nicht einzelne Israeliten aus der Assyrischen Verbannung, unbesehen von der chronologischen Darstellung, wieder nach Israel gekommen sind, unabhängig von einem politischen Akt oder Edikt, im Rahmen unauffälliger Migrationsbewegungen. Nehmen wir diesen Fall in Anspruch, so könnte SamP tatsächlich ein Typus sein eines vorexilischen Pentateuch. In diesem Fall hätte der MT seine Variationen zu erklären.
Es gibt noch einen anderen Hinweis. Die Anhänger von SamP nennen sich nicht Schomeronim, sondern Schomerim. Erstes würde Samaritaner heissen. das zweite hat aber eine andere Bedeutung und meint 'Wächter'. Die bisher herunter gebetete Identifikation mit der Samaritanischen Mischbevölkerung verliert also zunehmend an Überzeugungskraft, wenn man den Faktor einer Überfremdung auch nicht ausschliessen darf.
Alles was wir zur Geschichte der Schomerim kennen, entstammt der Schrift ihrer Kritiker, und bedarf kritischer Einschätzung. Die Schomerim sagen von sich, dass sie Nachkommen von Josefs Stamm seien, und das Übel in Elis Abfall erkennen, der das Heiligtum von Garizim nach Siloh transferierte.

Ausser dem Pentateuch haben die Schomerim mit den Juden kein Buch gemeinsam. Man darf dies als Zeugnis einer getrennten und unterschiedenen Geschichte verstehen. Zwei Ursachen können ein solches Faktum hervor bringen.

  • Nach der Rückkehr der Juden aus dem Babylonischen Exil war der Pentateuch das einzige kanonische Buch. Demnach wäre es natürlich, dass nur dieses als Grundstein der Religion den Samaritanern übergeben wurde. Nachdem eine Spaltung vollzogen war, gab es keinen Anlass mehr, dass auch die nachfolgenden in den Kanon integrierten Schriften übernommen würden. Wenn wir bei dieser These an die Chroniken denken, der an die Propheten Daniel etc. sehen wir keine Widerstände. Wie aber steht es mit solch grundlegenden Schriften wie dem Buch Joschua, oder dem Buch Samuel, das ja erst die Rolle Jerusalems für die Juden verdeutlicht? Wären die Samaritaner eine fremde Bevölkerung, dann hätten sie die Geschichte Israels nicht gekannt. Gerade ihnen hätte dann Samuel den Anspruch Jerusalems verdeutlichen können. Offenbar war es nicht nötig, die Samaritaner über die Geschichte Israels zu belehren. Dies ist nur wahrscheinlich, wenn die Samaritaner oder Erben des SamP sehr wohl über die Geschichte Israels Bescheid wussten.
  • Wenn sie die Geschichte kannten, warum sollten sie denn ein Buch übernehmen, das beansprucht, älter zu sein, als die jüdische Geschichtsschreibung? Nehmen wir die viel zitierte mündliche Überlieferung, auf die Juden gerne zurück greifen, um gewisse Stellen zu deuten. Esra musste den Israeliten das Gesetz verlesen, und es machte einen starken Eindruck. Das Buch war nicht einfach verfügbar. Der Besitz des Buches war ein Privileg. Es spricht viel dafür, dass Eindruck, den Esra erzeugte vor allem in der Kluft zwischen seiner Schrift und der mündlichen Tradition, dem sogenannten Selbstverständnis der Geschichte im Volk darstellte. Die mündliche Tradition dessen, was das Quellenmateial in Teilen des Tenach darstellt, war wohl nicht in allen Teilen gleich und gleich verbindlich, wie es die Torah darstellt. Es erklärt sich also, dass die zurückkehrenden Exulanten wie vor einer neuen Offenbarung standen. Wie aber mochte dies aus der Sicht derer sein, die gar nie ins Exil gingen? Wenn eine mündliche Tradition bestand, dann war die nicht sogleich mit der Torah zu prüfen. Da mochten in der Torah Geschichten erzählt worden sein, die sie kannten, nur nicht dem spezifischen Buchstaben der Torah nach. Was erzählt die Torah? die Torah fundiert das geschichtliche Selbstverständnis. Sie erzählt nicht die Geschichte des Kanaanitischen Israel, berührt also nicht die Geschichtliche Erinnerung der Daheim gebliebenen, sondern beschreibt die Vorgeschichte, wie es zu diesem Kanaanitischen Israel kam. Wer also ausschliesslich sich für diese Mythologie interessierte, und nicht für die Kanaanitische Geschichtsschreibung aus jüdischer Sicht, der hatte wohl seine eigene geschichtliche Grundlage. Es wird damit denkbar, das SamP als schriftliche Ergänzung zur mündlichen Überlieferung der niemals ausgewanderten Israeliten, die heute als Samaritaner bezeichnet wurde, aufgenommen wurde. Und sich ihr Status als heilige Schrift erst mit dem Versiegen der mündlichen Tradition herausgebildet hat. Diese Alteingesessenen Israeliten hatten keine Bedürfnisse, zunächst ihre Tradition mit dem jüdisch-Jerusalemischen Geschichtsbild zu vereinbaren und es so zu ersetzen.

Dem Gegenüber steht ein anderes Faktum das auch viel wahrscheinliches hat, und das einsichtig ist.

  • Die Torah ist das Gesetzbuch. Sie allein beansprucht, verbindlich zu sein für die Nachkommenschaft Israels. Der Samaritanische Sachverhalt widerspiegelt diesen Tatbestand. Wären die Samaritaner Fremde gewesen, dann hätten sie die Gabe gehabt, das zu vollbringen, was die Juden nicht vollbrachten, allein nach den Gesetzen Mose zu wandeln. Woher sollten diese Fremden diese Gabe erhalten?
  • Eine andere Eigenart aber ist zu beobachten. Wenn sich jemand für eine Religion interessiert, dann wird er sich in der Regel für das Kernstück der Religion interessieren, und nicht für seine Geschichte. Solches zusätzliche Interesse mag nachträglich hinzukommen. Wie aber kann aus einem rein philanthropischen Interesse für eine andere Religion ein Kult werden, der sich nicht verbinden will mit dem Volk, das die Religion repräsentiert? Dies kann nur geschehen, wenn der Zugang nachträglich verwehrt wird, wie dies bei Tobija erzählt wird.
  • Einen ernsten Grund können wir auch darin finden, dass die Schomerim wohl die Torah akzeptierten, die betreffs dem religiösen Zentrum unbestimmt ist, nicht aber mit der Pro Zion-Jerusalem ausgerichteten Propaganda der Chroniken und Propheten. Eine solche Reaktion lässt sich aber ernstlich nur aus einer älteren Erinnerung begründen.

Tobijas hypothetisches Verhalten, wie es Esra darstellt, muss zuerst zu verdauen sein. Angenommen Tobija entwendet eine Rolle, nein Fünf (der ganze Pentateuch). Diese Rollen entsprechen dem gängigen Typus, der auch Esra zur Verfügung stand. Aber er entwendet nicht die anderen Schriften (die vielleicht noch gar nicht existieren, oder, weil zusätzlich, nicht allgemein zugänglich sind). Tobija, und seine Leute werden dann ausgeschlossen. Tobija ist entrüstet und beschliesst, einen eigenen Kult zu machen. Stellen sie sich das vor. Ja mehr noch, wenn MT der Esra Text sein soll, dann hat er auch noch die Schrift verändert, Zahlen manipuliert (die keinen Beitrag zu einer Pro oder Antizionistischen Auslegung bieten, da hätte Tobai ausgebildeter Kaballist sein müssen). Ferner verzichtet er auf eine konkurrierende Geschichtsschreibung. Drittens muss er die Gemeinde, die mit ihm zusammen ist, überzeugen, dass dieser sein Pentateuch nun die einzige gültige Schrift ist? Was braucht es da für einen Heiden, der dies zustände brächte?

Das ist wenig überzeugend. Im Gegenteil, die Beharrlichkeit, mit der die Gemeinde Tobijas, oder die Samaritaner ihren Glauben durchziehen, kann nicht anders als durch eine tiefere und ältere mündliche Tradition gesehen werden, die als völkisches Selbstverständnis stützt, während man gehöhnt und abgelehnt wird.
Ich habe von Tobja gesprochen, als ob er ein Samariter wäre. In Nehemiah wird über ihn gesagt

Neh 2,10 Als aber Sanballat, der Horoniter, und Tobija, der ammonitische Knecht, solches hörten, verdroß es sie sehr, daß ein Mensch gekommen war, das Wohl der Kinder Israel zu suchen.
Neh 2,19 Als aber Sanballat, der Horoniter, und Tobija, der ammonitische Knecht, und Geschem, der Araber, solches hörten, spotteten sie über uns und verachteten uns und sprachen: Was hat das zu bedeuten, was ihr vornehmet? Wollt ihr euch gegen den König auflehnen?
Neh 4,3 Aber Tobija, der Ammoniter, war bei ihm und sprach: Sie mögen bauen, was sie wollen; wenn ein Fuchs hinaufginge, würde er ihre steinernen Mauern zerreißen! -
Neh 4,7 Als aber Sanballat und Tobija und die Ammoniter und die Asdoditer hörten, daß die Wiederherstellung der Mauer zu Jerusalem fortschritt und daß die Lücken sich zu schließen begannen,
Neh 6,1 Und als Sanballat, Tobija und Geschem, der Araber, und andere von unsern Feinden erfuhren, daß ich die Mauern gebaut habe und daß keine Lücke mehr daran sei, wiewohl ich zu jener Zeit die Türflügel noch nicht in die Tore eingehängt hatte, -
Neh 6,12 Denn siehe, ich merkte wohl: nicht Gott hatte ihn gesandt, mir zu weissagen, sondern Tobija und Sanballat hatten ihn gedungen;
Neh 6,14 Gedenke, mein Gott, des Tobija und Sanballat nach diesen ihren Werken, auch der Prophetin Noadja und der andern Propheten, die mir Furcht einjagen wollten!
Neh 6,17 Auch ließen zu jener Zeit die Vornehmsten in Juda viele Briefe an Tobija abgehen, und auch von Tobija gelangten solche zu ihnen.
Neh 6,19 Sie redeten auch zu seinen Gunsten vor mir und hinterbrachten ihm meine Worte; und Tobija sandte Briefe, um mir Furcht einzujagen.
...
Neh 7,61-65 Und diese zogen auch mit herauf aus Tel-Melach, Tel-Harsa, Kerub, Addon und Ammer, konnten aber das Haus ihrer Väter und ihre Abstammung nicht nachweisen, ob sie aus Israel seien:/ Die Kinder Delajas, die Kinder Tobijas, die Kinder Nekodas; derer waren 642. -/ Und von den Priestern: die Kinder Hobajas, die Kinder Hakkoz`, die Kinder der Barsillais, der von den Töchtern Barsillais, des Gileaditers, ein Weib genommen hatte und nach deren Namen genannt ward./ Diese suchten ihr Geburtsregister, und als sie es nicht fanden, wurden sie von dem Priestertum ausgestoßen./ Und der Landpfleger sagte ihnen, daß sie nicht vom Allerheiligsten essen dürften, bis ein Priester mit dem Licht und Recht aufstände.
...
Neh 13,1-9 Zu jener Zeit wurde vor den Ohren des Volkes im Buche Moses gelesen und darin geschrieben gefunden, daß die Ammoniter und Moabiter nimmermehr in die Gemeinde Gottes kommen sollten,/ weil sie den Kindern Israel nicht mit Brot und Wasser entgegenkamen, sondern den Bileam wider sie dingten, damit er sie verfluche; aber unser Gott verwandelte den Fluch in Segen./ Als sie nun das Gesetz hörten, geschah es, daß sie alles fremde Volk von Israel absonderten./ Vorher aber hatte Eljaschib, der Priester, der über die Kammern des Hauses Gottes gesetzt war, ein Verwandter Tobijas,/ diesem eine große Kammer eingeräumt, wohin man zuvor die Speisopfer, den Weihrauch und die Geräte gelegt hatte, dazu die Zehnten vom Korn, Most und Öl, die Gebühr der Leviten, der Sänger und der Torhüter, dazu das Hebopfer der Priester./ Während aber solches geschah, war ich nicht zu Jerusalem. Denn im zweiunddreißigsten Jahre Artasastas, des Königs von Babel, war ich zum König gegangen; aber nach einiger Zeit begehrte ich wieder Urlaub vom König./ Und als ich nach Jerusalem kam, erfuhr ich das Übel, das Eljaschib dem Tobija zuliebe getan hatte, indem er ihm eine Kammer in den Vorhöfen des Hauses Gottes eingeräumt hatte./ Solches mißfiel mir sehr; und ich warf alle Geräte des Hauses Tobijas vor die Kammer hinaus/ und befahl, die Kammer zu reinigen; dann brachte ich die Geräte des Hauses Gottes, das Speisopfer und den Weihrauch wieder dorthin.

Dies sind die Angaben, zu einem oder zwei verschiedenen Männern genannt Tobija. Dabei ist nicht ersichtlich, ob Neh.13 sich auf Neh7 bezieht, oder auf Tobija, den ammonitischen Knecht. Wenn man Neh 13,1 im Kontext liesst, liesse sich letzteres annehmen. es ist eine leidige Bemerkung, dass es in der Tora keine Beziehung zwischen Ammon und Bileam gibt. Also handelt es sich hier um das Tadeln des Ammoniters Tobija.

Neh 13.7 bedarf auch eines Kommentars. Was ist hier die Meinung? Wollte Tobija den tempel als eine Art Privatbank betrachten? Oder handelt es sich um geschenke für den Tempel aus seiner Hand? wenn man die Aussage liesst, dass die Exilanten den Tempel alleine bauen wollten, dann bezeichnet dies auch die Ausrüstung mit gaben. Tobijas Beitrag wurde also auch hier zurückgewiesen. Im Gegensatz zum Persischen König, der in seinem Edikt die Ausrüstung des Tempels befahl, wurden also alle Ansässigen von einem Beitrag ausgeschlossen.

Aufgrund dieser Stellen wird vielmals Tobija als Begründer des samaritanischen Kultes genannt. Aber Tobija wird ein Ammonitischer Knecht genannt (kein Fremdling). Dann ist noch der Tobija, der seine Abstammung nicht nachweisen konnte.

Esr 2,48 die Söhne Rezins, die Söhne Nekodas, die Söhne Gassams;
Esr 2,60 Die Söhne Delajas, die Söhne Tobias, die Söhne Nekodas: 652. -
Neh 7,50 der Kinder Gahars, der Kinder Reajas, der Kinder Rezins, der Kinder Nekodas,
Neh 7,62 Die Kinder Delajas, die Kinder Tobijas, die Kinder Nekodas; derer waren 642. -

Wir beobachten eine andere Schreibung. Das für das fehlende 'I' auch ein Missbetrag in der Höhe von 10 (642-652) besteht, ist eine kabbalistische Feinheit.

Es kann also nicht gesagt werden, es handelte sich hier um den gleichen Namen. Aber es sei beobachtet. Diese Menschen wurden alle ausgeschlossen. Wer nicht frech genug war, seine Abstammung zu fälschen, der hatte im Judenstaat Esras, gefördert aus Persischen Edikten, keine Chance. Ob manb diess mit einer Kabbala beantworten kann?
Tobijas zusätzliches i ist die Umkehrung von Saras verlorenem i, quasi eine Entwürdigung. Die Zahl 642 lässt sich rechnen: 1000 - 642 = 358 !!!!! (das ist die Gematria für den Messias, wie auch für Nachasch)

Hier ein Beispiel, was Register im Esrahitischen Sinne meint. Dies ist nur der ersten Teil der Auflistung jener, die mit Joschua und Serubbabel zurückkehrten.
(Unterstreichung: siehe LXX Variante am Ende der Tabelle)
 

Nehemia Esra Feature
Neh 7,8 Der Kinder Parhos waren 2172; -
Neh 7,9 der Kinder Sephatjas: 372; -
Neh 7,12 der Kinder Elams: 1254; -
Neh 7,14 der Kinder Sakkais: 760; -
der Kinder Aters, von Hiskia: 98; -
Neh 7,26 der Männer von Anatot: 128; -
Neh 7,27 der Männer von Beth-Asmavet: 42; 
Neh 7,28 der Männer von Kirjat-Jearim,
Neh 7,29 Kephira und Beerot: 743; -
Neh 7,30 der Männer von Rama und Gaba: 621; -
Neh 7,31 der Männer von Michmas: 122; -
Esr 2,3 Die Söhne Paroschs: 2172; -
Esr 2,4 die Söhne Sephatjas: 372; -
Esr 2,7 die Söhne Elams: 1254; -
Esr 2,9 die Söhne Sakkais: 760; -
Esr 2,16 die Söhne Aters von Hiskia: 98; -
Esr 2,23 die Männer Anatots: 128; -
Esr 2,24 die Söhne Asmavets: 42; -
Esr 2,25 die Leute von Kirjat- Arim, 
Kephira und Beerot: 743; -
Esr 2,26 die Leute von Rama und Geba: 621; -
Esr 2,27 die Männer von Michmas: 122; -
identisch
Neh 7,24 der Kinder Gibeons: 95; -
Neh 7,23 der Kinder Hariphs: 112; -
Esr 2,20 die Söhne Gibbars: 95; -
Esr 2,18 die Söhne Jorahs: 112; -
Namenvar.
Neh 7,25 der Männer von Bethlehem und 
Netopha: 188; -
Esr 2,21 die Söhne Bethlehems: 123; -
Esr 2,22 die Männer Netophas: 56; -
Zusammen
 der Kinder Arachs: 652; -
Neh 7,10 der Kinder Pachat-Moabs,
Neh 7,11 von den Kindern Jesuas und Joabs: 2818; -
Neh 7,13 der Kinder Sattus: 854; -
Neh 7,15 der Kinder Binnuis: 648; -
Neh 7,16 der Kinder Bebais: 628; -
Neh 7,17 der Kinder Asgads: 2322; -
Neh 7,18 der Kinder Adonikams: 667; -
Neh 7,19 der Kinder Bigvais: 2067; -
Neh 7,20 der Kinder Adins: 655; - 
Neh 7,21 der Kinder Hasums: 328; -
Neh 7,22 der Kinder Bezais: 324; -
Neh 7,32 der Männer von Bethel und Ai: 123; --
Esr 2,5 die Söhne Arahs; 775. -
Esr 2,6 Die Söhne Pachat-Moabs von den 
Söhnen Jesua-Joabs: 2812; -
Esr 2,8 die Söhne Satthus: 945; -
Esr 2,10 die Söhne Banis: 642; -
Esr 2,11 die Söhne Bebais: 623; -
Esr 2,12 die Söhne Asgads: 1222; -
Esr 2,13 die Söhne Adonikams: 666; -
Esr 2,14 die Söhne Bigvais: 2056; -
Esr 2,15 die Söhne Adins: 454; -
Esr 2,17 die Söhne Bezais: 323; -
Esr 2,19 die Söhne Hasmus: 223; -
Esr 2,28 die Männer von Bethel und Ai: 223; -
versch.
 

Abweichungen LXX

    Esra 2.12  uioi asgad triscilioi diakosioi eikosi duo
    Esra 2.28  andrev baiyhl kai aia tetrakosioi eikosi treiv
    Esra 2.39  uioi hrem cilioi epta
    Nehemia 7.26  uioi baiyleem ekaton eikosi treiv uioi netwfa penthkonta ex

Wenn sie die Registerpaare betrachten, die verschiedene Werte aufweisen, dann werden ihnen vor allem jene auffallen, die um den Wert 1 verschieden sind. Dies wird uns weiter unten beschäftigen. Für ein Geschlechtsregister sind diese Zahlen unter Rücksicht der Variationen doch recht seltsam. Von den Zählungen sind 20 numerisch verschieden und  22 (oder 24, hängt vom Bestimmungskriterium ab) identisch. Man kann weder sagen, dass das eine Register später durch nachkommende ergänzende Eintragung verändert wurde (es ist nicht so dass die eine Liste nur grössere Werte als die andere enthält, wie wuir das erwarten würden), noch sind die Abweichungen derart, dass man von Textzerstörung sprechen könnte. Beide Listen können die Gesamtsumme von 42360 Seelen in der Gemeinde nur erreichen, indem sie die Esel mitzählen.
Es ist auffallend, dass die meisten Zahlenvarianten in einem Bereich anfallen, in welchem ein für uns wichtiger Kennwert der Kabbala versteckt wurde, zumal bei Namen wie Adonikam oder Adin. Eine genauere Untersuchung zeigt eindeutig, dass die zwei Listen tendenzielle Zahlen exponieren wollen. Als da wäre: 123, das Alter Aarons, die 91, das Alter Jakobs bei der Geburt Josefs, der vor dem Pharao stehen sollte. 666 und wiederholt Zahlen in der Form 56, 156..., oder 5 und 6 in dezimaler Rangfolge angeordnet. Von den Zahlen, die unverändert in beiden Listen bestehen, ist keine von Belang für die Kabbala (soweit mir einsichtig).
Ich meine, dass eine solche Gemeindezählung merkwürdig kontrastiert mit den verlangten Geschlechtsregistern. Die Variationen als Folge von Textkorruption zu erklären, hiesse, dass unter solchen Voraussetzungen wohl alles korrupt sei, auch die familliären Geschlechtsregister, wodurch sich der biblische Inhalt selbst in Frage stellt. Nein der Text ist weniger korrupt als durchsäuert von einem gewissen Geist der Kabbala.

Eine ausführlichere Abhandlung über Parallele Zählungen in Esra und Nehemia findet sich in Kabbala im Quervergleich MT zu LXX .


Es gibt keine direkte Verbindung von den Beschriebenen Szenen zur Existenz der Schomerim. Aber es gibt genug Anlass für die Existenz der Schomerim, seien diese nun Altisraeliten, oder seien es legitime Israeliten, die aus bürokratischen Gründen keine Chance hatte, für die Juden Juden genannt zu werden (was diese Ephraimiten heute auch nicht erwarten)

Zur Identität der Samerim als Samaritaner ist noch anzufügen: Jesus erscheint eine Samaritanerin am Jakobsbrunnen. Wie kann die Samaritanerin zu den Samerim gehören, wenn sie um das kommen des Messias weiss?

Joh 4,19-25 Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, daß du ein Prophet bist!/ Unsere Väter haben auf diesem Berge angebetet; und ihr sagt, zu Jerusalem sei der Ort, wo man anbeten solle./ Jesus spricht zu ihr: Weib, glaube mir, es kommt die Stunde, wo ihr weder auf diesem Berge, noch zu Jerusalem den Vater anbeten werdet./ Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden./ Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter./ Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten./ Die Frau spricht zu ihm: Ich weiß, daß der Messias kommt, welcher Christus genannt wird; wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen.

Unmittelbar vorher wirft Jesu ihr vor, dass sie fünf Männer gehabt hatte. Dies ist geistlich gemeint im Sinne eines Menschen, der jeder Religion nachfolgt. Hier wird also das Bild der Abschätzung gegenüber den Bewohnern Samarias angedeutet, was wenig mit den Schamerim zu tun hat.

Ein weiteres interessantes Statement weiss Hesekiel

Hes 23,4 Die ältere hieß Ohola, und ihre Schwester hieß Oholiba. Diese wurden mein und gebaren Söhne und Töchter. Und dieses waren ihre Namen: Samaria ist Ohola, und Jerusalem ist Oholiba.

Samaria ist älter als Jerusalem. Während Samaria als Gründung Omris in der Bibel angegeben wird, weiss der am meisten verketzerte Prophet, der es mit Ach und Krach geschafft hat, in den Kanon aufgenommen zu werden, dass Samaria die ältere vor Jerusalem ist. Daran sollte man nicht vorbeilesen.

Sollte SamP die ältere, vorexilische Tora sein?

Diese Frage kann hier nicht beantwortet werden. Sie bedarf des inhaltliche Vergleichs. Was bisher gesagt werden kann, ist, dass es auf jeden Fall eine israelitische Gemeinde gegeben haben kann, die nie auswanderte, und die nicht weniger würdig war, die Tora zu empfangen als die durch Ezras theokratische Staatsbürokratie anerkannten Papierjuden.

Jubiläean, entstanden um 100 v.Chr. bezieht sich auf SamP, wenn es die Zeiten vor der Sintflut behandelt. Die Zeiten werden dort allerdings nach dem System der Jubiläen dargestellt, und in der Form von Wochen und Jahren ausgedrückt.
SamP ist keine unbeachtete Bibel. Sie wird in Qumran zitiert.
 

Septuaginta

zum Inhalt


Die Septuaginta, so ist die allgemeine Einschätzung, ist ein Kind der hellenischen Zeit und Zeugnis des Einflusses griechischer Kultur. Sie wird deklariert als ein Mittel, einer sich ausbreitenden zunehmend griechisch sprechenden Diasporagemeinde den Zugang zur Tora zu erleichtern. Wir bemerken hier schon die vollkommen anderen Vorzeichen im Vegleich zur Gemeindeauffassung eines Esra oder Nehemia.
Die Septuaginta verdankt ihren Namen einer Mär, sie sei von 70 Gelehrten in Alexandria zu Ehren des Ptolemaios (Soter oder Philadelphos) geschrieben worden. Unterstützt wird diese Meinung durch den Aristeasbrief.

An account of the translation of the Septuagint is told in The Letter of Aristeas, which claims that Demetrius Phalereus, who ran the royal library in Alexandria, urged the king (Philadelphus (285-247 BC)) to obtain a copy of the Jewish law for the library. Philadelphus sent a deputation to the high priest Eleazar in Jerusalem, and the result was that seventy-two elders arrived in Egypt with a copy of the Hebrew law written on rolls of skins in golden letters.  They were given accommodations on the island of Pharos, and completed their translation in seventy-two days.  The same basic account is given in Aristobulus, Philo, and Josephus.

Grant Jones  geocities.com/Heartland/Pines/7224/Rick/index.html

Der Aristeasbrief ist insofern bemerkenswert, als er in diesem Zusammenhang Details über den Tempel erzählt, welche in der LXX-Tora beim Bundeszelt unterschlagen sind (der Tisch, der Vorhang).

Dagegen steht die Ausffassung, dass die Septuaginta das Resultat ergänzender Übersetzungen sei, deren ältesten Teile, die Tora, in das 3. Jh v.Chr. zu datieren sei. Für die Spätdatierung einzelner Teile steht Qumran als Grenze zur Verfügung.

Die LXX war lange umstritten. Kritiker wie Paul Kahle bestritten eine LXX als existente vorchristliche Norm. Andere wollten sie als nachchristliches Produkt deklarieren. Die LXX sei dann nach den Zitaten des NT geschrieben worden, nicht umgekehrt. Qumran hat diese Spekulation endgültig erledigt.

Die Septuaginta war für die Christen erste Quelle für Zitate. Damit kommt ein sprachlicher Befund zum tragen. Offensichtlich lag das Griechische Näher als das hebräische. Auch eine These über sogenannte Aramäische Urevangeliem muss in Rechnung stellen, dass die Zitate im NT auf die Septuaginta veweisen. Wenn es Usus gewesen wäre, Aramäisch zu schreiben, wo ist dann der Aramäische Gegenpart zur LXX?

Die Frage zum Sprachverhältnis darf den Blick auf die heutige Zeit nicht scheuen. Im Zeitalter des Internet bietet sich das Englische als Weltsprache geradezu an. Was aber ist die Ussanz? Im Wissenschaftlichen Bereich gibt es viele Seiten, die von Anfang an Englisch geschrieben sind. Andere Seiten sind nur in einer Landessprache abgefasst. Seltener werden Alternativen angeboten. Gerade im Theologische Bereich gibt es eine Sprachbariere, sobald man die Ebene der Text- und Papyrusforschung verlässt. Für einen rein Aramaisch denkenden Menschen wäre es also eine besondere Leistung, von Anfang an nur im Koine Dialekt des Griechischen zu parlieren, wenn diese Sprache nicht Alltagssprache und damit anerkannte theologische Fachsprache wäre.

Woher erwarben die Evangelisten die Sicherheit in ihrem Ausdruck? Es handelt sich hier um Theologie, und nicht um Tassen und Schränke. Vielleicht setzt dies tatsächlich eine Gewohnheit voraus, wie sie nur durch die Schulung einer LXX gewährleistet wird. Es genügt nicht, den Stellenwert der LXX nur durch die Verhältnisse der Zitate zu begründen. Man darf die LXX durchaus als Fundament eines jüdischen Sprachrohres in eine Griechische Welt verstehen, das erst das theologische Gespräch mit den Fremden begründete.

Was war die LXX. Bedenkt man den Inhalt der Tora, der Nationalkonservativer Gedanken unübersehbar ist, dann war die LXX eine Revolution, das pure Gegenteil einer sich auf Auserwählung berufenden Clique, die sich im Elfenbeinturm zurückzieht. Ja mehr noch, mit der LXX war Gott nicht nur Jahwe, der mit seinen auserwählten in einer exklusiven Sprache parlierte, sondern ein Gott zu allen Völkern. Die Heidenmission der Christen wird nur recht verstanden, wenn man auf diese Revolution blickt, die diese Mission erst vorbereitete.

Wer sein heiligstes Buch übersetzte, der muss in eine andere Sprache, in andere Gedanken, andere Welten und andere Selbstverständnisse einsteigen. Wer sich mitteilen will, der muss in die Haut des anderen schlüpfen. Man kann die Predigt der Evangelien auch in diesem Gesichtspunkt verstehen 'geht in die Welt und teilt euch den Fremden mit'. Seid offen. Natürlich wird dann immer auf den Inhalt der Predigt geschaut, aber das revolutionäre (im verhältnis zu einem abgeschlossenen Volk Gottes) wird übersehen.
Die LXX ist ein Statement, dass es nicht genügt, ein durch ein Buch definierter Israelit mit einer festgefahrenen Kultur, Sprache und Kabbala zu sein. Wenn man sagt, dass die LXX einem Bedürfnis für ein Diasporajudentum entgegenkam, so kann man die Begründung genau so gut umkehren und sagen, die LXX ist überhaupt das Buch, das den Menschen in die Welt und in die Begegnung brachte. Man achte auf diesen Duft und auf diese Bewegung, die im Christentum nicht zu übersehen ist. Dieses Christentum kann nicht anders als durch diesen Geist seine Bewegung erhalten haben. Und wenn der Mensch Jesus der war, der sie sandte, so waren doch alle zuvor sehr geöffnet worden für die Fremde, weil die LXX diesen Gedanken vorbereitet hatte.
 

NTLXXMT
Romans 15:10 And again he saith, Rejoice, ye Gentiles, with his people.

Hebrews 1:6 And again, when he bringeth in the firstbegotten into the world, he saith, And let all the angels of God worship him.

Deuteronomy 32:43 Rejoice, ye heavens, with him, and let all the angels of God worship him; rejoice ye Gentiles, with his people, and let all the sons of God strengthen themselves in him; for he will avenge the blood of his sons, and he will render vengeance, and recompense justice to his enemies, and will reward them that hate him; and the Lord shall purge the land of his people. Deuteronomy 32:43 Rejoice, O ye nations, [with] his people: for he will avenge the blood of his servants, and will render vengeance to his adversaries, and will be merciful unto his land, [and] to his people.


Diese Gegenüberstellung ist exemplarisch für den Geist der LXX und ihren berufenden Charakter für das Christentum.

Wer immer die hebräische Tora übersetzte, der wusste, dass durch diese Türe das Judentum in die Welt gehen würde. Es bestand von Anfang nicht die Absicht, die Übersetzung als individuelles Werk hervorzubringen, um einem Ptolemaios das Judentum verständlich zu machen, und so einen politisch verbündeten zu erhalten. Die LXX wurde zum Standardwerk, sogar in Israel, davon zeugt Qumran.
Ein Standardwerk war sie in mehrfacher Hinsicht. Sie setzte Standards für eine neue religiöse Weltsprache. Sie setzte aber auch einen Standard, was das Wort Gottes an die Juden betrifft. Was ist die LXX. Sie ist die Tenach abzüglich aller Kabbala. Sie ist das einfache Wort, das verständliche Wort. Die LXX kann auf all diese Geheimnisse verzichten. Sie ist keine Winkelschusterei alla Mene tekel. Dies ist nicht nur eine Folge der Übersetzung des Textes seine Begriffe, sondern gerade des Zahlenmaterials, das uns heute soviel Kopfzerbrechen macht. Wer nach MT mit den Patriarchen rechnet, findet viele flotte Dreier (666). In der LXX wurd aber alle Kaballa gestrichen. Damit ist eine aus den Augen der exoterischen Religion äussertst positive Bewertung vorgenommen.

Dass dies auch seinen Preis hat, wird richtig festgestellt.

Floyd Nolen Jones bemerkt:

The LXX was unmistakably the labor of men not possessing that almost superstitious veneration for the letter of Scripture which characterized the Hebrews of Palestine. A Palestinian Jew would never have dared to add, take from, or alter a single letter of the "Original" text. The translators of the LXX, in marked contrast, are notorious for: Hellenizing and modernizing tendencies, simplifying "difficult" passages, altering the text by deleting what they regarded as apparent "contradictions", and adapting their version to the prevailing opinions of the age so as to commend it to the learning and the culture of the time. Hence, we find the centenary additions to the lives of the Patriarchs in order to bring the chronology into closer accord with the notions of antiquity that prevailed in Egypt at that time (see p. 10). Like the modern critic, the LXX translator did not hesitate to "correct" the record and to "emend" the text in order to make it speak what he thought it ought to say.

Dieses Statement ist sicher richtig, übersieht aber die Revolution, die dahinter steckt. Es ist nicht dasselbe, im 3.Jh. v. Chr. eine theologische Sprache zu finden, wie im ersten und zweiten nachchristlichen Jahrhundert. Weiter Floyd Nolen zur Sprache:

THE QUALITY OF THE TRANSLATION(29)
The variety of the translators of the LXX is proved by the unequal character of the version. Some books demonstrate that the translators simply were not competent to the task, while others exhibit, on the whole, a careful translation. Moreover, the Greek of the LXX is not straightforward Koine(30) Greek. At its most idiomatic, it abounds with Hebraisms; at its worst it is little more than Hebrew in disguise. But with these few reservations, the Pentateuch can be classified as fairly idiomatic and consistent, though there are traces of its being the work of more than one translator.
Outside the Pentateuch some books, it seems, were divided between two translators working simultaneously, while others were translated piecemeal at various times by different men using widely diverse methods and vocabulary. Consequently the style varies from fairly good Koine Greek, as in part of Joshua, to indifferent Greek, as in Chronicles, Psalms, the Minor Prophets, Jeremiah, Ezekiel, and parts of Kings. Judges, Ruth, Song of Solomon, Lamentations, and other parts of Kings are worse - being so rigidly literal and often unintelligible.
Thus the Pentateuch is generally well done, especially as compared to the rest of the books contained within the LXX. Still, it does occasionally paraphrase anthropomorphisms in a manner offensive to Alexandrian Jews, disregards consistency in religious technical terms, and shows its impatience with the repetitive technical descriptions in Exodus by mistakes, abbreviations, and wholesale omissions. Yet comparatively few books in the LXX attain even to the standard of the Pentateuch; most are of medium quality, some are very poor.
The Book of Isaiah shows "obvious signs of incompetence".(31) As a translation, it is not only bad; it is the most inferior book within the LXX. H.B. Swete concludes that the Psalms are but little better.(32) Esther, Job, and Proverbs are not faithful translations but merely free paraphrases. The original LXX version of Job was much shorter than the Hebrew; it was subsequently filled in with interpretations from Theodotion (see under "Hexapla," p. 16).
Proverbs contains material not present in the Hebrew text at all, and Hebrew sentiments are freely altered to suit the Greek outlook. The rendering of Daniel was so much of a paraphrase that it was replaced, perhaps within the first century A.D., by a later translation (generally attributed to Theodotion, but differing from his principles and antedating him), and the original LXX rendering is presently to be found in only two Greek MSS and the Syriac version. One of the translators of the book of Jeremiah sometimes rendered Hebrew words by Greek words that conveyed similar sound but utterly dissimilar meaning.

Damit drückt Floyd Nola aus: die LXX war ein Resultat von Menschen, die unterschiedlich gut Koine sprachen, und dass sie eher Juden als Heiden waren. Dies wollen wir uns merken.

Die LXX ist ein Statement, für das Wort Gottes, aber gegen alle Kabbala und Winkelschusterei. Wer immer als Jude in die Welt gehen wollte, und sich mitteilen wollte, der musste die Kabbala hinter sich lassen. Es ist nicht so, dass man die Kabbala ohne wissen gestrichen hat. Man hat sie entfern, wissentlich, und gab den Rabbis auch noch den Hinweis, dass man das absichtlich tat. Damit ist auch ein Zeiraum für die Kabbala gegeben

Die LXX (Tora) ist weniger alt als als der Prototyp, der uns die MT Daten liefert. Zum Alter möchte ich folgenden im Netz gekaperten Ausschnitt montieren:

In the section on Diaspora Jewish writers, I mentioned several, but here I will document this from two: Eupolemus (writing around 150 BC) and Pseudo-Phocylides (writing shortly before the birth/ministry of Jesus). 

Eupolemus: In OTP, the translator says this:

"It is probable that all five fragments of Eupolemus derive from the single work On the Kings in Judea. In the fragments and perhaps in the work itself, Eupolemus passes very quickly over the early period of Jewish history from Moses through the period of the Judges. The kings from David to the exile are then treated more extensively...For his material, Eupolemus has drawn especially upon the biblical accounts of the construction of the Temple in 1 Kings 5-8 and 2 Chronicles 2-5. In his work, he has relied more closely upon Chronicles than Kings...It is also clear that Eupolemus used the Septuagint for his work and thus that his book was originally composed in Greek. This conclusion is shown to be correct by the agreement in wording with the Septuagint of 2 Chronicles 2:11,..., by the use of proper names in their Septuagint form, and by the use of technical terms that are found in the Septuagint for the Temple vessels." OTP:vol 2, pp.862]
The Christian ThinkTank...[http://www.Christian-thinktank.com]

Weiter gilt Aristobulos (beginn 2.Jh v.Chr.I, beglaubigt durch Eusebius, als frühester bekannter Erwähner eines Griechischen AT. Aristobulos bezug sich vor allem auf das Gesetz (Pentateuch), welches allgemein als das früheste übersetzte Wek der LXX gilt. Doch Eusebius wird hier nicht geglaubt, das Aristobulos, wie die Forschung sagt, sich doch auf den Aristeasbrief stützt.
Alle behaupteten Quellen, die das Datum stützen könnten, wurden in Frage gestellt. Die einzigen sicheren Zeugen sind jene unzähligen Fragmente in Qumran. Diesen Schriften (nicht dam Papier) allerdings ein zuverlässiges Datum ihrer Abfassung zu geben, wird wohl nicht leicht sein, und ist oftmals von Exegese abhängig.
Imerhin darf die traditionelle Annahme, die LXX sei im 3. Jahrhundert bis um 100 v.Chr. übersetzt worden, weiterhin bestehen.

Um zu zeigen, welche Hoffnung die Forschung mit der LXX verbindet:

"Its (the LXX) chief value lies in the fact that it is a version of a Hebrew text earlier by about a millennium than the earliest dated Hebrew manuscript extant (916 AD), a version, in particular, prior to the formal rabbinical revision of the Hebrew which took place early in the 2nd century AD. It supplies the materials for the reconstruction of an older form of the Hebrew than the MT (Masoretic Text) reproduced in our modern Bibles. ... The main value of the LXX is its witness to an older Hebrew text than our own. But before we can reconstruct this Hebrew text we need to have a pure Greek text before us, and this we are at present far from possessing".
The International Standard Bible Encyclopaedia (hereafter ISBE), James Orr (gen. ed.), Vol. IV, (Chicago, IL: The Howard-Severance Co. Pub., 1937), pp. 2722 and 2724.

Darin wird ausgedrückt, dass der MT eine vielfältige Mutation hinter sich habe. Dies ist gewiss richtig. Ob dies aber auf den gesamten Inhalt gesehen stimmt, oder ob es nicht Information gibt, die in der LXX durch Auslassung oder Ergänzung verändert wurde, wird noch zu sehen sein.

Meine anfänglich positive Bewertung muss doch weiter unten einen Kommentar erfahren. In der LXX finden sich durchaus Hinweise zur Kabbala, Kommentare, die nur im Lichte des MT verständlich sind. Wer die LXX schrieb, der wusste was er tat (auch dann, wenn verschiedene Autoren zu verschiedenen Zeiten vorlagen). Spezifisch die LXX Tora ist kein Werk eines der Kabbala unkundigen. Stempelhaft drückt sich die Autorität dieses Werks vor den Augen der Schriftpriester aus. Es ist richtig, dass hier viel Freiheit am Werk war. Dies geschieht notwendig in einem Werk der Übersetzung. es ist aber ebenso sichtbar, das hier nicht unautorisierte Autoren am Werk waren. Damit eröffnet sich im Hinblick auf MT die Frage: War die LXX ein Werk von (heidnischen) Gelehrten, die sich selbst durch 'Begeisterung' autorisierten, und mit ihren Stempeln gegenüber den jüdische zionistischen Gelehrten ihre Autorität bekundeten, oder war die LXX ein autorisierter Ast in einem weit angelegten Werk?
 

Der masoretische Texttyp

zum Inhalt


Der Bibelcode hat den Glauben genährt, beim MT handle es sich ein seit Mose unversehrtes Buch. Wir sprechen von MT Typen. Es gibt immer eine Varianz von Unterschieden, zumeist auf der Buchstaben ebene. Dass uns dies nicht mehr bewusst ist, ist eine folge des monopolisierenden Buchdrucks. Die Biblia Hebraica Stuttgartensis und der Korentext sind nicht die am besten erhaltenen, sondern die auf dem Markt der Verdrängung erfolgreichsten Exemplare. Dieser Verdrängungsprozess, der wesentlich die Einheitlichkeit der MT-Typen kennzeichnet, hat drei Höhepunkte.

  • Die Zeit nach der Gründung der Pharisäischen Schule in Jawne nach der Zerstörung des Tempels 70 n.chr. Hier stossen wir auf eine rasche Erscheinung die in den Textfunden aus Palästina aus jener zeit gut dokumentiert ist.
  • Die Zeit der Masoreten. Wir sprechen besser von einer Epoche. Seit den Masoreten ist die Schrifterstellung ein zweifacher Prozess. Der Copist schrieb den Text, der Masoret setzte die Punkt für die richtige Vokalisierung. Beide arbeiteten unabhängig voneinander. es ist der Einfluss des Masoreten nicht zu unterschätzen.
  • Der Buchdruck der letzten Jahrhunderte

Dazu gibt es einen anderen Verdrängungsprozess, der die christliche Bibel betrifft. Im Zuge von Neuübersetzungen der Bibel wollte man möglichst nah am Hebräischen Ideal bleiben. Dies hat dazu geführt, dass die heutigen Bibeln in der Regel MT Material liefern, statt dem ursprünglichen Material der Spetuaginta. Die Kabbala ist also teilweise wieder in die Bibel aufgenommen worden. Diese Neuhebräische Richtung wird heute scharf kritisiert. Denn aus christlicher Sicht muss die Bibel so verstanden werden, wie sie die Apostel und Schreiber des NT verstanden. Diese Möglichkeit muss vom Apokalytiker Johannes vorausgesehen worden sein, liefert er doch einen Schlüssel zu Kabbala. (Die vielen Systeme, die heute unter dem Stichwort Kabbala gehandelt werden, kann man bestenfalls als Ablenkungsmanöver bezeichnen)

Wir wollen uns nun der ersten Phase der Vereinheitlichung widmen. Qumran bezeugt den Verdrängungsprozess. Auch wenn die Datierung der Schriften nicht immer ganz einfach ist, so gibt es doch eine Tendenz zu beobachten, dass MT Typen seowohl LXX und SamP Typen verdrängen. Des weiteren sind in Massada und den Orten, die für Bar Kochba wichtig waren, MT Typen gefunden worden. Wahrscheinlich unter starkem Einfluss von Rabbi Akiba und Zeitgenossen kam es zur forcierten Publikation des sogenannten MT Typus, so dass nach 200 Jahren innerhalb der nun neu definierten jüdischen Gemeinde keine anderen Typen mehr anzutreffen sind.

Wir müssen fragen, wer und nach welchen Kriterien hier den Standard getroffen hat. Wenn jede Bibel vor Hand kopiert wird, dann ist eine Standardisierung auf der Buchstabenebene äusserst schwierig, weil es immer zu minimalen Abweichungen kommt, die sich fortpflanzen. Ein Vergleich von Zählresultaten zwischen Babylon und Jerusalem zeigt, dass jeweils eine anderer mittlerer Buchstaben in der Tora ermittelt wurde. Die Standardisierung hatte offenbar weniger die Buchstabenebene der Tora im Visier, als gewisse andere Elemente.
Die Standardisierung musste gewisse Elemente vorrangig erreichen. Was waren dies für Elemente? Wir denken zunächst daran, dass die Chronologien vereinheitlicht wurden, wenn sie nicht schon einheitlich waren. Wenn wir eine starke Kabbala in einem Bereich vermuten, dann wird dort wohl auch Vereinheitlichung eingesetzt haben.

Aber was war der Massstab? Kann Vereinheitlichung von einer ungeordneten Grundlage zu einer Ordnung führen? Offensichtlich nicht. Aus solch einem Verfahren wird kaum je eine Kabballa entstehen. Vereinheitlichung erreichen sie nur, wenn sie eine Kabballa als ein gewusstes System voraussetzen. Wer die Kabbala kennt, kann entscheiden, ob ein Text gültig ist, oder nicht. Die einfachste primäre Methode bestand darin, alle Schriften, die hierin abwichen, zu eliminieren, dass heisst, ihre Kopie zu verunmöglichen.
Offenbar hat es die Kabbala zugelassen, dass es auf der Buchstabenebene Varianten gibt. Aber gewisse Bereiche, Worte und Werte unterlagen einer Norm. Wenn heute die Norm auf der Buchstabenebene beansprucht wird, so ist dies ein Phänomen von unzulässigen statistischen Beweisverfahren im Bibelcode. Diese haben keinen Bestand. Damit ist aber die Kabbala nicht aus der Welt geschafft, weil sie tatsächlich in der Bibel steht, weil sie hineincodiert wurde (nicht von Gott, sondern von Menschen).
Zum Verdrängungsprozess geellt sich ein weiterer Prozess. Neue Griechischeübersetzungen wurden erstellt. Die Übersetzung des Aquila (ein Schüler von Rabbi Akiba) ist ein Beispiel. Diese hatten gewiss die Funktion, eine Vereinheitlichung voranzutreiben, sagte sie doch griechisch und deutlich, was eine jüdische Tora sei. Weiter stellen wir ein zunehmendes Kompendium an Kommentaren zur Tenach fest, Mischna und Gemara, die wir unter dem Begriff des Talmud kennen. Die dritte Stufe bilden die Masoreten. Der Kommentar griff also zunehmend in die Ebenen des Textes ein, so dass am Ende die Drucklegung der Tora nicht mehr als Revolution empfunden wurde.

Die Entwicklung der Tora zu ihrer modernen Form hat einen ganz anderen Charakter als etwa die Entwicklung der christlichen Bibel. Der Luther Text ist eigenständiges Werk, nicht der Septuaginta allein verpflichtet, aber doch weitgehend, diese wiedergebend. Die King James Bible stellt eine Revolution der englischen Sprache dar. Neuere Übersetzungen schwanken hin und her zwischen eienr Verpflichtung auf die Septuaginta, oder einer neu Hebräisierung eines ursprünglich aus der LXX erwachsenen Christentums. Die Kontroverse zwischen den Schriften erreicht des öfteren den Grad der Polemeik. Nicht also in der MT Tradition. Dort bildet der Talmud eine Plattform für die Diskussion fraglicher Stellen. Der Talmud ist das Bindeglied der Vereinheitlichung der MT Typen hin zu einem Text, der Proto MT oder Babylontext (siehe unten) möglichst wiedergibt.

Zwar gibt es auch eine Polemik innerhalb heute zugänglicher MT-Bibeln. So erwähnen Anhänger eines Koren Textes (der der Halacha entsprechen soll), dass das andere gängige Produkt, die Biblia hebraica Stuttgartensis (BHS), nicht den Normen entspreche, da sie a) sich auf den Leningradtext beziehe, b) unter Mitarbeit eines Apostaten erstellt wurde. In der Tat haben beide Texte aber unterschiedliche Ziele. Korentext will ein rein sakraler Text sein, BHS aber bezieht Kommetare entsprechend der Textkritik mit ein.

Wie alt aber ist diese Kabbala, wie alt ist der Proto-MT Typus, in dem diese Kabbala enthalten war, und was bedeutet es, dass man diesen Typus erst nach Christus forciert in allgemeinen Umlauf setzte?

Der gesunde Menschenverstand, der nichts von dieser Kabbala weiss, würde sagen, dass der MT ein Produkt dieses Verdrängungsprozesses ist, und dass die heute gefundenen kryptischen Elemente ein Ergebnis dieses Prozesses sind. Diese Argumentation ist richtig auf der reinen Buchstabenebene, nicht aber für grundlegende Strukturen der Tora.
Dazu wollen wir ein Beispiel bringen, diesen Gedanken im Nichts verschwinden lassen muss. Nun aber zunächst eine Spekulation.

Wenn der MT älter ist, aber zurückgehalten wurde, an was erinnert es uns? denken wir an das zum SamP gesagte. Das Israel Esras war eine exklusive Angelegenheit. Hingegen offenbart LXX eine gegenteilige Strömung. Wo steht die LXX im Verhältnis zu SamP (in der wesentliche Teile der Kabbala ebenfalls zur Hälfte zerstört sind). Esras Israel will den Tempel alleine bauen. Das zurückhalten von Kenntnissen der Bibel stellt eine solche Exklusivität dar. Es passt in diese Strömung hinein, das wir uns ein Proto-MT denken können im Besitz der Priesterschaft unter Esra. Es passt aber auch, dass dieser Text weder den Heiden, noch den Altisraeliten je ausgehändigt wurde.
Was diese Kabbala bedeutet sei unten erklärt. Die Frage, ob der MT älter sei, als die LXX wird man dann nur ungern mit ja beantworten.
 

Zeiten im Vergleich

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Ein Vergleich der Zeiten zeigt Abhängigkeit und Unabhängigkeit unter MT SamP und LXX
die drei Spalten verstehen sich wie folgt:
Adam war (erste Spalte) Jahre alt und zeugte den Seth. dann lebte er (2.Spalte) Jahre so dass sein ganzes Alter (3.Spalte) Jahre war
Es wird das Material von LXX Vaticanus verwendet.

Zahlen fett kommen für ein Glied mehrmals vor.
 

  MT     MT     MT     LXX Va (Al) LXX Va (Al) LXX Va (Al) SamP  SamP  SamP 
Adam 130 800 930 230 700 930 130 800 930
Seth 105 807 912 205 707 912 105 807 912
Enos 90 815 905 190 715 905 90 815 905
Kenan 70 840 910 170 740 910 70 840 910
Mahalalel 65 830 895 165 730 895 65 830 895
Jared 162 800 962 162 800 962 62 785 847
Henoch 65 300 365 165 200 365 65 300 365
Methusalah 187 782 969 167 (187) 802 (782) 969 67 653 720
Lamech 182 595 777 188 565 753 53 600 653
Noah 600 350 950 600 350 950 600 350 950
Sintflut 1656     2242     1307    


LXX Alexandrinus hat für Methusalah 187 / 782 / 969, was ein Flutjahr 2262 ergibt. Damit wird vermieden, dass Methusalem über das Flutdatum hinaus lebt, wie es in LXX Va der Fall ist.

Betrachtet man alleine die für Chronologien erste wichtige Spalte, so stehen sich SamP und MT näher. Dies gilt auch überhaupt für die ersten  fünf Glieder.
èber Henoch und Noah sind sich alle einig. Wenn man die Glieder Jared Methusalah udn Lamech betrachtet, bemerkt man, dass LXX mehr zu MT tendierd, als SamP, vor allem, wenn man LXX Al verwendet.

Wenn wir für LXX bei Lamech eine Variante 182 / n / n kennen würden, dann ergäbe sich folgender Eindruck.
Angenommen, sie haben einen Plan (MT). Sie halbieren diesen Plan, und geben jedem (LXX, und SamP) die Hälfte dieses Plans.
Aber dies sind erste Eindrücke.Wir wollen die Tabelle fortführen.
 

  MT  MT  MT  LXX Va LXX Va LXX Va SamP SamP SamP
Sem 100 500 600 100 500 600 100 500 600
Arpachsad 35 403 438 135 400 (430) 535 (465) 135 303 438
Kenan -- -- -- 130 330 460 -- -- --
Shelah 30 403 433 130 330 460 130 303 433
Eber 34 430 464 134 270 (370) 404 (504) 134 370 504
Peleg 30 209  239  130 209 339 130 109 239
Reu 32 207 239 132 207 339 132 107 239
Serug 30 200 230 130 200 330 130 100 230
Nahor 29 119 148 179 (79) 125 (129) 304 (208) 79 69 148
Tarah 70 135 205 135 (70) 205 (135) 340 (205) 70 135 205
Abraham 1946     3412 (3332)     2247    


Einig sind sich alle nur in Bezug auf Sem, und alle haben damit ein Problem, dass entweder Sem nicht 500 Jahre nach Noah geboren sein kann, Arpachsad nicht im 100 Jahre nach Sem, oder Arpachsad nicht im 2. jahr nach der Sintflut.
Ha-Shem, da sind sich alle einig, dass man schustern muss.

Vorhin wurde gesagt, dass sich LXX und SymP wie zwei Hälften eines Plans ergeben. Diese Behauptung wird hier aufgehoben.
Unterschiede zwischen LXX Va und LXX Al spielen hier eine grössere Rolle.

Tarah: Im Gegensatz zur vorhergehenden Dekade liegen uns nur zwei Daten vor, wobei es das dritte Datum zu ermitteln gilt. Auf dieser Tatsache mag die Variation in LXX bei Tarah beruhen.
Für die chronologisch relevanten Daten gibt es eine grosse Übereinstimmung zwischen LXX und SamP. SamP teilt etwas mehr Daten mit MT als mit LXX Va, aber etwas weniger Daten mit MT als mit LXX Al
Peleg bis Serug zeigen eine vollkommen ausgeglichene Abhängigkeit der drei Quellen.

Diese Betrachtung der Zahlen kann nicht entscheiden, welcher Quelle ein Vorrecht zu gebe sei. Während für die erste Dekade MT eine Mittelerrolle einnimmt, haben wir hier ausgeglichene Beziehungen. Eine Gewichtsverschiebung ergiebt sich nur leicht ja nach LXX Variante. Es lässt sich also aufgrund dieser Zahlen nicht sagen, wie eine Schriftenegenealogie anzuordnen ist. Wir brauchen mehr Information über diese Zahlen.

Wir stellen fest, diese Zahlen stehen in Abhängigkeit. Sie wurden zuweiln minimal verändert. In der ersten Dekade hat die LXX die Daten um den Betrag 100 verändert. Lamech allein wurde scheinbar willkürlich verändert.

Ich möchte nun ein Gedankenspiel anstellen. Angenommen, ich hätte eine Quelle mit Originalen Zahlen. Nun würde ich im Stil der LXX diese Daten ändern. Wäre es dann wahrscheinlich, dass eine Liste mit vielen zahlenmystischen Spielen auftauchen würde? Anders gefragt, kann ich mit zwei drei Handgriffen eine überzeugende Ordnung herstellen? Die erfahrung sagt, dass dies nicht geht, sondern dass im gegenteil Manipulationen eher zur Zerstörung solcher Prinzipien führt.

Wenn also solche Systeme nachzuweisen wäern, nicht irgenwelche Systeme, sondern solche, die im Gesamtkontext der Tora überzeugend wirken, dann würde der gesunde Menschenverstand sagen, aha, das muss die erste Quelle sein.

Damit haben wir zwar eine Methode zur grundsätzlichen Prüfung, aber noch kein System, das als Schlüssel für die Zahlen fungieren soll. Die Grundlage für die nun folgende Abhandlung entstammt nicht aus der Feder des EL CAPPUCCINO. Sie ist entnommen dem Werk Abhandlung über die Lüge . Wer sich also daran stossen sollte, wie hier ein Nachweis für eine Schriftengenealogie erstellt wird, und was dies implitziert, der sei auf jenes Werk verwiesen.
 

Systeme in SamP

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Es ist am besten mit einem Irrtum angefangen. Hier wird ein Ssytem dargestellt, das im Netz publitziert wurde. Es handelt sich hierbei um ein additives System, das auf die erste Dekade von SamP angewendet werden kann.
 

  chron. Alter als Summe dargestellt
Adam   0    - 930 130 800 930 105 + 90 + 70 + 65 + 500 + 100
Seth   130 -1042 105 807 912 65 + 62 + 65 + 67 + 53 + 500 + 100
Enos   235 -1140  90 815 905 130 + 105 + 70 + 500 + 100
Cainan   325 -1235  70 840 910 130 + 65 + 62 + 53 + 500 + 100
Mahalalel   395 -1290  65 830 895 130 + 105 + 90 + 70 + 500
Jared   460 -1307  62 785 847 62 + 65 + 67 + 53 + 500 + 100
Enoch   522 - 887  65 300 365 130 + 70 + 65 + 100
Methuselah  587 -1307  67 653 720 67 + 53 + 500 + 100
Lamech   654 -1307  53 600 653 53 + 500 + 100
Noah   707 -1657 500 450 950 130 + 90 + 65 + 65 + 500 + 100 (ergänztes Bsp.)
Sem  1207-1807 100     (Flut im Jahr 1307)


In dieser Regel, die sich auch ausdrücken liesse, Adam=Seth+Enos+Cainan+... darf kein Summand zweimal vorkommen.
Noah nicht dargestellt. Das System ist auf die nächste Dekade nicht anwendbar.

Die Schwächen des Systems sind klar.

  • Es gibt keine bestimmte Summierordnung
  • es gibt alternative Summen (Seth statt 2 x 65, 130)
  • es gibt keinen Zusammenhang zu einer Aussage in der Tora
  • Dass im ergänzten Bsp. Noah seine eigene Summe verrechnet, folgt dem Beispiel Jareds

Aber immerhin - stellen wir uns vor, MT sei ursprünglich. Nun wird an SamP so gebastelt, dass ein solches System erscheint. (auf diese Weise versucht man heute die Menschen von der existenz des Bibelcodes im MT zu überzeugen).

Die unterschiedlichen Zahlen wurden fett markiert. Aber für dieses System sind nur die erste und dritte Spalte von Bedeutung. Die Zahl 62 ist demnach eine Manipulation der 162. Die Zahl 62 kommt aber als Summe auch dort überall vor, wo ich die 100 Sems habe. Es hätte als auch mit der 162 aus dem MT Text funktioniert.
Die Zahl 62 legitiemiert hier also nicht das System. Die einzige Möglichkeit, die 62 bei Jared unverzichtbar zu machen, wäre es, Noah und Sem zusammenzuziehen, und die 600 Noahs auf die Sintflut zu beziehen. Damit werden sich schwerlich überall Lösungen ergeben (Henoch, Mahalalel)
847 bei Jared war offensichtlich eine nötige Manipulation. 962 (MT lässt sich nicht darstellen.
67 (Methusalah) erscheint als unverzichtbarer Summand. Nicht verändert werden müsste sein Alter von 969 jahren, was in Rücksicht auf die Flut aber geschah. Chronologisch stimmt sein Sterbejahr hier mit dem Jahr 1307 der Flut überein.
53 (Lamech) erschcheint auch notwendig. Seine Lebenszeit erreicht wie Methusalah das Jahr der Sintflut.

Wir sehen, dass die Daten nicht überell mit gleicher Notwendigkeit angepasst wurden. Es wurde mehr getan, als unbedingt nötig, wenn man vom MT als Original ausgeht.
wenn man hingegen meint, dass diese System ein Original darstellt, dann ist es in sich selbst zu wenig rationalisiert, und hat den Nachteil, dass es keinerlei Konsequenz auf nachfolgende Daten hat.

Summe: Ein netter Versuch, vielleicht mit Absicht hineincodiert, aber ohne überzeugende Aussage für einen selbständigen und ursprünglichen Text.

Man beachte die chronologische Lebenszeit. Wir kennen diese Zahl als das Jahr, nach der Sintflut im MT. Sollte der SamP Noah also genau in der MT Sintflut untergehen? Wir können hier eine Abhängigkeit nicht leugnen. Ist es wiederum ein Zufall, dass in LXX Al Abraham im Jahr 3332 (=2x 1666) geboren wird?
 

Systeme in MT

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Die Tabelle unten ist wie folgt zu verstehen:

Adam - Adam:
 
 
Zwei Stammbäume sind übermittelt. Die Ähnlichkleit oder Identität der Namen impliziert ein zusammengehöriges System. Ein Glied, dass keinen parallelen Namen hat, wird in der Folge anders behandelt
a     b     c Die Daten gemäss der Aufführung nach dem M
chron.Eine Chronologie und konsequenter Anordnung. Die daten werden zunächst als Daten gehandelt, ohne Rücksicht auf verschiedene Kalendersysteme.
Faktorenzerlegungangewendet auf die Daten a b c. Ein Blick erübrigt jede Erklärung
lebt nicht um 1000Hier wird gefragt, wer um das Jahr 1000 lebte, wer nicht, gemäss dem Satz über die Gnadenzeit im Dekalog
Lebensquotient b/aes interessiert das Verhältnis der Zeit der Vaterschaft zur Zeit der Jünglingschaft.

  chron. Faktorenzerlegung lebt nicht
um 1000
Lebensq
b/a
Adam - Adam 130 800 930 0     -  930 2 x 5 x 13/80/93 ja 6.154
Seth 105 807 912 130 - 1042 3 x 35/269/304 nein 7.686
Enos90 815 905 235 - 1140 5 x 18/163/181 nein 9.056
Kenan - Kain70840910325 - 12357 x 2 x 5 x 1/12/13nein12
Mahalalel - Mehujael 65830895395 - 12905 x 13/166/179nein12.769
Jared - Irad162800962460 - 14222 x 81/400/481nein 4.938
Henoch - Henoch65300365622 -  9875 x 13/60/73ja4.615
Methusalah - Methusael 187782969687 - 165617 x 11/46/57nein4.182
Lamech - Lamech 182595777874 - 16517 x 26/85/111nein 3.269
Noah 5004509501056-20065 x 2 x 5 x 10/9/19 ja 0.9
Sintflut    1656Summe aller Primfaktoren
77
 Summe
65.569
/10=
6.56


SamP hat gezeigt, dass es interessant sein kann, Daten der Kolonne a zusammenzuzählen. Wir wollen dies auch tun, aber nach besonderen Kriterien

2Mo 20,5-6 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht; denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, / und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.

Ein zentraler Satz im Dekalog, der zum mehrfachen Schlüssel dient.
wegen der drei der vier (Amos)
Dreieinhalb, Zeit Zeiten und eine Halbe etc.

Man zähle die ersten dreieinhalb Glieder Spalte a zusammen. Man darf nur den halben Kain zählen.
Das Resultat ist bekannt aus der Apokalypse des Johannes.

Primfaktorenzerlegung:
Lamech und Kain sind durch das Schwert gezeichnet. In der Spalte chron. ist zu sehen, dass Methusalahs Zeit ebenfalls im Jahr der Flut abgelaufen ist (der Son of Perdition). Die drei bilden eine Gruppe. Als Beleg betrachte man die Primfaktorenzerlegung, die ein Zain (eine Sieben oder 17) nur für diese drei aufweist.
Die Summe der drei Lebenalter c ergibt 2656. Methusalah, das ist Methusael (Gematria 40+400+6+300+1+30=777)
Die Primfaktorenzerlegung ist in sich konsistent, da ihre Summe 77 ergibt.

Wohlweislich wurden bereits einige Resultate notiert.

Nun interessieren alle Glieder, die keinen parallelen Namen kennen, die während dem Jahr 1000 lebten. Die Summe der Spalten a (Kain, Mahalalel, Jared, Methusalah und Lamech) ergibt 666

Es ist nicht von Ungefähr, dass der 666. Bibelvers der Tora etwas über das Alter aussagt

1Mo 25,7 Dies ist aber die Zahl der Lebensjahre Abrahams: hundertfünfundsiebzig Jahre.

Wenn man einen Jüdischen Kalender nimmt (Schöpfung 3760 v.Chr.), Abrahams Geburt (1846) als Basis und Nullpunkt nimmt, so kann man darauf ein nettes System von Zeitaltern bilden, in dem alle Daten der Spalte a mit dem Faktor 3 1/2 multiplitziert werden.

Das Ergebnis sieht dann so aus, dass der virtuelle Daniel in einer Zeit lebt, in der drei Hörner ausgerissen (vergangen) sind, während für Johannes gilt: fünf sind gefallen, das Zeitalter Jared ist jetzt da, das nächste Henoch wird nur (relativ) kurz bleiben, und dann kommt das Zeitalter, dessen Ende auch mit dem Jahr der Sintflut übereinstimmt. Der Achte (Methusalah) ist zugleich einer der sieben (Methusael), und hat die Wunde vom Schwert (777). Er ist identisch mit dem Tier insofern seine Zahl 1656 die Zahl der Sintflut ist. Diesem Tier übertragen alle Zehn ihre Macht, da das System auf den einzelnen Daten beruht. Dass das Tier, war nicht ist und sein wird hänt damit zusammen, dass Methusalah als Patriarch seine Zeit hatte, während er als Zeitalter zur Zeit Johannes noch harrte.

Das Zeitalter Kenan ist halbiert (siehe die Rechnung zu den 360). Diese Hälfte stimmt dann mit der Zeit Belsazzars ein, in dessen zeit Daniels Vision daziert wird. Das Zeitalter Enos (damals fing man an den Namen des Herrn anzurufen) stimmt mit der Überführung der Bundeslade nach Jerusalem überein.
Da anderseits der Baum der Erkenntnis in seiner Verseinteilung die signifikannten Faktoren 656/666 übernimmt, sind Stammbaum und Tora ein zusammengehöriges System, die zusammen erstellt wurden.
Zu finden in Abhandlung über die Lüge , oder mit kleinem Aufwand selbst nachzubilden.

1Mo 4,26 Und auch dem Seth ward ein Sohn geboren, den hieß er Enosch. Damals fing man an, den Namen des HERRN anzurufen.
1Mo 5,1 Dies ist das Buch von Adams Geschlecht: Am Tage, da Gott den Menschen schuf, machte er ihn Gott ähnlich;

Gott, das ist Ha Schem, YHWH, oder 10 5 6 5. In Ermangelung von 10565 Toraversehen nehmen man 1565 (Achtung, nicht 1656), übrigens erhält Mose seinen Namen im Toravers Nr. 1565

Enos ist im Jahr 235 geboren. 1565 - 235 = 2 x 665 (eins danebengepisst)

Entweihung von Gottes Namen? Seit es die Blockbuchstaben gibt, wird andauernd ein Chet (Wert 8) für ein He (Wert 5) geschrieben.

Nochmals der Bezug zu obigen Versen. Enos ist im Jahr 130 geboren.
130 + 1868 (Chet statt He) = 1998 = 3 mal 666

Damals fing man an den Namen... bezieht sich dies auch auf das Schwert, das uns durch das Kainsmal ein Begriff ist?
Kain, im Jahr 325 geboren: Sintflut minus Kain = 2 mal 666 oder
1656 - 325 = 2 mal 665.5

Kein Bezug? Geburt Enos (235) bis Tod Kenan (1235) = 1000 Jahre.

Zum jüdische Kalender ist noch anzufügen: Exodus im Jahr 2666 nach Schöpfung, wenn man Ha Schem beim Wort nimmt.
Ferner in Anwendung des MT Textes inklusive Daniel Kommentar führt dies zu folgenden jüdischen Jahreszahlen:
3656: Aristobul nimmt die Königskrone an und macht damit dem Anspruch auf einen Nachfolger aus dem Geschlecht Davids ein Ende.
5656: Zionistenkongress in Basel
Übrigens hat der jüdische Kalender folgende Features:
Mose wird 1656 jahre nach Adams Tod geboren
Der Baubeginn des Tempels Salomos findet 1868 Jahre nach Adams Tod statt (??? Chalellllll...). Es gibt da so apokryphe Geschichten, dass Adams Leiche da in Zion begraben sein soll.

10868 / 6.56 (unseren mittleren Lebensquotienten) = 1656 (Sintflut)

Warum sollte für den Oberkaballisten nicht gelten, was im Durchschnitt für alle Glieder gilt?.... Als JHVH 1656 Jahre alt war, da brachte er das Völkermeer, und zeugte danach... 10868 Jahre und ging dahin, und am Ende seiner Tage schlug er sein Zelt auf zwischen dem Berg und dem Meer. Dort wird er sein Ende finden, und es wird ihm niemand helfen....
....dass er nämlich nach dem durchschnittlichen Verhältnis die Völker hervorbringt? Man spricht von 70 Völkern, und der Analogie zu dieser Zahl von der Septuaginta als von 70 Gelehrten geschrieben.
Die Lebensquotienten zeigen zwei stetige Reihen, wobei sich Henoch harmonisch hineinfügt. Diese zwei Reihen sind Ausdruck eines Antagonismus in Daniels Zeitaltersystem.

Wir haben zweimal den Namen Gottes entwürdigt, indem wir aus einem JodHeWavHe einen Jod Chet Wav Chet machten. Fragt sich, ob das zulässig ist? Meine Antwort: seit wann ist Gott eine Zahl?

Wenn die Reihe fortgesetzt wird mit den Folgepatriarchen, so sind weitere numerische Zusammenhänge zu finden, die einen Kontext zum Inhalt bilden. Es ist allerdinges in einer beliebigen Zahlenreihe immer eine gewisse 'Ordnung' hineinzulegen. Ob einer Ordnung eine Absicht, also ein willentlicher Code zu grunde liegt, muss sich durch das Gewicht inhaltlicher Bestätigungen erhärten. Da die Bibel ein Buch ist, das sich selbst kommentiert, ist dies nicht unwahrscheinlich. BdE, System der Zeitalter und 666 bilden eine ineinander verflochtene Anordnung, die durch die Bibel selbst kommentiert wird.  Dieser Kommentar ist zwar nicht schmeichelhaft für das 'Wort Gottes', aber er ist konsequent und treffsicher im Lichte des Proto MT.

Ist also 656 die Andere Zahl zu 666. Aber bingo. Warum denn wurde der zweiten Tempel genau 656 Jahre nach dem ersten Tempel zerstört (noch am gleichen Tag nach jüdischem Mondkalendem, dem 9.Ab)? Johannes hat nur einen Kennwert der Kabbala überliefert. In der Tat durchziehe beide Zahlen die Hauptbereiche des Gebäudes der Kabbala. 666 sitzt im Kabbalistentempel und denkt er sei Gott. Der andere Kennwert ist ganz einfach zu ermittel. 2 mal 656 = Off. 13.12.
Wo das Heiligtum bei Johannes liegt, ermittelt man durch die Mitte der Offenbarung. Die mitte nach Versnummern ergibt den Fall Satans. Nach Kapiteln erientiert Ende 11 nach 12.1 ergibt den Höhepunkt. Der Tempel wird sichtbar, Das Weib mit Sonne Mond und Sternen.
Dass die Mitte nach Versnummern in Off. den Fall Satans ergibt, ist ein Indiz auf den Baum der Erkenntnis (BdE.) der Versweise, und nicht Kapitelweise orientiert ist.

Falls jemand noch nicht überzeugt ist, was ich mit Zusammenhang von Zahlen im Gesamtkontext meine? Die Primfaktorenzerlegung (7 und 17) mag vielleicht etwas überraschend erscheinen. Hier will ich sie auf die erste Zählung der Stämme anwenden.
 

Stamm 1. Zählung durch 7 oder 17 2. Zählung durch 7 oder 17
Ruben 46500   43730 ----  
Simeon 59300 ----   22200  
Gad 45650 ----   40500  
Juda 74600   76500  ---- / 4500
Issachar 54400    --- / 3200 64300  
Sebulon 57400 8200 / ----- 60500  
Ephraim 40500   32500  
Manasse 32200 4600 / ----- 52700  -----/ 3100
Benjamin 35400   45600  
Dan 62700   64400 9200/ -----
Asser 41500   53400  
Naftali 53400   45400  
  144000 Issachar, Sebulon und Manasse - Juda, Manasse und Dan


Das gleiche Prinzip angewandt ergibt die berühmten 144'000 bei Johannes.

Mit der Zählung lässt sich noch mehr machen. Die Zahlen haben Features. So vermeidet die Tora Zahlen wie die Acht oder die neun, was im Falle der Beuteteilung nach dem Krieg gegen Midian zu witzigen Rechnungen führt. In der Zählung kommt aber eine Neun vor (Simeon, 1. Zählung) dann gibt es ein Feature für Ruben (2. Zählung) und Gad (1. Zählung), wo nicht auf Hundert gerundet wurde. Beide Zahlentypen und alle Leviten werden ausgeschieden. Die Summe für beide Zählungen ergibt 1056'600, oder wenn sie wollen 1056 + 600 = 1656, die Zahl der Sintflut nach MT.

Zu Ruben wird bei der zweiten Zählung noch angefügt, jene 250 um Datan und Abiram, die den Aufstand gegen Mose verursachten. Rubens Zahl 43730 : 656 = 66.66158... Ruben verlor ja seinen Erstgeburtsegen, weil er des Vaters Bett bestieg, bzw. die Liebeswurzeln auf dem Feld fand. Ruben steht im Baum der Erkenntnis auch in einer auffälligen Anordnung.
In der zweiten Zählung gibt es ebenfalls drei Werte, die sich durch 7 oder 17 teilen lassen. Ich teile der Fairnes halber mit, dass ich dazu noch nichts sinnvolles gefunden habe.

Es ist insgesamt erwähnenswert, dass in der Tora wie auch in Samuel die Behandlung der Zahlen tendenziell ist. Zahlen wie die 8 oder 9 sind eine Ausnahme, stellen häufig ein einmaliges Feature dar. Man beachte zum Beispiel, wie nach dem Krieg gegen die Midianiter die Beute geteilt wird.

Die Johannesoffenbarung ist das Resultat eines Christen, der mit der LXX gross wurde, und seiner Begegnung mit dem MT und der hineinkodierten Kabbala. Der Offenbarer spricht unter der Oberfläche einer Antirömischen Polemik durchgängig das kabbalistische Judentum an, und sagte ihnen dadurch 'Rom das seid ihr, ihr seid das vierte Tier, deren drei erste Tiere die Tempel darstellten.' Wenn Johannes von Babel spricht, meint er auch diesem Sinne dies, was der Baum der Erkenntnis ihm sagte, dass dieser Text nämlich in Babylon konzipiert wurde. Dass Johannes nicht offen gesprochen hat, liegt im Umstand begründet, dass die mit der LXX gross gewordenen Christen ihn schlichtweg nicht verstanden hätten, und nicht nachvollziehen konnten, was Johannes da meinte.

Nebenbei bemerkt: einige der MT Features tauchen auch in SamP auf, aber nicht die wichtigsten und komplexesten. Dass Noah in SamP bis zum Jahr der MT Sintflut lebt, gehört in die polemische Ecke.

Damit möchte ich doch nochmals einladen einen Blick auf die Zählungen unter Esra und Nehemia oben zu werfen. Die Vergleichszählung differieren derart, dass man von bewusster Manipulation sprechen muss. Dahinter versteckt sich ein Sinn. Es ist also schwerlich Esra oder Nehemiah als verlässliche Quelle und Auskunft über die Geschichte der Samaritaner und ihrer Tora anzusehen.
Beide Listen beharren auf eine Gemeindezahl von 42360 Seelen, ohne diese jedoch zu erreichen. Wir wollen die Liste Gliedern. Wir haben zuerst einen Brocken mit numerischen Angaben. Dann folgt eine Aufzählung ohne numerische Angaben, dann der Bericht über Tobija und jene die das Geschlechtsregister nicht finden konnten, und am Shcluss haben wir noch bei den Tempelsängerinnen eine kleine Differenz.

  Nehemia Esra Nehemia minus Esra
erster Block, Summe (hier ist von Männern oder Söhnen die Rede) 30064287741290
Tempeldiener3923920
Tobija, die Gruppe ohne Register(642)(652)(-10)
Sängerinnen (Frauen, in der Liste nur etwas besser als Pferde!!!) 24520045
Summe Gemeinde /Differenz 30701293661335

Daniel spricht doch von den Zeiten und der Reinigung des Tempels. Dabei kommen die zwei Zahlen 1290 und 1335 vor. Wenn ich die umstrittenen Exulanten nicht in die ganze Rechnung miteinbeziehe (weil sie aus der Gemeinde ausgeschlossen wurden) dann erhalte ich als Gesamtdifferenz der zwei Zählungen die Zahl 1335.  Rund um den Namen Tobijas haben wir es auch mit einer Tempelreinigung zu tun (siehe oben). Ist dies ein Zufall oder ein Beleg für die Kaballistische Komposition?
Vier Variation in LXX wurde gefunden.

Esra 2.12  uioi asgad triscilioi diakosioi eikosi duo (3222, MT: 1222)
Esra 2.28  andrev baiyhl kai aia tetrakosioi eikosi treiv (423, MT: 223)
Esra 2.39  uioi hrem cilioi epta  (1007, MT: 1017)
Nehemia 7.26  uioi baiyleem ekaton eikosi treiv uioi netwfa penthkonta ex (wie Esra Parallele)

Dies verunmöglicht bereits diese Darstellung. Daniel wird also im Lichte des Proto MT gelesen. Hier die Kontrollrechnung, indem wir die LXX Zahlen wie folgt berücksichtigen.

BlockNehemia minus Esra 
erster Block12901290
Esra 2.12-2000 
Esra 2.28-200 
Esra 2.39+10 
Nehemia 7.26-9-2199
Sängerinnen 4545
 Differenz Nehemia minus Esra-864

Unabhängig davon, wie wir mit der Differenz durch die Ausgeschlossenen umgehen, da taucht nichts Prägnantes auf.
Hat sich also Daniel auf den MT Text, bzw. den kryptischen Babylontext bezogen?

Dan 12,9-13 Er sprach: Gehe hin, Daniel! Denn diese Worte sind verborgen und versiegelt bis auf die letzte Zeit./ Viele sollen gesichtet, gereinigt und geläutert werden; und die Gottlosen werden gottlos bleiben, und kein Gottloser wird es merken; aber die Verständigen werden es merken./ Und von der Zeit an, da das beständige [Opfer] beseitigt und der Greuel der Verwüstung aufgestellt wird, sind 1290 Tage./ Wohl dem, der ausharrt und 1335 Tage erreicht!/ Du aber gehe hin, bis das Ende kommt! Du darfst nun ruhen und sollst dereinst auferstehen zu deinem Erbteil am Ende der Tage.
Daniel will damit gewiss sagen, dass die 'Gottlosen' alle jene sind, die nicht in die Kabbala eingeweiht sind. Daniel hat dafür die Ehre, in der Offenbarung des Johannes den falschen Propheten darzustellen (der Stamm Dan fehlt aus diesem Grund in der Offenbarung). Erinnern wir uns an Tobijas Rede:

Aber Tobija, der Ammoniter, war bei ihm und sprach: Sie mögen bauen, was sie wollen; wenn ein Fuchs hinaufginge, würde er ihre steinernen Mauern zerreißen.

Mit der Tatsache, dass zwei Parallele Bücher (hier Esra und Nehemia) eine Information enthalten, die von einem Schreiber (Pseudodaniel) prophetisch verarbeitet wurde, eröffnet sich ein weiteres Gedankenspiel. Mit den Königsbüchern und Chroniken stehen weitere parallele Berichte zur Verfügung.

Eine ausführlichere Abhandlung über Parallele Zählungen in Esra und Nehemia findet sich  hier .

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Stellt sich zum Schluss noch die Frage, warum gerade 666 und 656 eine so entscheidende Rolle in der Kabbala spielen. Eine Antwort könnte im Unstand sein, dass Aaron einen magischen Wettbewerb mit der Priesterschaft von Ägypten führte (dazu musste er nicht nach Ägypten reisen. Die Babylonier standen in der Zahlenwissenschaft den Ägyptern in nichts nach)

Für die Kreiszahl Pi gibt es mit 22/7 =3,14286 eine gute Annäherung. Man könnte also sagen, die Zeit und die Schöpfung spiele sich im Kreisrund der 22 Buchstaben ab. Eine noch genauere Annäherung bietet folgende Formel:

S (1-661) (1/PRIMZAHL) =3,141029331...=S(1)
S (1-673) (1/PRIMZAHL) =3,142515215...=S(2)

Die Zahl 666 entspricht dem gerundete arithmetische Mittel zwischen unterem und oberem Grenzwert.
Damit wäre 666 und Pi in einen funktionellen Zusammenhang gebracht.

Wie gesagt, die Rechenbeispiele entstammen aus der Abhandlung über die Lüge. Nur der Zusammenhang zwischen Pi und 666 ist in der Abhandlung nicht dokumentiert. Ratsam ist eine Gegenkontrolle durch Dritte, da ein Rechenfehler immer möglich ist.

Die Aussage steht natürlich in Analogie zu 22/7 . Das Ganze zeugt von grossem Knowhow, aber beileibe von einem gewissen Mangel an Gott. (Darum wollen die verkappten Atheisten überall den Glauben an einen Gott in der Welt zerstören).
 

Fazit

zum Inhalt


Der Unterschied ist ein gewaltiger, die Botschaft einer LXX, oder die Kabbala eines MT. Aber zuvor möchten wir doch feststellen, MT (oder sein Vorgänerger, der Babylontext) ist das Original, und nicht SamP oder LXX. Aus den Zahlen von SamP ein Gebäude zur errichten, wie es die Kabbala ausmacht, dürfte weitaus schwieriger sein, als aus dem grossen Gebäude eine Scheinkabbala machen, die man den Samaritanern zutraut.

Die Elemente der Kabbala sind mindestens so alt wie Hesekiel (Man achte auf die Beschreibung seiner Tore zum Tempel). Das Bedeutet nicht, dass nicht eine Redaktion auf der Buchstabenebene erst im nachchristlichen Jahrhundert forciert von statten ging. Aber der Clou ist, dass die Kabbala gar nicht überall die Buchstabenebene bedarf. Viel wichtiger sind für den Baum der Erkenntnis die Versebene. Rabbinisches Wissen gilt den ausgewählten besonderen Schlüsselstellen. Es gibt für die Kabbala wichtige und unwichtige Stellen. Die Liste der Patriarchen ist für die Kabbala seit den Daniel-Autoren unverzichtbar geworden. Daniel liefert eine perfekte Mischna zur jüdischen Jahreszählung.

Die Daten nach MT sind nicht ein isoliertes System, wie dies bei SamP der Fall ist. Sie sind auch keine natürlichen Zahlen, so uneregelmässig sie aussehen. In ihnen ist eine Ordnung eingebettet, die in einem starken Zusammenhang mit der exoterischen Tora, aber auch mit der esoterischen Tora steht.
Dass der SamP Noah nur gerade bis zum Jahr der MT-Sintflut lebt, gehört zur polemisch verschtenden Haltung der Kabbalisten gegenüber allen, die sie nicht zu ihrem Volk zählen. Alle die den Nachteil haben, ihr Geburtsregister nicht nachweisen zu können, werden so genarrt. Davon ist selbst die LXX, die ich zu Beginn in ihrem Revolutionären Gehalt schilderte, nicht gefeit. Nach LXX Al wird Abraham im Jahr 3332 = 2x 1666 geboren. Solche Kommentare finden sich haufenweise, nur dass sie ihren Aussagewert eben nur im Lichte der Kabbala auf der Grunde des MT erhalten. Ebenfalls beachten wir das Feature von SamP das dort Noah lebt bis zur Zeit der MT Sintflut. Das sind natürlich polemische Spitzen aus der Sicht des MT.

Der MT Text greift auf einen Prototyen zurück, dessen Ursprung in Babel zu suchen ist. Sie hätten auf die gebrannten Steine des Nebukadnezar, die die Sintflut überdauern sollten (im Text über den Turmbau von Babel, im BdE. parallel zum Anfang der Zeiten, Jahreszahl: Exil in Babylon), besser verzichtet. Es ist bedenklich, dass sich innerhalb des Judentums eine esoterische Clique gebildet hatte, die glaubt, Beisassen, Fremdlinge oder Juden, die älter sind als sie, mit Second Hand Ware abspeisen zu können. Man kann den Menschen betrügen, aber nicht Gott. Man kann dem Menschen eine grosse intellektuelle Götze vorgaukeln, nicht aber jenem, der das Wort dem Menschen gab. Und nicht Gott erleidet schaden dadurch, sondern die Menschen.

Es ist für das Christentum wichtig zu wissen, dass das massgebende ihrer Botschaft nicht in der Kabbala liegt, sondern in der Botschaft, die den Menschen öffnet. Es ist ein falscher Weg, mit Strongsnummern und Hebräischkursen dem Urchristentum nahe kommen zu wollen. Denn das Christentum wollte weg von da, wo uns die Gelehrten mit Strongsnummern oder Bibelcode hinführen wollen.
Der Antichrist ist die falsche Bibel. Sie ist die Kabbala, sie ist das tote Wort. Aber wenn man die Mechanismen dieses toten Wortes, das nach dem ersten Tod, dem sagenhaften Sündenfall, immer wieder morden will, kennt. Dann lässt man sich nicht mehr fangen, und der zweite Tod, diese grosse kabbalistische Enttäuschung, die Zerstörung des christlichen Gedankens, wird keinen Erfolg haben. Johannes war nicht Kabbalist. Auch er kannte das Christentum, das sein Verständnis aus der LXX bezog. Aber als er mit dem MT Text konfrontiert wurde, der ja zu seiner Zeit erst öffentlich publitziert wurde, da wusste er, welchem schlimmsten Götzendienst da gefrönt wurde.

Der Beweis einer Quellentheorie wurde hier nicht erbracht, vielmehr sind es alles gewichtige Indizien, die nicht übergangen werden dürfen. Es ist ein Beweis, den man nicht gerne erbringt in Anbetracht des zerstörerischen Potentials. Dabei gilt es immer auf etwas zu blicken. Wir Menschen haben immer die Wahl, das Gute zu nehmen und zu tun, und das böse zu lassen. Kabbala ist nicht alles. Die selbsternannte Fackel unter den Völkern ist sehr in Gefahr etwas zu übersehen. es gibt einen Gott, und er ist die Wahrheit, die nicht ausschliesst, sondern die Menschen miteinander verbindet.

Ja, die Kabbalisten haben das Original. Sie sind die ersten. Aber achtet, es gibt erste, die werden letzte sein. Was immer du über Gott sagst 'Allah ist grösser' (Mohammed). Er ist grösser als alles, was je verkündet wurde. Wir müssen die Schriften nicht verwerfen. Aber wir dürfen Gott, diesen Mehrer aller Dinge im Menschen, nicht ausschliessen.

Es ist mein Vorschlag, wenn wir statt von einem Proto MT, besser von einer Babylonischen Tora zur Zeit des Nebukadnezar sprechen. Diese Tora ist das Systematische und kabbalistische Kompilat aller nützlichen Traditionen. Die drei behandelten Texttypen dürfen als Abkömmlinge dieses Textes verstanden werden, jedoch mit unterschiedlicher Absicht geschrieben.
Damit ist leider, oder zum Glück nichts ausgesagt über die sagenumworbene ältere Tradition, mag sie mündlich oder schriftlich gewesen sein.
Indem die Frage nach der älteren Quelle beantwortet wurde, tun sich neue Fragen auf. War LXX ein autorisiertes Werk durch die Magier der Babylonischen Tora? Oder war sie das Werk von Gelehrten, die sich abwendeten? Wir würden letzteres natürlich annehmen. Wir würden es kaum glauben wollen, dass eine Priesterschaft, die auf unversehrte Texte achtet, plötzlich es unternimmt, drei in Kernpunkten wesentlich verschiedene Typen herauszugeben.
Und doch fürchte ich, dass es so war. Während 500 Jahren ist die Babylon-Tora nur in exklusiven Händen verwahrt. Qumran und Massada belegen, dass erst um 70 n.C. die grosse Publikation der Babylon-Tora geschah, in dem sie die MT Typen hervorbrachte. Zuvor mochten die Synagogentexte zunehmende Varianten bilden. Mit dem MT und dem Streben der Vereinheitlichung wurden die Babylononcodes wieder in die hebräischen Schriften integriert. Eine solche Vereinheitlichung konnte nie auf der Buchstanbenebene realisiert werden, betraf aber alle für die Kabbala relevanten Stellen. Auf die LXX konnte fortan verzichtet werden. Neue Griechisch Übersetzungen aus den Händen der Jawne Schüler entstanden. Origenes unternahm mit seiner Hexapla ein Textvergleich, wobei plötzlich MT-Typen, auch griechische ein Übergewicht von 5 zu 1 erhielten. Origenes Irrtum ist nicht einzigartig. Auch die christlichen Bibel erfuhren eine Korrektur in der Meinung, dass MT näher am Original sei, als LXX. Dies mag in Bezug auf die Kabbala stimmen, nicht aber in Bezug auf Verständnis und Glauben der Autoren der christlichen Bibel. Dass die LXX nicht befriedigen konnte, musste schon an ihrem sprachlichen Gehalt sichtbar werden. Das tragische an der Korrektur ist, dass sie statt einer Verbesserung des Ausdrucks zu einer Korrektur des zu Grund liegenden Verständnisses wurde.

Die Zeit der christlichen Urgemeinde ist damit auch die Zeit der grossen jüdischen 'Schriftkorrektur' nach Massgaben eines Textes, der seine kabbalistischen Elemente wahrscheinlich zur Zeit Nebukadnezzars erhielt, einer Zeit, in der die erste grosse Korrektur des jüdischen Erbes stattfand.

Nicht berücksichtigt wurden hier Werke, wie Jubiläen oder das Buch Henoch. Da es sich bei beiden Büchern jedoch um eigenständige Kommentare handelt, darf man diese nicht als Konkurrenztypen auffassen. Interessant sind sie in der Frage, wie stark sie sich auf welchen Texttyp beziehen. Jubiläen stützt sich zum Teil auf SamP, widerspruicht SamP aber nach der Sintflut, im Bestreben, dass Israel nach Verlauf von 50 Jubiläen (2450 Jahren) ins gelobte Land zieht.
Auch Henoch ist vom Kalendarischen her interessant, da dort ein reiner Sonnenkalender suggeriert wird (nach indischem Modell). Andere wollen Henoch im Sinne eines 364 Tage Kalenders interpretieren.
Diese Versuche, die Zeit zu Regeln, sind Zeugnis einer Debatte und eines Streits über die richtige Zeit, und spezifisch die Jahreszählung. Wir können um 100 v.Chr, nicht mehr von drei Texttypen reden, sondern müssen in Rücksicht verschiedenster Auslegungen von einer Vielzahl von eklektizistischen Kommentaren ausgehen, von denen uns nur ein kleiner Teil erhalten blieb. Diese Vielfalt belegt den Zweifel ob der differierenden Quellen. Vielleicht mag dadurch auch der Gedanke erwacht sein, es möge doch ein Lehrer aufstehen, der die Schrift richtigstellen solle.

Vor dem Hintergrund von sieben eschatologisch gedeuteten Schöpfungs-Jahrtausenden können die Unterschiede zwischen LXX und der MT Rechnung erheblich sein. Zwischen der Maximalvariante nach LXX Lesart und dem jüdischen Kalender ergibt sich eine Differenz von annähernd 2000 Jahren. Da kann sich der Spruch 'der Sabbat leuchtet auf' doch sehr verschieden anhören.

Die LXX hat die Kabbala unleserlich gemacht, aber gleichzeitig Tips belassen. Hier stellt sich die Frage nach dem Grund der Behandlung dieser Zahlen. Es wäre die Erklärung, dass man diesem Werk eine Geschichte geben wollte, die mit der Ägyptischen Geschichte nicht grundsätzlich kollidiert, eine mögliche Erklärung, welche aber das LXXalexandrinus Modell doch nicht recht deutet. Auch hier stellt sich die Frage, was ursprünglicher war LXXal oder LXXva. Beides ist möglich, eine ursprüngliche kabbalistische Restvariante, oder eine nachträgliche Umarbeitung von Proto-LXXva zu LXXal zwecks Kommentar des Babylontextes.

Es ist im Hinblick auf den Baum der Erkenntnis, der versweise strukturiert ist, eine wichtige Bemerkung, dass alle LXX Varianten in der Verseinteilung auf eine Weise zerstört sind, dass es unmöglich ist, den BdE. zu erstellen. Da LXX zum Teil erweiterte Verse kennt, hat man dies als Grund für eine ältere und ursprünglichere Tradition genommen. Es sind aber nicht solche Dinge, die den BdE. verunmöglichen, sondern grundsätzliche Änderungen in der Anordnung. Fehlt nur ein Vers, so kann dies zu entscheidenden Irritationen führen. Denn nicht nur der Versinhalt ist im BdE. wichtig, sondern auch die Versnummer (nicht die Kapitelnummer) berechnet nach dem absoluten Vorkommen in der Tora, und berechnet nach dem Vorkommen im einzelnen Buch. Es geht dies so weit, dass sich die LXX im so geliebten Dekalog einen Kommentar zur Handhabe der Verseinteilung leistet.

All dies deutet darauf hin, dass die LXX ein bewusst manipuliertes Derivat des Babylontextes darstellt, das man den Heiden, Proselyten, und Juden, die man nicht als Juden betrachtete, gern in die Hand drückte, derweil es immer eine geheime Schrift gab, die unter der Bezeichnung MT dann bekannt wurde. MT ist insofern ein Derivat vom Babylontext, als er nur für Bereiche, die für die Kabbala irrelevant sind, Mutationen erleben musste. Was der Bibelcode heute glauben machen will, ist a) eine Lüge, und b) lässt uns die Wahrheit übersehen, dasss es einen bewusst gesetzten Code gibt, nicht von Gott, sondern von jenen gesetzt, die zu Babylon Gott ausrechneten. In diesem Zusammenhang wird auch der Folgeartikel interessant.

Wenn hier die Schomerim leider nicht mit einem Originaleren Text als der Babylon Text glänzen können, so bedeutet dies, nicht, dass in ihnen nicht eine Tradition vorhanden war, die nicht grundsätzlich in Konkurrenz zur Tora stand. Die Fähigkeit, eine Schrift anzunehmen, könnt davon zeugen, dass es eine mündliche Gesetzestradition nach der Weise der mosaischen Gesetze gab. Diese Tradition nun in schriftlicher Form gefasst zu sehen mochte für ein Volk, das plötzlich isoliert dastand gegenüber Jerusalem, ein Trost und Gewinn sein. Dass sie kein vollwertiges kabbalistisches System erhielten, muss nicht als Mangel betrachtet werden. Denn Kabbala und mündliche Tradition passen schlecht zusammen. dass viele geschichten in der Tora sich für mündliche Tradition eignen, wurde mehrfach untersucht. Damit bleibt die Selbstaussage der Schomerim immer noch eine zumindest denkbare.

Nicht zuletzt will ich darauf hinweisen, dass diese kleine 'Beweisführung' in keinster Weise eine Tradition in Frage stellt, die der Bibel zu Grunde liegt. Es kann gerade im esoterischen Bereich sehr viel Wahres gefunden werden, auch wenn man nicht weiss, wie man mit Gott rechnet, und auch wenn man ohne 'die' Sünde ist.
Wenn man die Eigenart der Bibel so akzeptiert hat, dann eröffnet sich auch eine bescheidenere aber mögliche indienstnahme der Bibel für die Archäologie. Diese grub zu nächts mit der Bibel in der einen Hand, bis sie bemerkte, dass sie die Bibel besser aus der Hand legte, und die Ergebnisse unvoreingenommen betrachtet. Wenn man begreifft, dass die biblische Datierung nicht einem historisch chronologisch, sondern einem magisch kabbalistischen Konzept folgt, dann wird man in diesem Bereich am besten keine Bestätigung mit der Stratigraphie suchen. Wir dürfen die Bibel in die Frage stellen. Aber die Wahrheit ist ebenso, dass in Israel vor dem Exil ein Volk lebte, dass es zu einem Volk zusammenwachsen musste, und dass die Bibelautoren nicht aus dem hohlen Bauch schrieben. Homer war ein Dichter, aber kein erfinder. Schliemann fand ein Troja eingebettet in den Sand, wie Homers Epos in erhaltende Verstruktur einer sinnlichen Sprachformung eingebettet war, und so dem vergessen entging. Mündliche Überlieferung braucht ein poetisches Medium. Zahlen sind schwerlich Teil potischen Erinnerns. Wenn wir aufhören, Zwang auf die Schrift auszuüben, wird sie aufhören auf uns Zwang auszuüben. Wer weiss, was der Nahe Osten noch alles preisgibt.

Babylon bildete gewiss eine Schwelle für Israel. Man mag sagen, dass es vorher nicht Israel war, nicht in dem Sinne, wie wir es heute verstehen, mit der Tora als Geisel des Volkes und dem Volk als Geisel der Tora. Insgesamt stellt sich die Frage, was geschah damals in den Geheimen Kammern Babels, und warum wurde eine ganze Volkstradition umgebildet. Wo ist das vorexilische Israel, und wie kann dessen echte und authentische Stimme wieder vernommen werden? Vielleicht ist es Zeit, doch der Geschichte der Schamerim ein Ohr zu leihen. Denn wenn in Babylon die Israelitische Tradition in ihr kabbalistisches Korsett gezwängt wurde. dann leiden gewiss nicht nur die wohlwollenden Archäologen darunter, sondern es muss eine seltsame Begegnung gewesen sein für die im Land verbliebenen Altisrealiten, als die Exulanten mit einer neuen Religion heimkehrten, die nur scheinbar alte Tradition transportierte, in der Tat aber wie eine Axt wirkte für vieles, was auch israelitische Tradition war.

Die römische Kirschenstaat wurde auf der Grundlage eines gefälschten Dokuments erstellt. Es ist wahrlich wenig Verlass in die Schrift.

EL CAPPUCINO - Mai 2001

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