![]() |
Bibelforschung© elcappuccino - last update: Okt. 2003 | |
Quellentheorie zum ATWas war zuerst: der (Proto-)masoretische Text, die Septuaginta oder der Samaritanische Pentateuch?
Die Krux mit dem Krux
Inoffizielles zum AT |
|
Vorwort |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Die Autorität der Septuaginta wurde in jüngster Zeit erneuert in Zweierlei Hinsicht.
Im Zuge des Bibelcodes ist es zu überzogenen Ansprüchen gekommen, MT sei der einzige und ursprüngliche Texttypus, der als direkter Nachfolger von Moses Torah gelten könne. Dem gegenüber stehen die Erfahrung, dass MT entgegen den Forderungen als Schrift vor der Zeitwende überhaupt nicht verbreitet und belegt ist, aber nach der Zerstörung des Tempels 70 n.Chr. alle anderen Texttypen zu verdrängen begann. Welche Theorie sind möglich, die die Varianz und Entwicklung der Texttypen zulassen, das sei hier die Frage. Dabei will ich nicht die Ergebnisse der Forschung, die bisher geleistet wurden, wiederholen, sondern auf einige Möglichkeiten hinweisen, die unserem Denken geflissentlich entgehen.
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Samaritanischer Pentateuch |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Die Bibel der Samaritaner umfasst nur den Pentateuch. Sie akzeptiert weder die Propheten noch die Chroniken. Dies stellt in Bezug auf Religion und Glauben einen wesentlichen Punkt dar. Denn der Pentateuch endet mit dem Tod des Mose und dem Auftrag an Joschua, das Volk ins gelobte Land zu führen.
Es gibt aber eine andere Version, die uns viel wahrscheinlicher vorkommen muss. Es ist selten, dass ein Landstrich ganz entvölkert wird und gänzlich durch Fremde besiedelt wird. Es ist ebenso unwahrscheinlich, dass nicht einzelne Israeliten aus der Assyrischen Verbannung, unbesehen von der chronologischen Darstellung, wieder nach Israel gekommen sind, unabhängig von einem politischen Akt oder Edikt, im Rahmen unauffälliger Migrationsbewegungen. Nehmen wir diesen Fall in Anspruch, so könnte SamP tatsächlich ein Typus sein eines vorexilischen Pentateuch. In diesem Fall hätte der MT seine Variationen zu erklären.
Ausser dem Pentateuch haben die Schomerim mit den Juden kein Buch gemeinsam. Man darf dies als Zeugnis einer getrennten und unterschiedenen Geschichte verstehen. Zwei Ursachen können ein solches Faktum hervor bringen.
Dem Gegenüber steht ein anderes Faktum das auch viel wahrscheinliches hat, und das einsichtig ist.
Tobijas hypothetisches Verhalten, wie es Esra darstellt, muss zuerst zu verdauen sein. Angenommen Tobija entwendet eine Rolle, nein Fünf (der ganze Pentateuch). Diese Rollen entsprechen dem gängigen Typus, der auch Esra zur Verfügung stand. Aber er entwendet nicht die anderen Schriften (die vielleicht noch gar nicht existieren, oder, weil zusätzlich, nicht allgemein zugänglich sind). Tobija, und seine Leute werden dann ausgeschlossen. Tobija ist entrüstet und beschliesst, einen eigenen Kult zu machen. Stellen sie sich das vor. Ja mehr noch, wenn MT der Esra Text sein soll, dann hat er auch noch die Schrift verändert, Zahlen manipuliert (die keinen Beitrag zu einer Pro oder Antizionistischen Auslegung bieten, da hätte Tobai ausgebildeter Kaballist sein müssen). Ferner verzichtet er auf eine konkurrierende Geschichtsschreibung. Drittens muss er die Gemeinde, die mit ihm zusammen ist, überzeugen, dass dieser sein Pentateuch nun die einzige gültige Schrift ist? Was braucht es da für einen Heiden, der dies zustände brächte? Das ist wenig überzeugend. Im Gegenteil, die Beharrlichkeit, mit der die Gemeinde Tobijas, oder die Samaritaner ihren Glauben durchziehen, kann nicht anders als durch eine tiefere und ältere mündliche Tradition gesehen werden, die als völkisches Selbstverständnis stützt, während man gehöhnt und abgelehnt wird.
Neh 2,10 Als aber Sanballat, der Horoniter, und Tobija, der ammonitische Knecht, solches hörten, verdroß es sie sehr, daß ein Mensch gekommen war, das Wohl der Kinder Israel zu suchen. Dies sind die Angaben, zu einem oder zwei verschiedenen Männern genannt Tobija. Dabei ist nicht ersichtlich, ob Neh.13 sich auf Neh7 bezieht, oder auf Tobija, den ammonitischen Knecht. Wenn man Neh 13,1 im Kontext liesst, liesse sich letzteres annehmen. es ist eine leidige Bemerkung, dass es in der Tora keine Beziehung zwischen Ammon und Bileam gibt. Also handelt es sich hier um das Tadeln des Ammoniters Tobija. Neh 13.7 bedarf auch eines Kommentars. Was ist hier die Meinung? Wollte Tobija den tempel als eine Art Privatbank betrachten? Oder handelt es sich um geschenke für den Tempel aus seiner Hand? wenn man die Aussage liesst, dass die Exilanten den Tempel alleine bauen wollten, dann bezeichnet dies auch die Ausrüstung mit gaben. Tobijas Beitrag wurde also auch hier zurückgewiesen. Im Gegensatz zum Persischen König, der in seinem Edikt die Ausrüstung des Tempels befahl, wurden also alle Ansässigen von einem Beitrag ausgeschlossen. Aufgrund dieser Stellen wird vielmals Tobija als Begründer des samaritanischen Kultes genannt. Aber Tobija wird ein Ammonitischer Knecht genannt (kein Fremdling). Dann ist noch der Tobija, der seine Abstammung nicht nachweisen konnte. Esr 2,48 die Söhne Rezins, die Söhne Nekodas, die Söhne Gassams; Wir beobachten eine andere Schreibung. Das für das fehlende 'I' auch ein Missbetrag in der Höhe von 10 (642-652) besteht, ist eine kabbalistische Feinheit. Es kann also nicht gesagt werden, es handelte sich hier um den gleichen Namen. Aber es sei beobachtet. Diese Menschen wurden alle ausgeschlossen. Wer nicht frech genug war, seine Abstammung zu fälschen, der hatte im Judenstaat Esras, gefördert aus Persischen Edikten, keine Chance. Ob manb diess mit einer Kabbala beantworten kann? Hier ein Beispiel, was Register im Esrahitischen Sinne meint. Dies ist
nur der ersten Teil der Auflistung jener, die mit Joschua und Serubbabel
zurückkehrten.
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Abweichungen LXX
Esra 2.28 andrev baiyhl kai aia tetrakosioi eikosi treiv Esra 2.39 uioi hrem cilioi epta Nehemia 7.26 uioi baiyleem ekaton eikosi treiv uioi netwfa penthkonta ex |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Wenn sie die Registerpaare betrachten, die verschiedene Werte aufweisen, dann werden ihnen vor allem jene auffallen, die um den Wert 1 verschieden sind. Dies wird uns weiter unten beschäftigen. Für ein Geschlechtsregister sind diese Zahlen unter Rücksicht der Variationen doch recht seltsam. Von den Zählungen sind 20 numerisch verschieden und 22 (oder 24, hängt vom Bestimmungskriterium ab) identisch. Man kann weder sagen, dass das eine Register später durch nachkommende ergänzende Eintragung verändert wurde (es ist nicht so dass die eine Liste nur grössere Werte als die andere enthält, wie wuir das erwarten würden), noch sind die Abweichungen derart, dass man von Textzerstörung sprechen könnte. Beide Listen können die Gesamtsumme von 42360 Seelen in der Gemeinde nur erreichen, indem sie die Esel mitzählen. |
Eine ausführlichere Abhandlung über Parallele Zählungen in Esra und Nehemia findet sich in Kabbala im Quervergleich MT zu LXX . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Zur Identität der Samerim als Samaritaner ist noch anzufügen: Jesus erscheint eine Samaritanerin am Jakobsbrunnen. Wie kann die Samaritanerin zu den Samerim gehören, wenn sie um das kommen des Messias weiss? Joh 4,19-25 Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, daß du ein Prophet bist!/ Unsere Väter haben auf diesem Berge angebetet; und ihr sagt, zu Jerusalem sei der Ort, wo man anbeten solle./ Jesus spricht zu ihr: Weib, glaube mir, es kommt die Stunde, wo ihr weder auf diesem Berge, noch zu Jerusalem den Vater anbeten werdet./ Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden./ Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter./ Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten./ Die Frau spricht zu ihm: Ich weiß, daß der Messias kommt, welcher Christus genannt wird; wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen. Unmittelbar vorher wirft Jesu ihr vor, dass sie fünf Männer gehabt hatte. Dies ist geistlich gemeint im Sinne eines Menschen, der jeder Religion nachfolgt. Hier wird also das Bild der Abschätzung gegenüber den Bewohnern Samarias angedeutet, was wenig mit den Schamerim zu tun hat. Ein weiteres interessantes Statement weiss Hesekiel Hes 23,4 Die ältere hieß Ohola, und ihre Schwester hieß Oholiba. Diese wurden mein und gebaren Söhne und Töchter. Und dieses waren ihre Namen: Samaria ist Ohola, und Jerusalem ist Oholiba. Samaria ist älter als Jerusalem. Während Samaria als Gründung Omris in der Bibel angegeben wird, weiss der am meisten verketzerte Prophet, der es mit Ach und Krach geschafft hat, in den Kanon aufgenommen zu werden, dass Samaria die ältere vor Jerusalem ist. Daran sollte man nicht vorbeilesen. Sollte SamP die ältere, vorexilische Tora sein? Diese Frage kann hier nicht beantwortet werden. Sie bedarf des inhaltliche Vergleichs. Was bisher gesagt werden kann, ist, dass es auf jeden Fall eine israelitische Gemeinde gegeben haben kann, die nie auswanderte, und die nicht weniger würdig war, die Tora zu empfangen als die durch Ezras theokratische Staatsbürokratie anerkannten Papierjuden. Jubiläean, entstanden um 100 v.Chr. bezieht sich auf SamP, wenn es die Zeiten vor der Sintflut behandelt. Die Zeiten werden dort allerdings nach dem System der Jubiläen dargestellt, und in der Form von Wochen und Jahren ausgedrückt.
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Septuaginta |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
An account of the translation of the Septuagint is told in The Letter of Aristeas, which claims that Demetrius Phalereus, who ran the royal library in Alexandria, urged the king (Philadelphus (285-247 BC)) to obtain a copy of the Jewish law for the library. Philadelphus sent a deputation to the high priest Eleazar in Jerusalem, and the result was that seventy-two elders arrived in Egypt with a copy of the Hebrew law written on rolls of skins in golden letters. They were given accommodations on the island of Pharos, and completed their translation in seventy-two days. The same basic account is given in Aristobulus, Philo, and Josephus. Der Aristeasbrief ist insofern bemerkenswert, als er in diesem Zusammenhang Details über den Tempel erzählt, welche in der LXX-Tora beim Bundeszelt unterschlagen sind (der Tisch, der Vorhang). Dagegen steht die Ausffassung, dass die Septuaginta das Resultat ergänzender Übersetzungen sei, deren ältesten Teile, die Tora, in das 3. Jh v.Chr. zu datieren sei. Für die Spätdatierung einzelner Teile steht Qumran als Grenze zur Verfügung. Die LXX war lange umstritten. Kritiker wie Paul Kahle bestritten eine LXX als existente vorchristliche Norm. Andere wollten sie als nachchristliches Produkt deklarieren. Die LXX sei dann nach den Zitaten des NT geschrieben worden, nicht umgekehrt. Qumran hat diese Spekulation endgültig erledigt. Die Septuaginta war für die Christen erste Quelle für Zitate. Damit kommt ein sprachlicher Befund zum tragen. Offensichtlich lag das Griechische Näher als das hebräische. Auch eine These über sogenannte Aramäische Urevangeliem muss in Rechnung stellen, dass die Zitate im NT auf die Septuaginta veweisen. Wenn es Usus gewesen wäre, Aramäisch zu schreiben, wo ist dann der Aramäische Gegenpart zur LXX? Die Frage zum Sprachverhältnis darf den Blick auf die heutige Zeit nicht scheuen. Im Zeitalter des Internet bietet sich das Englische als Weltsprache geradezu an. Was aber ist die Ussanz? Im Wissenschaftlichen Bereich gibt es viele Seiten, die von Anfang an Englisch geschrieben sind. Andere Seiten sind nur in einer Landessprache abgefasst. Seltener werden Alternativen angeboten. Gerade im Theologische Bereich gibt es eine Sprachbariere, sobald man die Ebene der Text- und Papyrusforschung verlässt. Für einen rein Aramaisch denkenden Menschen wäre es also eine besondere Leistung, von Anfang an nur im Koine Dialekt des Griechischen zu parlieren, wenn diese Sprache nicht Alltagssprache und damit anerkannte theologische Fachsprache wäre. Woher erwarben die Evangelisten die Sicherheit in ihrem Ausdruck? Es handelt sich hier um Theologie, und nicht um Tassen und Schränke. Vielleicht setzt dies tatsächlich eine Gewohnheit voraus, wie sie nur durch die Schulung einer LXX gewährleistet wird. Es genügt nicht, den Stellenwert der LXX nur durch die Verhältnisse der Zitate zu begründen. Man darf die LXX durchaus als Fundament eines jüdischen Sprachrohres in eine Griechische Welt verstehen, das erst das theologische Gespräch mit den Fremden begründete. Was war die LXX. Bedenkt man den Inhalt der Tora, der Nationalkonservativer Gedanken unübersehbar ist, dann war die LXX eine Revolution, das pure Gegenteil einer sich auf Auserwählung berufenden Clique, die sich im Elfenbeinturm zurückzieht. Ja mehr noch, mit der LXX war Gott nicht nur Jahwe, der mit seinen auserwählten in einer exklusiven Sprache parlierte, sondern ein Gott zu allen Völkern. Die Heidenmission der Christen wird nur recht verstanden, wenn man auf diese Revolution blickt, die diese Mission erst vorbereitete. Wer sein heiligstes Buch übersetzte, der muss in eine andere Sprache, in andere Gedanken, andere Welten und andere Selbstverständnisse einsteigen. Wer sich mitteilen will, der muss in die Haut des anderen schlüpfen. Man kann die Predigt der Evangelien auch in diesem Gesichtspunkt verstehen 'geht in die Welt und teilt euch den Fremden mit'. Seid offen. Natürlich wird dann immer auf den Inhalt der Predigt geschaut, aber das revolutionäre (im verhältnis zu einem abgeschlossenen Volk Gottes) wird übersehen. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Wer immer die hebräische Tora übersetzte, der wusste, dass durch diese Türe das Judentum in die Welt gehen würde. Es bestand von Anfang nicht die Absicht, die Übersetzung als individuelles Werk hervorzubringen, um einem Ptolemaios das Judentum verständlich zu machen, und so einen politisch verbündeten zu erhalten. Die LXX wurde zum Standardwerk, sogar in Israel, davon zeugt Qumran.
Dass dies auch seinen Preis hat, wird richtig festgestellt. Floyd Nolen Jones bemerkt: The LXX was unmistakably the labor of men not possessing that almost superstitious veneration for the letter of Scripture which characterized the Hebrews of Palestine. A Palestinian Jew would never have dared to add, take from, or alter a single letter of the "Original" text. The translators of the LXX, in marked contrast, are notorious for: Hellenizing and modernizing tendencies, simplifying "difficult" passages, altering the text by deleting what they regarded as apparent "contradictions", and adapting their version to the prevailing opinions of the age so as to commend it to the learning and the culture of the time. Hence, we find the centenary additions to the lives of the Patriarchs in order to bring the chronology into closer accord with the notions of antiquity that prevailed in Egypt at that time (see p. 10). Like the modern critic, the LXX translator did not hesitate to "correct" the record and to "emend" the text in order to make it speak what he thought it ought to say. Dieses Statement ist sicher richtig, übersieht aber die Revolution, die dahinter steckt. Es ist nicht dasselbe, im 3.Jh. v. Chr. eine theologische Sprache zu finden, wie im ersten und zweiten nachchristlichen Jahrhundert. Weiter Floyd Nolen zur Sprache: THE QUALITY OF THE TRANSLATION(29) Damit drückt Floyd Nola aus: die LXX war ein Resultat von Menschen, die unterschiedlich gut Koine sprachen, und dass sie eher Juden als Heiden waren. Dies wollen wir uns merken. Die LXX ist ein Statement, für das Wort Gottes, aber gegen alle Kabbala und Winkelschusterei. Wer immer als Jude in die Welt gehen wollte, und sich mitteilen wollte, der musste die Kabbala hinter sich lassen. Es ist nicht so, dass man die Kabbala ohne wissen gestrichen hat. Man hat sie entfern, wissentlich, und gab den Rabbis auch noch den Hinweis, dass man das absichtlich tat. Damit ist auch ein Zeiraum für die Kabbala gegeben Die LXX (Tora) ist weniger alt als als der Prototyp, der uns die MT Daten liefert. Zum Alter möchte ich folgenden im Netz gekaperten Ausschnitt montieren: In the section on Diaspora Jewish writers, I mentioned several, but here I will document this from two: Eupolemus (writing around 150 BC) and Pseudo-Phocylides (writing shortly before the birth/ministry of Jesus). Weiter gilt Aristobulos (beginn 2.Jh v.Chr.I, beglaubigt durch Eusebius, als frühester bekannter Erwähner eines Griechischen AT. Aristobulos bezug sich vor allem auf das Gesetz (Pentateuch), welches allgemein als das früheste übersetzte Wek der LXX gilt. Doch Eusebius wird hier nicht geglaubt, das Aristobulos, wie die Forschung sagt, sich doch auf den Aristeasbrief stützt.
Um zu zeigen, welche Hoffnung die Forschung mit der LXX verbindet: "Its (the LXX) chief value lies in the fact that it is a version of a Hebrew text earlier by about a millennium than the earliest dated Hebrew manuscript extant (916 AD), a version, in particular, prior to the formal rabbinical revision of the Hebrew which took place early in the 2nd century AD. It supplies the materials for the reconstruction of an older form of the Hebrew than the MT (Masoretic Text) reproduced in our modern Bibles. ... The main value of the LXX is its witness to an older Hebrew text than our own. But before we can reconstruct this Hebrew text we need to have a pure Greek text before us, and this we are at present far from possessing". Darin wird ausgedrückt, dass der MT eine vielfältige Mutation hinter sich habe. Dies ist gewiss richtig. Ob dies aber auf den gesamten Inhalt gesehen stimmt, oder ob es nicht Information gibt, die in der LXX durch Auslassung oder Ergänzung verändert wurde, wird noch zu sehen sein. Meine anfänglich positive Bewertung muss doch weiter unten einen Kommentar erfahren. In der LXX finden sich durchaus Hinweise zur Kabbala, Kommentare, die nur im Lichte des MT verständlich sind. Wer die LXX schrieb, der wusste was er tat (auch dann, wenn verschiedene Autoren zu verschiedenen Zeiten vorlagen). Spezifisch die LXX Tora ist kein Werk eines der Kabbala unkundigen. Stempelhaft drückt sich die Autorität dieses Werks vor den Augen der Schriftpriester aus. Es ist richtig, dass hier viel Freiheit am Werk war. Dies geschieht notwendig in einem Werk der Übersetzung. es ist aber ebenso sichtbar, das hier nicht unautorisierte Autoren am Werk waren. Damit eröffnet sich im Hinblick auf MT die Frage: War die LXX ein Werk von (heidnischen) Gelehrten, die sich selbst durch 'Begeisterung' autorisierten, und mit ihren Stempeln gegenüber den jüdische zionistischen Gelehrten ihre Autorität bekundeten, oder war die LXX ein autorisierter Ast in einem weit angelegten Werk? | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Der masoretische Texttyp |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Dazu gibt es einen anderen Verdrängungsprozess, der die christliche Bibel betrifft. Im Zuge von Neuübersetzungen der Bibel wollte man möglichst nah am Hebräischen Ideal bleiben. Dies hat dazu geführt, dass die heutigen Bibeln in der Regel MT Material liefern, statt dem ursprünglichen Material der Spetuaginta. Die Kabbala ist also teilweise wieder in die Bibel aufgenommen worden. Diese Neuhebräische Richtung wird heute scharf kritisiert. Denn aus christlicher Sicht muss die Bibel so verstanden werden, wie sie die Apostel und Schreiber des NT verstanden. Diese Möglichkeit muss vom Apokalytiker Johannes vorausgesehen worden sein, liefert er doch einen Schlüssel zu Kabbala. (Die vielen Systeme, die heute unter dem Stichwort Kabbala gehandelt werden, kann man bestenfalls als Ablenkungsmanöver bezeichnen) Wir wollen uns nun der ersten Phase der Vereinheitlichung widmen. Qumran bezeugt den Verdrängungsprozess. Auch wenn die Datierung der Schriften nicht immer ganz einfach ist, so gibt es doch eine Tendenz zu beobachten, dass MT Typen seowohl LXX und SamP Typen verdrängen. Des weiteren sind in Massada und den Orten, die für Bar Kochba wichtig waren, MT Typen gefunden worden. Wahrscheinlich unter starkem Einfluss von Rabbi Akiba und Zeitgenossen kam es zur forcierten Publikation des sogenannten MT Typus, so dass nach 200 Jahren innerhalb der nun neu definierten jüdischen Gemeinde keine anderen Typen mehr anzutreffen sind. Wir müssen fragen, wer und nach welchen Kriterien hier den Standard getroffen hat. Wenn jede Bibel vor Hand kopiert wird, dann ist eine Standardisierung auf der Buchstabenebene äusserst schwierig, weil es immer zu minimalen Abweichungen kommt, die sich fortpflanzen. Ein Vergleich von Zählresultaten zwischen Babylon und Jerusalem zeigt, dass jeweils eine anderer mittlerer Buchstaben in der Tora ermittelt wurde. Die Standardisierung hatte offenbar weniger die Buchstabenebene der Tora im Visier, als gewisse andere Elemente.
Aber was war der Massstab? Kann Vereinheitlichung von einer ungeordneten Grundlage zu einer Ordnung führen? Offensichtlich nicht. Aus solch einem Verfahren wird kaum je eine Kabballa entstehen. Vereinheitlichung erreichen sie nur, wenn sie eine Kabballa als ein gewusstes System voraussetzen. Wer die Kabbala kennt, kann entscheiden, ob ein Text gültig ist, oder nicht. Die einfachste primäre Methode bestand darin, alle Schriften, die hierin abwichen, zu eliminieren, dass heisst, ihre Kopie zu verunmöglichen.
Die Entwicklung der Tora zu ihrer modernen Form hat einen ganz anderen Charakter als etwa die Entwicklung der christlichen Bibel. Der Luther Text ist eigenständiges Werk, nicht der Septuaginta allein verpflichtet, aber doch weitgehend, diese wiedergebend. Die King James Bible stellt eine Revolution der englischen Sprache dar. Neuere Übersetzungen schwanken hin und her zwischen eienr Verpflichtung auf die Septuaginta, oder einer neu Hebräisierung eines ursprünglich aus der LXX erwachsenen Christentums. Die Kontroverse zwischen den Schriften erreicht des öfteren den Grad der Polemeik. Nicht also in der MT Tradition. Dort bildet der Talmud eine Plattform für die Diskussion fraglicher Stellen. Der Talmud ist das Bindeglied der Vereinheitlichung der MT Typen hin zu einem Text, der Proto MT oder Babylontext (siehe unten) möglichst wiedergibt. Zwar gibt es auch eine Polemik innerhalb heute zugänglicher MT-Bibeln. So erwähnen Anhänger eines Koren Textes (der der Halacha entsprechen soll), dass das andere gängige Produkt, die Biblia hebraica Stuttgartensis (BHS), nicht den Normen entspreche, da sie a) sich auf den Leningradtext beziehe, b) unter Mitarbeit eines Apostaten erstellt wurde. In der Tat haben beide Texte aber unterschiedliche Ziele. Korentext will ein rein sakraler Text sein, BHS aber bezieht Kommetare entsprechend der Textkritik mit ein. Wie alt aber ist diese Kabbala, wie alt ist der Proto-MT Typus, in dem diese Kabbala enthalten war, und was bedeutet es, dass man diesen Typus erst nach Christus forciert in allgemeinen Umlauf setzte? Der gesunde Menschenverstand, der nichts von dieser Kabbala weiss, würde sagen, dass der MT ein Produkt dieses Verdrängungsprozesses ist, und dass die heute gefundenen kryptischen Elemente ein Ergebnis dieses Prozesses sind. Diese Argumentation ist richtig auf der reinen Buchstabenebene, nicht aber für grundlegende Strukturen der Tora.
Wenn der MT älter ist, aber zurückgehalten wurde, an was erinnert es uns? denken wir an das zum SamP gesagte. Das Israel Esras war eine exklusive Angelegenheit. Hingegen offenbart LXX eine gegenteilige Strömung. Wo steht die LXX im Verhältnis zu SamP (in der wesentliche Teile der Kabbala ebenfalls zur Hälfte zerstört sind). Esras Israel will den Tempel alleine bauen. Das zurückhalten von Kenntnissen der Bibel stellt eine solche Exklusivität dar. Es passt in diese Strömung hinein, das wir uns ein Proto-MT denken können im Besitz der Priesterschaft unter Esra. Es passt aber auch, dass dieser Text weder den Heiden, noch den Altisraeliten je ausgehändigt wurde.
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Zeiten im Vergleich |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Zahlen fett kommen für ein Glied mehrmals vor. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Betrachtet man alleine die für Chronologien erste wichtige Spalte, so stehen sich SamP und MT näher. Dies gilt auch überhaupt für die ersten fünf Glieder.
Wenn wir für LXX bei Lamech eine Variante 182 / n / n kennen würden, dann ergäbe sich folgender Eindruck.
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Vorhin wurde gesagt, dass sich LXX und SymP wie zwei Hälften eines Plans ergeben. Diese Behauptung wird hier aufgehoben.
Tarah: Im Gegensatz zur vorhergehenden Dekade liegen uns nur zwei Daten
vor, wobei es das dritte Datum zu ermitteln gilt. Auf dieser Tatsache mag
die Variation in LXX bei Tarah beruhen.
Diese Betrachtung der Zahlen kann nicht entscheiden, welcher Quelle ein Vorrecht zu gebe sei. Während für die erste Dekade MT eine Mittelerrolle einnimmt, haben wir hier ausgeglichene Beziehungen. Eine Gewichtsverschiebung ergiebt sich nur leicht ja nach LXX Variante. Es lässt sich also aufgrund dieser Zahlen nicht sagen, wie eine Schriftenegenealogie anzuordnen ist. Wir brauchen mehr Information über diese Zahlen. Wir stellen fest, diese Zahlen stehen in Abhängigkeit. Sie wurden zuweiln minimal verändert. In der ersten Dekade hat die LXX die Daten um den Betrag 100 verändert. Lamech allein wurde scheinbar willkürlich verändert. Ich möchte nun ein Gedankenspiel anstellen. Angenommen, ich hätte eine Quelle mit Originalen Zahlen. Nun würde ich im Stil der LXX diese Daten ändern. Wäre es dann wahrscheinlich, dass eine Liste mit vielen zahlenmystischen Spielen auftauchen würde? Anders gefragt, kann ich mit zwei drei Handgriffen eine überzeugende Ordnung herstellen? Die erfahrung sagt, dass dies nicht geht, sondern dass im gegenteil Manipulationen eher zur Zerstörung solcher Prinzipien führt. Wenn also solche Systeme nachzuweisen wäern, nicht irgenwelche Systeme, sondern solche, die im Gesamtkontext der Tora überzeugend wirken, dann würde der gesunde Menschenverstand sagen, aha, das muss die erste Quelle sein. Damit haben wir zwar eine Methode zur grundsätzlichen Prüfung, aber noch kein System, das als Schlüssel für die Zahlen fungieren soll. Die Grundlage für die nun folgende Abhandlung entstammt nicht aus der Feder des EL CAPPUCCINO. Sie ist entnommen dem Werk Abhandlung über die Lüge . Wer sich also daran stossen sollte, wie hier ein Nachweis für eine Schriftengenealogie erstellt wird, und was dies implitziert, der sei auf jenes Werk verwiesen. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Systeme in SamP |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Schwächen des Systems sind klar.
Aber immerhin - stellen wir uns vor, MT sei ursprünglich. Nun wird an SamP so gebastelt, dass ein solches System erscheint. (auf diese Weise versucht man heute die Menschen von der existenz des Bibelcodes im MT zu überzeugen). Die unterschiedlichen Zahlen wurden fett markiert. Aber für dieses System sind nur die erste und dritte Spalte von Bedeutung. Die Zahl 62 ist demnach eine Manipulation der 162. Die Zahl 62 kommt aber als Summe auch dort überall vor, wo ich die 100 Sems habe. Es hätte als auch mit der 162 aus dem MT Text funktioniert.
Wir sehen, dass die Daten nicht überell mit gleicher Notwendigkeit angepasst wurden. Es wurde mehr getan, als unbedingt nötig, wenn man vom MT als Original ausgeht.
Summe: Ein netter Versuch, vielleicht mit Absicht hineincodiert, aber ohne überzeugende Aussage für einen selbständigen und ursprünglichen Text. Man beachte die chronologische Lebenszeit. Wir kennen diese Zahl als das Jahr, nach der Sintflut im MT. Sollte der SamP Noah also genau in der MT Sintflut untergehen? Wir können hier eine Abhängigkeit nicht leugnen. Ist es wiederum ein Zufall, dass in LXX Al Abraham im Jahr 3332 (=2x 1666) geboren wird? | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Systeme in MT |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
2Mo 20,5-6 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht; denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, / und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. Ein zentraler Satz im Dekalog, der zum mehrfachen Schlüssel dient.
Man zähle die ersten dreieinhalb Glieder Spalte a zusammen. Man
darf nur den halben Kain zählen.
Primfaktorenzerlegung:
Wohlweislich wurden bereits einige Resultate notiert. Nun interessieren alle Glieder, die keinen parallelen Namen kennen, die während dem Jahr 1000 lebten. Die Summe der Spalten a (Kain, Mahalalel, Jared, Methusalah und Lamech) ergibt 666 Es ist nicht von Ungefähr, dass der 666. Bibelvers der Tora etwas über das Alter aussagt 1Mo 25,7 Dies ist aber die Zahl der Lebensjahre Abrahams: hundertfünfundsiebzig Jahre. Wenn man einen Jüdischen Kalender nimmt (Schöpfung 3760 v.Chr.), Abrahams Geburt (1846) als Basis und Nullpunkt nimmt, so kann man darauf ein nettes System von Zeitaltern bilden, in dem alle Daten der Spalte a mit dem Faktor 3 1/2 multiplitziert werden. Das Ergebnis sieht dann so aus, dass der virtuelle Daniel in einer Zeit lebt, in der drei Hörner ausgerissen (vergangen) sind, während für Johannes gilt: fünf sind gefallen, das Zeitalter Jared ist jetzt da, das nächste Henoch wird nur (relativ) kurz bleiben, und dann kommt das Zeitalter, dessen Ende auch mit dem Jahr der Sintflut übereinstimmt. Der Achte (Methusalah) ist zugleich einer der sieben (Methusael), und hat die Wunde vom Schwert (777). Er ist identisch mit dem Tier insofern seine Zahl 1656 die Zahl der Sintflut ist. Diesem Tier übertragen alle Zehn ihre Macht, da das System auf den einzelnen Daten beruht. Dass das Tier, war nicht ist und sein wird hänt damit zusammen, dass Methusalah als Patriarch seine Zeit hatte, während er als Zeitalter zur Zeit Johannes noch harrte. Das Zeitalter Kenan ist halbiert (siehe die Rechnung zu den 360). Diese Hälfte stimmt dann mit der Zeit Belsazzars ein, in dessen zeit Daniels Vision daziert wird. Das Zeitalter Enos (damals fing man an den Namen des Herrn anzurufen) stimmt mit der Überführung der Bundeslade nach Jerusalem überein.
1Mo 4,26 Und auch dem Seth ward ein Sohn geboren, den hieß er Enosch. Damals fing man an, den Namen des HERRN anzurufen. Gott, das ist Ha Schem, YHWH, oder 10 5 6 5. In Ermangelung von 10565 Toraversehen nehmen man 1565 (Achtung, nicht 1656), übrigens erhält Mose seinen Namen im Toravers Nr. 1565 Enos ist im Jahr 235 geboren. 1565 - 235 = 2 x 665 (eins danebengepisst) Entweihung von Gottes Namen? Seit es die Blockbuchstaben gibt, wird andauernd ein Chet (Wert 8) für ein He (Wert 5) geschrieben. Nochmals der Bezug zu obigen Versen. Enos ist im Jahr 130 geboren.
Damals fing man an den Namen... bezieht sich dies auch auf das Schwert,
das uns durch das Kainsmal ein Begriff ist?
Kein Bezug? Geburt Enos (235) bis Tod Kenan (1235) = 1000 Jahre. Zum jüdische Kalender ist noch anzufügen: Exodus im Jahr 2666 nach Schöpfung, wenn man Ha Schem beim Wort nimmt. 10868 / 6.56 (unseren mittleren Lebensquotienten) = 1656 (Sintflut) Warum sollte für den Oberkaballisten nicht gelten, was im Durchschnitt
für alle Glieder gilt?.... Als JHVH 1656 Jahre alt war, da brachte
er das Völkermeer, und zeugte danach... 10868 Jahre und ging dahin,
und am Ende seiner Tage schlug er sein Zelt auf zwischen dem Berg und dem
Meer. Dort wird er sein Ende finden, und es wird ihm niemand helfen....
Wir haben zweimal den Namen Gottes entwürdigt, indem wir aus einem JodHeWavHe einen Jod Chet Wav Chet machten. Fragt sich, ob das zulässig ist? Meine Antwort: seit wann ist Gott eine Zahl? Wenn die Reihe fortgesetzt wird mit den Folgepatriarchen, so sind weitere numerische Zusammenhänge zu finden, die einen Kontext zum Inhalt bilden. Es ist allerdinges in einer beliebigen Zahlenreihe immer eine gewisse 'Ordnung' hineinzulegen. Ob einer Ordnung eine Absicht, also ein willentlicher Code zu grunde liegt, muss sich durch das Gewicht inhaltlicher Bestätigungen erhärten. Da die Bibel ein Buch ist, das sich selbst kommentiert, ist dies nicht unwahrscheinlich. BdE, System der Zeitalter und 666 bilden eine ineinander verflochtene Anordnung, die durch die Bibel selbst kommentiert wird. Dieser Kommentar ist zwar nicht schmeichelhaft für das 'Wort Gottes', aber er ist konsequent und treffsicher im Lichte des Proto MT. Ist also 656 die Andere Zahl zu 666. Aber bingo. Warum denn wurde der zweiten Tempel genau 656 Jahre nach dem ersten Tempel zerstört (noch am gleichen Tag nach jüdischem Mondkalendem, dem 9.Ab)? Johannes hat nur einen Kennwert der Kabbala überliefert. In der Tat durchziehe beide Zahlen die Hauptbereiche des Gebäudes der Kabbala. 666 sitzt im Kabbalistentempel und denkt er sei Gott. Der andere Kennwert ist ganz einfach zu ermittel. 2 mal 656 = Off. 13.12.
Falls jemand noch nicht überzeugt ist, was ich mit Zusammenhang von Zahlen im Gesamtkontext meine? Die Primfaktorenzerlegung (7 und 17) mag vielleicht etwas überraschend erscheinen. Hier will ich sie auf die erste Zählung der Stämme anwenden.
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Mit der Zählung lässt sich noch mehr machen. Die Zahlen haben Features. So vermeidet die Tora Zahlen wie die Acht oder die neun, was im Falle der Beuteteilung nach dem Krieg gegen Midian zu witzigen Rechnungen führt. In der Zählung kommt aber eine Neun vor (Simeon, 1. Zählung) dann gibt es ein Feature für Ruben (2. Zählung) und Gad (1. Zählung), wo nicht auf Hundert gerundet wurde. Beide Zahlentypen und alle Leviten werden ausgeschieden. Die Summe für beide Zählungen ergibt 1056'600, oder wenn sie wollen 1056 + 600 = 1656, die Zahl der Sintflut nach MT. Zu Ruben wird bei der zweiten Zählung noch angefügt, jene 250 um Datan und Abiram, die den Aufstand gegen Mose verursachten. Rubens Zahl 43730 : 656 = 66.66158... Ruben verlor ja seinen Erstgeburtsegen, weil er des Vaters Bett bestieg, bzw. die Liebeswurzeln auf dem Feld fand. Ruben steht im Baum der Erkenntnis auch in einer auffälligen Anordnung.
Es ist insgesamt erwähnenswert, dass in der Tora wie auch in Samuel die Behandlung der Zahlen tendenziell ist. Zahlen wie die 8 oder 9 sind eine Ausnahme, stellen häufig ein einmaliges Feature dar. Man beachte zum Beispiel, wie nach dem Krieg gegen die Midianiter die Beute geteilt wird. Die Johannesoffenbarung ist das Resultat eines Christen, der mit der LXX gross wurde, und seiner Begegnung mit dem MT und der hineinkodierten Kabbala. Der Offenbarer spricht unter der Oberfläche einer Antirömischen Polemik durchgängig das kabbalistische Judentum an, und sagte ihnen dadurch 'Rom das seid ihr, ihr seid das vierte Tier, deren drei erste Tiere die Tempel darstellten.' Wenn Johannes von Babel spricht, meint er auch diesem Sinne dies, was der Baum der Erkenntnis ihm sagte, dass dieser Text nämlich in Babylon konzipiert wurde. Dass Johannes nicht offen gesprochen hat, liegt im Umstand begründet, dass die mit der LXX gross gewordenen Christen ihn schlichtweg nicht verstanden hätten, und nicht nachvollziehen konnten, was Johannes da meinte. Nebenbei bemerkt: einige der MT Features tauchen auch in SamP auf, aber nicht die wichtigsten und komplexesten. Dass Noah in SamP bis zum Jahr der MT Sintflut lebt, gehört in die polemische Ecke. Damit möchte ich doch nochmals einladen einen Blick auf die Zählungen unter Esra und Nehemia oben zu werfen. Die Vergleichszählung differieren derart, dass man von bewusster Manipulation sprechen muss. Dahinter versteckt sich ein Sinn. Es ist also schwerlich Esra oder Nehemiah als verlässliche Quelle und Auskunft über die Geschichte der Samaritaner und ihrer Tora anzusehen.
Daniel spricht doch von den Zeiten und der Reinigung des Tempels. Dabei kommen die zwei Zahlen 1290 und 1335 vor. Wenn ich die umstrittenen Exulanten nicht in die ganze Rechnung miteinbeziehe (weil sie aus der Gemeinde ausgeschlossen wurden) dann erhalte ich als Gesamtdifferenz der zwei Zählungen die Zahl 1335. Rund um den Namen Tobijas haben wir es auch mit einer Tempelreinigung zu tun (siehe oben). Ist dies ein Zufall oder ein Beleg für die Kaballistische Komposition?
Esra 2.12 uioi asgad triscilioi diakosioi eikosi duo (3222, MT: 1222) Dies verunmöglicht bereits diese Darstellung. Daniel wird also im Lichte des Proto MT gelesen. Hier die Kontrollrechnung, indem wir die LXX Zahlen wie folgt berücksichtigen.
Unabhängig davon, wie wir mit der Differenz durch die Ausgeschlossenen
umgehen, da taucht nichts Prägnantes auf.
Dan 12,9-13 Er sprach: Gehe hin, Daniel! Denn diese Worte sind verborgen und versiegelt bis auf die letzte Zeit./ Viele sollen gesichtet, gereinigt und geläutert werden; und die Gottlosen werden gottlos bleiben, und kein Gottloser wird es merken; aber die Verständigen werden es merken./ Und von der Zeit an, da das beständige [Opfer] beseitigt und der Greuel der Verwüstung aufgestellt wird, sind 1290 Tage./ Wohl dem, der ausharrt und 1335 Tage erreicht!/ Du aber gehe hin, bis das Ende kommt! Du darfst nun ruhen und sollst dereinst auferstehen zu deinem Erbteil am Ende der Tage.Daniel will damit gewiss sagen, dass die 'Gottlosen' alle jene sind, die nicht in die Kabbala eingeweiht sind. Daniel hat dafür die Ehre, in der Offenbarung des Johannes den falschen Propheten darzustellen (der Stamm Dan fehlt aus diesem Grund in der Offenbarung). Erinnern wir uns an Tobijas Rede: Aber Tobija, der Ammoniter, war bei ihm und sprach: Sie mögen bauen, was sie wollen; wenn ein Fuchs hinaufginge, würde er ihre steinernen Mauern zerreißen. Mit der Tatsache, dass zwei Parallele Bücher (hier Esra und Nehemia) eine Information enthalten, die von einem Schreiber (Pseudodaniel) prophetisch verarbeitet wurde, eröffnet sich ein weiteres Gedankenspiel. Mit den Königsbüchern und Chroniken stehen weitere parallele Berichte zur Verfügung. Eine ausführlichere Abhandlung über Parallele Zählungen in Esra und Nehemia findet sich hier . ____________________ Stellt sich zum Schluss noch die Frage, warum gerade 666 und 656 eine so entscheidende Rolle in der Kabbala spielen. Eine Antwort könnte im Unstand sein, dass Aaron einen magischen Wettbewerb mit der Priesterschaft von Ägypten führte (dazu musste er nicht nach Ägypten reisen. Die Babylonier standen in der Zahlenwissenschaft den Ägyptern in nichts nach)
Für die Kreiszahl Pi gibt es mit 22/7 =3,14286 eine gute Annäherung. Man könnte also sagen, die Zeit und die Schöpfung spiele sich im Kreisrund der 22 Buchstaben ab. Eine noch genauere Annäherung bietet folgende Formel: S (1-661) (1/PRIMZAHL) =3,141029331...=S(1)
Die Zahl 666 entspricht dem gerundete arithmetische Mittel zwischen
unterem und oberem Grenzwert.
Wie gesagt, die Rechenbeispiele entstammen aus der Abhandlung über die Lüge. Nur der Zusammenhang zwischen Pi und 666 ist in der Abhandlung nicht dokumentiert. Ratsam ist eine Gegenkontrolle durch Dritte, da ein Rechenfehler immer möglich ist. Die Aussage steht natürlich in Analogie zu 22/7 . Das Ganze zeugt von grossem Knowhow, aber beileibe von einem gewissen Mangel an Gott. (Darum wollen die verkappten Atheisten überall den Glauben an einen Gott in der Welt zerstören).
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Fazit |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Die Elemente der Kabbala sind mindestens so alt wie Hesekiel (Man achte auf die Beschreibung seiner Tore zum Tempel). Das Bedeutet nicht, dass nicht eine Redaktion auf der Buchstabenebene erst im nachchristlichen Jahrhundert forciert von statten ging. Aber der Clou ist, dass die Kabbala gar nicht überall die Buchstabenebene bedarf. Viel wichtiger sind für den Baum der Erkenntnis die Versebene. Rabbinisches Wissen gilt den ausgewählten besonderen Schlüsselstellen. Es gibt für die Kabbala wichtige und unwichtige Stellen. Die Liste der Patriarchen ist für die Kabbala seit den Daniel-Autoren unverzichtbar geworden. Daniel liefert eine perfekte Mischna zur jüdischen Jahreszählung. Die Daten nach MT sind nicht ein isoliertes System, wie dies bei SamP der Fall ist. Sie sind auch keine natürlichen Zahlen, so uneregelmässig sie aussehen. In ihnen ist eine Ordnung eingebettet, die in einem starken Zusammenhang mit der exoterischen Tora, aber auch mit der esoterischen Tora steht.
Der MT Text greift auf einen Prototyen zurück, dessen Ursprung in Babel zu suchen ist. Sie hätten auf die gebrannten Steine des Nebukadnezar, die die Sintflut überdauern sollten (im Text über den Turmbau von Babel, im BdE. parallel zum Anfang der Zeiten, Jahreszahl: Exil in Babylon), besser verzichtet. Es ist bedenklich, dass sich innerhalb des Judentums eine esoterische Clique gebildet hatte, die glaubt, Beisassen, Fremdlinge oder Juden, die älter sind als sie, mit Second Hand Ware abspeisen zu können. Man kann den Menschen betrügen, aber nicht Gott. Man kann dem Menschen eine grosse intellektuelle Götze vorgaukeln, nicht aber jenem, der das Wort dem Menschen gab. Und nicht Gott erleidet schaden dadurch, sondern die Menschen. Es ist für das Christentum wichtig zu wissen, dass das massgebende ihrer Botschaft nicht in der Kabbala liegt, sondern in der Botschaft, die den Menschen öffnet. Es ist ein falscher Weg, mit Strongsnummern und Hebräischkursen dem Urchristentum nahe kommen zu wollen. Denn das Christentum wollte weg von da, wo uns die Gelehrten mit Strongsnummern oder Bibelcode hinführen wollen.
Der Beweis einer Quellentheorie wurde hier nicht erbracht, vielmehr sind es alles gewichtige Indizien, die nicht übergangen werden dürfen. Es ist ein Beweis, den man nicht gerne erbringt in Anbetracht des zerstörerischen Potentials. Dabei gilt es immer auf etwas zu blicken. Wir Menschen haben immer die Wahl, das Gute zu nehmen und zu tun, und das böse zu lassen. Kabbala ist nicht alles. Die selbsternannte Fackel unter den Völkern ist sehr in Gefahr etwas zu übersehen. es gibt einen Gott, und er ist die Wahrheit, die nicht ausschliesst, sondern die Menschen miteinander verbindet. Ja, die Kabbalisten haben das Original. Sie sind die ersten. Aber achtet, es gibt erste, die werden letzte sein. Was immer du über Gott sagst 'Allah ist grösser' (Mohammed). Er ist grösser als alles, was je verkündet wurde. Wir müssen die Schriften nicht verwerfen. Aber wir dürfen Gott, diesen Mehrer aller Dinge im Menschen, nicht ausschliessen. Es ist mein Vorschlag, wenn wir statt von einem Proto MT, besser von einer Babylonischen Tora zur Zeit des Nebukadnezar sprechen. Diese Tora ist das Systematische und kabbalistische Kompilat aller nützlichen Traditionen. Die drei behandelten Texttypen dürfen als Abkömmlinge dieses Textes verstanden werden, jedoch mit unterschiedlicher Absicht geschrieben.
Die Zeit der christlichen Urgemeinde ist damit auch die Zeit der grossen jüdischen 'Schriftkorrektur' nach Massgaben eines Textes, der seine kabbalistischen Elemente wahrscheinlich zur Zeit Nebukadnezzars erhielt, einer Zeit, in der die erste grosse Korrektur des jüdischen Erbes stattfand. Nicht berücksichtigt wurden hier Werke, wie Jubiläen oder das Buch Henoch. Da es sich bei beiden Büchern jedoch um eigenständige Kommentare handelt, darf man diese nicht als Konkurrenztypen auffassen. Interessant sind sie in der Frage, wie stark sie sich auf welchen Texttyp beziehen. Jubiläen stützt sich zum Teil auf SamP, widerspruicht SamP aber nach der Sintflut, im Bestreben, dass Israel nach Verlauf von 50 Jubiläen (2450 Jahren) ins gelobte Land zieht.
Vor dem Hintergrund von sieben eschatologisch gedeuteten Schöpfungs-Jahrtausenden können die Unterschiede zwischen LXX und der MT Rechnung erheblich sein. Zwischen der Maximalvariante nach LXX Lesart und dem jüdischen Kalender ergibt sich eine Differenz von annähernd 2000 Jahren. Da kann sich der Spruch 'der Sabbat leuchtet auf' doch sehr verschieden anhören. Die LXX hat die Kabbala unleserlich gemacht, aber gleichzeitig Tips belassen. Hier stellt sich die Frage nach dem Grund der Behandlung dieser Zahlen. Es wäre die Erklärung, dass man diesem Werk eine Geschichte geben wollte, die mit der Ägyptischen Geschichte nicht grundsätzlich kollidiert, eine mögliche Erklärung, welche aber das LXXalexandrinus Modell doch nicht recht deutet. Auch hier stellt sich die Frage, was ursprünglicher war LXXal oder LXXva. Beides ist möglich, eine ursprüngliche kabbalistische Restvariante, oder eine nachträgliche Umarbeitung von Proto-LXXva zu LXXal zwecks Kommentar des Babylontextes. Es ist im Hinblick auf den Baum der Erkenntnis, der versweise strukturiert ist, eine wichtige Bemerkung, dass alle LXX Varianten in der Verseinteilung auf eine Weise zerstört sind, dass es unmöglich ist, den BdE. zu erstellen. Da LXX zum Teil erweiterte Verse kennt, hat man dies als Grund für eine ältere und ursprünglichere Tradition genommen. Es sind aber nicht solche Dinge, die den BdE. verunmöglichen, sondern grundsätzliche Änderungen in der Anordnung. Fehlt nur ein Vers, so kann dies zu entscheidenden Irritationen führen. Denn nicht nur der Versinhalt ist im BdE. wichtig, sondern auch die Versnummer (nicht die Kapitelnummer) berechnet nach dem absoluten Vorkommen in der Tora, und berechnet nach dem Vorkommen im einzelnen Buch. Es geht dies so weit, dass sich die LXX im so geliebten Dekalog einen Kommentar zur Handhabe der Verseinteilung leistet. All dies deutet darauf hin, dass die LXX ein bewusst manipuliertes Derivat des Babylontextes darstellt, das man den Heiden, Proselyten, und Juden, die man nicht als Juden betrachtete, gern in die Hand drückte, derweil es immer eine geheime Schrift gab, die unter der Bezeichnung MT dann bekannt wurde. MT ist insofern ein Derivat vom Babylontext, als er nur für Bereiche, die für die Kabbala irrelevant sind, Mutationen erleben musste. Was der Bibelcode heute glauben machen will, ist a) eine Lüge, und b) lässt uns die Wahrheit übersehen, dasss es einen bewusst gesetzten Code gibt, nicht von Gott, sondern von jenen gesetzt, die zu Babylon Gott ausrechneten. In diesem Zusammenhang wird auch der Folgeartikel interessant. Wenn hier die Schomerim leider nicht mit einem Originaleren Text als der Babylon Text glänzen können, so bedeutet dies, nicht, dass in ihnen nicht eine Tradition vorhanden war, die nicht grundsätzlich in Konkurrenz zur Tora stand. Die Fähigkeit, eine Schrift anzunehmen, könnt davon zeugen, dass es eine mündliche Gesetzestradition nach der Weise der mosaischen Gesetze gab. Diese Tradition nun in schriftlicher Form gefasst zu sehen mochte für ein Volk, das plötzlich isoliert dastand gegenüber Jerusalem, ein Trost und Gewinn sein. Dass sie kein vollwertiges kabbalistisches System erhielten, muss nicht als Mangel betrachtet werden. Denn Kabbala und mündliche Tradition passen schlecht zusammen. dass viele geschichten in der Tora sich für mündliche Tradition eignen, wurde mehrfach untersucht. Damit bleibt die Selbstaussage der Schomerim immer noch eine zumindest denkbare. Nicht zuletzt will ich darauf hinweisen, dass diese kleine 'Beweisführung' in keinster Weise eine Tradition in Frage stellt, die der Bibel zu Grunde liegt. Es kann gerade im esoterischen Bereich sehr viel Wahres gefunden werden, auch wenn man nicht weiss, wie man mit Gott rechnet, und auch wenn man ohne 'die' Sünde ist.
Babylon bildete gewiss eine Schwelle für Israel. Man mag sagen, dass es vorher nicht Israel war, nicht in dem Sinne, wie wir es heute verstehen, mit der Tora als Geisel des Volkes und dem Volk als Geisel der Tora. Insgesamt stellt sich die Frage, was geschah damals in den Geheimen Kammern Babels, und warum wurde eine ganze Volkstradition umgebildet. Wo ist das vorexilische Israel, und wie kann dessen echte und authentische Stimme wieder vernommen werden? Vielleicht ist es Zeit, doch der Geschichte der Schamerim ein Ohr zu leihen. Denn wenn in Babylon die Israelitische Tradition in ihr kabbalistisches Korsett gezwängt wurde. dann leiden gewiss nicht nur die wohlwollenden Archäologen darunter, sondern es muss eine seltsame Begegnung gewesen sein für die im Land verbliebenen Altisrealiten, als die Exulanten mit einer neuen Religion heimkehrten, die nur scheinbar alte Tradition transportierte, in der Tat aber wie eine Axt wirkte für vieles, was auch israelitische Tradition war. Die römische Kirschenstaat wurde auf der Grundlage eines gefälschten Dokuments erstellt. Es ist wahrlich wenig Verlass in die Schrift. EL CAPPUCINO - Mai 2001
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nach Oben |