
Der Baum der Erkenntnis baut auf Versstrukturen auf. Anzahl und Einteilung der Torah in Verse ist damit entscheidend. Ich konnte, als ich mich an bestehenden Texten orientierte, verschiedene Varianten feststellen, welche geringfügig abweichende Verseinteilungen aufwiesen. So zählt der tradierte Bericht etwa 5845 Verse, die Koren-Edition aber 5846 Verse, Dotans Ausgabe aufgrund der BHS aber 5844 Verse und die Datenbasis (auf der Grundlage von Tur-Sinai ausserhalb Genesis) 5847 Verse. In den meisten Fällen wurde aus dem BdE selbst klar, welchem Texttyp zu folgen sei.
Diese relative Harmonie bestehender Einteilungen gibt aber ein falsches Bild wieder bezüglich dem Textbefund in früherer Zeit, vor allem dann, wenn wir die Kontroverse um die Mitteilung im Talmud Kidushin 30a berücksichtigen.
Die Behauptung, der Baum der Erkenntnis und das darin enthaltene Jahrsystem seien ein Produkt des babylonischen Exils (6.Jh. v.Chr.) steht und fällt mit der Möglichkeit eines solches Texttyps mit einer zum BdE konformen oder diesen suggerierenden Einteilung.
Ein kleines Detailproblem wird zu Beginn besprochen, das die besondere Art der Versnummerierung im Baum der Erkenntnis betrifft. Danach möchte ich die Behandlung des Traktates Kidushin zu lesen geben, wie sie in der Vorversion zu X-Torah verfasst wurde.
Wir sind es gewohnt, Bibelstelle in der folgenden Weise zu referenzieren.
Genesis 3.4 was bedeutet, im Buch Genesis 3.Kapitel 4.Vers
Wir sind es aber nicht gewohnt
Genesis.60 = der 60. Vers des Buches Genesis
Ferner sind wir gewohnt: Exodus 4.4 und keinesfalls Exodus.73 (der 73. Vers des Buches Exodus) und noch viel weniger wären wir gewohnt Torah.1606 (der 1606.Vers, im BdE identisch mit dem Exodus.73.
Der BdE nimmt keine Rücksicht auf Kapiteleinteilungen, sondern orientiert sich an festen Versnummern in der Weise BuchXY.Nr. oder Torah.Nr.
Tatsächlich ist das System nach Kapiteln hauptsächlich von christlichen Geistlichen als Referenzsystem ausgearbeitet worden. Leser der hebräischen Tenach referenzierten einen Vers durch seinen Anfang. In einer Religionsgemeinschaft, wo Sprache und Schrifttum identisch sind, ist ein solches Referenzieren gut möglich. In einem Kontext aber, wo mehrere Übersetzungen kursieren (Septuaginta, griechische Evangelien, Vulgata) braucht es ein Referenzsystem, das von der Sprache unabhängig ist.
Der Verzicht auf ein Referenzsystem in der Phase vor dem Talmud hat auch andere Gründe. Die Torah war zur Lesung gedacht, und ein Lesekreis im Jahrlauf bestimmte die Abfolge der Lesungen. Die Bibel war etwas anderes als sie heute ist. In einem wissenschaftlichen oder textkritischen Umfeld sind Referenzen notwendig, nicht aber bei einer Lesung, wo ein Textfluss erforderlich ist nach Sinneinheiten.
Es muss also nicht überraschen wenn der Baum der Erkenntnis nicht auf Kapiteleinteilungen Rücksicht nimmt. Die einzige relevante Einheit oberhalb des Verses bildet meines Wissens nach die Rolle (das Buch). weshalb es im BdE zwei Möglichkeiten gibt einen bestimmten Versinhalt zu referenzieren: pro Buch und innerhalb der Torah.
Die Überlieferung der Bibel wird nach verschiedenen Textfamilien sortiert. Wichtigste Familien sind hierbei aufgrund ihres Alters die Septuaginta, der Masoretische Text und der Samaritanische Pentateuch.
Es fällt auf, dass bereits im Pentateuch wichtige Abweichungen bestehen zwischen masoretischem Text und LXX. LXX lässt einige Verse aus. In Genesis fehlen etwa die Verse 36.10-33 während Vers 34 zusammenfassend etwas länger geraten ist. Entsprechende Abweichungen gibt es in Genesis Kap.28, 37, 38, 39 und 40.
Eine Gegenüberstellung wichtiger Abweichungen zwischen LXX und MT finden sie auf dieser Seite: Stellenvergleich MT zu LXX
Dennoch habe ich aus der LXX Informationen extrahiert zur Bestätigung von Verseinteilungen von Sondertypen (zum Beispiel Tur Sinai). Es folgt ein Beispiel.
| Stelle | LXX | MT | Schlachter/Luther | Kommentar |
| 5.16 bis 5.20 | 16 tima ton patera sou kai
thn mhtera sou on tropon eneteilato soi kuriov o yeov sou ina eu soi genhtai
kai ina makrocroniov genh epi thv ghv hv kuriov o yeov sou didwsin soi 17 (5:18) ou foneuseiv 18 (5:17) ou moiceuseiv 19 ou kleqeiv |
5:16 KBD AT-ABYk VAT-AMk KASR CVk YHVH ALHYk LMOn YARYKn YMYk VLMOn YY+B Lk OL HADMH ASR-YHVH ALHYk NTn Lk. 5:17 LA TRCX. 5:18 VLA TNAp. 5:19 VLA TGNB. 5:20 VLA-TONH BROk OD SVA. |
16 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat, auf daß du lange lebest, und es dir wohl gehe in dem Lande, das der HERR, dein Gott, dir gibt. 17 Du sollst nicht töten. 18 Du sollst nicht ehebrechen. 19 Du sollst nicht stehlen. |
LXX verwendet von MT verschiedene Folgen in beiden Dekalogen und hat ehebrechen zuerst, MT hat töten zuerst SCH hat hier (LXX) Nummerierung man beachte die Umstellung im ersten Dekalog. |
| vgl. Ex.20 | 12 tima ton patera sou kai thn mhtera ina eu soi genhtai kai ina makrocroniov genh epi thv ghv thv agayhv hv kuriov o yeov sou didwsin soi 13 (20:15) ou foneuseiv 14 (20:13) ou moiceuseiv 15 (20:14) ou kleqeiv |
20:12 KBD AT-ABYk VAT-AMk LMOn YARKVn YMYk OL HADMH ASR-YHVH ALHYk NTn Lk. 20:13 LA TRCX. 20:14 LA TNAp. 20:15 LA TGNB. 20:16 LA-TONH BROk OD SQR. |
2Mo 20,12 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren,
auf daß du lange lebest im Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben
wird! 13 Du sollst nicht töten! 14 Du sollst nicht ehebrechen! 15 Du sollst nicht stehlen! 16. Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. |
Sinn: Kabbala zählt Gen.20:13-16 und Ex.5:17-20 als nur einen Vers im Baum der Erkenntnis |
Der Baum der Erkenntnis behandelt Ex.20,13-16 und Deut 5,17-20 als einen einzigen Vers in beiden Erscheinungen des Dekalogs. Nachzuvollziehen ist dies z.B. in 'Die heilige Schrift' von Naftali Herz Tur-Sinai. Kommentare erläutern, dass Diebstahl wie Ehebruch. und Mord wie Ehebruch ist. Im AT:
Ps 50,18 Wenn du einen Dieb siehst, so befreundest du dich mit ihm und hast Gemeinschaft mit Ehebrechern;
Im NT:
Mk 7,21 Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen hervor die bösen Gedanken, Unzucht, Mord, Diebstahl,
Man vergleiche die von dieser Anschauung abweichende Entwicklung in Matthäus
Mt 15,19 Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse, Lästerungen.
Lästerungen wäre in diesem Fall bereits zu viel.
Offb 9,21 Und sie taten nicht Buße, weder von ihren Mordtaten noch von ihren Zaubereien noch von ihrer Unzucht noch von ihren Diebereien.
Der Papyrus Nash, der um die Zeitenwende datiert wird, ist ein Zeuge für die Umkehrung der Gebote. Er hat Du sollst nicht ehebrechen
vor Du sollst nicht töten
.
Die Zaubereien stehen hier für das falsche Zeugnis wider den Nächsten, denn Johannes Thema ist, dass die Torah in ihrer Form ein einziges falsches Zeugnis ist.
Die praktische Anordnung im Baum der Erkenntnis lautet also:
| BDE-A | BDE-B | BDE-C | BDE-D | BDE-E |
|---|---|---|---|---|
| T=518 B=518 1Mo 21,4 3244 - 3243 BC [L1545] 4. und beschnitt ihn am achten Tage, wie ihm GOtt geboten hatte. | T=2064 B=531 2Mo 20,12 S 1698 - 1697 BC [L1545] 12. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest im Lande, das dir der HErr, dein GOtt gibt. | T=3408 B=665 3Mo 23,8 354 - 353 BC [L1545] 8. und dem HErrn opfern sieben Tage. Der siebente Tag soll auch heilig heißen, da ihr zusammenkommt; da sollt ihr auch keine Dienstarbeit tun. | T=4752 B=1150 4Mo 32,35 991 - 992 AD [L1545] 35. Atroth, Sophan, Jaeser, Jegabeha, | T=5068 B=177 5Mo 5,16 S 1307 - 1308 AD [L1545] 16. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie dir der HErr, dein GOtt, geboten hat, auf daß du lange lebest, und daß dir's wohlgehe in dem Lande, das dir der HErr, dein GOtt, geben wird. |
| T=519 B=519 1Mo 21,5 3243 - 3242 BC [L1545] 5. Hundert Jahre war Abraham alt, da ihm sein Sohn Isaak geboren ward. | T=2065 B=532 2Mo 20,13 ! (-16) S S S S 1697 - 1696 BC [L1545] 13. Du sollst nicht töten. 14. Du sollst nicht ehebrechen.15. Du sollst nicht stehlen. 16. Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. | T=3409 B=666 3Mo 23,9 P 353 - 352 BC [L1545] 9. Und der HErr redete mit Mose und sprach: | T=4753 B=1151 4Mo 32,36 992 - 993 AD [L1545] 36. Beth-Nimra und Beth Haran, verschlossene Städte und Schafhürden. | T=5069 B=178 5Mo 5,17 ! (-20) S S S S 1308 - 1309 AD [L1545] 17. Du sollst nicht töten. 18. Du sollst nicht ehebrechen 19. Du sollst nicht stehlen. 20. Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. |
| T=520 B=520 1Mo 21,6 3242 - 3241 BC [L1545] 6. Und Sara sprach: GOtt hat mir ein lachen zugerichtet; denn wer es hören wird, der wird mein lachen. | T=2066 B=533 2Mo 20,17 S 1696 - 1695 BC [L1545] 17. Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Hauses. Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Weibes, noch seines Knechts, noch seiner Magd, noch seines Ochsen, noch seines Esels, noch alles, das dein Nächster hat. | T=3410 B=667 3Mo 23,10 352 - 351 BC [L1545] 10. Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ins Land kommt, das ich euch geben werde, und werdet es ernten, so sollt ihr eine Garbe der Erstlinge eurer Ernte zu dem Priester bringen. | T=4754 B=1152 4Mo 32,37 993 - 994 AD [L1545] 37. Die Kinder Ruben baueten Hesbon, Eleale, Kiriathaim, | T=5070 B=179 5Mo 5,21 (5,18) S S 1309 - 1310 AD [L1545] 21. Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Weib. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus, Acker, Knecht, Magd, Ochsen, Esel noch alles, was sein ist. |
Die Versnummer besagt in Levitikus: Lev 23.9 ist der Vers Nr.666 des Buches Levitikus und der Vers Nr. 3409 der ganzen Tora. Wir können also formulieren, dass die entscheidende Anordnung mit 'drei Nägeln' fixiert ist.
Interessant ist die Zusammengehörigkeit der Gebote im Licht von Davids Vergehen an Uria. David beging Mord (indem er Uriah in eine garantiert tödliche Situation schickte), Ehebruch (mit Batseba, die die Frau Urias war), sprach Meineid (da er duch Lüge Uria in die Falle lockte) und war zugleich ein Dieb (in der Schäfchenepisode in der Schelte durch den Propheten Nathan). David weiss sogleich auf das Gleichnis des Diebes die angemessene Strafe: 'der Tod'.
Diese Anordnung ist noch weit interessanter, da sie die Thematik von Abrahams Altersangaben anspricht. Wir wollen aber das eigentliche Thema nicht verfehlen.
In diesem Beispiel sahen wir abweichende Auffassung der LXX in der Aufzählung. Damit war ein Argument gegeben, Tur-Sinai zu folgen, gegen die verbreiteten Typen nach Luther etc. .
In der LXX gibt es noch Subtypen, die bekanntermassen etwas verschiedene Zahlen für die Patriarchen erwähnen (alexandrinus und vaticanus). Die Gegenüberstellung bezieht sich auf Rahlfs verbreitete Edition der LXX.
Bekannt sind Abweichungen auch in anderen Büchern. Namentlich Könige zeigt ziemliche Qualitätsunterschiede, und Jeremja ist in der LXX gar länger geraten.
Seit Qumran wird immer deutlicher, dass im ersten nachchristlichen Jahrhundert eine Straffung innerhalb des masoretischen Texttyps stattfand. Muss man zuvor von einem hebräischen Texttyp sprechen, wobei der spätere masoretische Text nur eine Strömung ist, ergibt sich das Bild seit Bar Kochba und dem gemeinsamen Werk des Talmud anders.
Dieser Abschnitt ist ein Vorabdruck zum Buch X-Torah Exposition 1. Ergänzungen, die nicht im Buch enthalten sind, möchte ich hier {einklammern}.
Mit dem Traktat Kiduschin wechseln wir die Seite. Es gibt hier zwei Methoden, an diesen Traktat heranzutreten. Entweder man studiere ihn in einer der Talmudausgaben, was einige Voraussetzung bedingt, oder man verlasse sich auf eine der Schilderungen, welche den Traktat bereits für uns übersetzt und kommentiert. Ich muss mich für das letztere entscheiden, wobei ich aber verschiedene Wiedergaben dieser Zusammenfassung kenne.
Es geht in diesem Traktat unter anderem um den Versumfang der Torah. Der Traktat bereitet hier etlichen Kopfschmerzen. Textkritiker, welche die Eigenart der Talmudisten nicht wirklich wahrnehmen wollen, nehmen dessen Aussage zum Argument, dass bis in jene Zeit des Talmud über den Versumfang der Torah keine verlässliche Antwort bestünde ⇒.Hier tritt vor allem Menachem Cohen hervor, der jede Art mystischer Interpretation, sei es im Bibelcode oder im Talmud, entkräftet, um eine Art Schadensbegrenzung vorzunehmen.
Es wird hier meine Aufgabe sein, diese textkritische, aber wenig sinnreiche Angabe ebenso ins Märchenreich zu bugsieren wie das Märchen, Robert Stephanus habe die Offenbarung nach seiner eigenen apokryphen Intention eingeteilt, ohne sich auf Texteigenarten zu stützen, die diese Einteilung irgendwie motiviert hätten.
Daniel Fuller möchte uns erklären, die Verseinteilung entstand im 2. Jh. in der Periode der Mischna. Er ist hierbei nicht zu tadeln, er weiss es einfach nicht besser. Die Mischna ist die erste Periode des Talmud, welcher je nach Version ⇒ Es wird der Babylonische Talmud und der Jerusalemer Talmud unterschieden. Bezüglich Mischna sind sie gleich. Die Gemara des Jerusalemer Talmud weist aber nur ein Drittel des Umfangs des Babylonischen Talmud auf. Als Ursache wird die Unterdrückung durch das byzantinische Christentum genannt. zwischen dem 3. und 5. Jh. zusammengetragen wurde und Schichten von Kommentaren zu den Kommentaren beinhaltet. In diesem mehrbändigen Sammelsurium der Gelehrigkeit, aus welchem man sich jede nur denkbare Meinung über die Talmudisten basteln kann, steckt nun unvermittelt der Traktat über den Versumfang, eingezwängt zwischen zwei Absurditäten ohne ersichtlichen Bezug zu diesem Thema.
Rabbi Isaac Zilber erntete kürzlich Ruhm unter orthodoxen Juden, da es ihm gelang, die Angabe aus dem Traktat durch eine eigenwillige Methode zu bestätigen. Doch seine Methode wird ausserhalb dieser Kreise kaum anerkannt. Rabbi Zilber ist mir deshalb wichtig, weil der folgende Text (im Original) aus seiner Feder stammt und das Problem im Traktat Kiduschin 30a für uns zusammenfasst.
We learn in Mesechet Kidushin (page 30a) ⇒A Review of the article "On the matter of the number of verses, words and letters in the Torah" by Rabbi Isaac Zilber (from Moriah, 22nd year, issue A-B [153-154], Elul 5758 (1998))
Mesechet Kiduschin: wörtlich Traktat Heiliges. Wegen unterschiedlichen Ausgaben wird manchmal auch vom Traktat Seite 30c) gesprochen.:
Therefore the first ones were called soferim, for they counted every letter in the Torah, for they said the vav of Gachon (Leviticus 11:42) is the middle of the letters of the Torah scroll, darosh darash (Leviticus 10:16) is the middle of the words, and v'hitgalach (Leviticus 13:33) is the middle of the verses, yecharsemena chazir m'yaar (Psalms 80:14) the ayin of ya'ar is the middle of Psalms, v'hu rachum yechaper avon (Psalms 78:38) is the middle of the verses.These are the words of the Talmud.
R' Yosef asked: 'is the vav of Gachon on this side or on that side?'.
They told zhim: 'Let's bring a book and count it, like Rabba Bar Bar Hana said [in another context]: They did not move from there until a sefer Torah was brought and counted'.
He replied: 'They were experts in defective and plene spelling, we are not experts'.
Rav Yosef asked: 'V'hitgalach is on one side or on the other?'
Abaye said to him: 'At least the verses we can count?' -[No,] in verses, likewise, we are not experts.
For when Rav Acha Bar Ada came he said: 'In the Land of Israel they have separated this verse into three verses - "And G-d said to Moses, Behold I am coming to you in the thickness of the cloud" (Exodus 19:9).'
The rabbis taught that 5888 verses are the verses of the Torah scroll, Psalms has eight more and Chronicles has eight fewer.
After research and checking the letters, words, and verses of the Torah, we find that
the vav of Gachon is not the middle letter,
darosh darash is not the middle of the words, and
v'hitgalach is not the middle verse,
the ayin of ya'ar is not the middle of Psalms,
v'hu rachum yechaper avon is not in the center of the verses of Psalms,
the number of verses in the Torah is 5845 and not 5888,
Psalms numbers 2528 verses⇒ Schlachter hat ebenso 2528 Verse für Psalmen and is not larger than the Torah,
and
in Chronicles there are only 1656 verses ⇒Der Umfang im AT differiert für Chronik I und II, die Angabe von 1656 Versen gibt jedoch den tradierten Bericht am Ende von Chronik wieder..
But the Sages did not write inexact words,It is not an empty thing for you.What is written in the Torah and said by the Sages is not an empty thing; if you see it as empty, it is "for you" -- it is because for you it is empty, you are the one who does not understand, and you must trouble yourself and research it; when you have troubled yourself and researched it you will understand.
Wir beginnen damit, was die Rabbis lehrten. Rabbis ist ein anonymer Term im Talmud und bezeichnet die apokryphe Tradition. Sie nennen 5888 Verse. In späteren Ausgaben des Talmud wird aber geschrieben: 8888 Verse.
Bevor wir dieses Statement zum Anlass nehmen, eine Kontrolle über den Versumfang in der Zeit des Talmud und früher zu verwerfen, sollten wir uns über die Natur von Zahlenangaben im Klaren sein. Zuerst bedeutet die 8 (Chet) einen Zaun: Der Zaun ist im jüdischen Denken der Inbegriff des Schutzes und der Sicherheit. Es wird also gesagt: Die Torah umfasst 5000 Verse und noch mehr, und der Rest ist umzäunt (gleich gesichert). In der späteren Ausgabe wird gesagt, der Umfang ist ganz gesichert 8888.
Nun aber erfahren wir folgendes: Rabbi Isaak Zilber sagt, Psalmen hätte nur 2528 Verse. Das ist nur etwa die Hälfte der geforderten 5888 Verse.
Aber der andere Umfang, jener von Chronik, wird uns doch zu denken geben: 1656 Verse, wie die Zahl der Sintflut und wie einer unserer Basiswerte 656.
Nun werden beide Bücher genannt in Relation zur Torah. Das Seltsame ist, dass gilt:
2 x 1656 + 2528 = 5840. Das ist nicht 8, aber 7 Verse neben dem Umfang der Datenbasis.
Es wäre aber schöner, wenn unser anderer Basiswert erschiene. Hier ist er:
2528 x 58/88 = 1666 + 1/6
Ich habe einfach diese Mitteilung über die Versanzahl von 5888 als rationalen Bruch verstanden: 58/88.
Es wird verständlich, warum nebst der Torah die Bücher Psalmen und Chronik mitdiskutiert werden. Aber eine Information über den Versumfang haben wir nicht erhalten. Doch wir haben! Wir haben zwei essentielle Werte erhalten, mittels welcher die Torah fixiert wurde. Wenn wir nun die fixierte Torah befragen, dann können wir auch den Rest des Traktates bewähren.
"Therefore the first ones were called soferim, for they counted every letter in the Torah, for they said the vav of Gachon (Leviticus 11:42) is the middle of the letters of the Torah scroll,
Man zählt die Buchstaben der heutigen Torah, und es kommt heraus: Das Alef in hu in Levitikus 8,28 ist 93 Verse entfernt. Und was sagt der BdE in dieser Sache?
| # | BDE-A | BDE-B | BDE-C | BDE-D | BDE-E |
|---|---|---|---|---|---|
| ToK=6041 | T=1491 B=1491 1Mo 49,17 2271 - 2270 BC [L1545] 17. Dan wird eine Schlange werden auf dem Wege und eine Otter auf dem Steige und das Pferd in die Ferse beißen, daß sein Reiter zurückfalle. [KTr] 49:17 YHY-Dn NXS OLY-DRk SPYPn OLY-ARX HNSk OQBY-$V$ VYPL RKBV AXVR. Gem: 2862 - 189 - 48 | T=3037 B=294 3Mo 11,42 725 - 724 BC [L1545] 42. Und alles, was auf dem Bauch kreucht, und alles, was auf vier oder mehr Füßen gehet, unter allem, das auf Erden schleicht, sollt ihr nicht essen; denn es soll euch eine Scheu sein. [KTr] 11:42 KL HVLk OL-GXVn VKL HVLk OL-ARBO OD KL-MRBH RGLYm LKL-HSRc HSRc OL-HARc LA TAKLVm KY-SQc Hm. Gem: 4181 - 266 - 70 | T=4381 B=779 4Mo 22,8 620 - 621 AD [L1545] 8. Und er sprach zu ihnen: Bleibet hie über Nacht, so will ich euch wieder sagen, wie mir der HErr sagen wird. Also blieben die Fürsten der Moabiter bei Bileam. [KTr] 22:8 VYAMR ALYHm LYNV PH HLYLH VHSBTY ATKm DBR KASR YDBR YHVH ALY VYSBV sRY-MVAB Om-BLOm. Gem: 3933 - 216 - 67 | T=5725 B=834 5Mo 31,1 PPP 52 1964 - 1965 AD [L1545] 1. Und Mose ging hin und redete diese Worte mit dem ganzen Israel; [KTr] 31:1 VYLk MSH VYDBR AT-HDBRYm HALH AL-KL-YsRAL. Gem: 1958 - 95 - 33 | T=6041 B=194 Jos 9,8 2280 - 2281 AD [L1545] 8. Sie aber sprachen zu Josua: Wir sind deine Knechte. Josua sprach zu ihnen: Wer seid ihr und von wannen kommt ihr? [KTr] 9:8 VYAMRV AL-YHVSO OBDYk ANXNV VYAMR ALHm YHVSO MY ATm VMAYn TBAV. Gem: 2637 - 180 - 51 |
Wir finden jenes Vav in BdE-B. Man bedenke, welche Basiswerte wir erhielten. Ganz typischerweise sind wir hier in der Anordnung, in welcher von Schlangen die Rede ist: BdE-A nebst dem Gekreuch in BdE-B. Ich halte dieses Vav schon für einen deutlichen Hinweis an die Wissenden. {Der Baum der Erkenntnis ist selbst mit der verführenden Schlange verbunden. Dass unser Traktat eine Referenz angibt, nach welcher der BdE selbst das Stichwort Schlange liefert, scheint ein angemessener Anfang. } Nun also sind wir da unter Schlangen geraten ...
... darosh darash (Leviticus 10:16) is the middle of the words ...
Nun, sind wir verständig geworden? {DRS DRS ist ein Wort, welches wir in Midrasch (Widerholung, Re-volution) kennen. DRS DRS ist damit selbst ein Codewort, das etwa sagt: Suche suche... (die Lösung), entsprechend dem, was Moses im folgenden Vers tut.}
| # | BDE-A | BDE-B | BDE-C | BDE-D | BDE-E |
|---|---|---|---|---|---|
| ToK=5995 | T=1445 B=1445 1Mo 47,24 2317 - 2316 BC [L1545] 24. Und von dem Getreide sollt ihr den Fünften Pharao geben; vier Teile sollen euer sein, zu besäen das Feld, zu eurer Speise und für euer Haus und Kinder. [KTr] 47:24 VHYH BTBVAT VNTTm XMYSYT LPROH VARBO HYDT YHYH LKm LZRO HsDH VLAKLKm VLASR BBTYKm VLAKL L+PKm. Gem: 5749 - 286 - 78 | T=2991 B=248 3Mo 10,16 771 - 770 BC [L1545] 16. Und Mose suchte den Bock des Sündopfers und fand ihn verbrannt. Und er ward zornig über Eleazar und Ithamar, Aarons Söhne, die noch übrig waren, und sprach: [KTr] 10:16 VAT sOYR HX+AT DRS DRS MSH VHNH sRp VYQCp OL-ALOZR VOL-AYTMR BNY AHRn HNVTRm LAMR. Gem: 6150 - 255 - 65 | T=4335 B=733 4Mo 20,26 574 - 575 AD [L1545] 26. Und zeuch Aaron seine Kleider aus und zeuch sie Eleasar an, seinem Sohne. Und Aaron soll sich daselbst sammeln und sterben. [KTr] 20:26 VHPS+ AT-AHRn AT-BGDYV VHLBSTm AT-ALOZR BNV VAHRn YA$p VMT Sm. Gem: 4232 - 191 - 49 | T=5679 B=788 5Mo 29,4 (29,3) 1918 - 1919 AD [L1545] 4. Und der HErr hat euch bis auf diesen heutigen Tag noch nicht gegeben ein Herz, das verständig wäre, Augen, die da sähen, und Ohren, die da höreten. [KTr] 29:3 VLA-NTn YHVH LKm LB LDOT VOYNYm LRAVT VAZNYm LSMO OD HYVm HZH. Gem: 2718 - 198 - 49 | T=5995 B=148 Jos 7,23 2234 - 2235 AD [L1545] 23. Und sie nahmen's aus der Hütte und brachten's zu Josua und zu allen Kindern Israel und schütteten's vor den HErrn. [KTr] 7:23 VYQXVm MTVk HAHL VYBAVm AL-YHVSO VAL KL-BNY YsRAL VYCQm LPNY YHVH. Gem: 2296 - 190 - 53 |
Wenn ich in dieser Mitte aller Worte lese, so lese ich, dass Aaron sterben solle. {Dies ist in der Anordnung nun nicht ganz ohne Parallele, denn Moses sucht den Bock, nachdem der Herr Aarons Söhne wegen dem fremden Feuer vertilgte.} Seltsam, vorher hatte wir die Schlange, und nun haben wir den Tod Aarons. Wir erinnern uns unwillkürlich daran, dass wir im Thema Brudermord diese seltsame Rollenverteilung hatten. Ich kann nur sagen: Vorher unter Schlangen, und jetzt stirbt uns noch der Priester ...
... and v'hitgalach (Leviticus 13:33) is the middle of the verses ...
Na mal sehen ... {Was geschieht wohl, wenn der Priester stirbt und keiner mehr da ist? Wem wird man wohl opfern?}
| # | BDE-A | BDE-B | BDE-C | BDE-D | BDE-E |
|---|---|---|---|---|---|
| ToK=6087 | T=1537 B=4 2Mo 1,4 2225 - 2224 BC [L1545] 4. Dan, Naphthali, Gad, Asser [KTr] 1:4 Dn VNPTLY GD VASR. Gem: 1144 - 55 - 14 | T=3083 B=340 3Mo 13,33 679 - 678 BC [L1545] 33. soll er sich bescheren, doch daß er den Grind nicht beschere. Und soll ihn der Priester abermal sieben Tage verschließen. [KTr] 13:33 VHTGLX VAT-HNTQ LA YGLX VH$GYR HKHn AT-HNTQ SBOT YMYm SNYT. Gem: 4448 - 173 - 47 | T=4427 B=825 4Mo 23,13 666 - 667 AD [L1545] 13. Balak sprach zu ihm: Komm doch mit mir an einen andern Ort, von dannen du sein Ende sehest und doch nicht ganz sehest; und fluche mir ihm daselbst. [KTr] 23:13 VYAMR ALYV BLQ Lk-NA ATY AL-MQVm AXR ASR TRANV MSm AP$ QCHV TRAH VKLV LA TRAH VQBNV-LY MSm. Gem: 5143 - 229 - 70 | T=5771 B=880 5Mo 32,17 2010 - 2011 AD [L1545] 17. Sie haben den Feldteufeln geopfert und nicht ihrem GOtt, den Göttern, die sie nicht kannten, den neuen, die zuvor nicht gewesen sind, die eure Väter nicht geehret haben. [KTr] 32:17 YZBXV LSDYm LA ALH ALHYm LA YDOVm XDSYm MQRB BAV LA sORVm ABTYKm. Gem: 2564 - 170 - 52 | T=6087 B=240 Jos 10,27 2326 - 2327 AD [L1545] 27. Da aber die Sonne war untergegangen, gebot er, daß man sie von den Bäumen nähme und würfe sie in die Höhle, darinnen sie sich verkrochen hatten; und legten große Steine vor der Höhle Loch. Die sind noch da auf diesen Tag. [KTr] 10:27 VYHY LOT BVA HSMS CVH YHVSO VYRYDVm MOL HOCYm VYSLKm AL-HMORH ASR NXBAV-Sm VYsMV ABNYm GDLVT OL-PY HMORH OD-OCm HYVm HZH. Gem: 5743 - 397 - 96 |
Oh, jetzt predigen wir ja schon den Feldteufel, schlimmer kann‘s nicht mehr werden auf dieser Irrfahrt. In BdE-E haben wir sogar die Gehängten an den Bäumen ...
Wir haben nun keinen Stellenhinweis in der Torah mehr nach dem Traktat, weshalb wir uns das Feldteufelmotiv merken und die wahre Mitte ⇒(5847 + 1 ) / 2 = 2924 aufsuchen.
| # | BDE-A | BDE-B | BDE-C | BDE-D | BDE-E |
|---|---|---|---|---|---|
| ToK=3240 | T=236 B=236 1Mo 10,1 P 3526 - 3525 BC [L1545] 1. Dies ist das Geschlecht der Kinder Noahs: Sem, Ham, Japheth. Und sie zeugeten Kinder nach der Sintflut. [KTr] 10:1 VALH TVLDT BNY-NX Sm Xm VYPT VYVLDV LHm BNYm AXR HMBVL. Gem: 2417 - 176 - 43 | T=1580 B=47 2Mo 2,25 2182 - 2181 BC [L1545] 25. Und er sah drein und nahm sich ihrer an. [KTr] 2:25 VYRA ALHYm AT-BNY YsRAL VYDO ALHYm. Gem: 1483 - 79 - 28 | T=2924 B=181 3Mo 8,9 838 - 837 BC [L1545] 9. Und setzte ihm den Hut auf sein Haupt und setzte an den Hut, oben an seiner Stirn, das güldene Blatt der heiligen Krone, wie der HErr Mose geboten hatte. [KTr] 8:9 VYsm AT-HMCNPT OL-RASV VYsm OL-HMCNPT AL-MVL PNYV AT CYc HZHB NZR HQDS KASR CVH YHVH AT-MSH. Gem: 6073 - 304 - 71 | T=3240 B=497 3Mo 17,7 522 - 521 BC [L1545] 7. und mitnichten ihre Opfer hinfort den Feldteufeln opfern, mit denen sie huren. Das soll ihnen ein ewiges Recht sein bei ihren Nachkommen. [KTr] 17:7 VLA-YZBXV OVD AT-ZBXYHm LsOYRm ASR Hm ZNYm AXRYHm XQT OVLm THYH-ZAT LHm LDRTm. Gem: 4421 - 245 - 62 |
Am Ende der falschen Route erhielten wir doch den Punkt zur Umkehr. Wir sind nun in der wahren Mitte: Aarons Krönung. Die Feldteufel haben wir auch hier, aber in einem anderen Fall.
{Anmerkung: Wenn der Priester stirbt, wem wird man opfern? Man opfert den Feldteufeln. Aber nicht mehr hier. Der Vers referenziert eine Jahreszahl, die im Kanon der Bibelchronologie mit der Berufung Serubabels (und Joshuas?) verbunden ist, die zum Tempelbau führt. Man vergleiche auch Sacharja, welcher eine Krönung Joshuas andeutet, ohne dass man aber ein Jahr festlegen könnte.}
Und nun noch einmal die andere ganz spezielle Anordnung, wo unser Aaron auch ganz schön vernagelt ist, damit er nicht wackelt ...
| # | BDE-A | BDE-B | BDE-C | BDE-D | BDE-E |
|---|---|---|---|---|---|
| ToK=4584 | T=34 B=34 1Mo 2,3 3728 - 3727 BC [L1545] 3. und segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, darum daß er an demselben geruht hatte von allen seinen Werken, die GOtt schuf und machte. [KTr] 2:3 VYBRk ALHYm AT-YVm HSBYOY VYQDS ATV KY BV SBT MKL-MLAKTV ASR-BRA ALHYm LOsVT. Gem: 4928 - 185 - 61 | T=1580 B=47 2Mo 2,25 2182 - 2181 BC [L1545] 25. Und er sah drein und nahm sich ihrer an. [KTr] 2:25 VYRA ALHYm AT-BNY YsRAL VYDO ALHYm. Gem: 1483 - 79 - 28 | T=2924 B=181 3Mo 8,9 838 - 837 BC [L1545] 9. Und setzte ihm den Hut auf sein Haupt und setzte an den Hut, oben an seiner Stirn, das güldene Blatt der heiligen Krone, wie der HErr Mose geboten hatte. [KTr] 8:9 VYsm AT-HMCNPT OL-RASV VYsm OL-HMCNPT AL-MVL PNYV AT CYc HZHB NZR HQDS KASR CVH YHVH AT-MSH. Gem: 6073 - 304 - 71 | T=4268 B=666 4Mo 18,13 507 - 508 AD [L1545] 13. Die erste Frucht alles des, das in ihrem Lande ist, das sie dem HErrn bringen, soll dein sein; wer rein ist in deinem Hause, soll davon essen. [KTr] 18:13 BKVRY KL-ASR BARCm ASR-YBYAV LYHVH Lk YHYH KL-+HVR BBYTk YAKLNV. Gem: 2609 - 152 - 51 | T=4584 B=982 4Mo 28,8 823 - 824 AD [L1545] 8. Das andere Lamm sollst du zwischen Abends machen, wie das Speisopfer des Morgens, und sein Trankopfer zum Opfer des süßen Geruchs dem HErrn. [KTr] 28:8 VAT HKBs HSNY TOsH BYn HORBYm KMNXT HBQR VKN$KV TOsH ASH RYX NYXX LYHVH. Gem: 4681 - 226 - 58 |
{Anmerkung: Diese Mitte der Torah ist mehrfach bemerkenswert. Sie zeigt in Spalten A und B die zwei Ursachen des Sabbat, welche dann in den zwei Fassungen in den Dekalogen verschieden aufgenommen werden. Wir haben weiter einen 666. Buchvers, in Spalte D, womit angedeutet wird, dass diese Stelle besonders fixiert wurde (das Wav, die Sechs, symbolisiert den Nagel oder den Haken). Man kann in diesem Sinne von einer symbolische Kreuzigung sprechen, einer Fixierung in der Horizontalen und Vertikalen. Es ist nicht auszuschliessen, dass der christliche Mythos Ideen des BdE geerbt hat. Gerade in diesem Sinn passt das in Spalte E noch erwähnte andere Lamm hinzu.}
Ich denke, dass der Traktat eine einzige Irrfahrt ist, wobei die Autoren die Lösung wohl kannten. Sie bringen in den falschen Fährten interessante Stellen, die aber unter Massgabe des BdE eigentlich als falsche Hinweise enttarnt werden. Doch so ganz falsch ist es nicht, wie man an den Schlangen Dans, am Tod Aarons, an den Feldteufeln und den Gehängten sieht. Es ist nur eine relativ verkehrte Aussage, ohne einen assoziativen Bezug zur Mitte zu verlieren.
Die Beziehung besteht in den numerischen Aussagen im BdE, aus welchem: Darosch Darosch, wenn auch etwas anders, die Zahl 1666 extrahiert wurde und damit die zwei im BdE immer wieder mal prägnant besetzten Basiswerte im Traktat angesprochen sind. Der Traktat verschweigt den Versumfang. Aber die Meinung ist mitnichten, dass die Urheber dieses Rätsels über die Struktur und damit den Umfang der Torah uneins waren.
Sollte man also den Traktat als Argument wider ein Postulat einer früh fixierten Torah verwenden: Es ist hiermit widerlegt und entkräftet.
Und für die ganz hartnäckig Ungläubigen ...
For when Rav Acha Bar Ada came he said: 'In the Land of Israel they have separated this verse into three verses - "And G-d said to Moses, Behold I am coming to you in the thickness of the cloud" (Exodus 19:9).'
Dazu habe ich zum Schluss ganz was Schönes. Ich nehme jetzt den Korridor 888 über diesen Vers. {Ein Korridor bezeichnet die Anzahl Verse zwischen zwei Spalten. Während der Standard BdE verschiedene Korridore für Spalten verwendet, gibt es das experimentelle Feature fester Korridore, die nicht auf 5 Spalten zu beschränken sind, und in der unteren Darstellung beliebig erweitert werden könnten.}
Es nimmt Bezug auf den Schluss des Traktats, dass die Rabbis lehrten: 5888 Verse habe die Torah. Erinnern wir uns auch daran, dass einige Ausgaben an jener Stelle 8888 Verse nennen ⇒Manche Talmudforscher halten 8888 für die ursprünglichere Fassung. .
| # | FIX-888-A | FIX-888-B |
|---|---|---|
| ToK=888-2036 | T=2036 B=503 2Mo 19,9 1726 - 1725 BC [L1545] 9. Und der HErr sprach zu Mose: Siehe, ich will zu dir kommen in einer dicken Wolke, auf daß dies Volk meine Worte höre, die ich mit dir rede, und glaube dir ewiglich. Und Mose verkündigte dem HErrn die Rede des Volks. [KTr] 19:9 VYAMR YHVH AL-MSH HNH ANKY BA ALYk BOB HONn BOBVR YSMO HOm BDBRY OMk VGm-Bk YAMYNV LOVLm VYGD MSH AT-DBRY HOm AL-YHVH. Gem: 3797 - 323 - 92 | T=2924 B=181 3Mo 8,9 838 - 837 BC [L1545] 9. Und setzte ihm den Hut auf sein Haupt und setzte an den Hut, oben an seiner Stirn, das güldene Blatt der heiligen Krone, wie der HErr Mose geboten hatte. [KTr] 8:9 VYsm AT-HMCNPT OL-RASV VYsm OL-HMCNPT AL-MVL PNYV AT CYc HZHB NZR HQDS KASR CVH YHVH AT-MSH. Gem: 6073 - 304 - 71 |
Wir sind also ausgehend vom Vers Ex 19,9 genau 888 Verse von der wirklichen Mitte entfernt. Das ist ein netter Abschluss zu diesem Thema, der am Ende des Traktates doch noch eine Referenz auf die Mitte beinhaltet. Wie gesagt, der Traktat schweigt zum Umfang der Torah XXX. Aber die Mitte der Torah kennt er doch. Daraus darf nun der Leser selbst den Umfang der Torah errechnen.
Eine Anekdote hat dies nun doch. Aufgrund des Traktates wird uns hier ein mittlerer Vers bestätigt, der nicht mit dem Majorz der jüdischen Tenach übereinstimmt. Denn laut diesem Majorz hat die Torah 5846 Verse (faktisch) oder 5845 Verse (im tradierten Bericht). So wird denn auch nicht 3Mo 8,9 als mittlerer Vers genannt, sondern der vorangehende Vers 3Mo 8,8. Es ist also über eine Diskrepanz zu urteilen, deren Grund ich nun schon mehrfach gelegt habe. Es gibt noch weitere Angaben zum Versumfang, die man da und dort antrifft ⇒ Torah Shelema von Rav Kasher führt folgende Liste auf in Ztl on Shemini (vol 28 p286-289)
Anzahl Verse der Torah:
Talmud Kiddushim 30a hat 5888;
Gemara in anderen Editionen hat 8888;
Yalkut Shimoni Ekev hat 5842:
Rabbi Hai Gaon hat 5884;
gegenwärtige Masorah hat 5845.. Nicht zuletzt scheint mir aber das INRI Symbol als Hinweis auf die Mitte eher passend zu einer Mitte des mit dem titulus gekrönten Aaron. Zum Versumfang der Torah ergänzen sich ausserdem die 153 grossen Fische, die man am Ende des Johannes-Evangeliums fängt. Es gibt eben Dinge, die passend zum Baum der Erkenntnis nur in Gleichnissen gesagt werden, deren Unverständlichkeit einen Zaun bilden auf dem Campus der Qabalah. Der Traktat Kiduschin 30a muss als Ganzes verstanden werden. Wer das Ganze schreibt, hat die Möglichkeit, selbst mittels Zitaten oder echten Referenzen ein Beispiel jüdischer Mystik zu erstellen. Das Wort Wer Ohren hat zu hören
ist nicht auf das NT beschränkt, sondern bezeichnet gerade die Methode, dass ein weit einleuchtenderer Sinn hinter einem scheinbaren Sinn verborgen wird.
Nachtragen möchte ich noch, dass Rabbi Isaac Zilbers Methode nichts mit dem BdE zu tun hatte. Er interpretierte die Mitte der Buchstaben als die Mitte der abnorm geschriebenen Buchstaben ⇒ Es gibt in der Torah eine Reihe von grösser oder kleiner geschriebener Buchstaben, sowie weitere Phänomene.,
die Mitte der Worte als die Mitte der doppelten Worte etc. und wurde darin durch Menachem Cohen durch den Verweis auf viele verschiedene Listen ungewöhnlicher Phänomene relativiert ⇒Menachem Cohen in: On the Number of Verses, Words and Letters in the Bible ; online erreichbar unter:
http://cs.anu.edu.au/..../anon_middle.pdf.
Nachdem wir nun erfahren haben, dass der Traktat eher eine Art Guided Tour darstellt, mindert dies doch eher die Qualität des Traktates als eine Tradition, welche echte Zitate in einem echten Kontext darstellt. Werden hier wirklich Gelehrte zitiert, oder wurden hier nicht Zitate komponiert? Die Pseudoepigraphie war ja verbreitet, und manche literarische Zuordnung geschah durch die Kanonisierung unter einem Titel (z.B. Die Weisheit Salomos). Warum sollte man den Talmud von Vorgängen freisprechen, die wir in anderer Literatur finden?
Therefore the first ones were called soferim, for they counted every letter in the Torah, for they said the vav of Gachon (Leviticus 11:42) is the middle of the letters of the Torah scroll, darosh darash (Leviticus 10:16) is the middle of the words, and v'hitgalach (Leviticus 13:33) is the middle of the verses, yecharsemena chazir m'yaar (Psalms 80:14) the ayin of ya'ar is the middle of Psalms, v'hu rachum yechaper avon (Psalms 78:38) is the middle of the verses.
R' Yosef asked: 'is the vav of Gachon on this side or on that side?'.
Frage: Hat Rabbi Josef diese Frage in diesem Kontext gestellt?
They told him: 'Let's bring a book and count it, like Rabba Bar Bar Hana said [in another context]: They did not move from there until a sefer Torah was brought and counted'.
Es wird hier frei eingestanden, dass Zitate aus ganz anderem Kontext verwendet werden.
He replied: 'They were experts in defective and plene spelling, we are not experts'.
Damit ist gemeint, dass es bezüglich der Vokalisierung der Schrift unterschiedliche Varianten gab, womit ein Zählen der Buchstaben also nicht möglich ist. Wenn also Rabbi Josefs Frage so interpretiert wird: Ist das Vav vor oder nach der Mitte, dann impliziert dies, dass Rabbi Josefs Vers Lev.11,42 eine gerade Anzahl Buchstaben hatte. Lev.11,42 ist aber so geartet, dass diese Auffassung unmöglich erscheint, so dass man aus Rabbi Josefs Frage schloss, er meine die Anzahl der Buchstaben der ganzen Torah. Rabbi Josef habe also die Buchstaben gezählt, wobei seine Torah eine gerade Anzahl von Buchstaben enthielt. Dies ist also der interpretierte Kontext, wodurch dann die nächste Frage simultan gedeutet wird:
Rav Yosef asked: 'V'hitgalach is on one side or on the other?'
Rabbi Yosef fragt nochmals (?) über den Vers. Auch hier muss man davon ausgehen, dass die Frage über die Versmitte nur dann Sinn macht, wenn Rabbi Josef eine gerade Anzahl Verse in seiner Torah besass. Der obige Kontextwechsel bleibt aber merkwürdig, denn wir sind ja wieder im Kontext, und beide Male ist der Frager ein Rabbi Yosef.
Abaye said to him: 'At least the verses we can count?' -[No,] in verses, likewise, we are not experts.
For when Rav Acha Bar Ada came he said: 'In the Land of Israel they have separated this verse into three verses - "And G-d said to Moses, Behold I am coming to you in the thickness of the cloud" (Exodus 19:9).'
The rabbis taught that 5888 verses are the verses of the Torah scroll, Psalms has eight more and Chronicles has eight fewer.
Man kann nicht zählen. Der Kompositeur dieser echten oder falschen oder aus ihrem Kontext entfremdeten und damit entarteten Zitate erzählt uns eine Geschichte über Rabbis, die über den Text uneins sind. Gerade aber seine Konstruktion bildet eine Guided Tour, welche dann zum Ziel führt. Abschliessend bringt er die Rabbis, die anonym sagen: Der Versumfang ist umzäunt. Aber die Referenz unsere Konstrukteurs führt im BdE unmittelbar zur Mitte hin. Unser Konstrukteur weiss es also besser. Er entwertet damit seine zitierten Rabbis oder Kunstrabbis nicht, denn er braucht ja ihre Statements. Aber er gibt dem Begriff 5888 oder 8888 eben einen ganz anderen Gehalt. Die Mitteilung muss man wohl als höchst kryptisch und mystisch betrachten. Sie behält aber, wie demonstriert, einen sehr praktischen Sinn, und gerade deshalb sollte man an der Echtheit der Zitate zweifeln.
Wir haben nun erfahren, dass der traktat Kidushin nur oberflächlich im Widerspruch zum bestehenden Versumfang darstellt, während aber der ganze Traktat auf den BdE zu einer Art Guided Tour wird, die letztlich unvermittelt in die aktuelle Mitte der Torah führt. Der Traktat ist damit nicht mehr ein Statement gegen den BdE sondern eine sehr praktische Demonstration, die aber leider den BdE nicht erklärt, sondern ihn voraussetzt und bestätigt.
Diese Antwort gibt uns nun nicht eine direkte Bestätigung für die Anzahl Verse der Torah. Das Problem, dass der Text Veränderungen erfuhr bleibt bestehen. Ich erwähne hier nur zwei verbreitete Verssummen für gebräuchliche (also akzeptierte) Fassungen des Pentateuch: 5845 und 5846. Ich verwerfe jedoch diesen zwei Ausgaben und verwende in meinem Baum der Erkenntnis 5847 Verse, nicht weil es besser ist, sondern eine Folge der verwendeten Textvorlagen ist.
Diesen eigentlich naheliegenden Varianten kann man einen gemeinsamen Nenner geben:
5844 + 1, 2 oder 3 Verse oder anders ausgedrückt
3 x 1948 = 4 x 1461 = 12 x 487 = 5844
Siehe dazu auch: Chronologie : Sothisyklus.
Der BdE steht und fällt mit einer Hypothese: Ein hireichend stabiler Text (oder eine hinreichend stabile Textform) muss dem BdE zur Zeit der Redaktion und seither zugrunde liegen.
Was meine ich damit? Der BdE ist nach Versen und Spalten orientiert. Veränderungen im Versmass haben drastische Folgen, die nicht so leicht berechenbar sind für den Gesamtkontext. Der BdE. beinhaltet auch Jahreszahlen. Wenn die von mir extrahierten Kontexte zum 6./5.Jh v.Chr. stimmen, ist der Text aus der Sicht der Gegenwart für die Vergangenheit determiniert.
Das heisst. Mein Text muss stabil sein in die Vergangenheit. Er erlaubt theoretisch aber immer noch etwas Raum für Anpassungen von Einteilungen für in die Zukunft weisende Verse (Raum für Diskussionen über richtige Verseinteilungen).
Angenommen, wir befinden uns im Jahr 3760 (1 v.Chr.). Historisch relevante Anordnungen, in welchen das Jahr 3760 oder früher vorkommt, sind damit im BdE blockiert. Je mehr die Zeit voranschreitet, um so mehr wird der Text im Versmass fixiert. (Wer dies fixiert, ist eine andere Frage).
Dies bedeutet nun aber nicht, dass der Text frei ist für einen Abschnitt der die aktuelle Zukunjft referenziert. Allein die Anlage der Torah in Rhythmen, zeigt, dass der Textbestand wohl sehr genau limitiert warin seinem Versvolumen. Ob ein Versinhalt jedoch eine Veränderung erfährt, berührt den BdE strukturell nicht. Da wir aber seit Qumran Zeugen haben für einen weitgehend garantierten Inhalt der Torah spätestens ab der Zeitwende und die LXX in ihren verfügbaren Abschriften wohl auch einigermassen treu der ursprünglichen LXX ist, bedeutet dies praktisch: Der Text war in früher Zeit fixiert. Einen solchen Text kann man schwerlich willkürlich einteilen um jene Resultate zu erzeugen, welche der BdE zeigt. Verseinteilung und Redaktion der Torah verschmelzen in Wirklichkeit zu einem einzigen Akt.
Wenn wir nun aber ddie Auslegung des Traktats einmal so akzeptieren, dann bedeutet dies eigentlich eine Fixierung des Versmasses auf den Endpunkt hin. Den der Traktat sagt dann, dass der Bau des BdE und das chronische Konzept sich nach besonders prägnanten 666er Anordnungen richtet. Der Traktat diskutiert den Versumfang, referenziert aber die Mitte, ergo auch den ganzen Umfang. Wenn solcherart die Mitte bestimmt ist, dann ist dadurch auch das numerische Ende fixiert. Spielraum besteht dann nur noch in der Art, wie Texte in Verse getrennt werden, was die globale Verszahl aber nicht ändert.
Meines Wissens spielen die Anzahl Worte oder Anzahl Buchstaben für den BdE und seinen Bau keine Rolle (bzw. eine solche wurde von mir noch nicht erkannt). Ich lege Wert auf die Feststellung, dass ein kryptischer Code oder Text fehlertolerant sein muss. Der Bibelcode auf der Buchstabenebene für einen Gesamttext ist in meinen Augen - und nach den Erfahrungen der Statisten, welche diesen prüften - eine irrige Annahme, was aber nicht ausschliesst, dass es kodierte Felder in der Torah gibt mit überschaubaren Sprungsequenzen (ELS).
Ein nach Versen orientierter Code ist hingegen fehlertolerant. Das Fehlen eines ganzen Verses würde auffallen. Diese Aussage erscheint nun aber schwammig, denn das Indexsystem ist ja ein späteres Produkt. Was bestimmte die Einteilung der Verse?
Viele Sätze suggerieren selbst ihr Mass. Es gibt aber Abweichungen. So ist zum Beispiel die Einteilung im Dekalog durchaus nicht einsichtig. Hier bedarf es offensichtlich eines Kommentars, der einen Tip gibt. Der eine Kommentar liegt in der Kontroverse vor, den anderen Kommentar finden wir in der LXX.
Solche Stellen sind damit im Sinne des BdE zu lösen.
Vers Nr. 980 : 33.19 Und er kaufte das Grundstück, auf welchem er sein Zelt aufschlug, von der Hand der Kinder Hemors, des Vaters Sichems, um 100 Kesitha (Vollgewogene).
981: 33.20 und errichtete daselbst einen Altar; den nannte er «Der starke Gott Israels
982 : 34.1 Dina aber, Leas Tochter, welche sie dem Jakob geboren hatte, ging aus, um die Töchter des Landes zu sehen
Dies ist die Einteilung, wie wir sie in Lutherbibel oder KJV finden. Naftali-Herz Tur-Sinai aber hat 33.19 und 33.20 zusammengefasst.
Auch finden wir in dieser Umgebung unterschiedliche Weisen, das Kapitel zu beginnen, was die Verseinteilung aber nicht tangiert.
Der Text selbst als Sinneinheit lässt beides zu, ein Vers oder zwei Verse. Wie man dies begründet, ist vollkommen von Exegese abhängig. Für eine Trennung der Verse könnte Hesekiel zitieren, man solle das Heiligtum von den Toten trennen. Und das Grundstück war ja als Grabstätte Saras gedacht.
Vers Nr. 1080 : 36.39 Als Baal-Hanan, Achbors Sohn, starb, ward Hadar König an seiner Statt; und seine Stadt hieß Pahu, sein Weib hieß Mehethabeel - eine Tochter der Mathred, der Tochter Mezahabs.
1081 : 40 Also hießen die Fürsten von Esau nach ihren Geschlechtern, Orten und Namen: Der Fürst Timna, der Fürst Alwa, der Fürst Jetet,
1082 : 41 der Fürst Oholibama, der Fürst Ela, der Fürst Pinon
1083 : 42 der Fürst Kenas, der Fürst Teman, der Fürst Mibzar,
1084 : 43 der Fürst Magdiel, der Fürst Iram. Das sind die Fürsten in Edom, wie sie im Lande ihrer Besitzung gewohnt haben. Und Esau ist der Vater der Edomiter.
1085 : 37.1 Jakob aber wohnte im Lande, darin sein Vater ein Fremdling war, im Lande Kanaan.
Tur-Sinai hat hier wieder zusammengefasst:
Bereschit 36.40 Und dies sind die Vasallenfürsten Esaws nach ihren Geschlechtern, nach ihren Ortschaften, mit ihren Namen: Vasallenfürst Timna, Vasallenfürst Alwa, Vasallenfürst Jetet, Vasallenfürst Oholibama, Vasallenfürst Ela, Vasallenfürst Pinon.
Nach welchem Kriterium soll entschieden werden? Es sind offensichtlich 11 Fürsten aufgeführt. Sollen diese nach Gruppen zu 6, 3 und 2 Namen genannt werden oder in Gruppen zu 3, 3, 3 und 2 Namen?
Tur-Sinais Kriterium ist mir nicht ersichtlich, und die Möglichkeit eines Druckfehlers besteht, weshalb ich in diesem Fall auch Luther gefolgt bin gegen Tur-Sinai, gestützt auch durch andere hebräische Ausgaben.
Numeri 25.18. denn sie haben euch Schaden getan mit ihrer List, die sie euch gestellet haben durch den Peor und durch ihre Schwester Kasbi, die Tochter des Fürsten der Midianiter, die erschlagen ist am Tage der Plage um des Peors willen, und die Plage danach kam.
(19. Und es war nach der Plage)
26.1. Und der HErr sprach zu Mose und Eleasar, dem Sohn des Priesters Aaron:
In diesem Fall konnte ich noch nicht feststellen, ob der Vers in hebräischen Bibeln ausgelassen würde. Problematisch ist er für christliche Bibeln. Die Zürcher-Bibel etwa nimmt ihn als Einleitung zum nächsten Kapitel: Nach der Plage sprach der Herr zu ....
Hier erscheint es auf den ersten Blick unsinnig, diesen drei Worten allein einen Vers zu gönnen. Im BdE erscheint der Vers zwar parallel zum Segen Judas:
10. Es wird das Zepter von Juda nicht entwendet werden, noch ein Meister von seinen Füßen, bis daß der Held komme; und demselben werden die Völker anhangen.
Dies zeigt vielleicht die Wichtigkeit der Anordnung, erklärt aber den betroffenen Vers (und seinen Inhalt) doch nicht wirklich. Selbst die Tatsache, dass das Vav von Gachon parallel zum Segen Dans steht, erklärt nicht, dass der hier manchmal ausgelassene Vers im Kontext mit dem Segen Judas erscheint.
Richtige Versstrukturen sind zentral für den BdE. Der BdE selbst aber erscheint mir als etwas sehr "Esoterisches" und nicht für die "Gasse" geeignet. Ich erinnere nun die Weise, wie in Kidushin doch recht viel Verwirrung gestiftet wird, und dies zeigt das Zeichen des Segens Dan.
Dem gegenüber herrscht doch etwas Stillschweigen über jenen Vers es war nach der Plage
, der doch getreulich dem Wortlaut des Segens Judas entwendet wurde, zumindest in manchen Bibelfassungen.
Wie auch immer, ich habe mich hier auf die Homogenität innerhalb existierende hebräischer Bibeln verlassen, welche diesen Vers aufführen.
Entscheidend sind die zwei Stellen in Genesis, wobei Tur-Sinai zwei Versnummern ausfallen lässt. Dies führt dann zu 5845 Versen, wogegen ich 5857 Verse im BdE verwende. Würde man nun den einen strittigen Vers (Es war nach der Plage) auslassen, erreicht man 5846 Verse. Dies würde bedeuten: die verbreiteten Werte für den Versumfang des Pentateuch beruhen auf drei Stellen, deren Exemplare heute noch verbreitet und einsichtig sind.
Es gibt dennoch auch noch andere Exemplare, so ist mir eine Version mit 5843 Versen ansichtig geworden, ohne dass mir aber bekannt wäre, wo die Unterschiede lägen. Dies ist aber ein Einzelphänomen.
Ich darf also bekannt geben, dass Aufbau und Umfang des Pentateuch schon früh fixiert waren, ohne dass aber über den Hintergrund dieser Fixierung eine eindeutige Angaben gemacht werden durfte. Dies war nach der Popularität einer Offenbarung des Johannes, welche die 666 polemisiert, nicht mehr ratsam.
Es ist mir nicht möglich zu zeigen, dass diese Fixierung bereits viel früher als zur Zeit des Talmud vorhanden war. Es bleibt eine Arbeitshypothese, dass die Verseinteilung bereits bei der Redaktion der Torah 6./5.Jh. vor Christi in grossem Umfang determiniert war, und man kann sie glauben oder verwerfen.
Immerhin konnte gezeigt werden, dass die Annahme, der Versumfang des Pentateuch habe drastische Veränderungen erfahren, falsch ist. Die Torah umfasste zur Zeit des Traktates Kidushin weder 8888 Verse noch 5888 Verse, sondern war hinreichend genau zum heutigen Bestand, so dass unsere Guided Tour funktioniert. Wenn damals der Versumfang fixiert und mit einer sinnreichen tradition versehen war, anderseits aber die enge Verquickung von Text und Einteilung deutlich wird, so dürfen wir der ersten Torah des Moses, die diesen Namen verdient, die gleiche Eigenschaft zumuten. Damit bleibt die These eines früh fixierten und strukturell stabilisierten Textes in persischer Zeit möglich.
Einwände gegen den Bau des BdE und eine frühe Fixierung durch Hinweise, die den Traktat Kidushin 30a im Talmud zum Gegenstand haben, sind damit beantwortet und ausgeräumt.
Über den Umfang der Torah in Versen lässt sich auch ohne BdE etwas aussagen. In meiner Variante erfährt Mose seinen Namen im 1565. Vers. Dies hat seine Bedeutung deshalb, weil Mose der Urtyp des Messias ist, und weil in 1565 das Tetragrammaton verborgen ist. Berücksichtigt man, dass die Torah 'nur' 5847 Verse hat, so ist der 1565. Vers die beste Annäherung an den Begriff Y-H-V-H. der sich numerisch 10-5-6-5 schreibt.
Wir konsultieren dazu auch die Rabbinen.
Midr. Ps. 90.17 [on Ps 90.15] ⇒(The Midrash on the Psalms, vol.2, translated by William G. Braude; Yale: 1959.pp.97-98.):
'Make us glad according to the days wherein Thou hast afflicted us': Acording to the days that Thou didst afflict us in Babylong, in Media, in Greece, in Edom....In a different exposition the verse is read:'Make us glad according to the days of the Messiah.'And how long is the 'day' of the Messiah. R. Eliezer asseted: A thousand years...R. Joshua said: two thousand years...R. Berechiah and R. Dos the Elder said: Six hundred years...R. Jose said: Sixty years...R. Akiba said: Forty years...The Rabbis said: Four thousand years...R. Abba said: Seven thousand years...
| 1000 oder 2000 | Durchschnitt | 1500 |
| 600 | 600 | |
| 60 oder 40 | Durchschnitt | 50 |
| Die Zahlen ohne Nullen aneinander: | 1565 | |
Zuerst wird diskutiert über Tausenderstellen dann über 100er dann über 10er. Ich mache die folgende Tabelle rechts:
Nach der Diskussion folgen nochmals 1000er Stellen
4000 : Auch im Exil ? (nach dem Bar Kochba Aufstand)
7000 : Sinn hier: alle Zeit
Es ist klar, dass eine solche Zahl aus der Midrasch nicht sofort ersichtlich ist. Hier werden verschiedene Ansichten geäussert:
Man bedenke, dass im Jahr 135 (=3895) der Bar Kochba Aufstand losbrach und dann niedergeschlagen wurde. Rabbi Akiba äusserte 40 Jahre. Diesem folgt dann das Statement:
4000 : skeptisch über diese Zeit, besagend, wird Messias auch im Exil herrschen? Die Frage wird den ungenannten Rabbis zugeschrieben (kein Name als Ausdruck des Zweifels). 4000 sollte man als Jahreszahl Statement lesen (entspricht 240 AD.). Die letzte Antwort folgt......
7000 : alle Zeit (oder: wenn die Zeit vollkommen ist?).
Die Abfolge der Meinung geschieht also nach: Schöpfung, Mehrung, Sintflut, Skepsis,
und pragmatisch endlich: zur Frage am Punkt des Exils mit der Aussage: alle Zeit, oder wenn die Zeit vollkommen ist.
Und dies lässt sich am besten vor dem Hintergrund verbinden, dass eine solche zusammengefasste Debatte tatsächlich den Umstand zum 1565. Vers der Torah zum Gegenstand hat.
Es ist eine Eigenschaft jüdischer Rabbinen, dass eine Metaaussage aus vielen Einzelverweisen und Bezugnahmen zu Rabbis vorliegt. Der diese Metainformation verfasst/ausgedacht hat, hat keinen Namen. Er bleibt vollkommen verborgen hinter den Rabbinern, welche mit verständlichen Ansichten namentlich genannt werden.
Aber auch ohne diese Midrash ist Moses Namensgebung eindeutig und gibt einen weiteren Hinweis darauf, dass die Anzahl Verse bis zu seiner Taufe als Summe gesichert sind. Die Auslegung dieser Midrash ist vielleicht zu originell, um damit anzudeuten, dass über den Versumfang des Pentateuch kein Zweifel herrschte. Zusammengenommen mit dem Traktat Kiduschin 30a) dürfte aber langsam aufgehen, dass rabbinische Mitteilung zwiespältig verwirrend und klar in einem sind.
Nur einen letzten Satz erlaube ich mir noch:
Das Ausrechnen der messianische Endzeit gilt als Sakrileg, das ebenso oft dokumentiert wurde, wie es bis in die Neuzeit auch verletzt wurde. Ob dieses Verbot eine Erfahrung aus der Zeit und ihren Enttäuschungen ist, oder ob ein solches Verbot schon sehr früh Praxis ist, kann ich nicht erörtern. Zumindest die Erfahrung der Tempelzerstörung kann ein solches frühes Verbot erklären. Zeit und Struktur der Torah gehören zusammen. Deshalb hat der Begriff Endzeit und Versumfang der Torah etwas Gemeinsames. Und dem letzten Beispiel hier stand die überaus verwirrende Darstellung im Traktat Kidushin gegenüber.
Zumindest eines scheint mir gewiss: Die Torah hatte programmiert, dass 656 Jahre nach dem ersten Tempelbrand ein messianisches Ereignis stattzufinden habe, in welchem ein Prophet wie Moses und ein König aus Israel auftreten würden.
Dass sowohl der Traktat Kidushin eine Mischna über den BdE ist, und auch die Behandlung über die Messianische Zeit den 1565. Vers markiert, in welchem Moses seinen Namen erhält, mag uns daran erinnern, dass Zeit und Struktur im rabbinischen Denken eine enge Verbindung eingehen. Deshalb darf man vermuten, dass Rabbinen nichts beantworten, ausser dass sie einen Hinweis geben, woher der Komponist der Rabbinen seine Inspiration bezog.
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EL CAPPUCCINO - April 2003
Update: Ergänzungen Korrekturen: Oktober 2005,
Lektorat: v.h.